Anforderungen an und Aufbau der Kostenrechnung in … - Anforderunge… · Rechnungswesen...

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  • Berlin . Erfurt . Freiburg . Hamburg . Kln . Mnchen . Mnster . Oppeln (PL) . Wrzburg

    Solidaris 2011

    Anforderungen an und Aufbau der Kostenrechnung in Werksttten

    Nrnberg, 17. Mrz 2011

    Fachvortrag Werksttten:Messe 2011

    17. Mrz 2011

    Referent

    Dipl.-Kfm. Ralf Bewersdorff

  • Solidaris 2011 Folie 2 /46

    Unser Profil

    > Prfung und Beratung steuerbegnstigter Krperschaften aus dem Non-Profit-Bereich in wirtschaftlichen, steuerlichen und organisatorischen Angelegenheiten seit Grndung im Jahr 1932

    > Eigenstndigkeit durch gesellschaftsrechtliche Unabhngigkeit

    > Umfngliche Mandantenbetreuung aus einer Hand durch enge Zusammenarbeit im Unternehmensverbund der Solidaris

    > Mandantennhe

  • Solidaris 2011 Folie 3 /46

    Unser Profil: Standorte

  • Solidaris 2011 Folie 4 /46

    > Konzernunabhngige mittelgroe Prfungs- und Beratungs-gesellschaft

    > Eine der 30 grten von insgesamt 471Wirtschaftsprfungs-gesellschaften

    > Bundesweit mit ber 220 Mitarbeitern ttig

    > Anteil der Mitarbeiter mit Berufsexamina (WP, StB, vBP, RA) mitca. 40 % aller Auendienstmitarbeiter vergleichsweise hoch

    > ber 2.000 Einzelmandate im Non-Profit-Bereich unterschiedlicher Grenordnung und Rechtsformen

    Unser Profil: Solidaris heute

  • Solidaris 2011 Folie 5 /46

    Unser Profil: Solidaris-Verbund

    in Kooperation mit

  • Solidaris 2011 Folie 6 /46

    Unser Profil: Mandanten

    > Spezialisierung auf Gesundheits- und Sozialbereich

    > Schwerpunkt Non-Profit-Organisationen

    > Einrichtungen der stationren und ambulanten Alten-,Jugend- und Behindertenhilfe

    > Verbnde der freien Wohlfahrtspflege

  • Solidaris 2011 Folie 7 /46

    Agenda

    1. Anwendungsflle der Kostenrechnung

    2. Grundlagen der Kostenrechnung

    3. Grundlagen der Prozesskostenrechnung

    4. ZusammenfassungBeispiel: EDV-gesttzte Auswertung

  • Solidaris 2011 Folie 8 /46

    > Beispiele fr Leistungen in der Werkstatt fr behinderte Menschen:

    Leistungen zum Besuch einer anerkannten Werkstatt sind budgetfhig> Vollzeitbeschftigung in der Werkstatt

    > Vereinbarung ber eine Teilzeitbeschftigung grundstzlich mglich

    > Leistungserbringung durch eine andere Werkstatt fr behinderte Menschen grundstzlich mglich

    Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben knnen auch auf dem normalen Arbeitsmarkt eingekauft werden

    Anwendungsfall: Persnliches Budget

  • Solidaris 2011 Folie 9 /46

    Anwendungsfall: Persnliches Budget

    > Auswirkungen auf die Einrichtungen:

    Entgelt = Pauschalierter Betrag

    (Euro je Hilfebedarfsgruppe und Tag)Entgelt = Leistungsabhngiger Betrag

    (Euro je Leistung)

    Wie teuer sind meine Leistungen ???

  • Solidaris 2011 Folie 10 /46

    Anwendungsfall: Persnliches Budget

    Aussagekrftiges Kostenrechnungssystem erforderlich

    Angebot von budgetfhigen Leistungen

    Sicherung der Wettbewerbsfhigkeit

  • Solidaris 2011 Folie 11 /46

    Weitere Anwendungsflle

    > Kalkulation konkurrenzfhiger Preise der hergestellten Produkte und erbrachten Dienstleistungen

    > Ermittlung des auf die Arbeitsleistung der Werkstatt entfallenden Rechnungsbetrages nach 140 Sozialgesetzbuch (SGB) IX (zur Verringerung der Ausgleichsabgabe nach 77 SGB IX)

    > Ermittlung der Auswirkungen der Vergtungen auf die Hhe des Arbeitsergebnisses nach 41 Abs. 4 SGB IX (getrennter Ausweis von Verlusten und Gewinnen durch die Vergtungen)

    > Ermittlung des Arbeitsergebnisses nach 12 Abs. 4 Werkstttenverordnung

  • Solidaris 2011 Folie 12 /46

    Anwendungsfall: Gesetzliche Vorgaben

    12 Abs. 1 Werkstttenverordnung (WVO)

    > Die Werkstatt muss nach betriebswirtschaftlichen Grundstzen organisiert sein. Sie hat nach kaufmnnischen Grundstzen Bcher zu fhren und

    eine Betriebsabrechnung in Form einer Kostenstellenrechnung zu erstellen.

    > Betriebswirtschaftliche Grundstze = Senkung der Kosten, um den behinderten Menschen einen angemessenen Lohn zahlen zu knnen

    > Kostenstellenrechnung = Instrument zur Steuerung der WfbM, dient zur Effizienzsteigerung und letztlich zur Existenzsicherung

    > Fr Wohneinrichtungen und ambulante Dienste keine vergleichbarengesetzlichen Vorgaben

  • Solidaris 2011 Folie 13 /46

    Grundlagen der Kostenrechnung

    Am Markt erzielbare Preise

    Kosten zur Leistungserbringung

    Verursachungsgerechte Kalkulation der erbrachten Leistungen

    notwendig

    Aussagekrftiges Kostenrechnungssystem notwendig

  • Solidaris 2011 Folie 14 /46

    Grundlagen der Kostenrechnung

    Betriebliches

    Rechnungswesen

    Betriebliches

    Rechnungswesen

    Finanz-

    buchhaltung

    Finanz-

    buchhaltung KostenrechnungKostenrechnungPlanungs-

    rechnung

    Planungs-

    rechnung ControllingControlling

    Welche

    Aufwendungen

    und Ertrge

    fallen an?

    Welche

    Aufwendungen

    und Ertrge

    fallen an?

    Welche Kosten

    sind wo

    und wofr

    angefallen?

    Welche Kosten

    sind wo

    und wofr

    angefallen?

    Soll- Ist- Vergleich

    Budget

    Unternehmensentwicklung

    Soll- Ist- Vergleich

    Budget

    Unternehmensentwicklung

    Strategie-Planung

    Steuerung

    Abweichungsanalyse

    Vorschaurechnungen

    Strategie-Planung

    Steuerung

    Abweichungsanalyse

    Vorschaurechnungen

    Externes RW Internes RW

  • Solidaris 2011 Folie 15 /46

    Grundlagen der Kostenrechnung

    > In der Regel keine Auenwirkung

    > Freiwilliges Instrumentarium

    > Innerbetriebliches Fhrungsinstrument

    > berwachung von Kosten und Leistungen (Kosten- und Leistungsrechnung)

    > Rechnerische Fundierung von unternehmenspolitischen Entscheidungen

  • Solidaris 2011 Folie 16 /46

    Grundlagen der Kostenrechnung

    Grundstze ordnungsmiger Kostenrechnung> Wirtschaftlichkeit> Transparenz> Richtigkeit und Nachprfbarkeit> Kausalitt> Proportionalitt> Direkte Zurechnung> Geschlossenheit> Kompatibilitt mit Buchhaltung und Planungsrechnung> Einmaligkeit der Verrechnung> Stetigkeit> Belegpflicht> Entscheidungsorientierter Aufbau

  • Solidaris 2011 Folie 17 /46

    Grundlagen der Kostenrechnung

    > Kostenrechnung dient der Ermittlung von Kosten und der Zurechnung der Kosten auf Bezugsobjekte (Kostenstellen und Kostentrger)

    > Dreistufigkeit der Kostenrechnung

    Kosten - a r t e na r t e n - rechnung

    Kosten - s t e l l e ns t e l l e n - rechnung

    Kosten - t r g e rt r g e r rechnung

    (Kostentrgerzeitrechnung, Kostentrgerstckrechnung)

  • Solidaris 2011 Folie 18 /46

    Grundlagen der Kostenrechnung

    Ablauf der Kostenrechnung

    > Erfassung der Kostenarten und Zuordnung zu und/Verteilung auf Kostenstellen

    > Verteilung der Kosten der Vor- und Nebenkostenstellen auf Hauptkostenstellen

    > Verteilung der Kosten der Hauptkostenstellen auf Kostentrger

  • Solidaris 2011 Folie 19 /46

    Grundlagen der Kostenrechnung

    Die Betriebsabrechnung

    > Periodenbezogene Verrechnung aller Kosten auf die Hauptkostenstellen

    > Zuordnung von Gemeinkosten auf Hilfs- und Hauptkostenstellen

    > Mehrstufige Verrechnung von Hilfs- und Hauptkostenstellen

  • Solidaris 2011 Folie 20 /46

    > Kostenrechnung

    Kostenartenrechnung

    Kostenstellenrechnung

    Kostentrgerrechnung

    Gesamtperiodenkosten, gegliedert nach Kostenarten

    Hilfskosten-stellen

    Hauptkosten-stellen

    Gesamtperiodenkosten, gegliedert nach Kostentrgern

    Grundlagen der Kostenrechnung

  • Solidaris 2011 Folie 21 /46

    KostenstellenrechnungPrinzipien der Kostenstellenbildung

    > Die Zustndigkeit fr die Aufgabenerfllung und die Verantwortung fr die

    Kosten mssen bereinstimmen

    > Die Abgrenzung zu anderen Teilbereichen/Kostenstellen

    soll rumlich oder/und funktional mglich sein.

    > Art und Umfang der einzurichtenden Kostenstellen muss individuell bestimmt

    werden

    Grundlagen der Kostenrechnung

  • Solidaris 2011 Folie 22 /46

    Die nicht direkt zurechenbaren Kosten werden durch Umlageschlssel zugeordnet

    > verursachungsgerecht

    > Schtzung

    > Schlssel nur dort, wo sie zu aussagefhigenInformationen fhren

    Der letzte Bleistift wird nicht mehr umgelegt!

    Grundlagen der Kostenrechnung

  • Solidaris 2011 Folie 23 /46

    Umlageverfahren I

    > Gebude: Jeder Raum des Gebudes wird derjenigen Kostenstelle zugeordnet, von der er genutzt wird (Umlage nach qm)

    > Leitung und Verwaltung: Jahresgehalt/Jahresarbeitszeit = Stundenlohn> Ermittlung /Schtzung der Arbeitszeiten, die jede einzelne Arbeitskraft fr die jeweilige Kostenstelle aufwendet

    > Wscherei: z. B. kg-Wsche

    > Hol-, Bring- und Fahrdienst: z. B: nach Zeiten (alternativ gefahrener Km)

    > Reinigungskosten: Zuordnung der Rume zu den KST, Umlage nach qm

    > Energieversorgung - Strom: Verursachungsgerecht wre es fr alle Kostenstellen Zhler zu verwenden, da der Stromverbrauch sehr variieren kann (bspw. Verbrauch in der Kche aufgrund der Elektro-Gerte viel hher), ansonsten Schtzung

    Grundlagen der Kostenrechnung

  • Solidaris 2011 Folie 24 /46

    Umlageverfahren II

    > Energieversorgung - Wasserverbrauch: Schtzungen, da Verbrauch stark variiert (Kche und Wscherei tragen den Hauptteil) und keine Wasserzhler je Kostenstelle vorhanden sind

    > Heizungsfaktor: Zuordnung von Rumen zu Kostenstellen, Zuordnung von Heizungsfaktoren je nach geschtztem Wrmebedarf (Wohnrume haben hheren Heizbedarf als Abstellrume)

    > Entsorgung: Schtzung nach Verursachung

    > Technischer Dienst: Aufnahme der Arbeitszeiten der jeweiligen Mitarbeiter im technischen Dienst (siehe Leitung und Verwaltung)

    Grundlagen der Kostenrechnung

  • Solidaris 2011 Folie 25 /46

    Die Komplexeinrichtung hat eine Kostenstelle Gebudemanagement.

    Insgesamt wird eine Gebudeflche von 20.000 qm verwaltet.Die Flche verteilt sich auf 4 Gebude, zwei mit jeweils 6.000 qm,ein Gebude mit 5.000 qm und eins mit 3.000 qm.

    Es sind insgesamt Kosten in Hhe von 1.000.000,- EUR fr Abschreibungen, Instandhaltungen und sonst. Gebudekosten angefallen. Der Wiederbeschaffungswert fr alle Gebude wird auf 3.000,- EUR je qm geschtzt (historische AHK 2.000,- EUR). Hierauf werden kalkulatorische Abschreibungen berechnet.

    Der Abschreibungssatz betrgt 2 %.

    Wie viel anteilige Kosten fr das Gebudemanagement sind auf die einzelnen Gebude umzulegen?

    Grundlagen der Kostenrechnung

    Beispiel Umlage

  • Solidaris 2011 Folie 26 /46

    Hilfskostenstelle

    Gebudemanagement

    Periodenkosten Primre Gemeinkosten

    Hauptkostenstelle

    Gebude 4

    Flche 3000 qm

    Hauptkostenstelle

    Gebude 1

    Flche 6000 qm

    Hauptkostenstelle

    Gebude 2

    Flche 6000 qm

    Hauptkostenstelle

    Gebude 3

    Flche 5000 qm

    Kosten 1.000.000,-EUR allgemein =

    Belastung 50,- EUR qm bei 20.000 qm

    Belastung 50,- EUR qm

    oder 300.000,- EUR

    Zzgl. Kalk. AfA

    20,- EUR/qm

    Entlastung 50,- EUR qm oder 1.000.000,- EUR

    Belastung 50,- EUR qm

    oder 300.000,- EUR

    Zzgl. Kalk. AfA

    20,- EUR/qm

    Belastung 50,- EUR qm

    oder 250.000,- EUR

    Zzgl. Kalk. AfA

    20,- EUR/qm

    Belastung 50,- EUR qm

    oder 150.000,- EUR

    Zzgl. Kalk. AfA

    20,- EUR/qm

    Grundlagen der Kostenrechnung

    Lsung Umlage

  • Solidaris 2011 Folie 27 /46

    Deckungsbeitragsrechnung

    Deckungsbeitrag

    Die Differenz aus Erls und variablen (durch die Leistung/das

    Produkt verursachte) Kosten wird Deckungsbeitrag genannt,

    weil hierdurch die Fixkosten eines bestimmten Zeitraumes

    gedeckt werden sollen.

    Grundlagen der Kostenrechnung

  • Solidaris 2011 Folie 28 /46

    Vollkostenrechnung

    38.00012.50017.0008.500Gesamtkosten

    97%96%88%118%Kostendeckungsgrad

    - 1.000- 500 - 2.0001.500Ergebnis

    37.00012.00015.00010.000Erlse

    GesamtLeistung 3Leistung 2Leistung 1Kostentrger

    Grundlagen der Kostenrechnung

  • Solidaris 2011 Folie 29 /46

    Teilkostenrechnung/Deckungsbeitragsrechnung

    - 1.000Ergebnis

    15.000Fixkosten

    23.00010.0008.0005.000Variable Kosten

    97%120%188%200%Kostendeckungsgrad

    14.0002.000 7.0005.000Deckungsbeitrag

    37.00012.00015.00010.000Erlse

    GesamtLeistung 3Leistung 2Leistung 1Kostentrger

    Grundlagen der Kostenrechnung

  • Solidaris 2011 Folie 30 /46

    Grundlagen der Prozesskostenrechnung

    > Grundidee: Ausrichtung der Kostenrechnung an den Unternehmensprozessen und nicht an den Funktionsbereichen

    > Verteilung der Kosten auf die Leistungen, die im Unternehmen fr externe Kunden erstellt werden.

    > Leistungen = Kostentrger

    > Neustrukturierung der Gemeinkostenbereiche in zusammengehrige, hufig kostenstellenbergreifende Prozesse bzw. Prozessketten

    > Prozess = inhaltlich abgeschlossene, zeitliche und sachlogische Folge von Aktivitten, die zur Leistungserstellung erforderlich sind

    > Prozesskostenrechnung = Vollkostenrechnungssystem

  • Solidaris 2011 Folie 31 /46

    Grundlagen der Prozesskostenrechnung

    > Ziel der Prozesskostenrechnung:

    Welche Kosten fallen in welcher Arbeitsphase fr welche Leistung an?

    Ablufe zur Erstellung

    der betrieblichen Leistung

    Eingesetzte Ressourcen

    (z. B. Personal, Material)

    Kosten je Kostentrger (Leistung)

    =

    Ressourcenzeit bzw. Ressourcenmenge x Kostensatz der Ressource

  • Solidaris 2011 Folie 32 /46

    Grundlagen der Prozesskostenrechnung

    Personal, Betriebsmittel,

    Flche, Ressourcen

    Ressourcen

    Kosten*/Gesamtzeit zur

    Leistungserbringung

    Kostenstze (z.B. Personal)

    * Kosten mit und ohne finanzielle Frderung mglich

  • Solidaris 2011 Folie 33 /46

    Grundlagen der Prozesskostenrechnung

    > Bestimmung derjenigen Funktionen, deren Kosten von Leistungsmengen abhngen

    > Ermittlung der Ressourcenverbruche: Welche Menge der Ressource wird fr die Erstellung der zu kalkulierenden Leistung in Anspruch genommen?

    > Mitarbeiter: Arbeitszeit> Maschine: Nutzungszeit> Flche: genutzte Flchengre

    > Ermittlung durch: Erfahrung, Arbeitsplne, Identifikation der Kostentreiber (je Prozess wird eine Ressource ermittelt, von deren Gre die Gesamtkosten gravierend beeinflusst werden)

  • Solidaris 2011 Folie 34 /46

    Grundlagen der Prozesskostenrechnung

    Welche Kosten fallen in welcher Arbeitsphase fr welches Produkt

    bzw. fr welche Leistung an?

    Ermittlung der unmittelbaren Kosten fr das einzelne

    Produkt bzw. die einzelne Leistung

    Fr welchen Preis kann die Leistung am Markt angeboten werden?

    Nutzen der Prozesskostenrechnung

  • Solidaris 2011 Folie 35 /46

    Grundlagen der Prozesskostenrechnung

    > Identifizierung von Leistungen/Produkten und Produktgruppen

    Erhebung der Ist-Situation: Durchfhrung von Interviews, die dazu dienen, die bisherigen Prozessablufe abzubilden

    Analyse der Ist-Situation: Auswertung von Dokumenten, Modellierung von Ist-Prozessen

    > Zuordnung der Leistungen/Produkte zu Prozessen

    > Beschreibung von Prozessablufen

    > bernahme der Kostenarten aus dem Kostenrechnungssystem

    > Weiterentwicklung der Kostenstellen

    Aufbau der Prozesskostenrechnung

  • Solidaris 2011 Folie 36 /46

    Grundlagen der Prozesskostenrechnung

    > Verrechnung der Kosten der Kostenstellen auf die Ressourcenverbrauchenden Funktionen Berechnungsgrundlage:

    > Kostensatz der Kostenstelle einer Kostenstelle je Ressource (z.B. Personalkosten je Stunde)

    > Einsatzfaktoren (wie oft wird die Funktion im Prozessablauf ausgefhrt)

    > Umlage von leistungsmengenneutralen Funktionen

  • Solidaris 2011 Folie 37 /46

    > Probleme:

    Bercksichtigung von Leerzeiten ? (Wartezeiten, Unwirtschaftlichkeiten)

    > Transparenzgewinn durch Prozesskostenrechnung mglich

    Behandlung von leistungsmengenneutralen Kosten? (z. B. Personalkosten der Abteilungsleitung oder der Geschftsfhrung)

    Ermittlung von Verteilungsschlsseln fr Nebenleistungen, die den Leistungen vor- und nachgelagert sind

    Grundlagen der Prozesskostenrechnung

  • Solidaris 2011 Folie 38 /46

    Kostenrechnung in Werksttten

    > Erstellung eines Leistungskatalogs:

    Transparente Darstellung der bisher erbrachten Leistungen + Zusammenfassung zu einzelnen Leistungen bzw. Produkten

    > Welche Leistungen werden gegenwrtig erbracht und welche Einzelleistungen knnen zu marktfhigen Leistungen zusammengefasst werden.

    Identifizierung von Hauptprozessen

  • Solidaris 2011 Folie 39 /46

    Kostenrechnung in Werksttten

    > Feststellung des tatschlichen Aufwandes pro Leistung

    > Welcher Aufwand fllt zur Erbringung dieser Dienstleistung an?

    Personalbedarf

    Personalqualifikation

    Materialbedarf

    Rumliche Infrastruktur

    Technische Ausstattung

    Abgaben, Gebhren und Versicherungen

    > Mitarbeiter dokumentieren ihren Aufwand pro Dienstleistung

    Notwendigkeit von Ttigkeitsnachweisen

  • Solidaris 2011 Folie 40 /46

    Kostenrechnung in Werksttten

    Ttigkeitsnachweis

    > Folgende Dokumentationsfelder sind notwendig: Erforderliche Zeit fr die Durchfhrung einzelner Leistungsbestandteile (Aktivitten)

    Vorgehaltene Personalqualifikation

    Notwendige Personalqualifikation

    Notwendige Sachaufwendungen

    Notwendige Leistungen von anderen Organisationsbereichen

    > Auswertung: Auswertung der Ttigkeitsnachweise an zentraler Stelle

    Ermittlung eines Durchschnittswertes aus den dokumentierten bentigten Ressourcen, der als Basis fr die Preiskalkulation dient.

  • Solidaris 2011 Folie 41 /46

    Zusammenfassung

    ZIEL:

    Beantwortung der Frage:

    Welche Produkte/Leistungen kann Ihre Einrichtung definieren und was kostet die Erbringung dieser Produkte/Leistungen?

  • Solidaris 2011 Folie 42 /46

    Schrittweises Vorgehen zur Zielerreichung

    1. Gemeinsame Leistungs-/Produktdefinition und Erstellung des gesamten Portfolios

    2. Analyse und Optimierung der Kostenartenrechnung

    3. Analyse, Optimierung oder Einfhrung der Kostenstellenrechnung

    4. Produkt- und Leistungskalkulation

    > Kalkulation der Betreuungsleistungen

    > Produktkalkulation der Werkstattleistungen

  • Solidaris 2011 Folie 43 /46

    Gemeinkosten

    Kalkulationsrelevante Aufwandsarten

    Kostenartenrechnung

    Kostenartenrechnung

    Kostenartenrechnung

    Kostenartenrechnung

    Kostenstellenrechnung

    Kostenstellenrechnung

    Kostenstellenrechnung

    Kostenstellenrechnung

    Kostentrger

    Kostentrger

    Kostentrger

    Kostentrger -- --

    rechnung

    rechnung

    rechnung

    rechnung

    Kalkulationsrelevante und nicht Kalkulationsrelevante Aufwandsartenperiodenfr./ auer-

    ordentl. Aufwand

    Nicht Kalkulationsrelevanter Aufwand z.B. Investitionen

    Verdichtung der

    Kostenarten je KSt.

    Indir. KSt. z.B. Verwaltung

    Dir. KSt. z.B. Gruppen

    Abgrenzungs-

    kostenstelle

    Einzelkosten

    z.B. Material

    Jahresabschluss: Summen-Salden-Liste mit Kostenstellen und Kostenarten

    Prod. nProd. 2Prod. 1

    Bildung von

    Kalkulationsstzen

    Verrechnung Personal z.B. Betreuungspersonal

    Kostenstellen z.B. Gruppen

    Abzugrenzende KSt. z.B. Speisenversorg.Mitarb.

    Abzugrenzende

    KSt. Ausgleichs-konto

    Kostenstellen

    Sammelkostenstelle Personal

    Kostenverrechnung

    Kostenstellen-verrechnung

    IBLV

  • Solidaris 2011 Folie 44 /46

    Darstellung in der Matrix

    Client

    4711

    PK

    Betreuung

    PK

    Wirtsch.

    Dienst

    SK

    Betreuung

    Infra-

    strukturSumme

    Unterkunft 85 580 20 1.300 1.985

    Verpflegung 1.300 360 1.660

    Therapie 6.800 320 7.120

    Freizeit 6.300 260 870 590 8.020

    Sonstige 600 259 56 420 1.335

    Summe 13.785 2.399 1.266 2.670 20.120

    Client

    4711

    PK

    Betreuung

    PK

    Wirtsch.

    Dienst

    SK

    Betreuung

    Infra-

    strukturSumme

    Unterkunft 85 580 20 1.300 1.985

    Verpflegung 1.300 360 1.660

    Therapie 6.800 320 7.120

    Freizeit 6.300 260 870 590 8.020

    Sonstige 600 259 56 420 1.335

    Summe 13.785 2.399 1.266 2.670 20.120

    Client

    4711

    PK

    Betreuung

    PK

    Wirtsch.

    Dienst

    SK

    Betreuung

    Infra-

    strukturSumme

    Unterkunft 85 580 20 1.300 1.985

    Verpflegung 1.300 360 1.660

    Therapie 6.800 320 7.120

    Freizeit 6.300 260 870 590 8.020

    Sonstige 600 259 56 420 1.335

    Summe 13.785 2.399 1.266 2.670 20.120

    Client

    4711

    PK

    Betreuung

    PK

    Wirtsch.

    Dienst

    SK

    Betreuung

    Infra-

    strukturSumme

    Unterkunft 85 580 20 1.300 1.985

    Verpflegung 1.300 360 1.660

    Therapie 6.800 320 7.120

    Freizeit 6.300 260 870 590 8.020

    Sonstige 600 259 56 420 1.335

    Summe 13.785 2.399 1.266 2.670 20.120

    Client

    4711

    PK

    Betreuung

    PK

    Wirtsch.

    Dienst

    SK

    Betreuung

    Infra-

    strukturSumme

    Unterkunft 85 580 20 1.300 1.985

    Verpflegung 1.300 360 1.660

    Therapie 6.800 320 7.120

    Freizeit 6.300 260 870 590 8.020

    Sonstige 600 259 56 420 1.335

    Summe 13.785 2.399 1.266 2.670 20.120

    Client

    4711

    PK

    Betreuung

    PK

    Wirtsch.

    Dienst

    SK

    Betreuung

    Infra-

    strukturSumme

    Unterkunft 85 580 20 1.300 1.985

    Verpflegung 1.300 360 1.660

    Therapie 6.800 320 7.120

    Freizeit 6.300 260 870 590 8.020

    Sonstige 600 259 56 420 1.335

    Summe 13.785 2.399 1.266 2.670 20.120

    Client

    4711

    PK

    Betreuung

    PK

    Wirtsch.

    Dienst

    SK

    Betreuung

    Infra-

    strukturSumme

    Unterkunft 85 580 20 1.300 1.985

    Verpflegung 1.300 360 1.660

    Therapie 6.800 320 7.120

    Freizeit 6.300 260 870 590 8.020

    Sonstige 600 259 56 420 1.335

    Summe 13.785 2.399 1.266 2.670 20.120

  • Solidaris 2011 Folie 45 /46

    Beispielauswertung: Preisliste

    PK

    Betreuung

    PK

    Wirtsch.

    Dienst

    SK

    Betreuung

    Infra-

    struktur

    Gesamt-

    preisEinheit

    Unterkunft

    Wohnen Heim 1 140 470 610 Monat

    Wohnen Heim 2 Bereich 1 160 570 730 Monat

    Wohnen Heim 2 Bereich 2 150 500 650 Monat

    Verpflegung

    Halbpension ohne Betreuung 6 4 10 Tag

    Vollpension ohne Betreuung 10 5 15 Tag

    Therapie

    Physiotherapie 12 2 14 45 min.

    Freizeit

    Tpfern 210 30 60 90 390 Kurs

    Kinobesuch incl. Transfer 15 6 6 8 35 Besuch

    Sonstige

    Transfer Arbeitsst. Zone 1 6 8 14 Tag

    Transfer Arbeitsst. Zone 2 8 12 20 Tag

    Leistung

  • Solidaris 2011 Folie 46 /46

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