WIEN MUSEUM WIEN MUSEUM Admira, now lost for ever. Die legend£¤re Pfarrwiese, 1912...

WIEN MUSEUM WIEN MUSEUM Admira, now lost for ever. Die legend£¤re Pfarrwiese, 1912 1911-1971 Heimst£¤tte
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  • ÖFFNUNGSZEITEN DIENSTAG BIS SONNTAG UND FEIERTAG, 9 UHR BIS 18 UHR 1. MAI GESCHLOSSEN EINTRITT DI BIS SA SO* ERWACHSENE EUR 6,– EUR 5,– SENIORINNEN, WIEN-CARD, Ö1-CLUB, GRUPPEN AB 10 PERSONEN EUR 4,– EUR 3,– SCHÜLERINNEN, LEHRLINGE, STUDIERENDE BIS 27 J., PRÄSENZ- UND ZIVILDIENER EUR 3,– EUR 2,– SCHUL- UND JUGENDGRUPPEN EUR 1,50 EUR 1,50 FAMILIENKARTE (2 ERWACHSENE UND MAX. 3 KINDER BIS 14 JAHRE) EUR 13,– EUR 11,– FÜHRUNGSKARTE EUR 2,– EUR 2,– FÜHRUNGSPAUSCHALE FÜR SCHUL- UND JUGENDGRUPPEN EUR 15,– EUR 15,– FÜHRUNGSPAUSCHALE FÜR ERWACHSENENGRUPPEN EUR 45,– EUR 45,– *DAUERAUSSTELLUNG FREI

    BESUCHERINFORMATION TEL.: (+43-1) 505 87 47-0 WWW.WIENMUSEUM.AT, SERVICE@WIENMUSEUM.AT ANMELDUNG FÜR GRUPPEN UND AUSSTELLUNGSGESPRÄCHE TEL.: (+43-1) 505 87 47 - 85180, E-MAIL: SERVICE@WIENMUSEUM.AT KURATORENFÜHRUNGEN FREITAG, 9. MAI, 16 UHR: BERNHARD HACHLEITNER FREITAG, 13. JUNI, 16 UHR: PETER EPPEL FREITAG, 4. JULI, 16 UHR: WERNER MICHAEL SCHWARZ KURATOREN PETER EPPEL, BERNHARD HACHLEITNER, WERNER MICHAEL SCHWARZ PRODUKTION REGINA KARNER AUSSTELLUNGSARCHITEKTUR DESIGNBÜRO KUBIK GRAFIK ERWINBAUER.COM KATALOG WO DIE WUCHTEL FLIEGT. LEGENDÄRE ORTE DES WIENER FUSSBALLS HG. PETER EPPEL, BERNHARD HACHLEITNER, WERNER MICHAEL SCHWARZ, GEORG SPITALER IM AUFTRAG DES WIEN MUSEUMS, LÖCKER VERLAG, WIEN 2008, 128 SEITEN

    MIT DEM EINTRITTSTICKET DES WIEN MUSEUM KARLSPLATZ ERHALTEN SIE 20% ERMÄSSIGUNG AUF DEN EINTRITT ZUR AUSSTELLUNG „HERZ:RASEN. DIE FUSSBALLAUSSTELLUNG“ (4.4. BIS 6.7.2008) IM KÜNSTLERHAUS, 1010 WIEN, KARLSPLATZ 5.

    WIEN MUSEUM KARLSPLATZ

    HAUPTSPONSOR DES WIEN MUSEUMS

    WWW.WIENMUSEUM.AT

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    WIEN MUSEUM KARLSPLATZ

    LEGENDÄRE ORTE DES WIENER FUSSBALLS

    24.4. BIS 3.8.2008

    Barbara Pflaum: Zuschauer beim Verlassen des Praterstadions / Spectators leaving the Prater Stadium, 1961, IMAGNO

  • WO FLIEGT DIE WUCHTEL? rsprünglich überall dort, wo es genügend Platz gab und keine Verbote. Zum Beispiel auf der grünen Wiese im Prater oder in Heiligenstadt, wo die Wiener von den Engländern das Kicken lernten. Platz gab es auch auf den „Gstätten“ in der Vorstadt zwischen Fabriken und

    Arbeitersiedlungen: auf der „Kretainsel“ in Favoriten, an der Donau in Floridsdorf oder auf der „Simmeringer Had“. Mit den Vereinen, den regelmäßigen Wettkämpfen und dem Ansturm der Zuschauer stiegen die Anforderungen an die Plätze und machten sie zu Fixpunkten in der Stadt: Die Hohe Warte, auf die in den

    1920er-Jahren bis zu 80.000 Fans pilgerten, die alte Pfarrwiese in Hütteldorf, wo

    Bimbo Binder bombte. Die Ausstellung erzählt die Geschichte dieser legen- dären Spielstätten und ihrer Verei- ne, die sich in die Stadterinnerung eingeschrieben haben und bis heute Bezirke und Grätzeln prägen.

    RAPID GEGEN AUSTRIA Die Rivalität von Rapid und Austria spiegelte

    sich einst in vielen lokalen Duellen: Simmering gegen Ostbahn XI, Admira gegen FAC, Rudolfshügel gegen Hertha. Das „Wiener Spiel“ war Weltmarke: Keine andere Stadt am Kontinent konnte je mit einer solchen Dichte erstklassiger Vereine aufwarten wie Wien. Nirgendwo sonst konzentrierte sich der Spitzenfußball so auf eine Stadt, bis 1949 spielten ausschließlich Wiener Vereine um den österreichischen Meis- tertitel. Der Fußball ordnete die Stadt auf seine Weise, untermauerte lokale Identi- täten und schuf urbane Mythen, die über Generationen hinweg wirksam bleiben. Zugleich gab es permanente Veränderungen: Vereine wechselten ihre Plätze und Namen, Spieler ihre Vereine, Anhänger ihre „Heimat“. Auch an verschwundene Bezirksgrößen wie Wacker und Admira wird erinnert.

    KAMPFZONE FUSSBALL Die Orte des Wiener Fußballs erzählen auch von politischen Konfrontationen, Vereinnah- mungen und Ausgrenzungen. In den 1920er-Jahren hieß das Match Arbeiterfußball gegen

    Where does the piece of leather fly? Originally the ball flew anywhere, provided there was enough space available and playing was permitted. For example, on the green meadow in the Prater or in Heiligenstadt, where the Viennese learned the art of kicking a ball from the English. There was ample space on the “Gstätten” wasteland in the suburb between factories and workers’ set- tlements: on the “Cretan Island” in Favoriten, along the Danube in Floridsdorf, or on the “Simmeringer Had” (the Heath in Simmering). The emergence of clubs, regular competi- tions and the crowds of spectators all placed demands on the sports pitches, making them key focal points of the city: the Hohe Warte, to which as many as 80.000 fans trooped in the 1920s; the old Pfarrwiese in Hütteldorf, where Bimbo Binder devastated opponents. The exhibition tells the history of these legen- dary playing grounds and their clubs, which have written their way into the city annals, leaving their mark on districts and communi- ties to the present day.

    bürgerliche Vereine, „arische“ gegen jüdische Vereine. 1931 wurde das Praterstadion zur Zweiten Arbeiterolympiade errichtet, 1939 verwendeten es die Nationalsozialisten als Lager für Juden. Ebenso behandelt wird die Bedeutung von Migranten für den Wiener Fuß- ball – einst waren es Tschechen wie Sindelar oder Uridil, heute haben die Nachwuchsstars jugoslawischen oder türkischen Hintergrund.

    DAS WUNDERTEAM Das berühmteste Gemälde zur Wiener Fußballgeschichte stammt von Paul Meissner und entstand 1948. Im nostalgischen Rückblick ist eine heroische Niederlage des Wunderteams der 1930erJahr dargestellt: 3:4 gegen England. Seither ist auch das Londoner Stadion „Stamford Brigde“ ein legendärer Ort des Wiener Fußballs.

    Tischfußballtisch, 1930er-Jahre Table tennis table, 1930s

    Schiedsrichterpfeife von Hugo Meisl, Teamchef des Wunderteams, um 1920

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    Gedränge vor dem Wackerplatz in Meidling, um 1930 Crowds in front of the Wackerplatz in Meidling, around 1930

    Tischfußball-Turnier von Okto im Atrium des Wien Museum Karlsplatz Samstag, 31. Mai und Sonntag, 1. Juni 2008 „Fußball und Stadt“. Diskussion mit Bernhard Hachleitner, Uwe Mauch, Matthias Marschik, Erich Krenslehner, und Wolfgang Weisgram In Kooperation mit Club 2 X 11 Sonntag, 15. Juni 2008, 15:30 Uhr Zeitzeugen im Gespräch Otto Fodrek (ehem. WAC-Spieler, Trainer, Masseur und Betreiber einer Sportschule), Hans Menasse (ehem. Vienna-Spieler) und Turl Wagner (ehem. SC Wacker Wien- und Nationalteam-Spieler, angefragt) Moderation: Roman Horak. In Kooperation Club 2 X 11 Sonntag, 22. Juni 2008, 15:30 Uhr

    Buchpräsentation Barbara Liegl/ Georg Spitaler: Legionäre am Ball. Migration im österreichischen Fußball nach 1945, Wien 2008, Braumüller-Verlag. Mittwoch, 7. Mai 2008, 18 Uhr

    Buchpräsentation Uwe Mauch: Wien und der Fußball. Wo die Wiener Lokalmatadore durchdribbeln, Wien 2007, Metro Verlag. Freitag, 16. Mai 2008, 15:30 Uhr Zeitzeugen im Gespräch Norbert Lopper (langjähriger Austria-Sekretär) und Franz Schwarz (Austrianer seit Geburt, Sohn des legendären Wunderteam-Arztes und Austria-Präsidenten Michel Schwarz) Moderation: Georg Spitaler. In Kooperation mit Club 2 X 11 Sonntag, 25. Mai 2008, 15:30 Uhr

    Matchprogramm Italien – Österreich, 1962 Souvenir program, Italy - Austria, 1962

    Combat Zone Football The venues of Viennese football also tell us stories, of political confrontation, appropriation and exclusion. In the 1920s matches were seen in terms of lower-class versus middle-class clubs, or “Ayran” versus Jewish clubs. The Prater Stadium was built in 1931 to mark the Second Workers’ Olympics, and in 1939 the Nazis used the same stadium as a camp to intern Jews. The ex- hibition also shows a parallel here in the modern-day treatment of migrants in Viennese football: while in the old days it was Czechs such as Sindelar or Uridil, today’s young stars are Yugoslav or Turkish by origin.

    Das Wunderteam Created in 1948, Paul Meissner’s picture is the most famous portrait in Viennese football history. The 3-4 heroic defeat against England suffered by the “Wonder Team” of the 1930s is depicted in a nostalgic afterglow. Ever since, the London stadium “Stamford Bridge” has occupied a legendary place in Viennese football lore.

    Rapid versus Austria At the time the rivalry between the clubs of Rapid and Austria was reflected in many local duels: Simmering versus Ostbahn XI, Admira versus FAC, Rudolfshügel versus Hertha. The “Vienna Derby” was unique; no other city on the continent could possibly come up with as many top class clubs as Vienna. The focus of high level football on one city was not found anywhere else, with solely Viennese clubs competing for the Austrian championship until 1949. Football provided the city with a certain structure, reinforced local identities and helped create urban myths that were perpetuated over generations. Yet at the same time permanent change occurred: clubs changed their locations and names, players their clubs, fans their “familiar territory”. The exhibition also recalls such district clubs as Wacker and Admira, now lost for ever.

    Die legendäre Pfarrwiese, 1912 1911-1971 Heimstätte des SK Rapid

    Paul Meissner: Das Wunderteam, 1948

    Hugo Meisl’s referee’s whistle, manager of the “Wonder Tea