San Damiano - Immaculata

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    04-Nov-2021
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Transcript of San Damiano - Immaculata

"San Damiano" "Wir aber sind völlig anderer Meinung als diese Unglückspropheten, die immer das Unheil voraussagen, als ob die Welt vor dem Untergang stünde."
Johannes XXIII. bei der Eröffnung des II. Vatikanischen Konzils
Dieses päpstliche Wort sei den nach- folgenden Ausführungen zu San Da- miano vorangestellt. Natürlich in der Absicht, schon damit aufzuzeigen, wie widersprüchlich dieses Wort von höch- ster kirchlicher Stelle zu dem des (unter anderen) durch "Mamma Rosa" von San Damiano sich offenbarenden "Himmel" ist. Ich bin der Meinung, daß entweder der Papst recht hatte oder das Orakel. Beide aber können unmöglich vom gleichen Geist inspi- riert gewesen sein. Die Geschichte hat aber bereits gezeigt, daß Johannes XXIII. recht hatte und nicht der "pro- phetische" Geist der Rosa Quattrini.
Sehen wir nun vorerst einmal, wie Mamma Rosa als Sprachorgan ihrer Inspirationsquelle(n) Unglückspro- phetin war, "die immer das Unheil voraussagte, als ob die Welt vor dem Untergang stünde": (Ich zitiere nach dem Buch von Jean Gabriel: "San Damiano – Ruf an die Welt, Parvis- Verlag)
16.10.1964: "... Darum bin ich gekom- men, um die Welt zum Beten zu bringen, weil die Strafe nahe ist..."
9.6.1967: "... denn die Stunde der furcht- baren Züchtigung schlägt. Ihr seht, die Himmlische Mutter hat euch gewarnt. Die Warnung hat begonnen, ihr müßt es verstehen, es ist der Anfang der schweren Prüfungen, der Angst und des Weinens. Der Ewige Vater hört nicht mehr auf mich, noch auf meine Himmlische Mut- ter. Er will Gerechtigkeit walten lassen, denn es ist schon hundertdreißig Jahre her seit der Warnung von La Salette, fünfzig Jahre seit Fatima, drei Jahreseit hier, spricht die Himmlische Mutter." "Wenn die Stun- de kommt, die aus euch Martyrer macht, was geschieht dann mit euch? Was ge- schieht mit euch, wenn ihr nicht Kraft und Widerstand besitzt? Wenn ihr aber hierher gekommen seid, um Kraft, Mut und Glau- ben zu schöpfen, um in den Kämpfen, in
Fotos aus der Anfangszeit San Damianos. Oben der " Paradiesgarten", unten Mamma Rosa "in Ekstase". Rechts neben dem Knaben, kniend, der Verfasser des besprochenen Bu- ches: Père Jean Gabriel. (Aufnahmen vom 4.8.1%7)
den Drangsalen, der Verfolgung, dem Krieg, den Erdbeben, der Pest, der Hun- gersnot widerstehen zu können, dann könnt ihr, meine lieben Brüder, Seelen retten..." (sagt "Jesus").
14.6.1967: "Seid bereit, meine Kinder, seid bereit! Ich bitte euch seit so langer Zeit, eure Herzen vorzubereiten, eine gute Beichte abzulegen, zu kommunizieren und den Rosenkranz zu beten. Schaut, die Tage nähern sich, furchtbare Tage des Krieges und des Kampfes gegen Satan, der alle Seelen an sich reißen möchte..." "... die Tage, die kommen, sind furchtbar ... denn die kommenden Tage sind traurig ...".
5.4.1968: "... Die Stunde hat geschla- gen, meine Kinder! ... Der Ewige Vater ist Vater der Liebe ..., ist erbarmungsreich Nun aber hat er gesagt, es ist genug! Genug, da ihr auf meine Tochter nicht hört ..." " ... Ich kann nicht mehr, meine Kinder, ich kann meine Arme nicht mehr ausbrei- ten ... Der Ewige Vater hat gesagt: GENUG! Jetzt läßt er den Teufel am
Werk. ..." "... Es wird der Augenblick der Läuterung kommen. ... ".
8.12.1968: "... denn die Kämpfe nähern sich! ... besonders für Italien ... ".
26.5.1967: "... Der Heilige Michael spricht im Namen Gott des Vaters: Ich verkünde, daß alle große Behälter bereit- machen sollen, um hier viel Wasser zu holen ... Haltet auch kleine Schüsseln be- reit. Wenn der furchtbare Kampf der Ver- zweiflung anbricht – weil man auf meine Worte nicht gehört hat –, werden so viele abscheuliche Dinge geschehen. – Gießet dieses Wasser in die Schüsseln, taucht euer Gesicht hinein, und ihr werdet geret- tet sein." ... "Bereitet alles dies sehr rasch vor ... Wenn ihr die großen Erschütterun- gen verspürt, die große Finsternis sehen werdet, erhebt die Augen zum Himmel, die Hände nach oben gestreckt ..."
9.6.1967: "... Wenn die Stunde schlägt, wo man euch martern wird, wie wird es euch ergehen? Wenn ihr aber hierher ge- kommen seid ..."
5.8.1967: "... Gott Vater wartet nicht mehr zu!"
28.2.1966: "... Der Himmlische Vater läßt es nicht mehr zu, daß ich meinen Arm ausstrecke, um Jesus zu helfen, denn er ist müde und kann das Kreuz nicht mehr tragen. ... Wenn die Erschütterungen beginnen, wird keine Zeit mehr sein zum Wirken und zum Reden. Du wirst zu Boden fallen und dich nicht mehr erhe- ben."
Sind das etwa keine Unheilsvoraus- sagen, als ob die Welt vor dem Unter- gang stünde? Papst Johannes XXIII. jedenfalls mochte nicht auf sie hören und schon gar nicht auf sie eingehen und sich auf sie abstellen. Aber auch sein Nachfolger Papst Paul VI. nicht! Und auch Johannes Paul I. nicht, und jetzt auch Johannes Paul II. nicht!
Mindestens seit 1967 wartet also laut Rosa Quattrini Gott Vater nicht mehr zu. Das sind jetzt immerhin 23 Jahre! Seit ebenso langer Zeit sind all die von ihr (als Sprachrohr) angekündigten Strafgerichte nicht eingetroffen. Ge- wiß, da und dort hat die Erde gebebt, da und dort sind schlimme Dinge passiert, da und dort hat auch noch
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Krieg gewütet. Aber solche lokalen und auch rasch vorübergehenden Übel können doch nicht für das genommen werden, was in San Damiano und an anderen "prophetischen" Orten ver- kündet wurde: das große Strafgericht, die große Läuterung! Weder die Welt noch die Kirche ist bis zur Stunde ge- läutert!
Aber Mamma Rosa bekam auch reichlich "Botschaften", welche den Papst in jeder Weise von aller Kritik ausnahmen und bereits heiligsprachen:
13.5.1967: "Papst Paul, mein vielge- liebter Sohn, er liebt mich und ich liebe ihn so sehr." ... "Der Heilige Vater weint, weint bitterlich."
13.12.1968: "Der Heilige Geist erleuch- tet ihn Minute für Minute! Ich bin immer in seiner Nähe, an seiner Seite; an seiner Seite ist auch mein Sohn Jesus, König, König der Könige!"
27.12.1968: "Ich begleite ihn, meinen Sohn Paul, Schritt für Schritt, und halte ihn fest in meinen Armen..."
10.1.1969: "Ich komme wieder in eure Mitte, um alle zu einer einzigen Weltfami- lie zu vereinen, mit der Kirche, mit dem Heiligen Vater, Paul VI., und mit allen meinen Erdenkindern..." "Betet, betet für den Heiligen Vater, Paul VI., der so verde- mütigt und so bekämpft und so niederge- macht wird von den Feinden! ... Er wird nie wanken; denn ich stehe ihm immer zur Seite mit meiner Macht, die mir der Ewige Vater gegeben hat..."
16.10.1966: "Es gab keinen Papst auf Erden, der so viel leiden mußte wie er."
"Mehrere Male hatte Mamma Rosa Visionen, in denen der Heilige Vater zuge- gen war. In den Händen hielt er einen Kelch, von dem Blut überfloß." (S. 167)
29.10.1966: "Betet, betet für den Heili- gen Vater, der gleich meinem Sohn auf Golgatha ist..., er leidet so viel..., die selben Leiden wie er. Er weint, weil einige seiner geweihten Söhne ihm nicht mehr gehor- chen." "Der Heilige Vater hat eine sehr fromme Seele..."
"Nicht nur in seiner Abwesenheit wur- den solche Worte von Paul VI. gesprochen, er ist oft in den Erscheinungen dabei." (S. 168) "Die Vorgänge in diesen Visionen geben bestimmte Lehren: – Das Einver- ständnis der Mutter Gottes mit den heuti- gen Beschlüssen des Papstes; – die Über- einstimmung der Päpste Pius XII., Johan- nes XXIII., Paul VI., die zur Stunde von großer Bedeutung ist, da sie oft gegenein- ander ausgespielt werden; – die Möglich-
keit des Martyriums des Heiligen Vaters." (S. 168)
Nehmen wir nun einmal an, daß dies alles den Tatsachen entspricht, daß Paul VI. wirklich so vom Heiligen Geiste geführt war und daß alles, was er tat und verkündete, in vollem Ein- verständnis mit der Gottesmutter (und damit mit GOTT) erfolgte, dann ist es klar: alle Reformen des II. Vatikanums und seither, und insbesondere die Li- turgiereform, sind vom Himmel abgesegnet. Dann ist jeder Wider- stand dagegen sinnlos, Auflehnung gegen GOTTES Willen. Erzbischof Lefebvre und seine Bruderschaft und überhaupt alle Traditionalisten gehen dann einen Weg des Verderbens, und die Konzilstreuen gehen dann den Weg des Heiles, des wahren Gehorsams! Entweder oder. Entweder hat Mam- ma Rosa recht, entweder ist sie echt begnadet gewesen, und dann ist die Priesterbruderschaft St. Pius X. (und mit ihr alle traditionalistischen Grup- pierungen) auf dem Holzweg. Oder die Priesterbruderschaft (z.B.) erfüllt den Willen Gottes, und dann kann Mamma Rosa unmöglich solche Of- fenbarungen vom Heiligen Geist, von der Gottesmutter, von Jesus erhalten haben, und dann hat Paul VI. in vie- lem, in Entscheidendem sträflich ver- sagt. Beides geht unmöglich zusam- men. Aber obwohl Paul VI. von Mamma Rosa so "kanonisiert" wird, hat doch der von Paul VI. "patronier- te" Bischof von Piacenza (mit Wissen des Papstes und mit seiner ausdrück- lichen Gutheißung) die Erscheinun- gen von San Damiano als unechte ver- urteilt! Und zwar nicht nur einmal, sondern wiederholt! Und auch heute noch sind sie verurteilt. Auch der jetzi- ge Bischof von Piacenza, Mgr. Antonio Mazza, ist weit davon entfernt, San Damiano zu sanktionieren! Und es ist ganz sicher, daß sie (diese angeblichen Erscheinungen) niemals in Zukunft die kirchliche Approbation erlangen wer- den, ebensowenig wie jene von Her- oldsbach oder Bayside oder Wollon- gong oder Medjugorje!
Nun, in San Damiano befindet sich nach Äußerungen der "Seherin" aber "das Paradies der Gottesmutter auf Erden". 5. April 1968: "Betet, betet, betet Kinder, um mein Paradies auf Erden..." "Sagt allen, sie sollen meinen Ort nicht verlassen..." "sie sollen meinen Ort nicht
verlassen! Sie sollen auf niemand hören!" (Natürlich auch auf die Kirche nicht! Anm. d. Red.) "zu allen Stunden des Tages erwarte ich euch und zu allen Stun- den der Nacht, um bei euch zu sein, um euch Kraft zu geben, alle Kämpfe siegreich zu bestehen."
Am Freitag, dem 21. Okt. 1966, ver- kündete die Himmlische Mutter durch Vermittlung von Mamma Rosa wäh- rend der gewohnten Erscheinung, daß der Himmlische Vater 'dem kleinen irdi- schen Garten Macht verleihe, diesem klei- nen Fleckchen des Paradieses, wo ich Strö- me von Gnaden austeilen werde'. Hierauf habe er eine kleine gelbe Kugel auf die Erde fallen lassen (die einige Anwesende gese- hen haben), zur Bestätigung, daß man an der Stelle ihres Auffallens einen Brunnen graben solle, dem von Nazareth gleich. Während nun der Punkt festgelegt wurde, sahen einige ebenfalls einen glänzenden Gegenstand herunterfallen, dann hob sich eine kleine Flamme zum Himmlischen Vater empor."
"Kein anderes Wasser sei diesem gleich. Man könne es unbegrenzte Zeit aufbewah- ren."
Auch das Jesuskind ruft allen zu: "Meine vielgeliebten Brüder, ich warte hier mit meiner Himmlischen Mutter oft auf euch. Ich warte auf euch, ich rufe euch... warum kommt ihr nicht zu mir?"
"Verkündet es der Welt, allen mir Geweihten... Sprecht mit den Pfarrern, den Bischöfen, damit alle hören, daß sie zu mir kommen sollen, hier zu meinen Füßen, wo ich ihnen Mut und Stärke verleihen werde. Sendet eure Schutzengel in die Welt hinaus, um den Seelen einzugeben, hier- her zu kommen. (6.1.1967)
"Kommt und nehmt viel Wasser, meine Kinder: Es wird eure Rettung sein, es wird euch die Gesundheit des Leibes und der Seele geben. Es wird euren Glauben stär- ken, um zu kämpfen und zu siegen." (3 .6.1967)
"Dieser Brunnen wird so viel Wasser geben, daß es für die ganze Welt reicht, um alle zu erfrischen, alle..." (16.7.1967)
"Damit alle erkennen, daß meine Himm- lische Mutter hier in dieser Umzäunung ist." (1.12.1967)
Jesus: "Meine Brüder, ich bin gekom- men, meine Himmlische Mutter, eure Mutter, zu begleiten, um euch zu sagen, daß ihr hier bei ihr sein müßt... Wartet nicht, bis die Mutter wieder in den Him- mel zurückkehrt und ihr mit ihr nicht mehr sprechen könnt."
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Im "Paradies" auf Erden in San Damiano ist wirklich (fast) der ganze Himmel zugegen; es ist eben "ein Stück des himmlischen Paradieses":
15. August 1965: "Der Allmächtige Gott! Gott Vater ist hier auf seinem Thron, hier oben. Schaut herauf. Schaut wie schön! ... Alle Engel..., alle Engel..., schaut auf..., jetzt kommen die geweihten Seelen... und jetzt die Päpste..., alle Päpste nähern sich der Himmlischen Mutter... Alle Heiligen..., die heiligen Frauen..., die Engel..., die Heiligen..., die Unschuld..., die Heilige Maria Goretti..., die Heilige Imelda..., der Heilige Michael, der Heilige Gabriel, der Heilige Raphael... und alle anderen Engel, die Patriarchen, die Propheten und die Martyrer... Der siegreiche Heiland hat zu seiner Linken die Himmlische Mutter."
Was wunder, daß die "himmlische Mutter Jesu" (denken Sie mal darüber nach, wie es möglich ist, daß Jesus seine Mutter "meine himmlische Mut- ter" nennen kann!) sagt:
"Es ist Zeit, daß die Bischöfe von mir Kenntnis nehmen, erkennen, daß ich unter euch auf Erden bin." (6.9.1967)
Und "die Himmlische Mutter bittet, daß man Photos von den Zeichen mache: Ich wiederhole so oft, es muß, es muß in meiner Gegenwart photographiert werden. (31.3.1967) "Habt ihr photogra- phiert? (21.5.1967) Nehmt Photos, nehmt Photos vom Himmel. Photographiert die Sonne."
Aber damit man Zeichen bekommt, muß man zum voraus an sie glauben: "Alle, die von Glauben erfüllt hierher kommen, erhalten ein Zeichen. Ich werde ihnen allen ein Zeichen geben, doch sie müssen im Glauben kommen."(4.3.1966).
San Damiano präsentiert sich also als der Ort des Heiles der Welt, der ganzen Welt. Da kann keine traute Kapelle, keine Pfarrkirche, kein Dom, kein Wallfahrtsort mehr konkurrieren. Kein Tabernakel mit dem Allerheilig- sten. Kein Ort, kein geheiligter Ort in der ganzen Welt. Das Paradies befin- det sich in San Damiano im Garten der Mamma Rosa. Dort ist der Himmel vollzählig versammelt. Dahin sollen die Menschen wallen. Dort sollen sie das Wasser holen, das keinem andern gleicht, auch nicht dem Weihwasser, auch nicht dem Wasser von Lourdes oder Banneux. Aber gläubig muß man kommen, nicht zweifelnd, nicht kri- tisch. Nur dem werden Zeichen der
Echtheit gewährt, der bereits an die Echtheit glaubt. (Aber natürlich kön- nen die da gewährten Zeichen auch nur einem genügen, der bereits keine Zeichen mehr nötig hat. Es sind Zei- chen, die keine Beweiskraft haben. Es sind Pseudozeichen. Es sind Zeichen der Selbsttäuschung, der Illusion. Sonnenwunder, die keine wirklichen Sonnenwunder sind, vergleichbar etwa mit jenem von Fatima, sondern "Sonnenwunder", die sich für den nüchtern Urteilenden als simple Licht- phänomene erweisen, oft "eingefan- gen" durch Amateur-Fotografen, die hinter allem für sie Unerklärlichen gleich ein Wunderzeichen sehen!)
Nach den Worten von Mamma Rosa erschien am 29. Oktober 1966 sogar der Stern, dem die Weisen folgten und der auch uns verkünden wird "den Tag, an dem in unseren Herzen der Morgenstern aufgehen wird" (2. Brief des Apostels Petrus). "Mit diesem Stern werde ich zu euch kommen, mitten unter euch ..., ich werde seine Strahlen bis in die Herzen der Priester senden und in alle Seelen." (7.4.1967) Dieser Stern ist aber bis heute nicht erschienen! Auch nach einem Vierteljahrhundert noch nicht! "Ich werde ein großes Wunder tun", versprach "die Hl. Jungfrau" am 22.8.1967. Auch dieses große Wunder ist bis heute nicht geschehen, ebensowenig wie jenes, das vor Jahren in Medjugorje angekündigt wurde und vor Jahrzehnten in Gara- bandal!
Sicher, es gibt Wunder, die kleinen und großen Wunder für den einzelnen Gläubigen. Die geschahen und gesche- hen unbestreitbar. Diese sind aber nicht das Resultat der Echtheit dieser an- geblichen Gnadenorte, sondern der Echtheit des Glaubens dieser Men- schen. Der Himmel wirkt überall da seine Wunder, wo Menschen echt und tief glauben. Und einen solchen Glau- ben gibt es auch unter den San Damia- no-Anhängern und Wallfahrern. Von ihnen fühle sich deshalb niemand verletzt, wenn er diese Stellungnahme liest. Sie ist nicht gegen die Gottesmut- ter gerichtet oder gegen ihren (kindli- chen) Glauben. Im Gegenteil. Sie will helfen, unseren katholischen Glauben von all dem zu reinigen, was eben unecht, was falsch, was schädlich, was Schein und Trug und teuflisches Spiel ist. Die Mutter Gottes und die katholi- sche Religion soll nicht durch solche
krankhaften Phantasiegebilde verun- staltet und herabgewürdigt werden!
Auch eklatante dogmatische Irrtü- mer kommen in diesem "Offenba- rungsgut" vor. Da heißt es z.B. in dem genannten Buch auf Seite 159: "Noch ein besonderer Titel kommt in den Bot- schaften vor: Gott Vater nennt die Jung- frau "Braut des Himmlischen Vaters". "Gott Vater hat seiner Braut alle Macht gegeben für eine große Mission auf dieser Erde." (22.11.1967) Es ist natürlich völlig ausgeschlossen, daß eine solche Aus- sage von Gott, vom Heiligen Geiste, von Jesus oder Maria stammt. Viel- mehr ist dies ein Beweis dafür, daß Mamma Rosa einfach phantasiert, und da kann es bei ihrer Bildung nicht ausbleiben, daß sie theologisch "ins Fettnäpfchen" tritt. Maria, die Hlst. Jungfrau, ist selbstverständlich nie und nimmer die Braut des Himmlischen Vaters, also der 1. göttlichen Person, sondern sie ist die Braut des Heiligen Geistes, der 3. göttlichen Person! Er- staunlich ist nur, daß das sogar von solchen geschluckt wird, die Theolo- gie studiert haben, wie eben von die- sem Père Jean Gabriel, der dieses Buch verfaßt hat und der zwischen Seiten 16 und 17 abbgebildet ist, als einer jener, die "von der ersten Stunden an mit dabei waren"!
Es wären nun noch viele, viele Unge- reimtheiten und Widersprüche auf- zeigbar. Aber lassen wir es bei dem bewenden. Wem das nicht genügt, dem würden auch ganze Bände von Wider- legungen nicht genügen.
Es handelt sich bei diesen Erschei- nungen und Offenbarungen klar um Phantasieprodukte, um Eidetik einer biederen, "frommen" Frau, die sich nur soweit verirren konnte, weil sie sich nicht einer soliden, kritischen geistli- chen Führung unterstellte, sondern sich stets solche geistliche Ratgeber wählte, die zum vornherein an die Sache glaubten. Die Aussagen in die- sem ganzen vieljährigen Geschehen gehen nie über den Horizont dieser schlichten Frau und denjenigen ihrer nächsten Anhängerschaft hinaus. Deswegen muß man noch lange nicht den Teufel hinter allem sehen. Und diejenigen, die daran glaubten, sind deshalb auch nicht alle vom Teufel betrogen worden. Sie waren nur zu oberflächlich, zu unkritisch, zu leicht- gläubig auch. Paul 0. Schenker
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