Erlebnispädagogische Methoden für die internationale ... · PDF file12.00 Auswertung...

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    Erlebnispdagogische Methoden fr die internationaleJugendarbeit

    DOKUMENTATION ZUMSEMINAR KULTUREN ER-LEBEN!

    Im Auftrag von JUGEND fr Europa durchgefhrt vom 19. bis 22. September 2002in Kelheim bei Regensburg

    erstellt von Heike Hornig im Oktober 2002 im Auftrag von JUGEND fr Europa

  • INHALTSVERZEICHNIS

    I. EINFHRUNG 1

    II. DAS PROGRAMM 2

    III. DIE TEILNEHMERINNEN 7

    IV. METHODENKOFFER 8

    IV.1 Die Derdianer 8

    IV.2 Materialmemory 12

    IV.3 Der Weg ins Ungewisse! 12

    IV.4 Die Hhlenbefahrung 14

    IV.5 Kooperationsspiele 21

    IV.5.1 Zauberstab 21

    IV.5.2 Flip the tarp 21

    IV.6 Pampers Pool 22

    IV.7 Das Luftballonflo 23

    V. AUSWERTUNGSMETHODEN 25

    V.1 Die Tagesreporter 25

    V.2 Dart-Scheibe Behauptungen 26

    V.3 Blitzlicht mit Streichholz 26

    V.4 Kurzauswertung Gefhle A-Z 26

    V.5 Fler-Tratsch 27

    V.6 Na, wie wars? 27

    V.7 Wasserkrug & Wasserglas 28

    VI. SCHLUSSWORT / AUSBLICK 29

    VII. LITERATURLISTE 30

  • - 1 -

    I. EINFHRUNG

    Das nationale Seminar Kulturen er-leben!, vom 19.09. 22.09.2002 in Kelheim bei Regensburg,,hatte zum Thema erlebnispdagogische Methoden kennen zu lernen und auszuprobieren, die sichinsbesondere zum Einsatz in der internationalen Jugendarbeit eignen und die durch ihrenCharakter im besonderen Mae interkulturelles Lernen frdern und untersttzen.Das Seminar wurde von Outdoor in Movement International e.V. im Auftrag von JUGEND frEuropa veranstaltet.Die TeilnehmerInnen, 20 haupt- und ehrenamtliche JugendarbeiterInnen aus denunterschiedlichsten Bereichen der Jugendarbeit, reisten aus ganz Deutschland an. DieVorerfahrungen der Einzelnen zum Thema Erlebnispdagogik und interkulturelles Lernen warensehr unterschiedlich und reichten von: gar keine Erfahrungen ber erste gesammelte Eindrckebis hin zu selbst bereits erlebnispdagogische Manahmen im nationalen und internationalenKontext durchgefhrt.

    Der Ausgangsidee zur Konzeption des Seminars liegen 4 Grundthesen des Veranstalters zuGrunde, die im Verlauf des Seminars selbst erlebt und reflektiert werden sollten:

    1. Erlebnispdagogische Methoden beschleunigen Gruppenprozesse!Insbesondere die Kennenlernphase wird stark abgekrzt, was insbesondere bei internationalgemischten Gruppen einen groen Vorteil darstellt! Durch gemeinsames Erleben vonHerausforderungen und eigenen Grenzen in der Natur, wird die Gruppe schneller alswichtiges, tragendes Element erkannt und die gemeinsame Verantwortung gesprt undgelebt!

    2. Erlebnispdagogische Methoden frdern die Bereitschaft sich auf Unbekannteseinzulassen und Herausforderungen anzunehmen!Viele Aktionen in der Natur bieten einen starken Anreiz (Kick), wie z.B. Wildwasserfahrten,Hhlenbefahrungen, Felsklettern und motivieren dadurch die TeilnehmerInnen sich auf neueErfahrungen einzulassen. In der Auswertung dieser Aktionen kann insbesondere ininternationalen Gruppen der Schwerpunkt darauf gelegt werden, dass es auch beiminterkulturellen Lernen eine wichtige Vorraussetzung ist, sich auf Unbekanntes (neue Kultur,andere Regeln) einzulassen

    metaphorisches Arbeiten!

    3. Bei erlebnispdagogische Aktionen werden die unterschiedlichen FhigkeitenEinzelner in der Gruppe gezielt und effektiv eingesetzt!Bei nahezu allen erlebnispdagogischen Spielen und Aufgaben werden die mitgebrachtenRessourcen der TeilnehmerInnen bewusst aktiv miteinbezogen. Die TeilnehmerInnen selbstsind immer wieder die ExpertInnen, die untereinander und voneinander lernen knnen undsollen. Die Leiter einer erlebnispdagogischen Aktion inszenieren lediglich subjektivherausfordernde Erlebnisse und stehen als Begleiter und Verantwortliche fr die Sicherheitjedes Einzelnen zur Verfgung.

    4. Erlebnispdagogische Methoden untersttzen in besonderem Mae dieKommunikationsfhigkeiten in der Gruppe. Nonverbale Kommunikation wird alsverbindendes Mittel erlebt!Es werden hufig allgemeingltige Zeichen zur Verstndigung benutzt, z.B. frOrientierungswanderungen mit zwei verschiedenen Gruppen, bei denen die vorauslaufendeGruppe sowohl den Weg finden soll und gleichzeitig die Aufgabe hat, die nachfolgendeGruppe mit ausgelegten Zeichen sicher ans Ziel zu fhren (Pfeile, Fotos, Steinmnnchen...).Auch gemeinsam erlebte Stille, z.B. in der Hhle, wird als stark verbindendes Element erlebt.

    Ausgehend von diesen 4 Grundthesen wurde ein Seminarprogramm mit verschiedensten Aktionengestaltet, die diese Thesen untermauern und den TeilnehmerInnen die Mglichkeit erschlossen,die Auswirkungen durch eigenes Erleben selbst zu bewerten. Jede Aktion wurde im Verlauf einzelnausgewertet. Am letzten Seminartag wurden dann die Thesen vorgestellt und diskutiert!

  • - 2 -

    II. PROGRAMMABLAUF

    Donnerstag 1. Tag

    Zeit Aktion / Ziel Methodenbis 13.30 Ankunft der TN; Zimmer

    beziehen; Mittagessen13.20 Uhr Transfermglichkeit vom Bahnhof mitTaxibus

    14.30 Offizieller Start, Willkommen undBegrung durch OiMi e.V.

    Kurze mndliche Vor- und Darstellung von OiMie.V. und der anwesenden Personen, Vorstellungdes Kooperationspartners JUGEND fr Europa

    Teamvorstellung Name, Alter, Herkunft, Background, Schwerpunkte,Aufgaben

    14.40 Begrung in der Gruppe BegrungsritualeMenschen die ich nicht gut kenneMenschen die ich gut kenneKelheimer Ritual

    Kennenlernen, Eisbrecher Soziometrische bungen:Anreise Wie lange?Eigene Herkunft?Herkunft Eltern?Momentaner Wohnsitz?Interkulturelle Beziehung?Outdoorerfahrung?

    Soziometrie Lernen, Spa Koordinaten

    Gegenstze: Bin ich typisch Deutsch oder nicht?Kulturelle Identitt ist angeboren /nicht?

    15.10 Namen & Persnliches Steckbrief erstellen von einer unbekannten Personohne diese zu befragen reine Einschtzung

    16.30 Prinzipien Geteilte Verantwortung

    Organisatorisches Hausinfos!? Fahrtkostenerstattung

    Aussicht auf den TagProgrammvorstellung bis Sonntag

    Einfhrung Trainingstagebuch

    16.45 Hintergrnde, Philosophie Aus welcher Zielvorstellung ist dieses Seminarentstanden.Was kann dieses Seminar erreichen /Was nicht?

    KurzeinfhrungEP/Outdoortraining

    Intensiv/Event/Training?SchlagwrterHistorikSettingBausteineKlassischeZiele

  • - 3 -

    MethodikRolle der LeitungSicherheitstandard/ Ausbildung

    17.00 Kurze PAUSE Kaffe, Kuchen

    17.20 Interkulturelles,erlebnispdagogisches Lernspiel

    - Konstruktion einer Seilbrcke- Die Derdianer

    BriefingDurchfhrung

    19.00 Abendessen (typisch bayrisch)

    20.00 Auswertung der Derdianer Gruppenauswrtung in den verschiedenen Gruppenmit vorgegebenen Fragen Plenum, Diskussion

    Nachrichten des Tages Einfhrung der Methode Tagesreporter(KelheimerNachichten)

    Ausblick auf den nchsten Tag Programmaushang auf Flip ChartINFO an TN: PrsentationsmaterialKURZPRSENTATION fr Ausstellung vorbereiten!

    Freitag 2. Tag

    Zeit Aktion / Ziel Methoden8.00 Frhstck

    9.00 Begrung und Tenor desTages

    - Einlassen auf Unbekanntes- Herausforderung annehmen- Selbstvertrauen und Vertrauen zur Gruppe- Verantwortung fr mich und andere

    bernehmen- Aktionen haben gruppendynamische Anteile

    und persnliche emotionale AnteileWup Die Walze

    9.00 ErfahrungsaustauschMuseum der Erfahrungen

    Projektausstellung3 min Prsentation3 min Nachfragen

    Logistik : Vorbereitung Materialmemory: Gurte, Helm, Karabiner, Wein, Schaufel, Axt, Kompasse,Karten, Polaroidkamera., Kopflampen, Sge, Plane........

    10.30 Gruppenteilung 2 Gruppen (Kartenspiel, rot/schwarz)

    Briefing Weg ins Ungewisse Gesamtbriefing beider Gruppen vor dem Memorie Aktionsort selber finden Gruppe 1: kennt den Zielort und markiert Weg

    fr Gruppe 2, Ziel ist auf dem krzesten Weg zuerreichen.

    Gruppe 2 kennt den Zielort nicht Am Zielort werden wir gemeinsam eine

    Kletterwand berwinden Zeitmanagement einhalten (Treff 13.30)

  • - 4 -

    10.40 Materialmemorie Ihr habt 15 sec. Zeit um einen Blick auf denMaterialpool zu werfen.

    Jede Gruppe stellt nun ihre Ausrstungzusammen und schreibt die ntigen Materialienauf einen Zettel.

    Sicherheitsausrstung ist pro TN einmalvorhanden

    Beide Gruppen haben bis zum Zielort keinenKontakt mehr

    Bei Bedarf knnen Informationen ber denGebrauch spezieller Gegenstnde beim Trainervor dem Abmarsch eingeholt werden.

    Fr diese Aktion stehen euch 10 min zurVerfgung

    11.00 Treff zur Tagestour : Brotzeit, Regensachen, Wechselklamotten, feste Schuhe,Tagesrucksack, Getrnk, Schreibzeug

    11.00 Start Gruppe 1

    11.30 Start Gruppe 2

    ca.13.00 Eintreffen Gruppe 1

    ca. 13.30 Eintreffen Gruppe 2

    Auswertung Gruppe Dart Scheibe und Behauptungen aufstellenz.B Ich habe immer gewusst wo es lang geht!

    Auswertung Metaebene Chancen und Grenzen einer OrientierungstourMgliche Metapher?4 Kleingruppen KarteikartenKurzprsentation in 10 min

    14.00 Mittagessen Picknick zwischen Felsen

    15.00 Einweisung Hhlenmaterial Helme, Lampen und zus. Lichtquellen (Teelichte)

    15.20 Hhlenbriefing

    Erkunden der 4 verschiedenenGrotten auf der Suche nachdem Eingang

    - Vorgaben nirgendwo alleine reinkriechen, in gutbegehbaren Gelnde bleiben

    - Eventuell interessante Gnge o.. notieren undzur Gruppe zurckbringen Karten zurBeschreibung anfertigen

    Gemeinsames Befahren derKlausenhhle

    - Reingehen mit Licht in Halle (nach den ebengenannten Regeln!), sammeln und Platz zumVerweilen suchen

    - Dunkelphase (5 Minuten Zeitgefhl?)- Platons Hhlengleichnis- Wer mchte, in 3er Gruppen Gangerforschung

    bis Loch (Siphon) mglich- Alleiniges Herausfinden aus Hhle ohne Licht!

    Auswertung Hhlentopo anfertigen inkl. Meter- und Zeitangaben

  • - 5 -

    18.00 Heimweg (Transfer mit Taxibus)

    19.00 Abendessen

    20.00 Auswertung Hhle Blitzlichtrunde mit Streichholz un