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  • BWL Seite 1/59 Matthias Bernauer

    BETRIEBSWIRTSCHAFTSLEHRE MMMaaatttttthhhiiiaaasss BBBeeerrrnnnaaauuueeerrr

    BBBBETRIEBLICHE ETRIEBLICHE ETRIEBLICHE ETRIEBLICHE FFFFUNKTIONENUNKTIONENUNKTIONENUNKTIONEN/A/A/A/AUFGABENUFGABENUFGABENUFGABEN Grundfunktionen bergreifende (Querschnitts-) Funktionen Verwaltung a) Beschaffung

    (=Einkauf, Bereitstellung) z.B. Material, Maschinen, Arbeitskrfte

    b) Produktion (=Fertigung, Herstellung) bei der Leistungserstellung produzierte Stckzahl

    c) Absatz (=Verkauf, Marketing, Vertrieb) abgesetzte Stckzahl

    a) Finanzwirtschaft Finanzierung, Investition

    b) Lagerhaltung Endprodukte (z.B. Rohstoffe, Fertigerzeugnisse)

    c) Personal bentigte Arbeitskrfte

    d) Geschftsleitung Management (Unterscheidung: top / midddle / lower)

    e) Rechnungswesen (1) externes Rechnungswesen: Finanzbuchhaltung (Buchfhrung) (2) internes Rechnungswesen: Betriebsbuchhaltung (Kosten- und Leistungsrechnung)

    f) Rechtsbereich

    Produktionsfaktoren (Grundelemente der Produktion) Sie sind die Grundkrfte und Mittel, mit denen Wirtschaftsgter hergestellt werden. Kombination (=Zusammenwirken, Zusammenspiel) der drei betriebswirtschaftlichen Produktionsfaktoren:

    menschliche Arbeitskraft : hauptschlich krperliche bzw. ausfhrende Arbeit, jedoch auch geistige Betriebsmittel : Anlagen und Einrichtungen, welche die technische Voraussetzung zur betrieblichen Leistungserstellung bilden, z.B. Maschinen, Betriebsstoffe, Grundstcke, Gebude, Lager, Energie, ... Werkstoffe : Gter die fr den Umsatzprozess verwendet werden, z.B. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Waren.

    Die optimale Kombination der Produktionsfaktoren heraus zu finden ist Sache des Management (=Organisatoren, Fhrung). Am Erfolg bzw. Ergebnis des Unternehmens wird die Zielerreichung ermessen. Zu diesem Zweck ist der Management Regelkreis erforderlich.

    konomisches Prinzip Um die knappen nicht unbegrenzt zur Verfgung stehenden Wirtschaftsgter sparsam und vernnftig einzusetzen, wird nach dem Vernunft- oder Rationalprinzip gehandelt:

    Maximalprinzip

    Mglichst vollstndige Ausnutzung der vorhandenen Mittel Mit gegebenen Mitteln (Produktionsfaktoren) einen mglichst hohe Leistung (Ertrag) erzielen z.B. Akkordarbeit: Er versucht innerhalb einer Stunde eine mglichst hohe Stckzahl zu erreichen

    Minimalprinzip Sparprinzip, Rationalisierung Erzielung einer vorbestimmten Leistung (Ertrag) mit mglichst geringen Mitteln (Aufwand) z.B. 100 Auto sollen mit mglichst geringen Produktionskosten (Aufwand) hergestellt werden

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    Begriffserklrungen: Absatz : verkaufte Stckzahl Umsatz : Absatz Verkaufspreis je Stck = Verkaufserls Rationalisierung : Kosteneinsparung Produktionskapazitt : Leistungsvermgen Erfolg / Ergebnis : Gewinn oder Verlust Betriebsgewinn : Umsatz Kosten Gewinn : Ertrge Aufwendungen Verlust : Aufwendungen Ertrge Ertrge : positiver Erfolgsbestandteil Aufwendungen : negativer Erfolgsbestandteil

    MANAGEMENT REGELKREIS

    Zielsetzung Planung Realisation Kontrolle (Rechnungswesen)

    1. ZIELSETZUNG DER UNTERNEHMUNG Zielsystem der Unternehmung Grundlage fr die Planungs- und Kontrollrechnung Definition: Ein Ziel wird als angestrebter Sachverhalt oder angestrebte Verhaltensweise definiert. Hauptziele: konomische Aufgaben

    Gewinnerzielung bzw. Rentabilitt Erhaltung der Wettbewerbsfhigkeit (=Konkurrenzfhigkeit) Stabilitt und Wachstum Erhaltung der Unabhngigkeit

    gesellschaftliche Aufgaben soziale Ziele Sicherung von Arbeitspltzen, Erfllung humaner und sozialer Bedrfnisse: gerechte Entlohnung menschenwrdige Arbeitsbedingungen Mitspracherecht Aufstiegschancen

    kologische Ziele Umweltschutz: Schonung der natrlichen Ressourcen Verwendung energiesparender Einrichtungen Entwicklung umweltfreundlicher Produkte

    Einzelziele: bergeordnete Ziele

    Kostendeckung als Minimalziel Erhaltung der Unternehmenssubstanz (durch Investition)

    Ertrags- bzw. Erfolgsziele Streben nach angemessenem Gewinn (Nettoertrag = Gewinn = Ek-Verzinsung) Erzielung einer bestimmten Eigenkapitalrentabilitt

    Marktwirtschaftliche Ziele Erreichen bestimmter Marktanteile Verbesserung der Wettbewerbsfhigkeit Verbesserung des Produktimages Verbesserung des Unternehmensimages Erschlieung neuer Mrkte

    Produktionswirtschaftliche Ziele Streben nach technologischer Spitzenleistung Erweiterung der Produktionskapazitt (Leistungsvermgen der Produktionsanlagen) Optimierung der Lagerkapazitt Erhhung der Wirtschaftlichkeit (durch Realisierung des technischen Fortschritts)

    Kapital- und Finanzwirtschaftliche Ziele Erhaltung / Steigerung der Eigenkapitalquote (EK-Anteil am Gesamtkapital) Erhaltung der Liquiditt

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    Zielmessgren Anhand dieser Kennzahlen knnen Ziel festgelegt (Ausgangspunkte fr die Planung) und spter berprft / kontrolliert werden. Sie ermglichen zwischenbetriebliche Vergleiche. blich sind Branchen- sowie Zeitvergleiche.

    Hauptziel: Gewinnerzielung Minimalziel: Kostendeckung (Gewinn = 0) Rentabilitt

    Die Rentabilitt ist das Verhltnis zwischen Gewinn und Kapitaleinsatz. Nebenbedingung ist hierbei die Liquiditt, d.h. jederzeitige Zahlungsfhigkeit

    EK-Rentabilitt = Gesamtrentabilitt =

    Umsatz-Rentabilitt =

    Produktivitt Die Produktivitt ist die mengenmige Ergiebigkeit der Leistungserstellung bzw. der Produktionsfaktoren. Sie ist das Verhltnis von erbrachte Leistung (Ausbringung) zur eingesetzten Menge.

    Produktivitt = =

    Wirtschaftlichkeit Die Wirtschaftlichkeit ist dir wertmige Ergiebigkeit der Leistungserstellung. Sie ist das Verhltnis von Ertrag zu Aufwand und gibt somit die Effizienz (Wirksamkeit der Manahmen) an.

    Wirtschaftlichkeit = = Sie kann jedoch auch als Vergleich zweier Gren mit unterschiedlichem Zeitbezug (=Periodenvergleich) sein. Um kostendeckend zu arbeiten, muss die Wirtschaftlichkeit 1,0 bzw. 100% betragen; Zur Gewinnerzielung ist eine Wirtschaftlichkeit von ber 100% notwendig.

    Des Weiteren ist die Wirtschaftlichkeit ein Ma der Realisierung des konomischen Prinzips

    2. PLANUNG Definition Planung ist die gedankliche Vorwegnahme zuknftigen Handelns. Sie bezieht sich auf zukunftsorientiertes Handeln (bzw. Ausfhrungsentscheidungen), und hngt von den vorgegebenen Zielen (=Sollgren) ab, die umgesetzt werden sollen. Dabei wird ein mittlerer Zielerreichungsgrad angestrebt, z.B. befriedigender Gewinn.

    Teilplne Planung ist in allen Unternehmungsbereichen notwendig: (Personalplanung, Investitionsplanung, Kapazittsplanung, u.a.)

    Beschaffungsplanung Lagerplanung Fertigungsplanung Finanzplanung Absatzplanung

    Ausgleichsgesetz der Planung Die Gesamtplanung muss sich immer am Engpass ausrichten. Die brigen Plne mssen sich dem Engpasssektor anpassen.

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    Beschaffungsplanung Lager:

    Definition Ort der Vorratshaltung einer Unternehmung z.B. fr Vorrte wie Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffen, unfertige Erzeugnisse, fertige Erzeugnisse

    Bestimmungsgren ber die Menge der Lagerhaltung Rohstofflager / UE-Lager : Sie dienen zur Aufrechterhaltung der Produktion. Produktionsmenge, zur Vermeidung von Beschaffungsschwierigkeiten und Engpssen (Puffer als Sicherheitsreserve) Just-in-time, d.h. fertigungssynchrone Beschaffung Preisnderungserwartungen Ausnutzung von Mengenrabatten Verkaufslager / FE-Lager : Sie dienen der Lagerung von noch nicht gelieferten Produkten. Absatzplanung Nachfrage (eventuelle Lieferengpsse) Preisnderungserwartungen Ausnutzung von Kostenvorteilen durch Massenproduktion

    Bestandteile: (=Teil der Gesamtplanung)

    Mengenplanung Ermittlung der optimalen Bestellmenge bzw. Bestellhufigkeit in einer Periode. Sie dient der rechtzeitigen, zweckgerichteten Materialbereitstellung, durch die sich Lager-, Fertigungs- sowie Transportkosten infolge mangelhafter Ausnutzung der Kapazitten vermeiden lassen. Bestellkosten: fixe Kosten (festgelegte Kosten je Bestellung) Durch zunehmende Bestellhufigkeit ergibt sich ein konstanter Zuwachs bei den Bestellkosten Die Bestellkosten sind proportionale Kosten, d.h. sie steigen gleichmig an. z.B. Kosten der Bedarfsmeldung, der Angebotseinholung, des Angebotsvergleichs, der Ausfhrung der Bestellung, der Wareneingangsprfung und der Rechnungsprfung

    Lagerkosten: variable Kosten (abhngig von der Stckzahl) Durch verringerte Bestellmengen ergeben sich sinkende Lagerkosten. Die Kostenabnahme durch steigende Bestellhufigkeit bei einer festgelegten Gesamtbestellmenge fllt dabei immer geringer aus. Man spricht deshalb von degressiven Kosten, d.h. unterproportional abnehmend. z.B. Personalkosten fr die im Lager beschftigten Personen, die im Wert der Waren gebundenen Lagerzinsen (=Kapitalkosten), Kosten des Lagerrisikos

    optimale Bestellhufigkeit Die optimale Bestellmenge liegt dort, wo der Kostennachteil durch steigende Bestellkosten gerade noch unter dem Kostenvorteil durch sinkende Lagerkosten liegt. Die Summe aus Beschaffungs- und Lagerkosten ist dann - auf eine Mengeneinheit bezogen - am geringsten.

    Zeitplanung Ermittlung des Meldebestandes (Zeitpunkt zu dem sptestens bestellt werden muss) zur Gewhrung einer termingerechten Materialbereitstellung

    Formel zur Ermittlung des MB: Meldebestand = tglicher Bedarf x Lieferzeit

    Model des Lagerzyklus: