TO SK Schulungsunterlagen - Kunsthistorisches Museum ... 2 Die Kaiserliche Schatzkammer Wien, eine...

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  • SCHULUNGSUNTERLAGEN

    2015

  • 2

    Die Kaiserliche Schatzkammer Wien, eine der bedeutendsten der Welt, birgt ein-

    zigartige Schätze der Habsburger. Nur hier sehen Sie die Insignien und Kleino-

    dien aus der österreichischen und europäischen Geschichte und den Kronschatz

    des Heiligen Römischen Reiches. Daneben entdecken Sie auch sagenumwobene

    Kostbarkeiten wie das Horn des legendenumwobenen »Einhorns«.

    Ein Muss für jeden Wien-Besucher!

    Die Kaiserliche Schatzkammer Wien

  • 3

    Vorwort

    Wien im April 2015

    Liebe Fremdenführerinnen und Fremdenführer,

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    Wir bedanken uns bei Ihnen für Ihr Interesse an der Kaiserlichen Schatzkam-

    mer Wien und freuen uns, Ihnen mit diesem Dokument die neuen Saalbeschrif-

    tungen der Kaiserlichen Schatzkammer Wien überreichen zu dürfen.

    Diese Information wurde als Leitfaden für die Besucher der Kaiserlichen Schatz-

    kammer Wien von Sammlungs- und Kommunikationsexperten und -expertinnen

    des Kunsthistorischen Museums gemeinsam konzipiert und erarbeitet. Wir möch-

    ten Ihnen diese kurzen Texte auf Deutsch und Englisch nicht vorenthalten und

    hoffen, dass sie Ihnen bei der Vorbereitung Ihrer Führung eine Hilfe sind.

    Um Ihnen einen Anreiz zu geben, Ihre Kunden aktiv dazu einzuladen, unsere

    Museen und Sammlungen zu besichtigen, darf ich nochmals an unsere Provision

    für geprüfte österreichische Fremdenführer (mit Plakette oder Ausweis) erinnern:

    Wenn Sie mit einer Gruppe in die Kaiserliche Schatzkammer Wien kommen und

    dort direkt bezahlen (bar oder mit Bankomat), erhalten Sie Ihre Provision in

    Form einer Freikarte (eine Freikarte pro 10 zahlende Gäste).

    Geprüfte Fremdenführer haben selbstverständlich auch weiterhin freien Eintritt

    in die Kaiserliche Schatzkammer Wien sowie in alle Museen des KHM in Wien

    und Innsbruck – auch wenn Sie alleine kommen.

    Zusätzlich erhalten Sie – gegen Vorweis Ihrer Plakette – 10 % Ermäßigung auf

    Eigenpublikationen (Bücher und Kataloge).

    Bitte zögern Sie nicht, sich mit Fragen, Anregungen – aber auch mit eventuellen

    Beschwerden an mich zu wenden. Wir sind stets bemüht, unsere Angebote zu

    verbessern und den Aufenthalt in unseren Museen und Sammlungen für Ihre

    Gäste zum Erlebnis zu machen.

    Mit den besten Grüßen

    Mag. Maria Gattringer

    Tourismus-Marketing

    Ticketing & Tourismus

    T +43 1 525 24 - 2504

    M +43 664 605 14 - 2504

    maria.gattringer@khm.at

    www.tourism.khm.at

  • 4

    Die habsburgischen Erblande – Schlüssel zur Macht

    Das Kaisertum Österreich – die Insignien

    Das Kaisertum Österreich – Ornate und Hausorden

    Das Kaisertum Österreich – Königreich Lombardo-Venezien

    Das Kaiserreich Frankreich – Napoleon und das Haus Habsburg

    Geburt und Tod im Hause Habsburg – Gewänder und Sargschlüssel

    Juwelen, Schmuck und Erinnerungsstücke – Edelsteine und Insignien

    Die unveräußerlichen Erbstücke des Hauses Habsburg – Achatschale und Einhorn

    Das Heilige Römische Reich – Grundlagen

    Das Heilige Römische Reich – Wahl und Krönung

    Das Heilige Römische Reich – die Habsburger und das Reich

    Das Heilige Römische Reich – die Geschichte der Reichskleinodien

    Das Heilige Römische Reich – die Krönungsgewänder

    Das Heilige Römische Reich – Insignien und Reliquien

    Das Heilige Römische Reich – die Krönung im Bild

    Das burgundische Erbe – das Reich der Herzöge von Burgund

    Das burgundische Erbe – Habsburgs Aufstieg zur Großmacht

    Das burgundische Erbe – der Orden vom Goldenen Vlies

    Das burgundische Erbe – der Messornat des Ordens vom Goldenen Vlies

    Die Geistliche Schatzkammer – Geschichte und Bestand

    Inhalt

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    Die Kaiserliche Schatzkammer Wien in verschiedenen Sprachen

    Floorplan Deutsch

    Floorplan Englisch

    Floorplan Spanisch

    Floorplan Französisch

    Floorplan Italienisch

    Floorplan Russisch

    Floorplan Japanisch

    Zeittafel anhand einiger Key Visuals

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  • 6

    Raum 1

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    ERBLANDE

    ERZHERZOGSHUT

    KÄMMERERSCHLÜSSEL UND EHRENZEICHEN

    Raum 1

    Die habsburgischen Erblande – Schlüssel zur Macht

    Im Jahr 1282 etabliert das Haus Habsburg seine Herrschaft auf dem Gebiet des

    heutigen Österreich. In weiterer Folge formieren sich die so genannten Erblan-

    de, die auch Gebiete im Süden des heutigen Deutschland sowie in Italien, Slo-

    wenien und Kroatien umfassen. Ab 1453 verbindet sich damit offiziell die Be-

    nennung als Erzherzogtum Österreich. 1526 kommen die Königreiche Böhmen

    und Ungarn hinzu. Dort bleibt der Regierungsantritt mit einer Krönung verbun-

    den. In den übrigen Erblanden erfolgt dieser hingegen im Rahmen einer Erbhul-

    digung. Hierbei geloben die Länder Gehorsam und erhalten dafür die Bestäti-

    gung alter Rechte.

    Schon Herzog Rudolf IV. (1339‒1365) verfolgt das Ziel einer Rangerhöhung zum

    Erzherzog. Erst 1453 jedoch wird diese Würde anerkannt und damit der soge-

    nannte Erzherzogshut, eine kronenartige Insignie, zum offiziellen Zeichen habs-

    burgischer Herrschaft in den Erblanden. Für Joseph II. entsteht 1764 eine solche

    Insignie nach mittelalterlichen Vorbildern. Erhalten ist davon das in diesem

    Raum ausgestellte Grundgerüst aus Goldblech („Karkasse“). Die Juwelen wur-

    den schon bald wieder abgenommen und anderweitig verwendet.

    Als Zeichen ihrer privilegierten Stellung tragen die Kämmerer am Hof der Habs-

    burger einen Schlüssel, der die Zutrittsberechtigung zu den Gemächern des Herr-

    schers symbolisiert. Das Amt des Kämmerers ist ausschließlich Mitgliedern des

    Hochadels vorbehalten. Mit ihm gehört man zur sogenannten „Ersten Gesell-

    schaft“ und ist Teil des Gefolges des Kaisers bei öffentlichen Feierlichkeiten. Das

    in diesem Raum ausgestellte Falknerzeug sowie die Wappenröcke und Stäbe sind

    ebenfalls Abzeichen bestimmter Amtsträger bzw. Familien in den Erblanden und

    charakterisieren ihre Bedeutung und Stellung.

  • 8

    Raum 2

  • 9

    DAS HAUS HABSBURG UND DAS KAISERTUM

    DIE KRONE KAISER RUDOLFS II.

    KAISER FRANZ I. (II.) IM PORTRÄT

    Raum 2

    Das Kaisertum Österreich – die Insignien

    Von 1438 bis 1806 stehen fast ausnahmslos Habsburger an der Spitze des Hei-

    ligen Römischen Reiches. Als gewähltes Oberhaupt dieses übernationalen Staa-

    tengebildes tragen sie den Kaisertitel. In Reaktion auf Napoleons Erhebung zum

    Kaiser der Franzosen proklamiert Kaiser Franz II. am 11. August 1804 jedoch

    das Erbkaisertum Österreich. Dieses umfasst alle Erblande sowie die Königrei-

    che Ungarn und Böhmen. 1867 kommt es zur Umwandlung in die Doppelmon-

    archie Österreich-Ungarn. Mit der Ausrufung der Republik am 12. November

    1918 endet die Herrschaft der Kaiser von Österreich.

    1602 wird die Krone vollendet, die Rudolf II. (1552‒1612) als Kaiser des Heili-

    gen Römischen Reiches für sich in Auftrag gibt. Sie dient als persönliches Zei-

    chen dieser Würde, da die seit 1424 in Nürnberg verwahrte mittelalterliche

    Reichskrone (Raum 11) nur für die Krönung selbst zur Verfügung steht. In wei-

    terer Folge wird diese neue Insignie zur Hauskrone der Habsburger und 1804

    schließlich zur offiziellen Krone des österreichischen Kaiserreiches. Zu Recht

    gilt diese kostbare Goldschmiede- und Juweliersarbeit als „schönste Krone der

    Welt“.

    1792 wird Franz II. (1768‒1835) als letzter Habsburger zum Kaiser des Heiligen

    Römischen Reiches gewählt. Unter dem Druck Napoleons bricht dieses politi-

    sche Gebilde 1806 nach über 1000 Jahren wechselvoller Geschichte zusammen

    und wird von seinem letzten Kaiser aufgelöst. Dieser regiert nunmehr als Franz

    I. das Erbkaisertum Österreich, das er 1804 proklamiert hat. 1832 entsteht ein

    offizielles Thronbild in dieser Funktion, das ein bemerkenswertes Spannungs-

    verhältnis zwischen dem gealterten, müde wirkenden Monarchen und der Pracht

    seines imperialen Ornates zeigt.

  • 10

    Raum 3

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    DER MANTEL DES ÖSTERREICHISCHEN KAISERS

    DIE ÖSTERREICHISCHEN HAUSORDEN

    Raum 3

    Das Kaisertum Österreich – Ornate und Hausorden

    In Ergänzung zu den kaiserlichen Insignien aus dem frühen 17. Jahrhundert,

    Krone, Szepter und Reichsapfel (Raum 2), entstehen 1830 für Kaiser Franz I.

    von Österreich weitere Teile eines Ornats. Den Anlass bieten die Feierlichkeiten

    zur Krönung seines Sohnes Ferdinand zum König von Ungarn. Der Kostümdi-

    rektor der Hoftheater in Wien, Philipp von Stubenrauch, liefert ve