Leitfaden BGM – Betriebliches Gesundheitsmanagement · PDF file seite 2 gesunde arbeit /...

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    18-Oct-2020
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  • DIE VERBÄNDE DER METALL- UND ELEKTROINDUSTRIE BADEN-WÜRTTEMBERG

    BGM – Betriebliches Gesundheitsmanagement

    Leitfaden

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    GESUNDE ARBEIT / UNSERE LEISTUNGEN

    BGM – BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT

    BETRIEBLICHE INTERESSENVERTRETUNG

    SCHRITT FÜR SCHRITT 1. Rahmenbedingungen schaffen 2. IST-Situation analysieren 3. Ziele definieren, Maßnahmen ableiten, Erfolgsmessgrößen festlegen 4. Maßnahmen umsetzen 5. Erfolge kontrollieren

    6. Optimierungen vornehmen

    ANSPRECHPARTNER

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    Gesunde, leistungsfähige und moti vierte Be- schäftigte bilden die Grund lage für ein erfolg- reiches Unternehmen.

    Das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) beinhaltet die bewusste Steuerung und Integration aller betrieblichen Prozesse mit dem Ziel, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten zu erhalten und zu fördern. Schlagworte wie „Demo grafischer Wandel“ oder „Fach kräftemangel“ zeigen die Notwendigkeit auf, weshalb Unternehmen sich mit diesem Thema beschäftigen.

    Dieser Leitfaden gibt Ihnen einen Überblick darüber, was unter Betrieblichem Gesund- heitsmanagement zu verstehen ist und welche Bedeutung dem Thema zukommt.

    Wir wollen Ihnen eine Hilfestellung bei der Einführung eines BGM geben und erläutern, welche Schritte zu einem erfolgreichen BGM notwendig sind.

    Und schließlich möchten wir auch aufzeigen, wie wir Sie dabei unterstützen können.

    Gesunde Arbeit 1. Über die Hilfestellung bei der Einführung eines BGM hinaus, unter- stützen Sie unsere Juristen, z.B. bei rechtlichen Fragen zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement.

    Unsere Leistungen

    4. Durch statistische Erhebungen und Benchmarks können wir Hinweise auf möglichen Handlungs bedarf geben und Vergleichs größen, z. B. in Bezug auf Ihre Branche, Betriebsgröße oder Region liefern.

    5. Bei arbeitswissenschaftlichen Fragen stehen unsere Verbandsingenieure mit ihrem Fachwissen zur Verfügung (z. B. bei Fragen zu Arbeitsorganisa- tion, Entgelt- und Arbeitszeitgestaltung, Arbeitsschutz, Ergonomie).

    2. Wir helfen Ihnen, Kontakte zu Dritten herzustellen, wie z. B. zu Rentenversicherungsträgern, Krankenkassen, Berufsgenossen- schaften, externen Beratern, wissen- schaftlichen Instituten oder Ärzten und klinischen Ein richtungen.

    3. Wir unterstützen Sie bei der Analyse des IST-Zustandes, beim Erkennen von betrieblichen Handlungsfeldern, dem Aufzeigen von Maßnahmen und bei der Ableitung von Erfolgsmess- größen.

    6. Schließlich organisieren wir Netzwerktreffen, Erfahrungskreise, Info-Veranstaltungen, Schulungen und Seminare zum BGM und vertreten die Interessen unserer Mitglieds- unternehmen in Fachgremien.

    Leitfaden BGM Gesunde Arbeit / Unsere Leistungen

  • Personalentwicklung / Organisationsentwicklung

    Betriebliches Gesundheitsmanagement

    Gesetzlich verpflichtend

    Schützt Gesundheit durch sichere Arbeitsbedingungen (z. B. Umgang mit Gefahrstoffen, Fluchtwege, Schutzausrüstung)

    Arbeitsschutz Betriebliches Ein- gliederungs management

    Gesetzlich verpflichtend

    Soll nach längerer Erkrankung helfen, möglichst dauerhaft in das Arbeitsverhältnis zurück- zukehren (z.B. Reha, Hilfen am Arbeitsplatz)

    Betriebliche Gesundheitsförderung

    Freiwillig

    Unterstützt gesundheits- bewusste Lebensweise (z. B. Rückenschule, Betriebs- sport, gesunde Ernährung)

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    Leitfaden BGM Betriebliches Gesundheitsmanagement

    Das BGM umfasst den Aufbau betrieblicher Strukturen sowie die systematische, ziel- orien tierte und kontinu ierliche Steuerung aller betrieblichen Prozesse mit dem Ziel, gesundheitsgerechte Arbeits bedingungen zu gestalten und die Be schäftigten zu einem gesundheitsfördernden Verhalten zu befähigen. Das BGM bildet somit ein verbindendes „Dach“ über alle „Säulen“, die sich im Unternehmen mit dem Thema Gesund heit befassen. Hierzu gehören im Wesentlichen die drei Säulen:

    Arbeits- und Gesundheitsschutz gemäß den Arbeitssicherheits- und Arbeitsschutz- vorschriften

    Betriebliches Eingliederungs manage ment nach § 167 Abs. 2 SGB IX

    Betriebliche Gesundheitsförderung, die gesetzlich nicht vorgeschrieben ist

    Arbeitsschutz und Betriebliches Eingliederungs- management sind ver pflich tend, Maßnahmen der Betrieb lichen Gesundheitsförderung sind freiwillig (Pflicht und Kür).

    Die verschiedenen Aktivitäten zum Thema Gesundheit werden also unter dem Dach des BGM zusammengefasst und kontinuier lich zu einem Manage ment system ausgebaut. Dadurch werden betriebliche Rahmen bedingungen, Strukturen und Prozesse geschaffen, um die einzelnen Säulen miteinander zu verbinden und so das gemeinsame Ziel eines „gesunden Betriebes“ zu erreichen. Ob die verschiedenen Aktivitäten unter dem Dach eines Management- systems zusammengefasst werden, ist ebenfalls eine freiwillige Entscheidung.

    Je nach betrieblichen Gegebenheiten kann das Dach des BGM auch von weiteren Säulen getragen werden, wie der Personal entwicklung, dem Arbeitsmedizinischen Dienst, der Betriebs- krankenkasse, der betrieblichen Sozialberatung etc.

    Um die Gesundheit und Leistungsfähig keit der Beschäftigten in einem sich wandeln den Arbeits- umfeld zu sichern, ist die Gestaltung gesunder und sicherer Arbeitsbedingungen eine wichtige Basis.

    Darüber hinaus ist es jedoch zwingend erforder- lich, dass sich jeder einzelne Beschäftigte der eigenen Verantwortung für seine Gesundheit bewusst ist.

    Die Stärkung der individuellen Gesundheits- kompetenz kann im Rahmen eines BGM gefördert werden. Die Verantwortung für die eigene Gesundheit trägt aber jeder Beschäftigte letzten Endes für sich selbst.

    BGM – Betriebliches Gesundheitsmanagement

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    Leitfaden BGM Betriebliche Interessenvertretung

    In den drei Säulen des BGM sind die Mitwir- kungs- und Mitbestimmungsrechte der betrieb- lichen Interessen vertretung unterschiedlich ausgeprägt. Während der gesetzliche Arbeits- und Gesund- heitsschutz von konkreten Handlungspflichten des Arbeitgebers geprägt ist und weitgehende Mit bestimmungsrechte des Betriebsrats be- inhaltet, ist die Betrieb liche Gesund heitsförderung von den Betrieben weitestgehend frei gestaltbar.

    Die Betriebliche Gesundheitsförderung hat in erster Linie die Gesundheit des Einzelnen sowie individuelle Verhaltens weisen und Risiken im Blick. Sie ist deshalb für den Betrieb und für die Be schäftigten freiwillig und dem Betriebsrat steht bei der Entscheidung, ob Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung angeboten werden, kein Mitbestimmungsrecht zu.

    Beim Betrieblichen Eingliederungsmanagement hat der Arbeitgeber einen großen Handlungs- spielraum. Er ist nicht verpflichtet, ein formalisier- tes Verfahren einzuführen.

    Das Betriebliche Eingliederungs management ist ein individuelles, für den jeweils betroffenen Beschäftigten durchzuführendes Verfahren. Es ver folgt das Ziel, frühzeitig zu klären, ob und welche Maßnahmen bei einem Betroffenen zu er- greifen sind, um eine längere Arbeitsunfähigkeit zu überwinden und eine möglichst dauerhafte Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses zu fördern.

    Unter Berücksichtigung der betrieb lichen Erfordernisse und Möglichkeiten kann es jedoch sinnvoll sein, freiwillig ein formalisiertes Verfahren einzu führen. Dann allerdings unter Berücksichtigung der Mitbestimmungs- rechte der betrieblichen Interessenvertretung.

    Für weitergehende Informationen zum Betrieb- lichen Eingliederungsmanagement verweisen wir auf den Handlungsleitfaden von Gesamtmetall.

    Betriebliche Interessenvertretung

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    Leitfaden BGM Schritt für Schritt

    Der nachhaltige Erfolg eines BGM hängt wesentlich von den jeweiligen Gegeben heiten, Anforderungen und Zielsetzungen des einzelnen Unter nehmens ab. Es ist deshalb nicht möglich, einen einheitlichen Weg für alle Unternehmen vorzugeben. Es gibt dafür aber bewährte Schritte, die zu einem erfolgreichen BGM führen. Wir unterstützen Sie dabei, die einzelnen Schritte ziel gerichtet zu gehen. Wir helfen Ihnen bei rechtlichen oder arbeitswissen schaftlichen Fragestellungen, bei der Analyse des IST-Zu- standes, der Ableitung von Zielen, Maß nahmen

    und Erfolgsmess größen. Wenn Sie es wünschen, können wir Kontakte zu Dritten herstellen, wie zum Beispiel zu Rentenversicherungs trägern, Krankenkassen, Berufs genossen schaften, exter- nen Beratern, wissenschaftlichen Instituten oder Ärzten und klinischen Einrichtungen.

    Schritt für Schritt

    SECHS SCHRITTE ZUM ERFOLG 1. Rahmenbedingungen schaffen 2. IST-Situation analysieren 3. Ziele definieren, Maßnahmen ableiten, Erfolgsmessgrößen festlegen 4. Maßnahmen umsetzen 5. Erfolge kontrollieren 6. Optimierungen vornehmen

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    Leitfaden BGM Schritt für Schritt

    ZIELE FESTLEGEN

    Es gibt viele Gründe, sich mit dem Thema BGM zu befassen. Häufig werden folgende Beweg- gründe genannt:

    zu hohe Fehlzeiten hohe Fluktuation Verbesserung der Arbeits zufriedenheit/

    Motivation der Beschäftigten Imageverbesserung/höhere Attraktivität als

    Arbeitgeber

    Möglicherweise gibt es für Ihr Unternehm