Leitfaden zum Verfassen von Seminar- und

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Stilblatt Romanistik 01.07.2021.pdf1.1 Seitenlayout ................................................................................................................................................... 3
2 Aufbau der Arbeit ....................................................................................................................... 4
2.1 Deckblatt ....................................................................................................................................................... 4
2.2 Inhaltsverzeichnis ......................................................................................................................................... 4
2.3 Textteil ........................................................................................................................................................... 4
2.4 Literaturverzeichnis ...................................................................................................................................... 5
4 Linguistische Notationskonventionen (gelten auch für die Didaktik) .................................... 10
5 Muster für das Deckblatt von Abschlussarbeiten .................................................................... 12
3
Benutzen Sie die Grundeinstellungen des Textverarbeitungsprogramms Microsoft Word.
- Seitenränder: oben: 2,5 cm rechts: 2,5 cm links: 2,5 cm unten: 2,0 cm
- Absatzformat: Blocksatz - Zeilenabstand: Fließtext: 1,5
Blockzitate, Fußnoten und Literaturverzeichnis: 1,0 - Schriftart: Times New Roman oder Garamond - Schriftgröße: Fließtext: 12 pt.
Blockzitate und Literaturverzeichnis: 11 pt. Fußnoten: 10 pt.
- Seitenzahlen: zentriert oder rechts in der Fußzeile (die Seitenzählung beginnt mit der Einleitung; Deckblatt und Inhaltsverzeichnis sind nicht paginiert)
1.2 Umfang von Seminar- und Abschlussarbeiten
Der Umfang von Seminararbeiten richtet sich nach dem Studiengang und den im jeweiligen Modul zu erwerbenden Leistungspunkten. Genaue Angaben zu den für eine Lehrveranstaltung geltenden Anforderungen erhalten Sie von den Dozierenden.
Für den Textteil von Abschlussarbeiten gelten die im Folgenden angegebenen Richtwerte (± 5 %). Abweichungen nach oben oder unten sind in Abhängigkeit vom Thema und nach Rück- sprache mit dem Betreuer oder der Betreuerin möglich.
- Bachelorarbeit: Wörter: ca. 10.000 Zeichen: ca. 70.000 (inklusive Leerzeichen)
- Masterarbeit:
- Staatsexamensarbeit:
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2.1 Deckblatt
Auf dem Deckblatt sollten alle Informationen zu finden sein, die das Muster in Abschnitt 5 enthält.
2.2 Inhaltsverzeichnis
2.3 Textteil
Der Textteil umfasst in der Regel zwischen drei und zehn Hauptkapitel, je nach Umfang der Ar- beit. Am Beginn steht ein entsprechend benanntes Einleitungskapitel, am Ende ein entsprechend benanntes Schlusskapitel. Ein dreiteiliger Aufbau des Typs ‘Einleitung – Hauptteil – Schluss’ ist zu vermeiden. Aus den Kapitelüberschriften soll der gedankliche Aufbau der Arbeit klar hervorgehen.
Die Einleitung enthält:
- eine kurze Darlegung der Fragestellung (etwa anhand eines Beispiels) - eine knappe Einordnung in den Forschungskontext (zwei bis drei Sätze, mit Nennung der
wichtigsten bibliographischen Referenzen) - Ihre Zielsetzung und Ihre Arbeitshypothesen - eine kurze Darstellung des Aufbaus (des ‘roten Fadens’) der Arbeit
Es empfiehlt sich, die Einleitung zu überarbeiten, wenn der Textteil fertiggeschrieben ist. So ver- meiden Sie es, dass in der Einleitung Ziele gesteckt werden, die Sie am Ende nicht erreichen (etwa weil sich der Schwerpunkt Ihrer Untersuchung während des Schreibprozesses verlagert hat). Das Schlusskapitel fasst die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit zusammen. Es sollte keine neuen Gedankengänge enthalten, sondern in knapper, resümierender Form eine Antwort auf die in der Einleitung gestellte(n) Forschungsfrage(n) geben. Das Schlusskapitel kann außerdem einen Aus- blick auf weiterführende, in der Arbeit nicht zentral behandelte Probleme beinhalten und Deside- rate für die künftige Forschung formulieren.
Der sonstige Aufbau hängt von der Disziplin und vom Thema der Arbeit ab. In der Regel umfasst eine wissenschaftliche Abhandlung neben Einleitungs- und Schlusskapitel:
- eine Zusammenfassung des Forschungsstands (Forschungsüberblick), - eine Darstellung des gewählten theoretischen Zugangs und der sich daraus ergebenden
Untersuchungsmethodik, - eigene Analysen sowie – darauf basierend – eine kritische Positionierung zur Forschungs-
literatur. Hinsichtlich der Gewichtung der einzelnen Teile sollten Sie sich möglichst genau mit Ihrem Be- treuer oder Ihrer Betreuerin abstimmen.
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2.4 Literaturverzeichnis
Im Literaturverzeichnis erscheinen nur Werke (z.B. Literatur, Filme, Musiktitel), auf die Sie in Ihrer Arbeit explizit Bezug nehmen (vgl. dazu Abschnitt 3). Das Verzeichnis ist alphabetisch nach dem Namen der Autor:innen bzw. Herausgeber:innen zu ordnen.
In der Literaturwissenschaft ist eine Untergliederung in Primärliteratur (untersuchte literarische Werke) und Sekundärliteratur (Forschungsliteratur) üblich.
In der Linguistik und in der Fachdidaktik können neben einem Abschnitt für Forschungslite- ratur – je nach Disziplin und Thema – auch eigene Abschnitte für Korpora, Texteditionen, Hand- schriften, Wörterbücher oder untersuchte Lehrwerke sinnvoll sein.
Im Folgenden wird gezeigt, wie unterschiedliche Publikationsformen im Literaturverzeichnis in standardisierter Weise aufzuführen sind.
Primärliteratur
Name, Vorname [ggf. Erstpublikation] (Jahr der vorliegenden Ausgabe). Titel des Werks, ggf. Herausge- ber:in (ggf. Reihentitel und -nummer). Ort: Verlag.
Castiglione, Baldassare [1528] (1991). Il Cortegiano, hg. von Carlo Cordié (Oscar classici 214). Mailand: Mondadori.
Louis, Édouard (2014). En finir avec Eddy Bellegueule. Paris: Seuil.
Monographien
Name, Vorname (AuflageJahr). Titel des Werks (ggf. Reihentitel und -nummer). Ort: Verlag.
Fäcke, Christiane (22017). Fachdidaktik Französisch. Eine Einführung (Narr Bachelor-Wissen). Tübingen: Narr.
Koch, Peter/Oesterreicher, Wulf (²2011). Gesprochene Sprache in der Romania: Französisch, Italienisch, Spa- nisch (Romanistische Arbeitshefte 31). Berlin/New York: De Gruyter.
Sammelbände
Name, Vorname (Hg./Hgg.)1 (AuflageJahr). Titel des Werks (ggf. Reihentitel und -nummer). Ort: Verlag.
Cano, Rafael (Hg.) (²2005). Historia de la lengua española (Ariel Lingüística). Barcelona: Ariel.
Exner, Isabel/Rath, Gudrun (Hgg.) (2015). Lateinamerikanische Kulturtheorien: Grundlagentexte. Konstanz: Konstanz University Press.
Beiträge zu Sammelbänden / Buchkapitel
Name, Vorname (AuflageJahr). „Titel des Beitrags“, in: Vorname Name (Hg.). Titel des Werks (ggf. Reihen- titel und -nummer). Ort: Verlag, Seitenzahl–Seitenzahl.
1 „Hg.“ steht bei einem Herausgeber oder einer Herausgeberin, „Hgg.“ steht bei mehreren Herausgeber:innen. Al-
ternativ kann generell die Abkürzung „Hrsg.“ verwendet werden. Innerhalb einer Arbeit muss die Handhabung einheitlich sein.
6
Schlüter, Gisela (2003). „Die faule Vernunft. Vorurteilsanalyse in Il Caffè“, in: Helmut C. Jacobs/Gisela Schlüter/Christoph Weiand/Hermann H. Wetzel (Hgg.). Die Zeitschrift Il Caffè. Vernunftprinzip und Stimmenvielfalt in der italienischen Aufklärung (Europäische Aufklärung in Literatur und Sprache 16). Frankfurt a.M. u.a.: Lang, 187–205.
Bei mehr als drei Autor:innen oder Herausgeber:innen kann auch nur der oder die erstgenannte angegeben werden. Auf die Beteiligung weiterer Personen wird dann durch die Abkürzung „u.a.“ (oder durch die lateinische Variante „et al.“) hingewiesen:
Jacobs, Helmut C. u.a. (Hgg.) (2003). Die Zeitschrift Il Caffè. Vernunftprinzip und Stimmenvielfalt in der italie- nischen Aufklärung (Europäische Aufklärung in Literatur und Sprache 16). Frankfurt a.M. u.a.: Lang.
Sobald sich der Autor oder die Autorin eines Artikels, der in einem Sammelband oder in einem Lexikon erschienen ist, namentlich identifizieren lässt, müssen Sie immer den einzelnen Beitrag angeben (und sei dieser auch noch so kurz), nicht den Sammelband als Ganzes.
Abgekürzte Verweise auf Handbücher und Lexika dürfen nur verwendet werden, wenn sie in der Bibliographie aufgeschlüsselt werden.
GDLI = Battaglia, Salvatore (1961–2008): Grande dizionario della lingua italiana. 21 Bde. und 3 Supple- mentbde. Turin: UTET. <http://www.gdli.it>2
LRL VII = Holtus, Günter/Metzeltin, Michael/Schmitt, Christian (Hgg.) (1998). Lexikon der Romanisti- schen Linguistik. Bd. VII: Kontakt, Migration und Kunstsprachen. Kontrastivität, Klassifikation und Typolo- gie. Tübingen: Niemeyer.
Ternes, Elmar (1998). „Keltisch und Romanisch“, in: LRL VII, 266–291.
Diese Strategie lässt sich auch auf Sammelbände anwenden, aus denen in der Arbeit mehrere Bei- träge zitiert werden. Der Sammelband muss dann im Literaturverzeichnis einmal extra aufgeführt werden.
Grassi, Corrado (2008). „Italiano e dialetti“, in: Sobrero (Hg.) 132008, Bd. 2, 279–310.
Sobrero, Alberto A. (Hg.) (132008). Introduzione all’italiano contemporaneo. Bd. 2: La variazione e gli usi (Ma- nuali Laterza 43). Rom/Bari: Laterza.
Telmon, Tullio (2008). „Varietà regionali“, in: Sobrero (Hg.) 132008, Bd. 2, 93–149.
Artikel in Zeitschriften
Name, Vorname (Jahr). „Titel des Beitrags“, in: Titel der Zeitschrift Jahrgang, Seitenzahl–Seitenzahl.
2 Dieses Wörterbuch ist seit Kurzem vollständig im Internet zugänglich. Deshalb wird hier zusätzlich zur Referenz
auf die Print-Ausgabe der WWW-Link angegeben.
7
Hempfer, Klaus W. (2018). „Zur Differenz von ‘Lyrik’ und ‘Gelegenheitsdichtung’: Das Beispiel Mal- larmé“, in: Zeitschrift für französische Sprache und Literatur 128, 187–211.
Oesterreicher, Wulf (2010). „Linguistik und Interdisziplinarität – Kultur und Sprache bei den Pirahã in der selva amazônica“, in: Romanistisches Jahrbuch 61, 67–101.
Internetquellen
Hier ist vor allem zwischen Online-Zeitschriften und anderen Publikationsformen zu unterschei- den. Bei Ersteren erfolgt die Literaturangabe analog zu Titeln, die in gedruckten Zeitschriften pub- liziert sind, allerdings mit zusätzlicher Angabe des WWW-Links und des Datums des letzten Zugriffs (s.u., Kailuweit 2009). In anderen Fällen ist ähnlich zu verfahren wie bei selbstständigen (monogra- phischen) Print-Publikationen (s.u., Marimón Llorca 2010). Es gibt aber auch online publizierte Sammelbände, auf deren einzelne Beiträge in ähnlicher Form zu verweisen ist wie auf gedruckte Sammelbandbeiträge (s.u., Dal 2018).
Dal, Georgette (2018). „Les adverbes en -ment du français: lexèmes ou formes d’adjectifs?“ in: Olivier Bonami (Hg.). The lexeme in descriptive and theoretical morphology. Berlin: Language Science Press, 87– 118. <https://langsci-press.org/catalog/book/165> [Zugriff am 12.03.2021]
Kailuweit, Rolf (2009). „Konzeptionelle Mündlichkeit!? Überlegungen zur Chat-Kommunikation an- hand französischer, italienischer und spanischer Materialien“, in: Philologie im Netz 48, 1–19. <http://web.fu-berlin.de/phin/phin48/p48t1.htm> [Zugriff am 17.08.2020]
Marimón Llorca, Carmen (2010). El español en América: de la conquista a la Época Colonial. <https://biblioteca.org.ar/libros/154128.pdf> [Zugriff am 29.03.2020]
Wenn eine Internet-Quelle nicht namentlich gekennzeichnet und nicht datiert ist, sollte man im Textteil einen Kurzverweis verwenden, der in der Bibliographie aufgeschlüsselt wird:
Wikipedia-Artikel „Gustave Stoskopf“ = Anonymus (ohne Jahr). „Gustave Stoskopf“, in: Wikipédia. L’Encyclopédie libre. <https://fr.wikipedia.org/wiki/Gustave_Stoskopf> [Zugriff am 07.07.2020]
Da namentliche Kennzeichnung ein Indiz für wissenschaftliche Seriosität ist, sollte auf anonyme Publikationen nur ausnahmsweise zurückgegriffen werden. Es ist jedenfalls nicht zulässig, lediglich einen WWW-Link in die Bibliographie oder in eine Fußnote zu kopieren.
Elektronische Textkorpora
CORDE = Real Academia Española. Corpus diacrónico del español. < http://corpus.rae.es/cordenet.html> [Zugriff am 05.06.2021]
Frantext. <http://www.frantext.fr/ctlf/> [Zugriff am 05.06.2021]
OVI = Istituto Opera del Vocabolario Italiano (Hg.) (1997–). Corpus OVI dell’Italiano antico. Florenz: Consiglio Nazionale delle Ricerche. <http://gattoweb.ovi.cnr.it/> [Zugriff am 05.06.2021]
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Oft finden sich auf der Internetseite eines elektronischen Korpus präzise Vorgaben zum Zitieren des Korpus. In diesem Fall sollten Sie sich nach diesen Empfehlungen richten. Ein Kürzel für das Korpus ist aber in jedem Fall praktisch, um im Textteil der Arbeit auf die vollständige bibliogra- phische Angabe im Literaturverzeichnis verweisen zu können.
2.5 Eidesstattliche Erklärung
Mit der eidesstattlichen Erklärung wird versichert, dass Sie bei der Anfertigung Ihrer Arbeit die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis berücksichtigt haben. Bitte fügen Sie Ihrer Arbeit die fol- gende Erklärung bei:
Hiermit erkläre ich an Eides statt, dass ich die vorliegende Arbeit selbstständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt habe. Mir ist bewusst, dass jede Form von Plagiat juristische Konsequenzen nach sich zieht.
Unterschreiben Sie die Erklärung handschriftlich mit Angabe von Ort und Datum.
2.6 Anhang
Im Anhang können etwa Glossare, umfangreiche Tabellen, ganzseitige Abbildungen, analysierte Schüleraufgaben oder längere Auszüge aus der Primärliteratur abgedruckt werden. Bei Abbildun- gen oder Tabellen, die weniger als eine Seite umfassen, empfiehlt es sich aber, diese in den Textteil zu integrieren. Abbildungen und Tabellen sind in jedem Fall mit einer laufenden Nummer und einer kurzen erläuternden Unterschrift (Legende) zu versehen. Ein Abbildungsverzeichnis, das auf das Inhaltsverzeichnis folgt, verweist auf die entsprechenden Seiten in der Arbeit.
2.7 Digitale Version
Fügen Sie Ihrer gebundenen Qualifikationsarbeit eine digitale Version auf CD-ROM bei (bei Se- minararbeiten ist dies nicht erforderlich).
3 Literaturverweise und Zitate
Auf die im Literaturverzeichnis aufgeführten Werke bezieht man sich im Textteil der Arbeit durch abgekürzte bibliographische Verweise. Diese Kurzreferenzen umfassen den Nachnamen des Autors oder der Autorin, das Publikationsjahr und ggf. Seitenzahlen (zum Beispiel „Müller 2017: 13–27“). Seitenbereiche sind exakt einzugrenzen; ungenaue Angaben des Typs „13ff.“ sind zu ver- meiden.
Die Literaturverweise erscheinen im fortlaufenden Text oder nach einem wörtlichen Zitat in Klam- mern. Eine Fußnote sollte nur in Ausnahmefällen gesetzt werden, etwa wenn zahlreiche Literatur- verweise auf einmal erfolgen oder wenn eine bibliographische Angabe mit einem Exkurs verbun- den wird.
Beispiele für abgekürzte Literaturverweise im Fließtext:
Nach Leonardi (2015: 10) ist das Standarditalienische um 1900 noch eine „lingua sconosciuta dal 90 % degli italiani.“
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Müller (2007: 450–453) erläutert die Bedeutung der Schrift in der mittelalterlichen Gesellschaft.
Die Bedeutung der Schrift war in der mittelalterlichen Gesellschaft geringer als in der heutigen (vgl. Müller 2007: 450–453).
Beispiel für Literaturverweise, die mit einem Exkurs verbunden sind, in der Fußnote:
Die Bedeutung der Schrift war in der mittelalterlichen Gesellschaft geringer als in der heutigen.3
Wörtliche Zitate stehen in doppelten Anführungszeichen. Beachten Sie die typographischen Kon- ventionen der Sprache, in der Sie Ihre Arbeit verfassen (z.B. dt. „...“, en. “...”, fr. « ... »).
Die Anführungszeichen entfallen, wenn ein längerer, mehr als drei Zeilen umfassender Passus als Blockzitat in kleinerer Schriftgröße (11 pt.), einzeilig und um 1,5 cm nach rechts eingerückt wie- dergegeben wird.
[...] a koine is the stabilized result of mixing of linguistic subsystems such as regional or literary
dialects. It usually sevrves [sic] as a lingua franca among speakers of the different contributing varieties and is characterized by a mixture of features of these varieties and most often by reduc- tion or simplification in comparison. (Siegel 1985: 363)
Auslassungen in Zitaten sind durch eckige Klammern zu kennzeichnen. Fehler oder ungewöhnli- che Schreibungen im Originaltext werden durch den lateinischen Zusatz sic (‘so’) in eckigen Klam- mern authentifiziert (s.o.). Davon ausgenommen sind Schreibungen wie <daß>, die nach alter deutscher Rechtschreibung üblich waren. Hier ist kein sic zu verwenden.
Wenn Sie wörtliche Zitate in Ihren eigenen Text integrieren, so müssen gegebenenfalls vorgenom- mene orthographische oder (morpho)syntaktische Anpassungen durch eckige Klammern gekenn- zeichnet werden:
Maier (2015: 56) behauptet, das Ende der Monarchie sei „[v]or allem [...] auf ökonomische Gründe zurückzuführen“. Dem ist jedoch mit Huber (2016: 32) entgegenzuhalten, dass die Wirtschaftskrise ihrerseits eine Folge „schwerwiegende[r] außenpolitische[r] Fehlentscheidungen“ war.
Zitate in englischer Sprache oder einer romanischen Standardsprache, deren (passive) Kenntnis unter Romanist:innen vorausgesetzt werden kann, sind nicht zu übersetzen.
Aus zweiter Hand sollte nur in Ausnahmefällen zitiert werden, etwa dann, wenn der Originalbeleg nicht oder nur unter unverhältnismäßigem Zeitaufwand zu verifizieren ist.
Unter dem funktionalen Stil verstehen wir die historisch veränderliche, funktional und expressiv be- dingte Verwendungsweise der Sprache auf einem bestimmten Gebiet menschlicher Tätigkeit. (Riesel 1959: 10; zitiert in Gläser 1998: 200)
3 Diese Position vertritt Müller (2007: 450–453) unter Verweis auf die inzwischen gut etablierte Tradition der medi-
ävistischen Mündlichkeitsforschung. Dabei blendet er jedoch aus, dass die Schriftlichkeit im klerikalen Milieu seit jeher eine wichtige Rolle spielte und dass ab dem 13. Jahrhundert auch der Adel und das Bürgertum zunehmend von der Schrift Gebrauch machten, und dies sowohl im literarischen als auch im fachsprachlichen Bereich. Vgl. dazu etwa Pirker (1999); Huber (2011: 15–49); Molnár (2013: 120–122); Zimmermann (2020: 376–384).
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Da in der Linguistik in einer bestimmten Sprache über Sprache(n) gesprochen wird, ist zwischen Objektsprache und Metasprache zu unterscheiden. In einer auf Deutsch verfassten Grammatik des Portugiesischen ist beispielweise Deutsch die Metasprache (die Sprache der wissenschaftlichen Abhandlung), Portugiesisch die Objektsprache (die Sprache, die Gegenstand der linguistischen Un- tersuchung ist).
Objektsprachliche Ausdrücke, die in den Text Ihrer Abhandlung integriert sind, werden kursi- viert:
Dt. Sonne ist ein feminines Substantiv.
Das spanische Wort llave besteht aus zwei offenen Silben.
Kursiviert werden auch fremdsprachliche Fachtermini, für die es im Deutschen keine lexikali- sierte Entsprechung gibt: z.B. raddoppiamento fonosintattico, signifiant, seseo. – Dies gilt jedoch nicht für Namen (z.B. François Mitterand, Instituto Cervantes, Accademia della Crusca, Rio de Janeiro).
Ausschließlich wörtliche Zitate aus der Sekundärliteratur stehen in doppelten Anführungszei- chen (s.o., Abschnitt 3).
Bedeutungsangaben stehen in einfachen oberen, nach außen geschwungenen Anführungszei- chen: z.B. sp. flor ‘Blume’.
Zur Markierung graphischer Einheiten werden Spitzklammern verwendet. Phoneme stehen zwischen Schrägstrichen, Phone zwischen eckigen Klammern:
Im Französischen steht das Graphem <oi> für den Diphthong /wa/ (vgl. etwa roi, soie, toit).
Im Spanischen kann das Phonem /e/ je nach lautlichem Kontext als [e] oder [ε] realisiert werden.
Nicht korrekte oder nicht belegte sprachliche Ausdrücke werden mit einem hochgestellten Sternchen, einem sogenannten Asterisken, versehen: z.B. it. *il studente; sp. *estoy cansados; dt. *Peter schlafen; vlt. *non vadere passum ‘keinen Schritt gehen’.
Etyma (die den modernen sprachlichen Formen zugrundeliegenden Ursprungsformen) stehen in Kapitälchen:
In vulgärlateinischem CLAVE- war das auslautende [m] der Akkusativendung bereits geschwunden.
Die diachrone Entwicklung von einer älteren zu einer neueren Form wird durch das Zeichen „>“ markiert: z.B. vlt. AURCULA > fr. oreille, it. orecchia, sp. oreja.
Wenn die Arbeit verschiedene Sprachen als Datengrundlage hat, so muss den untersuchten objektsprachlichen Ausdrücken eine die jeweilige Sprache bezeichnende Abkürzung vorangestellt werden:
dt. (deutsch) en. (englisch)
fr. (französisch) sp. (spanisch)
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Auf Kursivierung ist zu verzichten, wenn objektsprachliche Daten, zum Beispiel Korpusbelege, abgesetzt und mit fortlaufender Nummer angeführt werden (Schriftgröße 12 pt.). Die Nummerie- rung ermöglicht es Ihnen, im Fließtext bequem auf die Beispiele zu verweisen. Kursivierung oder Fettdruck kann in abgesetzten Beispielsätzen zur Hervorhebung derjenigen Formen verwendet werden, die für das Thema der Abhandlung relevant sind.
(14) en. She frankly has probably not thought about it
(15) dt. Sie kommt wahrscheinlich normalerweise nicht
(16) fr. Curieusement, Pierre ne s’est pas présenté au contrôle (Guimier 1996: 108)
(17) sp. Prudentemente, María firmó el contrato (Kovacci 1999: 753)
Bei Beispielen aus einem Textkorpus sind Autor, Titel und Publikationsjahr des zitierten Werks sowie das Kürzel für das verwendete Korpus (hier MIDIA) anzugeben.
(18) [...] il lusso e la virtù o la giustizia hanno tra loro lo stesso principio, non solo rimotamente parlando (Giacomo Leopardi, Discorso sopra lo stato presente dei costumi degl’Italiani, 1824; MIDIA)
Sollten Sie Beispiele aus älteren Sprachstufen oder aus anderen modernen Sprachen als Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch oder Spanisch behandeln, so ist eine alignierte morphosyntaktische Glossierung nach dem folgenden Modell erforderlich.
(19) ut ab agricolis acciperet
so.dass von Bauer.ABL.PL erhalten.SBJV.IMPFV.3SG
de fructu vineae
von Frucht.ABL.SG Weinberg.GEN.SG
‘damit er von den Bauern von den Früchten des Weinbergs bekäme’
(Vulgata, Markus 12:2)
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Universität Leipzig Institut für Romanistik
Studiengang ...
Bachelor / Master of Arts
für das Lehramt an Gymnasien / Oberschulen im Fach ...
Titel der Arbeit