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  • medianet.at

    industrial technology

    Flaute Netzgebhren benachteiligen heimische Stromerzeuger 74

    Studie Unternehmen in-formieren lckenhaft er CO

    2-Reduktion 75

    ZEV-Schwerpunkt Strkere internationale Vernetzung 80

    Packstation DHL plant fr 2016 den raschen Ausbau in sterreich 80

    IRB 8700 ABB prsen-tiert seinen grten Schwerlastroboter 79

    Freitag, 11. Dezember 2015 coVER 73

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    Grenzen der Photovoltaik sollen erweitert werdensterreichisches Konsortium entwickelt PV-System, das sich fr den Einsatz unter verschiedenen klimatische Bedingungen eignet. 74

    Evva Der Sicherheitsexperte setzt in vielen Bereichen auf Innovation.

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    78

    Peter SchiederFhrungswechsel

    Anfang Dezember bernahm Peter Schieder die operative

    Leitung des Produktions- und Logistikmanagements bei

    Fraunhofer Austria. Schieder ist seit 2010 bei dem Forschungs-institut ttig und war seit 2013 Leiter der Gruppe Produktions-

    strukturen.

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    e-commerce Anders als im Privatbereich steht Onlineshopping im B2B-Sektor noch am Anfang. 76

    ABB

  • medianet.at

    WIEN/PARIS. Dass Bundeskanzler Werner Faymann beim Klimagip-fel in Paris deutlich machte, dass sterreich bis 2030 seinen Strom zur Gnze aus erneuerbaren Quel-len erzeugen werde, sei, so Stefan Moidl, Geschftsfhrer der IG Windkraft, ein wichtiges politi-sches Signal. Diesem mssten jetzt allerdings auch Taten folgen, vor allem eine entsprechende Anspas-sung des kostromgesetzes.

    Besonders kritisiert Moidl die Netzgebhren, die den heimischen Stromerzeugern groen Wettbe-werbsnachteile bringen.

    Netztarife und Ausgleichsener-giekosten fressen mittlerweile fast zwei Drittel unserer Stromerlse auf, erklrt Hannes Taubinger, Ge-schftsfhrer der Brgerwindrad Prellenkirchen GmbH. Wir ver-

    markten unseren Strom im freien Markt, auch an Endkunden in ganz sterreich, aber bei den Kosten ha-ben wir keine Chance gegenber unseren Konkurrenten aus dem Ausland.

    Groe NachteileDie aktuellen Zahlen der Statistik Austria zeigen, dass Importstrom mittlerweile auf einen Anteil von 15,5% gestiegen ist.

    Dies belaste die Netze, die da-rauf nicht ausgelegt sind, und trage zudem auch nicht nur Fi-nanzierung des Netzausbaus bei. Finanziell belastet werden nur die heimischen Kraftwerke. So hat al-lein die Windkraft in den letzten Jahren den Ausbau des vorgela-gerten Stromnetzes mit gut 200 Mio. Euro bezahlt und zahlt dies

    durch die geltenden Netzgebhren noch einmal. Darunter leiden nicht nur die heimischen Erzeuger, son-dern auch die sterreichische Um-weltbilanz. Denn der Stromimport kommt grtenteils aus Tschechien und Deutschland, wo der Anteil an Atom- und Kohlestrom besonders hoch ist.

    Das ist kein Ruhmesblatt fr sterreich im Jahr der Klimakon-

    ferenz in Paris, bemerkt Moidl und ergnzt: Beim Ausbau von erneuerbaren Energien besteht dringender Handlungsbedarf, sonst wird der Stromimport noch weiter zunehmen und noch mehr heimische Kraftwerke mssen vom Netz gehen. Es reicht nicht aus, von anderen ein Engagement einzufor-dern. sterreich ist in hohem Mae selbst gefordert. (red)

    74 energie & ressourcen Freitag, 11. Dezember 2015

    gen, den Klimaschutz zu frdern und die internationale Wettbe-werbsfhigkeit der Unternehmen zu strken.

    Ein erster Schritt der For-schungsarbeit ist eine fundierte Fehleranalyse, um zu erkennen, wie sich einzelne Materialien, Module und Wechselrichter fr sich und auch als gesamtes System in unter-schiedlichen Klimazonen verhalten.

    Diese Erkenntnisse flieen dann in einen neuen Designansatz ein, um neue, optimierte, klimaspezifi-sche PV-Energiegewinnungssyste-me zu konzipieren.

    Was das Projekt besonders auszeichnet, ist der ganzheitliche Forschungsansatz entlang der ge-

    Von Britta Biron

    WIEN. Die Nachfrage nach Photo-voltaik-Anlagen hat in den letzten Jahren nicht nur in unseren Brei-tengraden zugenommen. Auch au-erhalb der gemigten Klimazo-nen, z.B. in Wsten, (Sub-)Tropen oder in den alpinen Regionen, will man die solare Stromgewinnung verstrkt nutzen. Allerdings gibt es derzeit nur ein standardisier-tes PV-System fr alle Klimazonen. Anwendungsspezifische Varianten, die sich an klimatische oder auch stromnetzbasierte Bedingungen anpassen, sind nicht erhltlich.

    Deren Entwicklung ist das Ziel des sterreichischen Forschungs-projekts Infinity, zu dem sich fnf wissenschaftliche Partner und neun Industriebetriebe (darun-ter Fronius, Infineon Technologies, Isovoltaic, Kioto Photovoltaics und Polytech of Austria) zusammenge-schlossen haben.

    sterreichische Solartechnolo-gien sind am Weltmarkt gefragt. Mit dem Projekt Infinity soll diese starke Position weiter ausgebaut werden, so Technologieminister Alois Stger.

    Universell einsetzbarWir wollen sowohl die Materialien als auch das gesamte PV-System an unterschiedliche klimatische Be-dingungen und an regionale Eigen-heiten anpassen. Dabei beachten wir Faktoren wie extreme Tempe-raturen, Sand oder auch instabile elektrische Netze, so Projektlei-terin Christina Hirschl vom For-schungszentrum CTR Carinthian Tech Research. Die Energiewende erfordert intelligente PV-Systeme, die eine lange Lebensdauer haben, energieeffizient und auch leistbar sind. Das Projekt soll dazu beitra-

    samten PV-Wertschpfungskette, von den PV-Materialien und Kom-ponenten ber die Modulfertigung bis zur PV-Anlageninstallation und deren Wartung. Die wissenschaftli-chen Erkenntnisse werden fr die Entwicklung weiterer Prozess-, Wartungs- und Instandhaltungs-strategien herangezogen. Ziel ist es, neue energieeffiziente Produkte und auch neue Services zu generie-ren, so Hirschl weiter.

    Wichtige InnovationenDurch die vielen Inputs entlang der Wertschpfungskette erwar-ten wir einen Qualittssprung in den mathematisch-physikalischen Modellen, welche klimaspezifische

    Alterungsvorhersagen fr alle Tei-le einer PV-Anlage zulassen. Diese Modelle werden ber die Opti-mierung der Anlage hinaus auch Abnahme- und Wartungsempfeh-lungen fr einzelne Klimazonen ermglichen, ergnzt der wissen-schaftliche Leiter Michael Schwark vom AIT.

    Gefrdert wird Infinity, dessen Laufzeit auf drei Jahre angelegt ist, vom Klima- und Energiefonds. Geschftsfhrerin Theresia Vogel: Projekte wie Infinity tragen dazu bei, dass es in der Produktion ge-lingt, kostengnstiger zu fertigen und leistbare Technologien zur Verfgung zu stellen und zwar weltweit.

    Photovoltaik, die sich dem Klima anpasst sterreichisches Forschungsteam will weltweit einsetzbare Anlagen entwickeln und damit den breiten PV-Einsatz ermglichen.

    gefahren fr kostromHohe Netzgebhren fr heimische Stromerzeuger begnstigen Stromimporte, die seit Jahren kontinuierlich steigen.

    Hitze & KlteDie neue Genera-tion von PV-Anlagen soll von den Subtropen bis in alpine Regionen gleichermaen einsetzbar sein.

    Leitprojekt 5,5 Mio. stehen fr Infinity zur Verfgung. Kon-sortialfhrer ist das Forschungs-zentrum CTR Carinthian Tech Research, die wissenschaftliche Leitung liegt beim Austrian Institute of Technology.

    5,5 Mio.

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    Der steigende Anteil von Importstrom belastet die heimische Klimabilanz.

  • medianet.at

    Von Britta Biron

    PARIS. Den Klimagipfel in Paris haben Experten der KPMG zum Anlass genommen, um die in den Jahres- und Corporate-Responsi-bility-Berichten verffentlichten Angaben zu Kohlenstoffemissionen der 250 weltweit grten Unter-nehmen (G250) genauer unter die Lupe zu nehmen. Und das Ergebnis der Untersuchung ist wenig zufrie-denstellend.

    So geben zum Beispiel nur 53% der G250 Kohlenstoffredukti-onsziele in den Unternehmensbe-richten an, wovon wiederum zwei Drittel nicht begrnden, warum diese Ziele gewhlt wurden.

    Lnderspezifische Unterschiede51% der Unternehmen, die das Thema Kohlenstoffemissionen in ihren Unternehmensberichten be-handeln, verweisen den Leser fr detailliertere Informationen auf alternative Quellen wie die CDP-Datenbank fr Investoren; die an-dere Hlfte tut dies nicht.

    Jedes fnfte Grounternehmen in kohlenstoffreichen Sektoren wie Bergbau, Bau und Chemikali-en macht berhaupt keine kohlen-stoffbezogenen Angaben.

    Wenig berraschend sind die

    lnderspezifischen Unterschiede. So ist der Anteil der Betriebe, die Angaben zu ihren CO

    2-Emissionen

    machen, in Deutschland mit 94% am hchsten, und auch die Briten nehmen das Thema ernst. Wenig mitteilsam dagegen sind chine-sische Betriebe; CO

    2-spezifische

    Informationen findet man nur bei einer Minderheit (3%).

    Uneinheitliches ReportingAuch die Arten der berichteten Emissionen unterscheiden sich er-

    heblich. Whrend die Mehrheit der Unternehmen Emissionen aus eige-nen Betrieben (84%) und aus einge-kaufter Energie (79%) anfhrt, gibt nur die Hlfte Auskunft ber Emis-sionen in den Lieferketten. Und ge-rade einmal 7% machen Angaben zu Emissionen infolge der Nutzung und Entsorgung ihrer Produkte und Dienstleistungen.

    Richtlinien wren hilfreichAlle Stakeholder sollten anhand der Jahres- und Corporate-Respon-sibility-Berichte der Unternehmen schnell und einfach hochwertige, untereinander vergleichbare Infor-mationen ber die Kohlenstoff-Per-formance einholen knnen; das ist heute schlicht nicht der Fall, kri-tisiert Wim Bartels, KPMG-Partner in den Niederlanden und Global Head of Susta