Anforderungen an und Aufbau der Kostenrechnung in - Anforderunge · Rechnungswesen Betriebliches...

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    Solidaris 2011

    Anforderungen an und Aufbau der Kostenrechnung in Werksttten

    Nrnberg, 17. Mrz 2011

    Fachvortrag Werksttten:Messe 2011

    17. Mrz 2011

    Referent

    Dipl.-Kfm. Ralf Bewersdorff

  • Solidaris 2011 Folie 2 /46

    Unser Profil

    > Prfung und Beratung steuerbegnstigter Krperschaften aus dem Non-Profit-Bereich in wirtschaftlichen, steuerlichen und organisatorischen Angelegenheiten seit Grndung im Jahr 1932

    > Eigenstndigkeit durch gesellschaftsrechtliche Unabhngigkeit

    > Umfngliche Mandantenbetreuung aus einer Hand durch enge Zusammenarbeit im Unternehmensverbund der Solidaris

    > Mandantennhe

  • Solidaris 2011 Folie 3 /46

    Unser Profil: Standorte

  • Solidaris 2011 Folie 4 /46

    > Konzernunabhngige mittelgroe Prfungs- und Beratungs-gesellschaft

    > Eine der 30 grten von insgesamt 471Wirtschaftsprfungs-gesellschaften

    > Bundesweit mit ber 220 Mitarbeitern ttig

    > Anteil der Mitarbeiter mit Berufsexamina (WP, StB, vBP, RA) mitca. 40 % aller Auendienstmitarbeiter vergleichsweise hoch

    > ber 2.000 Einzelmandate im Non-Profit-Bereich unterschiedlicher Grenordnung und Rechtsformen

    Unser Profil: Solidaris heute

  • Solidaris 2011 Folie 5 /46

    Unser Profil: Solidaris-Verbund

    in Kooperation mit

  • Solidaris 2011 Folie 6 /46

    Unser Profil: Mandanten

    > Spezialisierung auf Gesundheits- und Sozialbereich

    > Schwerpunkt Non-Profit-Organisationen

    > Einrichtungen der stationren und ambulanten Alten-,Jugend- und Behindertenhilfe

    > Verbnde der freien Wohlfahrtspflege

  • Solidaris 2011 Folie 7 /46

    Agenda

    1. Anwendungsflle der Kostenrechnung

    2. Grundlagen der Kostenrechnung

    3. Grundlagen der Prozesskostenrechnung

    4. ZusammenfassungBeispiel: EDV-gesttzte Auswertung

  • Solidaris 2011 Folie 8 /46

    > Beispiele fr Leistungen in der Werkstatt fr behinderte Menschen:

    Leistungen zum Besuch einer anerkannten Werkstatt sind budgetfhig> Vollzeitbeschftigung in der Werkstatt

    > Vereinbarung ber eine Teilzeitbeschftigung grundstzlich mglich

    > Leistungserbringung durch eine andere Werkstatt fr behinderte Menschen grundstzlich mglich

    Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben knnen auch auf dem normalen Arbeitsmarkt eingekauft werden

    Anwendungsfall: Persnliches Budget

  • Solidaris 2011 Folie 9 /46

    Anwendungsfall: Persnliches Budget

    > Auswirkungen auf die Einrichtungen:

    Entgelt = Pauschalierter Betrag

    (Euro je Hilfebedarfsgruppe und Tag)Entgelt = Leistungsabhngiger Betrag

    (Euro je Leistung)

    Wie teuer sind meine Leistungen ???

  • Solidaris 2011 Folie 10 /46

    Anwendungsfall: Persnliches Budget

    Aussagekrftiges Kostenrechnungssystem erforderlich

    Angebot von budgetfhigen Leistungen

    Sicherung der Wettbewerbsfhigkeit

  • Solidaris 2011 Folie 11 /46

    Weitere Anwendungsflle

    > Kalkulation konkurrenzfhiger Preise der hergestellten Produkte und erbrachten Dienstleistungen

    > Ermittlung des auf die Arbeitsleistung der Werkstatt entfallenden Rechnungsbetrages nach 140 Sozialgesetzbuch (SGB) IX (zur Verringerung der Ausgleichsabgabe nach 77 SGB IX)

    > Ermittlung der Auswirkungen der Vergtungen auf die Hhe des Arbeitsergebnisses nach 41 Abs. 4 SGB IX (getrennter Ausweis von Verlusten und Gewinnen durch die Vergtungen)

    > Ermittlung des Arbeitsergebnisses nach 12 Abs. 4 Werkstttenverordnung

  • Solidaris 2011 Folie 12 /46

    Anwendungsfall: Gesetzliche Vorgaben

    12 Abs. 1 Werkstttenverordnung (WVO)

    > Die Werkstatt muss nach betriebswirtschaftlichen Grundstzen organisiert sein. Sie hat nach kaufmnnischen Grundstzen Bcher zu fhren und

    eine Betriebsabrechnung in Form einer Kostenstellenrechnung zu erstellen.

    > Betriebswirtschaftliche Grundstze = Senkung der Kosten, um den behinderten Menschen einen angemessenen Lohn zahlen zu knnen

    > Kostenstellenrechnung = Instrument zur Steuerung der WfbM, dient zur Effizienzsteigerung und letztlich zur Existenzsicherung

    > Fr Wohneinrichtungen und ambulante Dienste keine vergleichbarengesetzlichen Vorgaben

  • Solidaris 2011 Folie 13 /46

    Grundlagen der Kostenrechnung

    Am Markt erzielbare Preise

    Kosten zur Leistungserbringung

    Verursachungsgerechte Kalkulation der erbrachten Leistungen

    notwendig

    Aussagekrftiges Kostenrechnungssystem notwendig

  • Solidaris 2011 Folie 14 /46

    Grundlagen der Kostenrechnung

    Betriebliches

    Rechnungswesen

    Betriebliches

    Rechnungswesen

    Finanz-

    buchhaltung

    Finanz-

    buchhaltung KostenrechnungKostenrechnungPlanungs-

    rechnung

    Planungs-

    rechnung ControllingControlling

    Welche

    Aufwendungen

    und Ertrge

    fallen an?

    Welche

    Aufwendungen

    und Ertrge

    fallen an?

    Welche Kosten

    sind wo

    und wofr

    angefallen?

    Welche Kosten

    sind wo

    und wofr

    angefallen?

    Soll- Ist- Vergleich

    Budget

    Unternehmensentwicklung

    Soll- Ist- Vergleich

    Budget

    Unternehmensentwicklung

    Strategie-Planung

    Steuerung

    Abweichungsanalyse

    Vorschaurechnungen

    Strategie-Planung

    Steuerung

    Abweichungsanalyse

    Vorschaurechnungen

    Externes RW Internes RW

  • Solidaris 2011 Folie 15 /46

    Grundlagen der Kostenrechnung

    > In der Regel keine Auenwirkung

    > Freiwilliges Instrumentarium

    > Innerbetriebliches Fhrungsinstrument

    > berwachung von Kosten und Leistungen (Kosten- und Leistungsrechnung)

    > Rechnerische Fundierung von unternehmenspolitischen Entscheidungen

  • Solidaris 2011 Folie 16 /46

    Grundlagen der Kostenrechnung

    Grundstze ordnungsmiger Kostenrechnung> Wirtschaftlichkeit> Transparenz> Richtigkeit und Nachprfbarkeit> Kausalitt> Proportionalitt> Direkte Zurechnung> Geschlossenheit> Kompatibilitt mit Buchhaltung und Planungsrechnung> Einmaligkeit der Verrechnung> Stetigkeit> Belegpflicht> Entscheidungsorientierter Aufbau

  • Solidaris 2011 Folie 17 /46

    Grundlagen der Kostenrechnung

    > Kostenrechnung dient der Ermittlung von Kosten und der Zurechnung der Kosten auf Bezugsobjekte (Kostenstellen und Kostentrger)

    > Dreistufigkeit der Kostenrechnung

    Kosten - a r t e na r t e n - rechnung

    Kosten - s t e l l e ns t e l l e n - rechnung

    Kosten - t r g e rt r g e r rechnung

    (Kostentrgerzeitrechnung, Kostentrgerstckrechnung)

  • Solidaris 2011 Folie 18 /46

    Grundlagen der Kostenrechnung

    Ablauf der Kostenrechnung

    > Erfassung der Kostenarten und Zuordnung zu und/Verteilung auf Kostenstellen

    > Verteilung der Kosten der Vor- und Nebenkostenstellen auf Hauptkostenstellen

    > Verteilung der Kosten der Hauptkostenstellen auf Kostentrger

  • Solidaris 2011 Folie 19 /46

    Grundlagen der Kostenrechnung

    Die Betriebsabrechnung

    > Periodenbezogene Verrechnung aller Kosten auf die Hauptkostenstellen

    > Zuordnung von Gemeinkosten auf Hilfs- und Hauptkostenstellen

    > Mehrstufige Verrechnung von Hilfs- und Hauptkostenstellen

  • Solidaris 2011 Folie 20 /46

    > Kostenrechnung

    Kostenartenrechnung

    Kostenstellenrechnung

    Kostentrgerrechnung

    Gesamtperiodenkosten, gegliedert nach Kostenarten

    Hilfskosten-stellen

    Hauptkosten-stellen

    Gesamtperiodenkosten, gegliedert nach Kostentrgern

    Grundlagen der Kostenrechnung

  • Solidaris 2011 Folie 21 /46

    KostenstellenrechnungPrinzipien der Kostenstellenbildung

    > Die Zustndigkeit fr die Aufgabenerfllung und die Verantwortung fr die

    Kosten mssen bereinstimmen

    > Die Abgrenzung zu anderen Teilbereichen/Kostenstellen

    soll rumlich oder/und funktional mglich sein.

    > Art und Umfang der einzurichtenden Kostenstellen muss individuell bestimmt

    werden

    Grundlagen der Kostenrechnung

  • Solidaris 2011 Folie 22 /46

    Die nicht direkt zurechenbaren Kosten werden durch Umlageschlssel zugeordnet

    > verursachungsgerecht

    > Schtzung

    > Schlssel nur dort, wo sie zu aussagefhigenInformationen fhren

    Der letzte Bleistift wird nicht mehr umgelegt!

    Grundlagen der Kostenrechnung

  • Solidaris 2011 Folie 23 /46

    Umlageverfahren I

    > Gebude: Jeder Raum des Gebudes wird derjenigen Kostenstelle zugeordnet, von der er genutzt wird (Umlage nach qm)

    > Leitung und Verwaltung: Jahresgehalt/Jahresarbeitszeit = Stundenlohn> Ermittlung /Schtzung der Arbeitszeiten, die jede einzelne Arbeitskraft fr die jeweilige Kostenstelle aufwendet

    > Wscherei: z. B. kg-Wsche

    > Hol-, Bring- und Fahrdienst: z. B: nach Zeiten (alternativ gefahrener Km)

    > Reinigungskosten: Zuordnung der Rume zu den KST, Umlage nach qm

    > Energieversorgung - Strom: Verursachungsgerecht wre es fr alle Kostenstellen Zhler zu verwenden, da der Stromverbrauch sehr variieren kann (bspw. Verbrauch in der Kche aufgrund der Elektro-Gerte viel hher), ansonsten Schtzung

    Grundlagen der Kostenrechnung

  • Solidaris 2011 Folie 24 /46

    Umlageverfahren II

    > Energieversorgung - Wasserverbrauch: Schtzungen, da Verbrauch stark variiert (Kche und Wscherei tragen den Hauptteil) und keine Wasserzhler je Kostenstelle vorhanden