Rechnungswesen in Kürze - didaktograph

Click here to load reader

  • date post

    03-Apr-2022
  • Category

    Documents

  • view

    0
  • download

    0

Embed Size (px)

Transcript of Rechnungswesen in Kürze - didaktograph

Microsoft Word - Dokument1E-Profil, Band 2
5
1.Lehrjahr
02 Der Warenverkehr [19]
04 Die Mehrwertsteuer (MWST) [35]
05 Die Kalkulation [41]
3.Lehrjahr
Inhaltsverzeichnis
Anhang
09 Jahresabschluss Einzelunternehmen und AG [71]
07 Rechnungsabgrenzungen und Rückstellungen [55]
08 Abschreibungen, Bewertung und stille Reserven [61]
Bilanz (Bz)
Erfolgsrechnung (ER) Die Bilanz zeigt die Zusammensetzung des Kapitals = Passiven (-> Wie wird das Unternehmen finanziert?) und die verschiedenen Vermögensposten = Aktiven (-> In welcher Form ist das Kapital investiert?), bezogen auf einen bestimmten Stichtag, z. B. 31.12. Es gilt: Summe der Aktiven = Summe der Passiven
Aktiven Bilanz 31.12. "Schuhhaus Elmiger AG"
Umlaufvermögen (UV) Fremdkapital (FK)
Darlehen 45'000 Hypothek 860'000
Aktienkapital 700'000
Immobilien 1'200'000
Eigenkapital (EK)
Doppelter Erfolgsnachweis
betriebsinterne Aufgaben/Ziele
Kasse 4'689 Post 26'926 Forderungen LL (Debitoren)
24'840
948'270
1'005'200
Die Erfolgsrechnung stellt den Aufwänden die Erträge gegen- über und weist den Erfolg (Gewinn oder Verlust) eines Jahres aus.
Aufwand Erfolgsrechnung "Schuhhaus Elmiger AG"
Personalaufwand 528'010 Immobilienertrag Raumaufwand 38'200 Fahrzeugaufwand 12'100 Übriger Aufwand 66'900
Reingewinn
Ertrag
72'200
72'200
Jeder Geschäftsfall wird betragsmässig zweimal, also doppelt verbucht; einmal auf der Soll- und einmal auf der Habenseite von zwei verschiedenen Konten (vgl. “Der Buchungssatz”).
Belege Es gilt der Grundsatz: “Keine Buchung ohne Beleg!”
Der Einblick in die Zahlen ermöglicht die laufende Über- wachung der finanziellen Lage... Kontrollaufgabe ... und zeigt an, ob und - wenn ja - wo Entscheid- und Handlungs- bedarf im Unternehmen besteht Analyse-, Planungs- bzw. Dispositionsaufgabe
betriebsexterne Aufgaben/Ziele
Das Obligationenrecht (OR 957 ff.) verpflichtet kaumännisch geführte Betriebe zu Buchführung und Rech- nungslegung. Beides muss vollständig, wahrheitsgemäss, klar und systema- tisch erfolgen. Belege und Geschäfts- bücher sind 10 Jahre aufzubewahren Rechenschaftsaufgabe
Der Geschäftsbericht zeigt in der Bilanz die Vermögenslage und die Finanzierung, in der Erfolgsrechnung die wirtschaftlichen Ergebnisse (Auf- wände, Erträge, Gewinne u. Verluste) Informationsaufgabe
= zuhanden der Geschäftsleitung = für Kapitalgeber, Steuerbehörden
Die Konten der Bilanz (Bilanzkonten) Soll Aktiven Haben
Anfangs- bestand (AB) Zunahmen
Soll Passiven Haben
Abnahmen Zunahmen
Saldo (S)
Der Buchungssatz (BuSa) Die Geschäftsfälle werden anhand von Buchungssätzen in der Finanzbuchhaltung (FIBU) erfasst und verarbeitet. Beispiele: Geschäftsfall: Barkauf eines Bürostuhls für CHF 400.–. BuSa: Mobilen / Kasse 400.– Bedeutung: Im Konto “Mobilien” erfolgt ein Eintrag über 400.– im Soll (Zunahme), im Konto “Kasse” im Haben (Abnahme) Geschäftsfall: Die Swisscom-Rechnung über CHF 222.– trifft ein. BuSa: Verwaltungsaufwand / Verb LL 222.– Bedeutung: Im Konto “Verw Au” erfolgt ein Eintrag über 222.– im Soll (Zunahme), im Konto “Verb LL” im Haben (Zunahme)
Abschreibungen 21'600
Kontierungsstempel Auf den Belegen sind Buchungs- nummern (minimal) sowie die Buchungen anzugeben (optimal). Dazu wird in der Praxis häufig ein Kontierungsstempel auf den Originalbelegen angebracht:
Kontenklassen
1 Aktiven 2 Passiven 3 Betriebsertrag 4 Matreial-/Warenaufwand 5 Personalaufwand 6 Sonstiger Betriebsaufwand 7 Betriebliche Nebenerfolge 8 ausserordentl. und betriebs- fremder Ertrag, Steuern 9 Abschluss (Bilanz, ER)
Konten und Nummern
Konten erhalten eine systema- tische, vierstellige Kontonummer. Beispiel “1200 Warenvorrat” 1 Aktiven Klasse 12 UV Hauptgruppe 120 Vorräte Gruppe 1200 Warenvorrat Konto
Bilanz
Aktiven Ertrag
Reinverlust Aufwand
Am Ende des Jahres entsteht so der doppelte Erfolgsnachweis (Reingewinn oder Reinverlust) in Bilanz und Erfolgsrechnung
Immobilienaufwand 26’490
Bilanz und ER
01.23 Reparaturwerkstatt „Hoppla Schorsch!“ a) Geben Sie die Buchungssätze mit den Beträgen zu
den folgenden Geschäftsfällen der Reparaturwerk- statt „Hoppla Schorsch!“, Inhaber Georg Aufder- mauer, Stäfa, an und führen Sie die einzelnen Konten im Hauptbuch (vgl. Kasten rechts).
01 Kunden werden Rechnungen für geleistete Reparaturen zugestellt 220
02 Die Miete wird bar bezahlt 16
03 Ein Kunde bezahlt die Reparatur bar vor Ort 50
04 Die Löhne werden durch Postüberweisung beglichen 66
05 Kauf von Verbrauchsmaterial für die Werkstatt auf Kredit 90
06 Rechnung von Lieferanten für Material 115
07 Kauf eines weiteren Geschäftswagens auf Kredit 45
08 Kunden begleichen Rechnungen (siehe Nr. 1) wie folgt:
Rechnungsbetrag 220 - Gutschrift (noch nicht gebucht) -8 Bankgutschrift 212
09 Die Bank belastet für Darlehens- und Kontokorrentzins 7
10 Kauf von Werbematerial gegen Barzahlung 10
11 Die Rechnungen (siehe Nr. 6) werden wie folgt beglichen:
Rechnungsbeträge 115 - Gutschriften (noch nicht gebucht) -20 Bankbelastung 95
12 Die noch nicht verbuchte Energierechnung wird bar bezahlt 3
13 Abschreibungen auf dem Fahrzeug 20
b) Schliessen Sie das Hauptbuch ab, indem Sie die Schlussbestände und Salden bestimmen.
c) Erstellen Sie die Erfolgsrechnung und die Schluss- bilanz vor der Erfolgsverbuchung (Schlussbilanz 1). Weisen Sie den Erfolg (als Gewinn oder Verlust be- zeichnen) in beiden Rechnungen, also doppelt, aus.
Kasse Verbindlichkeiten LL Materialaufwand Verwaltungsaufwand AB 100 AB 79
Post, Bank Passivdarlehen Lohnaufwand Abschreibungen AB 121 AB 70
Forderungen LL Eigenkapital Raumaufwand Sonstiger Betriebsaufwand AB 82 AB 209
Fahrzeuge Erlös aus Arbeiten AB 55
Bilanz vor der Erfolgsverbuchung (Schlussbilanz 1) „Hoppla Schorsch!“, Georg Aufdermauer, Stäfa
Kasse Verbindlichkeiten LL
Post, Bank Passivdarlehen
Forderungen LL Eigenkapital
Materialaufwand Erlös aus Arbeiten
Raumaufwand Verwaltungs- aufwand Abschreibungen Sonstiger Be- triebsaufwand
d) Wie lautet der Buchungssatz und der Betrag für die Verbuchung des Erfolgs, wenn dieser dem Geschäft gutgeschrieben bzw. belastet wird?
e) Erstellen Sie die Schlussbilanz nach Verbuchung des Erfolgs (Schlussbilanz 2).
Bilanz nach der Erfolgsverbuchung (Schlussbilanz 2) „Hoppla Schorsch!“, Georg Aufdermauer, Stäfa
Kasse Verbindlichkeiten LL
Post, Bank Passivdarlehen
Forderungen LL Eigenkapital
8-2 Wa Er 5
Ein Händler hat Anfang Jahr 10 Einheiten zu 1’000 an Lager und kauft 6 weitere Einheiten zu 1’000. 1 Einheit sendet er wegen Mängeln zurück und bezahlt die restlichen 5. Der Händler verkauft im Verlauf des Jahres 7 Einheiten zu 1’500. Am Ende des Jahres hat der Händler somit noch 8 Einheiten an Lager. Daraus ergeben sich die folgenden Grössen (vgl. dazu auch die obigen Warenkonten): EP der eingekauften Waren (6’000 - 1’000) 5’000 Nettoerlös (Umsatz) 10’500 EP (Einstandspreis) der verbrauchten Waren 7’000 Bruttogewinn (Wa Er-Wa Au) 3’500 Buchungssatz für die Vorratsabnahme (K) Warenaufwand / Warenbestand 2’000
Warenaufwand
Wa Einkauf 8’000 Rücksend. 2’000
Vorratszu- nahme (K) 1’000 Saldo Wa Au = EP der verbrauch- ten Waren 5’000
Warenbestand (Lagervorrat)
Schluss- bestand 11’000
Wa Verkauf 7’500
Ein Händler hat Anfang Jahr 10 Einheiten zu 1’000 an Lager und kauft 8 weitere Einheiten zu 1’000. 2 Einheiten sendet er wegen Mängeln zurück und bezahlt die restlichen 6. Der Händler verkauft im Verlauf des Jahres
5 Einheiten zu 1’500. Am Ende des Jahres hat der Händler also nun 11 Einheiten an Lager. Daraus ergeben sich die folgenden Grössen (vgl. dazu auch die obigen Warenkonten):
EP der eigekauften Waren (8’000 - 2’000) 6’000 Nettoerlös (Umsatz) 7’500 EP (Einstandspreis) der verbrauchten Waren 5’000 Bruttogewinn (Wa Er-Wa Au) 2’500
Buchungssatz für die Vorratszunahme (K) Warenbestand / Warenaufwand 1’000
Der Warenverkehr
Geschäftsfälle Buchungen
Wareneinkäufe auf Kredit Wa Au / Verb LL 6’500 Bezugsspesen bar bezahlt Wa Au / Kasse 400 Nachträgliche Rabatte Verb LL / Wa Au 650 Rücksendungen Verb LL / Wa Au 500 Skontoabzüge (2 % v. Rest)1) Verb LL / Wa Au 107 Postüberweisungen 5’243 2) Verb LL / Post Vorratszunahme um 150 Wa B / Wa Au 150 Abschluss ER / Wa Au ER 5’493
1) = (6’500 - 650 - 500) * 2/100 = 107 2) = 6’500 - 650 - 500 - 107 = 5’243
Warenaufwand
Das Konto “Warenaufwand” (Wa Au)
Geschäftsfälle Buchungen
Warenverkäufe “freihaus” 1) Ford LL / Wa Er 12’500 Versandspesen bar bezahlt Wa Er / Kasse 600 Nachträgliche Rabatte Wa Er / Ford LL 1’100 Rücknahmen Wa Er / Ford LL 800 Skontoabzüge (2 % v. Rest) 2) Wa Er / Ford LL 212 Bankvergütungen 10’388 3) Bank / Ford LL Abschluss Wa Er / ER ER 9’788
1) = Kostenfreie Zustellung 2) = (12’500 - 1’100 - 800) * 2/100 = 212 3) = 12’500 - 1’100 - 800 - 212 = 10’388
Warenertag
Das Konto “Warenertrag” (Wa Er)
Rabatte Warenverkkäufe Skonti - auf Kredit Rücksendungen - gegen Barzahlung Versandspesen bei Frankolieferungen = Zu- stellung freihaus (”gratis”) Saldo = Nettoerlös oder Nettoumsatz
Warenertrag
Warenaufwand
Warenaufwand 5’493 Warenertrag 9’788 Bruttogewinn 4’295 9’788 9’788
Gemeinkosten: Bruttogewinn 4’295 Personalaufwand 2’375 Raumaufwand 458 übriger Aufwand 479 Abschreibungen 124 3’436 Reingewinn 859 4’295 4’295
Erfolgsrechnung (ER)Aufwände Erträge
Saldo Wa Au = EP der verbrauch- ten Waren 7’000
Warenbestand (Lagervorrat)
Schluss- bestand 8’000
Saldo Wa Er = Nettoerlös 10’500
Warenertrag
Berechnungen im Warenverkehr
02.17 Tabelle „Warenverkehr I“ Ermitteln Sie die fehlenden Grössen in den grauen Feldern (Beträge in CHF 1‘000.-).
Anfangs- bestand
b) 1‘800 1‘750 1‘110 1‘350
c) 100 -30 1‘350 200
d) 1‘160 2‘400 3‘300 700
e) 0 715 600 60
f) 440 380 1‘100 1‘450
g) 20 0 880 180
h) 250 790 1‘260 1‘500
i) 310 -90 715 120
j) 250 +60 900 900
02.18 Tabelle „Warenverkehr II“ Bestimmen Sie die fehlenden Grössen in den grauen Feldern (Beträge in CHF 1‘000.-).
Anfangs- bestand
BG-Quote q (BG in % des NE)
a) 50 -200 100 900
b) 180 920 720 180
c) 0 +110 520 60 %
d) 200 +30 300 50 %
e) 690 0 1‘320 220
f) 110 260 600 540
g) 30 850 0
h) 360 400 600 16,67 %
i) 500 +70 792 10 %
j) 360 550 445 712
02.16 Die Korrekturbuchung (K) Tragen Sie die Werte in die Konten ein und schliessen Sie diese ab. Notieren Sie nachher die K-Buchung sowie den Einstandspreis der verbrauchten Waren („EP verbraucht“).
a) Anfangsbestand Warenbestand 75‘000.— Schlussbestand Warenbestand 85‘000.— Einstandspreis der eingekauften Waren 549‘000.—
+ Warenaufwand - + Warenbestand -
+ Warenaufwand - + Warenbestand -
+ Warenaufwand - + Warenbestand -
d) Anfangsbestand Warenbestand 50‘000.— Einstandspreis der eingekauften Waren 565‘000.—
Von den eingekauften Waren konnten solche im Wert von 19‘000.- (noch) nicht weiterverkauft werden.
+ Warenaufwand - + Warenbestand -
e) Anfangsbestand Warenbestand 60‘000.— Einstandspreis der eingekauften Waren 490‘000.—
Zusätzlich zu den eingekauften Waren konnten wei- tere im Wert von 25‘000.- weiterverkauft werden.
+ Warenaufwand - + Warenbestand -
f) Schlussbestand Warenbestand 90‘000.— Einstandspreis der eingekauften Waren 580‘000.—
Von den eingekauften Waren konnten solche im Wert von 24‘000.- (noch) nicht weiterverkauft werden.
+ Warenaufwand - + Warenbestand -
Vorratsänderung (K-Buchung):
__________________________________________________
__________________________________________________
Umlaufvermögen (UV) Fremdkapital (FK)
Darlehen 45'000 Hypothek 860'000
Aktienkapital 700'000
Immobilien 1'200'000
Eigenkapital (EK)
Wie ist das Unternehmen finanziert? Wie ist es gelaufen?
Wie viel eigenes und wie viel frem- des Kapital steckt im Unternehmen? Passiven, Schulden (Mittelherkunft)
Wie gross ist der Reingewinn, gemessen am Eigenkapital bzw. am Umsatz? Eigenkapitalredite Umsatzrendite Wie wird das Kapital eingesetzt?
Wie viel Kapital ist in Umlauf-, wie viel in Anlagevermögen investiert? Aktiven, Vermögen (Mittelverwendung)
Welche Kosten sind im ver- gangenen Jahr angefallen? Warenaufwand (Einzelkosten) Gemeinkosten Selbstkosten Wie lauten die Lagerkenn- zahlen des vergangenen Jahres? durchschnittl. Lagerdauer Lagerumschlag
Sind ausreichend flüssige Mittel da?
Kann das Unternehmen alle notwen- digen Zahlungen tätigen: Per sofort, für die nächsten 30 Tage bzw. 6-12 Monate? Liquidität (Zahlungsbereitschaft)
Kasse 4'689 Post 26'926 Forderungen LL 44'840 Warenvorrat 543'715
Verbindlichkeiten LL 35'988 Bankschuld (kz fr) 7’282
A D
Einstandspreis Nettoerlös (Umsatz)
Fremdkapital = = 48.54 % (0.4854)Gesamtkapital
UV = = 31.75 % (0.3175)Gesamtkapital
360 = = ca. 33.5 Tg (33.49)Umschlag FLL
360 10.75
Eigenkapital = = 51.46 % (0.5146)Gesamtkapital
Liquiditätsgrade 1-3: Flüssige Mittel bzw. flü. Mittel + Ford. LL bzw. Umlaufvermögen in % des kurzfristigen Fremdkapitals
Flüssige Mittel = = 73.06 % (0.7306)kurzfristiges FK
31'615 43'270
76'455 43'270
620'170 43'270 Das Prinzip "Schnitz über Kuchen"
Viele Kennzahlen zur Bilanzanalyse bauen auf derselben Grundidee auf: Eine kleinere Zahl (ein Anteil = der "Schnitz") wird ins Verhält- nis einer grösseren (des Ganzen = 100 % = des "Kuchens") gesetzt.
Rechnerisch heisst dies, dass der Anteil, also der "Schnitz", über dem Bruchstrich steht, der "Kuchen" (= 100 %), unter dem Bruchstrich. Die Division ergibt eine Zahl zwischen Null und Eins, z.B. 0.24 = 24 Hundertstel = 24 %
72
1)
2)
Eigenkapital = = 1.06 Fremdkapital
Eigenkapital = = 75.39 % (0.7539)AV
Vergleich mit Vorjahren: Die Veränderungen der Kennzahlen (Verbesserun- gen/Verschlechterungen) über Jahre hinweg geben Aufschluss über allfällige Probelme und Hinweise für deren Bewältigung. Die Geschäftsleitung kann hier- auf Massnahmen ergreifen.
Branchenvergleich: Die Norm- oder Richtwerte der Branche (vgl. -Werte für den Detailhandel) sind Leitlinien für die Beurteilung der eigenen wirtschaftlichen Lage. Budget: Die Finanzabteilung stellt im Voraus ein Budget für den Finanzbedarf eines bevorstehenden Jahres auf. Die Zahlen des Jahres- abschlusses sind dabei sehr hilfreich.
xy %
3) bzw. je nach AGB (den allgemeinen Geschäftsbedingungen) tiefer / höher
Eigenkapitalrendite: Reingewinn in % des durch- schnittlichen Eigenkapitals
Reingewinn = = 7.45 % (0.0745) Eigenkapital
EK + FK (langfr.)= = 143.3 % (1.4327)AV
1'910'200 1'333'300
mind. 100 %
1)
Umsatzrendite: Reingewinn in % des Umsatzes
Reingewinn = = 3.01 % (0.0301)Warenertrag
BG = = 30.56 % (0.3355)Wa Ertrag
GK = = 39.66 % (0.3966)Wa Aufwand
360 = = ca. 79 Tg (78.95)Lagerumschlag
360 4.56
Wa Ertrag = = 4.56 x Wa Vorrat
2'395'964 525'9651)
Kreditumsatz 1) = = 10.75 x
1) Kreditumsatz: Anteil vom Warenertrag, der gegen Rechnung geliefert wurde
Reingewinnzuschlag: RG in % der Selbstkosten (Wa Au + GK)
RG = = 3.11 % (0.0311)Selbstkosten
5 - 15 %
BG = = 44.0 % (0.4399)Wa Aufwand
30 Tage 3)
4) Durchschnittliches Eigenkapital: = (EK 01.01. + EK 31.12.) / 2
2) Durchschnittl. Bestand Forderungen LL: = (Ford LL 01.01 + Ford LL 31.12.) / 2
81 w
w w
.d id
ak to
gr ap
h. ch
ka pi
a) Verschuldungsgrad = Fremdkapital in Prozent des Gesamtkapitals = =
b) Eigenfinanzierungsgrad = Eigenkapital in Prozent des Gesamtkapitals = =
c) Finanzierungsverhältnis = Eigenkapital im Verhältnis zum Fremdkapital = =
d) Anteil Umlaufvermögen = Umlaufvermögen in Prozent des Gesamtkapitals = =
e) Anteil Anlagevermögen = Anlagevermögen in Prozent des Gesamtkapitals = =
f) Liquiditätsgrad 1 = Flüssige Mittel in Prozent des kurzfristigen Fremdkapitals = =
= =
i) Anlagedeckungsgrad 1 = Eigenkapital in Prozent des Anlagevermögens = =
j) Anlagedeckungsgrad 2 = Langfristiges Kapital in Prozent des Anlagevermögens = =
k) Eigenkapitalrendite = Reingewinn in Prozent des durchschnittlichen Eigen- kapitals
= =
= =
= = Umschlag Forderungen LL
n) Umsatzrendite = Reingewinn in Prozent des Warenertrags = =
o) Handelsmarge = Bruttogewinn in Prozent des Warenertrags = =
10.16 Kennzahlen der Ypsilanti AG, Speicher (AR) (vgl. Aufgabe 10.12) Berechnen Sie mit der Bilanz und der Erfolgsrechnung der Ypsilanti AG aus Speicher die aufgeführten Kennzahlen a) - o) und beurteilen Sie diese mit Hilfe der Branchenrichtwerte (vgl. dazu Theorietafel)
Erfolgsrechnung (in CHF 1‘000.—) Warenaufwand 1‘320 Warenertrag 3) 2‘465 Bruttogewinn 1‘080 - Verluste aus Forderungen - 65
2‘400 2‘400
1‘080 1‘080
87 87
Bilanz (in CHF 1‘000.—) Flüssige Mittel Kurzfristiges Fremdkapital Kasse 18 Verbindlichkeiten LL 150 Post 37 Verb. Sozialversicherungen 30 Bank 65 Dividenden u. Tantiemen 10 Forderungen PRA 70 Forderungen LL 1) 200 Langfristiges Fremdkapital Vorsteuer 15 Bankdarlehen 250 Vorräte Rückstellungen 80 Warenbestand 485 Total Fremdkapital (FK) 590 ARA 55 Total Umlaufvermögen (UV) 875
Finanzanlagen Grundkapital Aktivdarlehen 100 Aktienkapital 500 Sachanlagen Zuwachskapital Mobilien und Maschinen 130 Reserven 91 Fahrzeuge 220 Gewinnvortrag 3 - WB Fahrzeuge - 75 145 Unternehmensgewinn 66 Total Anlagevermögen (AV) 375 Total Eigenkapital (EK) 2) 660
Bilanzsumme 1‘250 Bilanzsumme 1‘250