HR Today Special Juli 2015 Betriebliches Gesundheitsmanagement · PDF file Romang über...

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    03-Aug-2020
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Transcript of HR Today Special Juli 2015 Betriebliches Gesundheitsmanagement · PDF file Romang über...

  • «Gesundheit ist nicht alles…

    Betriebliches Gesundheitsmanagement

    HR Today Special Juli 2015

    Die themenspezifische Beilage zum HR Today

    Strategie: Swica, Swiss und die Post geben Einblick

    Prozesse: Hautnah dabei bei einem Assessment – eine Reportage

    Massnahmen: Wenn die Psyche streikt

    …aber ohne Gesundheit ist alles

    nichts.»

  • Gesundheit als strategische Unternehmensfunktion etablieren

    Positionieren Sie sich als BGM-Experten in Ihrem Unternehmen

    Gesundheitsförderung Schweiz, das Kompetenzzentrum für betriebliches Gesundheitsmanagement, bietet praxisorientierte Weiterbildungen zu folgenden Themen an:

    • Stressmessung im Unternehmen mit S-Tool (1 Tag) • Massnahmen gegen Stress / Burnout in meinem Team und in meiner Firma

    (2 Tage, mit Best Practice Referat) • Erfolgreich zum Label Friendly Work Space® (1 Tag) • Wettbewerbsvorteil Gesundheitsmanagement

    (2 Tage, mit Best Practice Referat)

    Termine und weitere Informationen fi nden Sie unter: www.gesundheitsfoerderung.ch/weiterbildung

  • HR Today Special 2 | 2015 3

    Editorial Betriebliches Gesundheitsmanagement

    Das Thema «Betriebliches Gesundheitsmanagement»ist in den Unternehmen angekommen und die Vorteile eines systematisch implementierten BGM hinreichend bekannt: Unterneh- men, die sich einem BGM verpflichtet haben, sind gemäss einer 2011 publizierten Studie von Gesundheitsförderung Schweiz um zehn Prozent produktiver und haben eine zehn bis zwan- zig Prozent tiefere Absenzquote. Sie gelten zudem als attraktivere Arbeitgeber und innova- tivere Organisationen.

    Genügend gute Gründe, um ein BGM einzuführen oder sein Unternehmen sogar mit dem Label Friendly Work Space auszeichnen zu lassen, das eine ständige Verbesserung der Ge- sundheit in den Unternehmen anstrebt. Angesichts der zunehmenden psychischen Erkran- kungen, die jährlich etwa 20 Milliarden Franken an volkswirtschaftlichen Kosten verursachen, ist Handeln auch dringend angezeigt. Andernfalls drohen staatliche Eingriffe. Zum Beispiel durch Wiedereingliederungsquoten, wenn die Kluft zwischen Prämienzahlern und Leistungs- bezügern noch weiter wächst und dadurch zunehmend mehr Menschen zu Randfiguren und Zaungästen des Wirtschaftsgeschehens degradiert werden.

    Die Welt ist schneller geworden. In immer höherem Tempo folgt Anpassung auf Anpassung. Davon bleiben auch Unternehmen nicht verschont, die ein Betriebliches Gesundheitsma- nagement integriert haben. Manchmal erfordern diese Veränderungsprozesse auch in sol- chen Firmen einen Personalabbau. Doch wie macht man seinen Mitarbeitenden klar, dass ein Betriebliches Gesundheitsmanagement organisatorische Anpassungen nicht verhindert, und wie erklärt man ihnen, was das Label Friendly Work Space beinhaltet? Dass dieser kommu- nikative Spagat nicht ganz einfach zu bewältigen ist, zeigen die Fallbeispiele der Post und der Basler Versicherungen.

    Falls Ihnen das mit diesem Heft vermittelte BGM-Wissen nicht genügt: Noch mehr davon erhalten Sie an der Nationalen Tagung von Gesundheitsförderung Schweiz, die am 26. Au- gust 2015 in Zürich stattfindet und sich dem Schwerpunkt «Arbeit und psychische Gesund- heit» widmet.

    Im Namen der Redaktion wünsche ich Ihnen eine erkenntnisreiche Lektüre.

    Herzlichst

    Corinne Päper, Redaktorin HR-Today Verantwortliche Special «Betriebliches Gesundheitsmanagement»

    Liebe Leserinnen, liebe Leser

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    Machts möglich.

  • HR Today Special 2 | 2015 5

    Inhalt Betriebliches Gesundheitsmanagement

    Prozesse

    23 Ein ganz gewöhnlicher Assessment-Tag. Auf dem Weg zum Label «Friendly Work Space» ist der Assessment-Tag einer der letzten Schritte. Doch wie läuft ein solcher Tag ab? Wir haben Thomas Rohrer, Leiter des Alterszentrums am Buechberg, und die BGM-Assessorin Manuela Scheuzger beim Assessment begleitet.

    26 Best Case ZKB: Exzellente Gesundheitsförderung. Viele Unternehmen stecken noch in den Anfängen eines Betrieb- lichen Gesundheitsmanagements. Die Zürcher Kantonalbank verfügt hingegen über ein BGM-Konzept, das im vergangenen Jahr mit Höchstnoten ausgezeichnet wurde. Ein Fallbeispiel.

    Massnahmen

    30 Wenn die Psyche streikt. Psychische Probleme belasten meist die gesamte Arbeitsumgebung. Welche Rollen Personalverant- wortliche und Führungskräfte bei der Bewältigung einnehmen sollten, beschreibt der Psychologe Dr. Niklas Baer in seinem Gastbeitrag.

    32 Best Case Basler Versicherungen: Wir-Gefühl steigern. IV-Integrationsprogramme bringen den Unternehmen hand- feste Vorteile. Das illustriert das Fallbeispiel der Basler Versiche- rungen. Case Managerin Jacqueline Schreiber und HR-Leiter Stephan Walliser erläutern ihr Wiedereingliederungskonzept.

    36 Gesundheit 2.0. Mit der Digitalisierung kann das Gesund- heitsverhalten immer besser überwacht und gesteuert werden. Eine Marktübersicht der wichtigsten «digitalen Helferlein.»

    Ergebnisse

    38 Agieren statt reagieren! Geschäftskritische Gesundheits- risiken werden mit der Analyse isolierter Kennzahlen nicht erkannt. Wie ein Frühwarnsystem aussieht, erfahren Sie im Gastbeitrag der GFO Unternehmensberatung AG.

    40 Best Case SBB: Gesundheitsmanagement messbar machen. Während viele Unternehmen nur die Arbeits- belastungen verringern möchten, geht die SBB einen Schritt weiter und setzt ein Kennzahlenmodell ein, das auch die Arbeitsressourcen im Unternehmen sichtbar werden lässt.

    Service

    39 Bücher/Events.

    39 Adressen. Die wichtigsten Schweizer BGM-Anbieter.

    Einleitung

    06 Xundheit! Die Anforderungen an die Mitarbeitenden steigen ständig und belasten diese zunehmend auch psychisch. Das Einsparpotenzial der Folgekosten psychischer Erkrankungen beträgt etwa 5,6 Milliarden Schweizer Franken, wenn die Be- triebe ihre Arbeitsbedingungen verbessern. Wie diese dabei vorgehen können, erläutert Dr. Thomas Mattig, Direktor der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz.

    08 Handlungsbedarf in der HR-Schulung Gesundheitsförde- rung Schweiz hat in den Chefetagen zwar das Bewusstsein für die Wichtigkeit des Betrieblichen Gesundheitsmanagements geschaffen. Trotzdem zögern viele Unternehmen bei der Einführung. Um die Verbreitung weiter voranzutreiben, hat Gesundheitsförderung Schweiz die BGM-Angebotspalette angepasst. Ein Gespräch mit Geschäftsleitungsmitglied René Rippstein.

    10 In wenigen Schritten zur Top-Form. Welche Teiletappen bei der Einführung eines BGM-Konzepts zurückzulegen sind, erklärt Michael Gabathuler, Projektleiter Kommunikation Betriebliches Gesundheitsmanagement der Gesundheitsförde- rung Schweiz in seinem Gastbeitrag.

    12 Gesundheitsagenda 2020. Mit der Strategie Gesundheit 2020 hat der Bundesrat seine Gesundheitspolitik neu ausge- richtet. Pascal Strupler, Direktor des Bundesamts für Gesund- heit, legt die Gesundheitsprioritäten des Bundes im Gespräch dar.

    14 Wie geht es Ihren Mitarbeitenden? Fragen Sie sie! Nicht immer sind die Ursachen von stressbedingten Absenzen eindeutig erkennbar. Um diese zu ermitteln, eignen sich Gesundheitsbefragungen. Worauf bei einer Mitarbeitenden- befragung zu achten ist.

    Strategie

    18 Wie reif ist Ihr Unternehmen? Unterschiedliche Reife- grade erfordern unterschiedliche BGM-Massnahmen. Unter- nehmensvertreter der Swica, der Swiss International Airlines, der Logistikbasis der Armee und des Wohn- und Pflegezen- trums Zollikon geben Auskunft zum Reifegrad ihres BGMs und zu dessen strategischer Einbettung.

    20 Best Case Post: Gesunde Rekrutierung. Das Label «Friend- ly Work Space» ist ein Tool im Employer-Branding-Werkzeug- kasten, mit dem sich Unternehmen als attraktive Arbeitgeber positionieren können. Markus Zuberbühler und Michel Romang über das BGM-Employer-Branding-Konzept der Post.

    Inhalt

  • HR Today Special 2 | 20156

    Betriebliches Gesundheitsmanagement Einleitung

    der Erschöpfungsrate der Schweizer Erwerbstätigen. Darüber hinaus liefert der Job-Stress-Index Ansatz- punkte, um die Arbeitsbedingungen in den Unterneh- men zu verbessern. Das ist auch angezeigt: Gemäss Stress-Index fühlt sich in der Schweiz immerhin fast ein

    Fünftel der Erwerbstätigen dauerhaft oder sehr häufig bei der Arbeit gestresst. Daraus resultieren Überbean- spruchung, Burnout oder Depressionen, die zu Arbeits- ausfällen führen und hohe Kosten für die Unternehmen und die Sozialversicherungen verursachen. Dabei entste- hen etwa 75 Prozent des Produktivitätsverlusts durch die verminderte Leistungsfähigkeit und circa 25 Prozent durch krankheitsbedingte Fehlzeiten.

    Einsparungen dank strategischem BGM Das ökonomische Verbesserungspotenzial der Arbeits- bedingungen wird aufgrund des Job-Stress-Index aus Sicht der Unternehmen für das vergangene Jahr auf 5,6 Milliarden Schweizer Franken geschätzt. Mit anderen Worten: Investieren die Unternehmen vermehrt in das

    Der demografische Wandel stellt unsere Volkswirt- schaft vor wachsende Herausforderungen. Wäh-

    rend die Zahl der älteren Arbeitnehmenden ständig steigt, nimmt jene der jüngeren konstant ab. Die Schere öffnet sich: Dieses Jahr werden in der Schweiz erstmals mehr Menschen den 65. als den 20. Gebu