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    05-Jan-2017
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  • Betriebliches Gesundheitsmanagement. Jetzt die Zukunft sichern.

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    Vorwort

    Sehr geehrte Firmenkunden,

    fast tglich begegnen uns Schlagworte wie Globalisierung, demografischer Wandel und Fachkrftemangel. Auch wenn sie sich etwas abnutzen, so beschreiben sie doch Zustnde und Entwicklungen, die nun einmal nicht wegzudiskutieren sind. Gesellschaft und Arbeitswelt haben sich stark verndert und werden sich weiter verndern. Dieser tatsache sollten Unternehmen ins Auge blicken und beherzt nach Lsungen suchen.

    Betriebliches Gesundheitsmanagement ist ein zentrales Instrument, um die wettbe-werbsfhigkeit zu erhalten. Strker denn je wird die Gesundheit der Mitarbeiter knftig den Erfolg eines Unternehmens bestimmen. Denn die Bevlkerung schrumpft und das Durchschnittsalter steigt. Im Jahr 2015 wird jeder dritte Erwerbsfhige lter als 50 Jahre sein. Auf den internationalen Mrkten mssen sich hiesige Unternehmen mit ihren lteren Belegschaften gegenber jungen Unternehmen in Schwellenlndern durchsetzen. ltere Belegschaften haben aber naturgem einen hheren Kranken-stand. Vor allem Langzeiterkrankungen schlagen mit zunehmendem Alter strker

    zu Buche. In den vergangenen Jahren haben sich auch die Belastungen am Arbeitsplatz verschoben: weg von krperlichen, physi-kalischen und chemischen, hin zu mentalen und kognitiven Belastungen. Psychische Strungen und Phnomene wie Prsentismus greifen um sich in allen Altersgruppen.

    Arbeit ist heute sehr komplex und erfordert adquate Gesundheitskonzepte fr alle Beschftigten. Betriebliches Gesundheits-management verfolgt einen ganzheitlichen und nachhaltigen Ansatz. Es minimiert Belas-tungen, die sich aus der Arbeit ergeben, und strkt betriebliche wie individuelle ressour-cen. Als Fhrungsaufgabe ist Betriebliches Gesundheitsmanagement in das Manage-mentsystem des Unternehmens eingebettet. Verknpft mit einer nachhaltigen Personal- und Unternehmensentwicklung stellt es die weichen fr die Zukunft des Unternehmens. Auf eine einfache Formel gebracht: Nur gesunde und zufriedene Mitarbeiter sind motiviert, leistungsfhig und produktiv.

    Mit Beratung, Unternehmensanalysen und Programmen untersttzt Sie die DAK-Gesund-heit gemeinsam mit kompetenten Partnern dabei, ein solides Betriebliches Gesundheits-

    management auf die Beine zu stellen. Gehen Sie den ersten Schritt und informieren Sie sich in dieser Broschre detailliert ber dieses wichtige thema.

    Viel Spa beim Lesen.

    IhreDAK-Gesundheit

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    BEtrIEBLIchES GESUNDhEItSMANAGEMENt

    rckenschule, Antistresskurs und Salatwo-che ab und zu ein bisschen Gesundheit fr die Mitarbeiter schafft noch kein gesun-des Arbeitsumfeld. Betriebliches Gesund-heitsmanagement, kurz BGM, ist mehr: Die klassische Gesundheitsfrderung wird dabei systematisch in die Unternehmensstruktur integriert und konsequent weiterentwickelt. In der betrieblichen organisation nimmt die Gesundheitsfrderung einen festen Platz ein. Somit wird sie zu einer ganzheitlichen strate-gischen Aufgabe, die vor allem in den hnden der Unternehmensfhrung liegt.

    Betriebliches Gesundheitsmanagement umfasst die Steuerung und Integration aller betrieblichen Aktivitten, die die Gesundheit und das Wohlbefinden der Beschftigten erhalten und frdern sollen. Dazu gehrt es, den Arbeitsschutz zu gewhrleisten, gesund-heitsfrderliche Arbeitsbedingungen und -inhalte zu schaffen und den Mitarbeitern individuelle Manahmen zur Bewltigung des Arbeitsalltags anzubieten. Und es gehrt auch dazu, die wirksamkeit und wirtschaft-lichkeit der Manahmen zu berprfen. Nicht zuletzt ermglicht ein bedarfsorientiertes Betriebliches Gesundheitsmanagement den effizienten Einsatz finanzieller Mittel.

    was ist Betriebliches Gesundheitsmanagement?

    Betriebliches Gesundheitsmanagementwas ist Betriebliches Gesundheitsmanagement? . . . . . . . . . . . . 5

    BelastungenSchne neue Arbeitswelt . . . . . . . . . . . . . 6Ursachen von Fehltagen . . . . . . . . . . . . . . 8Seele unter Druck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

    Grndeweg mit hindernissen . . . . . . . . . . . . . . . 13trend zur lteren Gesellschaft Umdenken gefordert . . . . . . . . . . . . . . . . . 14Prsentismus: Krank zur Arbeit . . . . . . . . 15Niedriger Krankenstand hohe Produktivitt? . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16Effektiv und wirtschaftlich . . . . . . . . . . . . 18Eine Frage der Unternehmenskultur . . . . . 19

    Herausgeber:DAK-GesundheitGesetzliche KrankenversicherungNagelsweg 27-31, 20097 hamburgInternet: www.dak.de

    Strategiewas beeinflusst Gesundheit? . . . . . . . . . . 20handlungsbereiche und Ansatzpunkte . . . 21Die rolle der Fhrungskrfte. . . . . . . . . . . 22

    Aufbau und Umsetzungwas zum Erfolg fhrt und was nicht . . . 24In 5 Schritten zum Gesundheitsmanagement . . . . . . . . . . . . . 25

    RechtsgrundlagenJedem seine Aufgabe . . . . . . . . . . . . . . . . 29Alles, was recht ist . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

    LiteraturNachgeschlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31

    Verantwortlich fr den Inhalt: Sabine winterstein, DAK-Gesundheit, hamburg

    Konzept und text: Daniela Schmidt, wissen und worte, hamburg

    Gestaltung, Satz und Litho: Litho-Service-Lbeck www.lsl-hl.de

    Kurz definiertNach der Luxemburger Deklaration zur Betrieblichen Gesundheitsfrderung (BGF) in der Europischen Union ist Betriebliche Gesundheitsfrderung eine moderne Unternehmensstrategie und zielt darauf ab, Krankheiten am Arbeitsplatz vorzubeugen (einschlielich arbeitsbedingter Erkrankungen,Arbeitsunflle, Berufskrankheiten und Stress),Gesundheitspotenziale zu strken und das Wohlbefinden am Arbeitsplatz zu verbessern.

    Betriebliches Gesundheitsmanagement steuert und koordiniert die Aktivitten der Betrieblichen Gesundheitsfrderung mittels Managementmethoden und implementiert sie in die Betriebsorganisation.

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    BELAStUNGEN

    In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Arbeitswelt stark gewandelt. Aus der Industriegesellschaft ist zunehmend eine Dienstleistungsgesellschaft geworden. whrend krperliche sowie chemische und physikalische Belastungen abnehmen, kommt eine reihe anderer Belastungen hinzu, die sich weniger gut messen lassen, aber vielen Beschftigen zu schaffen machen.

    Mehr Arbeit fr weniger MitarbeiterDie Globalisierung verschrft die Konkurrenz-situation. Um wettbewerbsfhig zu bleiben, gehen viele Unternehmen noch immer vor allem einen weg: Stellen streichen, Arbeits-prozesse verdichten und Strukturen ver-schlanken also rationalisieren, wo es nur geht. Das erhht die Arbeitslast fr die ein-zelnen Mitarbeiter, schafft Unruhe und setzt die Belegschaft unter Dauerstrom. Je weniger transparent die Unternehmen Vernderungen durchfhren und je weniger die Mitarbeiter an Entscheidungen beteiligt werden, desto grer ist die Belastung fr die Beschftigten.

    Schne neue Arbeitswelt.2 Schritte vor, 1 Schritt zurck Generell gehren Arbeitsunterbrechungen jeglicher Art fr viele Beschftigte zum Arbeitsalltag. Das kann einerseits fr Ab-wechslung sorgen. Es kann aber auch die Beschftigten berfordern, Stress verursa-chen und die Produktivitt mindern. Denn Unterbrechungen reien die Mitarbeiter aus ihrem handlungsprozess heraus. Zwischen-zeitlich mssen sich die Beschftigten einer anderen Aufgabe widmen und dann ihre eigentliche Aufgabe weiterfhren. Je komplexer die ursprngliche Aufgabe war, desto schwieriger ist es, wieder einzustei-gen. Gedankengnge mssen wiederholt, nachvollzogen oder inzwischen vernderten Anforderungen angepasst werden. Vor allem Unterbrechungen auf der organisationsebene gelten als risikofaktor fr psychosomatische Beschwerden.

    Multitasking geht das berhaupt?Nach einer Untersuchung der Bundesanstalt fr Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin muss der moderne Arbeitnehmer eines besonders gut knnen: sehr viele verschiedene Aufgaben erledigen. Und das mglichst gleichzeitig oder eher in schnellem wechsel. Denn zwei Aufgaben absolut parallel zu bearbeiten, ist aus kognitionswissenschaftlicher Sicht kaum mglich.

    ob jemand schnelle Aufgabenwechsel bewltigen kann, hngt vom individuellen Arbeitsgedchtnis, der Aufmerksamkeit und der Fhigkeit zur Problemlsung ab. Multitas-king kann die Stimmung beeintrchtigen und zu Irritation fhren.

    Schneller, hher, weiterInzwischen hat die computerarbeit nahezu alle Arbeitsbereiche erobert. Immer wieder mssen sich die Beschftigten in neue Programme einarbeiten eine Fhigkeit, die den Jungen fast schon in die wiege gelegt wurde, die lteren sich aber teilweise hart erarbeiten mssen.

    ber die wirtschaftlichkeit des Unterneh-mens wacht das controlling. Also werden Arbeitsleistungen berprft, Arbeitsge-schwindigkeiten gemessen und Manahmen zur Leistungsmaximierung ergriffen. Immer fter koppeln Unternehmen die Gehlter und Lhne an das Ergebnis von Arbeit. Boni und andere leistungsorientierte Zahlungen stei-gern den Konkurrenzdruck unter den Beschf-tigten und demotivieren bei Nichtauszahlung. Auch die Anforderungen an Mobilitt und Flexibilitt sind gestiegen eine herausfor-derung nicht nur fr Familien, sondern fr das gesamte soziale Umfeld.

    Kommunizieren immer und berallEinen gehrigen teil der Arbeitszeit fllt heute die Kommunikation. In Meetings, E-Mails, Chats und SMS flieen stndig Informationen ob sie von Bedeutung sind oder nicht. Keine Frage, dass Kommunika-tion an sich wichtig ist und die modernen Kommunikationsmedien den Informationsfluss erleichtern. Aber sie verursachen auch Stress. Permanente Erreichbarkeit lsst zunehmend die Grenze zwischen Arbeit und Privatleben schwinden. Nach einer BItKoM-Umfrage sind 88 Prozent der Berufsttigen auerhalb ihrer Arbeitszeit per handy oder E-Mail ansprech-bar, fast ein Drittel der Beschftigten sogar rund um die Uhr, an jedem tag. Dabei bleibt die Erholung auf der Strecke. Auerdem fhrt das Dauerfeuer an Nachrichte