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www.mm-logistik.de 14. Mai 2010 Ausgabe 4 6,– B 70228 Interview Energieeffizienz Seite 20 · Krane Seite 32 · Hallen Seite 34 · KEP Seite 42 · Auto-ID Seite 46 Automatisches Kleinteilelager Effizienz spart Energie ein Logistik FÖRDERTECHNIK Lean-Lifte sparen Zeit und Geld Bei einem führenden Zu- lieferer für die Elektroindus- trie wurden drei Lean-Lifte installiert, die Arbeitszeit, Lagerraum und Energiekosten einsparen. Seite 28 VERPACKUNGSTECHNIK Verpackungen für Transporte prüfen Beim Bremsen oder bei Kur- venfahrten treten Belastungen auf, die massiv auf die Verpa- ckung des Transportgutes wir- ken können. Eine Prüftechnik untersucht die Auswirkungen horizontaler Beschleunigung. Seite 40 DISTRIBUTION Ware per Software cool überwachen Tiefkühlkost darf bis zum Verkauf eine bestimmte Höchsttemperatur nicht über- schreiten. Das müssen Her- steller, Spediteur und Händler lückenlos dokumentieren. Seite 44 MANAGEMENT UND IT Ohne Barcode geht nichts in die Tüte Zur Nachverfolgung der Grundprodukte seiner Snacks setzt ein Hersteller von Chips und Knabbergebäck auf ein Warenwirtschaftssystem im Verbund mit Barcode-Technik. Seite 48 Seite 36

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    14. Mai 2010 Ausgabe 4 € 6,– B 70228

    Interview Energieeffizienz Seite 20 · Krane Seite 32 · Hallen Seite 34 · KEP Seite 42 · Auto-ID Seite 46

    Automatisches Kleinteilelager

    Effizienz spartEnergie ein

    www.mm-logistik.de

    LogistikFÖRDERTECHNIK

    Lean-Lifte sparenZeit und GeldBei einem führenden Zu-lieferer für die Elektroindus-trie wurden drei Lean-Lifteinstalliert, die Arbeitszeit,Lagerraum und Energiekosteneinsparen.

    Seite 28

    VERPACKUNGSTECHNIK

    Verpackungen fürTransporte prüfenBeim Bremsen oder bei Kur-venfahrten treten Belastungenauf, die massiv auf die Verpa-ckung des Transportgutes wir-ken können. Eine Prüftechnikuntersucht die Auswirkungenhorizontaler Beschleunigung.

    Seite 40

    DISTRIBUTION

    Ware per Softwarecool überwachenTiefkühlkost darf bis zumVerkauf eine bestimmteHöchsttemperatur nicht über-schreiten. Das müssen Her-steller, Spediteur und Händlerlückenlos dokumentieren.

    Seite 44

    MANAGEMENT UND IT

    Ohne Barcode gehtnichts in die TüteZur Nachverfolgung derGrundprodukte seiner Snackssetzt ein Hersteller von Chipsund Knabbergebäck auf einWarenwirtschaftssystem imVerbund mit Barcode-Technik.

    Seite 48

    Seite 36

  • www.vogel.de

    DIE SERIE IN MM LOGISTIK

    0699

    8

    Energieeffizienz in der Intralogistik

    Diese Unternehmen unterstützen Sie:

    Kosten senken und Umwelt schonen

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    Mit Energieeffizienz können Logistik-Unternehmennicht nur etwas für die Umwelt tun, sondern sichauch konkreteWettbewerbsvorteile verschaffen.Die Serie „Energieeffizienz in der Intralogistik“in MM Logistik stellt Anwendungsmöglichkeitenund Praxisbeispiele vor, wie in allen Bereichen derIntralogistik die Energieeffizienz erhöht werdenkann und damit die Kosten sinken.

    ---> www.mm-logistik.de/energieeffizienz

  • AKTUELLESLEITARTIKEL

    ENERGIEEFFIZIENZ

    Dem wachsendenDruck standhaltenDas Thema Energieeffizienz zieht sich durch die gesamteLogistikkette. Speziell in der Intralogistik erlaubt es dieTechnik inzwischen, enorme Mengen an Energie ein-zusparen. Wie das genau funktioniert, erfahren Sie inunserem Special ab Seite 19. Doch der erste Schritt zueiner umweltschonenden Logistik ist ein möglichst effi-zienter Gütertransport. Dies belegt eine aktuelle Studie

    des Instituts für Nachhaltigkeit in Verkehr und Logis-tik (INVL) an der Fachhochschule Heilbronn.

    Alle Bemühungen um einen effizienten Güter-transport zielen auf einen reduzierten Ausstoßvon klimarelevanten Gasen ab. Und dies ausgutem Grund, denn nicht nur Umweltauflagenzwingen Transport- und Logistikunternehmendazu, ihre Waren umweltschonend zu befördern.Auch die Kunden üben verstärkt Druck auf die Lo-

    gistiker aus. Laut der Studie „Branchenkompass2010 Transport“ von Steria Mummert Consul-ting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Ins-titut verlangt mehr als jedes vierte Unterneh-

    men aus der Konsumgüterindustrieund dem Einzelhandel bis 2012 vonseinen Logistikdienstleistern eineBilanzierung ihrer CO2-Emissi-onen. Jeder fünfte Betrieb willseinen Transporteuren ein umfas-sendes Emissions-Reporting zur

    Auflage machen. Ein möglichst emissionsarmer Trans-port wird im Konkurrenzkampf unter deutschen Unter-nehmen demnach immer wichtiger.Um den CO2-Fußabdruck eines jeden Unternehmens

    zu messen, fehlen jedoch Standards – die Messmethodensind verschieden, unterschiedliche Faktoren und Einsatz-gebiete werden berücksichtigt. Daher arbeitet SteriaMummert aktuell an einem einheitlichen CO2-Reportingfür die gesamte Transport- und Logistikbranche. Ziel istes, eine unternehmensübergreifende Lösung zur Erfas-sung von Treibhausgasemissionen und ein Modell für dieCO2-Bilanzierung in der Logistikbranche einzurichten.Dabei soll eine neutrale Stelle alle relevanten Daten zubeispielsweise Emissionen, Fahrstrecken, Fahrzeugenund Kraftstoffverbrauch sammeln und auf dieser Grund-lage vergleichbare Emissionsberichte erstellen. Halten dieExperten von Steria Mummert, was sie versprechen,dürften einheitliche Bilanzierungsstandards also nichtmehr lange auf sich warten lassen. Dies sollten die Unter-nehmen als weiteren Ansporn sehen, um ihre Transportemöglichst emissionsarm zu gestalten. MM

    Wer es schafft, seine Transportemöglichst emissionsarm zu ge-stalten, hat im Konkurrenzkampfdie Nase vorn.

    Claudia Otto, Redakteurin

  • 4 MM Logistik · 4/2010

    AKTUELLES

    LEITARTIKELEnergieeffizienz: Dem wachsenden Druck standhalten 3

    AUS DER BRANCHELekkerland: Prüft alternative Antriebstechnik 6Vogel: Webinar Frachtkostenoptimierung 6Hörmann: Brandschutztüren für Expo-Pavillon 7DB Schenker: Modernstes Terminal in Betrieb 7Duisport: Containerumschlag legt weiter zu 10Thollembeek: Zusätzlicher Raum schnell errichtet 11Hoyer: Erfolgreiches Ad-Blue-Audit 12Stöcklin: Kompetenzzentrum eingerichtet 13

    SPECIAL ENERGIEEFFIZIENZ

    Interview: Energie gewinnen statt verschenken 20Batterieladegeräte sind Schlüssel zum Stromsparen 22Grüne Logistik ist wirtschaftlich und ergonomisch 24Kosten runter mit effizienten Antrieben 26

    FÖRDERTECHNIK

    LIFTEIntelligente Lagersysteme speisen die Energie zurück 28

    KRANE UND HEBEZEUGEIndustrieschwenkkrane im Außendienst 32

    LAGERTECHNIK

    LAGER- UND LOGISTIKHALLENDurchdachte Planung stoppt Energieverschwendung 34

    LOGISTIKZENTRUMDie Distribution beginnt im Zentrallager 36

    VERPACKUNGSTECHNIK

    LADUNGSSICHERUNGPrüftechnik für Transportverpackungen 40

    DISTRIBUTION

    KEPPer Simulation zum optimierten Netzwerk 42

    FRISCHELOGISTIKCoole Überwachung von Tiefkühlkost 44

    MANAGEMENT UND IT

    MDEFlotte Inventur mit Software und Mobilcomputer 46

    AUTO-IDOhne Barcode kommt gar nichts in die Tüte 48

    SERVICE

    PRODUKTE 31

    IMPRESSUM 50

    Auto-IDZur punktgenauen Nach-

    verfolgung der Grundprodukteseiner Snacks setzt ein europa-weit agierender Hersteller von

    Chips und Knabbergebäckauf ein Warenwirtschafts-

    system im Verbund mitBarcode-Technik.

    Seite 48

    LagertechnikDas Ende letzten Jahres eröffnete Logistikzentrumeines Zubehör- und Werkzeuglieferanten ist ökologisch,energieeffizient, ergonomisch und schlank.Seite 36

    14. Mai 2010

    Titelbild: Automatisches Kleinteilelager, Jungheinrich

    Logistik

    FrischelogistikEine branchenübergrei-fende Unternehmenssoft-ware mit integrierterChargenführung liefert dietechnische Unterstützungfür die lückenlose Doku-mentation der Temperaturvon Tiefkühlkost.Seite 44

    Interview EnergieeffizienzRudolf Muhlfinger, SSI Schäfer: „Die Ein-

    sparmöglichkeiten in einem Warenverteil-zentrum sind vielfältig und beschränken sich

    nicht auf die Anlagentechnik.“Seite 20

    Logistik

    Interview EnergieeffizienzRudolf Muhlfinger, SSI Schäfer: „Die Ein-

    sparmöglichkeiten in einem Warenverteil-zentrum sind vielfältig und beschränken sich

    nicht auf die Anlagentechnik.“nicht auf die Anlagentechnik.“Seite 20Seite 20

    SPECIAL ENERGIEEFFIZIENZ

    Interview: Energie gewinnen statt verschenken Batterieladegeräte sind Schlüssel zum Stromsparen

    Grüne Logistik ist wirtschaftlich und ergonomischKosten runter mit effizienten Antrieben

    SPECIAL ENERGIEEFFIZIENZ

    Interview: Energie gewinnen statt verschenken Batterieladegeräte sind Schlüssel zum Stromsparen

    Grüne Logistik ist wirtschaftlich und ergonomisch

  • MM Logistik · 4/2010 5

    UnternehmensverzeichnisFirmen, die in diesem Heft redaktionell erwähnt sind

    AA. Henefeld Metal Works. . . . 13AIM-Deutschland . . . . . . . . . . 7Audi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12Axxom Software . . . . . . . . . . 42

    BBMW . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12Bundesministerium für Wirt-schaft und Technologie. . 18, 19Bundesverband Materialwirt-schaft, Einkauf und Logistik. . . 6Butt Verladerampen . . . . . . . . 6

    CCaterpillar Motoren . . . . . . . 10Cormeta . . . . . . . . . . . . . . . . 44

    DDänisches Bettenlager. . . . . . 12Daimler . . . . . . . . . . . . . . . . 12Danaher . . . . . . . . . . . . . . . . . 6DB Schenker . . . . . . . . . . . . . . 7Deutsche Messe . . . . . . . . . . 18Deutsche Post. . . . . . . . . . . . 14DHL Freight . . . . . . . . . . . . . 14Drogeriemarkt Müller . . . . . . 12Duisburger Hafen . . . . . . . . . 10

    EEuronics . . . . . . . . . . . . . . . . 46Euronics Friesoythe . . . . . . . . 46Europäischer Dachverbandder Schwertransport-und Kranspezialisten . . . . . . . 16

    FF.A.Z.-Institut . . . . . . . . . . . . . 3Fachhochschule Heilbronn . . . 3FC Bayern München . . . . . . . . 6Fraunhofer-Anwendungs-zentrum für Verarbeitungs-maschinen und Verpackungs-technik . . . . . . . . . . . . . . . . . 40Fraunhofer-Institut fürAlgorithmen und Wissen-schaftliches Rechnen. . . . . . . 13Freyler Industriebau . . . . . . . 34Fronius . . . . . . . . . . . . . . 15, 22

    GGarbe Logistic. . . . . . . . . . . . 10Goldbeck . . . . . . . . . . . . . . . 10Grammer . . . . . . . . . . . . . . . 31

    HHänel . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28Hafen Hamburg Marketing . . 16Hamburger Hafen- undLogistik . . . . . . . . . . . . . . . . . 16Helmut-Schmidt-UniversitätHamburg . . . . . . . . . . . . . . . 17Herma . . . . . . . . . . . . . . . . . 10Hermes Europe . . . . . . . . . . . . 8Hermes Fulfilment. . . . . . . . . . 8Hermes Logistik Gruppe . . . . . 8Hermes Transport Logistics . . . 8High Quality Software. . . . . . 46Hörmann . . . . . . . . . . . . . . . . 7Hoyer . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12

    IIntermec Technologies . . . . . 48Intersnack Knabber-Gebäck . 48IPH-Institut für integrierteProduktion Hannover . . . . . . 17IVS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18IWL. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12

    JJungheinrich . . . . . . . . . . . . . 36

    KKeller & Kalmbach . . . . . . . . 36

    LLekkerland . . . . . . . . . . . . . . . 6Lenze Drives . . . . . . . . . . . . . 26Logistik-Initiative Hamburg . . 17

    MMartor . . . . . . . . . . . . . . . . . 15Mercedes-Benz . . . . . . . . . . . . 6Microsoft . . . . . . . . . . . . . . . 46

    NNordic ID . . . . . . . . . . . . . . . 46Nüssli . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7

    OOpal Associates. . . . . . . . . . . 48

    PPTV Planung TransportVerkehr . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

    RRBS Förderanlagen . . . . . . . . 31Roland Berger StrategyConsultants . . . . . . . . . . . . . . 8

    SSAP. . . . . . . . . . . . . . . . . 44, 48SCG The Supply Chain Group 12Schmidhuber + Kaindl . . . . . . 7Scus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40SGE Spezialgeräte-entwicklung . . . . . . . . . . . . . 40Shipitsmarter.com. . . . . . . . . . 6Sick. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17Siemens . . . . . . . . . . . . . . . . 28Spedition Kübler . . . . . . . . . . 16SSI Schäfer AutomationGroup. . . . . . . . . . . . . . . . . . 20SSI Schäfer Fritz Schäfer . 18, 20SSI Schäfer Noell. . . . . . . . . . 20Steria Mummert Consulting . . 3Stöcklin-Gruppe . . . . . . . . . . 13Stöcklin Logistik . . . . . . . . . . 13Stork. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6SWF Krantechnik. . . . . . . . . . 13Sykatec . . . . . . . . . . . . . . . . . 28Symeo . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

    TTechnische UniversitätMünchen . . . . . . . . . . . . . . . 15Thollembeek. . . . . . . . . . . . . 11TNT Innight . . . . . . . . . . . . . 42Transported Asset ProtectionAssociation . . . . . . . . . . . . . . 14TÜV Süd . . . . . . . . . . . . . . . . 14

    UUnited Arab ShippingCompany . . . . . . . . . . . . . . . 16

    VVDI . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15Verband der Automobil-industrie . . . . . . . . . . . . . . . . 12Vetter Krantechnik . . . . . . . . 32Viastore Systems . . . . . . . . . . 17Vogel Business Media . . . . 6, 17

    WWikipedia . . . . . . . . . . . . . . . . 8Witron Logistik + Informatik . 24

    YYou-Tube . . . . . . . . . . . . . . . 13

    SERVICEUNTERNEHMEN

  • LEKKERLAND

    Alternative Antriebstechnikauf dem PrüfstandFrechen (bm) – Der Convenience-Großhändler Lekkerland wird alseines der ersten Unternehmen welt-weit ab 2011 einen Hybrid-Lkw derMarke Atego Blue-Tec vonMercedes-Benz testen. Der Lkwzählt zu einer Innovationsflotte von50 Auslieferfahrzeugen, die in derPraxis ihre Alltagstauglichkeit unddas Sparpotenzial der Zukunfts-technik unter Beweis stellen sollen.Angesichts steigender Energiepreiseund der Notwendigkeit, CO2 einzu-sparen, sieht es Lekkerland als seineAufgabe an, alternative Energiekon-zepte ständig auf ihre Alltagstaug-lichkeit hin zu überprüfen, wie dasUnternehmen mitteilt.

    Der Convenience-Großhändlerlegt europaweit circa 200 000 kmpro Tag zurück. „Wir prüfen alter-native Antriebstechnologien regel-

    mäßig auf ihreEinsetzbarkeit inder Praxis, umunsere Logistik-prozesse so um-weltschonend wiemöglich zu gestalten und un-serer gesellschaftlichen Verantwor-tung gerecht zu werden“, erklärt KaySchiebur, Chief Operating Officervon Lekkerland. „In Deutschlandsetzen wir beispielsweise im BereichKleinlogistik bereits Erdgasfahr-zeuge ein. Wir sind zuversichtlich,dass sich der Hybrid-Lkw nächstesJahr in der Praxis bewähren wird.“

    Bei dem von Lekkerland bestell-ten Fahrzeug handelt es sich umeinen Atego 1222 L mit einem zu-lässigen Gesamtgewicht von 11,99 t.Er ermögliche – je nach Fahrleis-tung – eine Reduktion des CO2-

    Ausstoßes von bis zu 4 t pro Jahr,wie es heißt. Zum Vergleich: EinLkw mit Dieselmotor hat bei einer

    durchschnittlichen Laufleistungeinen CO2-Ausstoß von circa

    29 t pro Jahr, die Deutschenverursachen pro Kopf derzeiteinen Ausstoß von jährlichknapp 10 t CO2.

    „Wir freuen uns, hier mitMercedes-Benz, einem derVorreiter auf dem Gebiet der

    Hybrid-Technologie, zusam-menarbeiten zu können und unsereErgebnisse aus dem Praxistest in dieWeiterentwicklung der Technologieeinfließen zu lassen“, so Schiebur.Ziel der Innovationsflotte sei es zu-nächst, spezifische Betreuungsleis-tungen in der Praxis zu erproben,um die Zuverlässigkeit des Fahr-zeugs auch in der Hybrid-Variantesicherzustellen. Im Mittelpunkt ste-hen für Mercedes-Benz dabei diekonkreten Erfahrungen und Mei-nungen der Kunden, die es dabeiunterstützen, den Atego Hybrid-Lkw zur Marktreife zu bringen.

    VOGEL BUSINESS MEDIA

    Webinar Frachtkostenoptimierung

    Würzburg (bm) – Unternehmen erzielen bei Versand-und Transportdienstleistungen keine optimalen Ergeb-nisse. Eine aktuelle Auswertung des BundesverbandesMaterialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) zeigtPreisspannen von bis zu 100% auf. Doch außer denKosten sind noch weitere Kriterien bei der Auswahl despassenden Transportdienstleisters zu berücksichtigen.Vor diesem Hintergrund veranstaltet MM Logistik am18. Mai 2010 um 15 Uhr ein kostenloses Webinar zumThema Versandkostenoptimierung. Beleuchtet werdenAuswahlkriterien, mögliches Rationalisierungspotenzialund die Frage, wie man mit modernen Transportma-nagementsystemen mehr Transparenz erzielt. Praxiser-fahrungen der Konzerne Danaher und Stork runden dasWebinar ab. Die Frachtexperten Bernd Seibert und Pie-ter Nijman von www.shipitsmarter.com stellen sich denFragen von Moderator Christoph Groß, Inhaber desSupply Chain Management Centers. Die kostenlose An-meldung ist möglich unter www.mm-logistik.de/Fracht-kosten, zur Teilnahme werden lediglich ein DSL-Inter-netzugang und PC-Lautsprecher benötigt.

    BUTT

    Von der Verladerampe in dieChampions LeagueGroßenkneten (vu) – Die Butt Ver-laderampen GmbH aus Großenkne-ten hat eine individuell an den An-wender angepasste mobile Verlade-rampe mit einer Traglast von 10 tan einen Hersteller von speziellenSchweißgranulaten in Unterschleiß-heim ausgeliefert. Die mobile Ver-laderampe wird dort zur Be- undEntladung von Seecontainern mitschweren Big Bags eingesetzt. Zureinfacheren Beförderung der oftsehr breiten Waren wurde die Ram-pe im Ladebereich verbreitert.Durch die Anpassungsmaßnahmenkönnen Waren zudem auch seitlichvon der Verladerampe auf- oderabgenommen werden. Bei der Aus-lieferung und Übergabe der mobilen Verladerampe dabei waren Butt-Vertriebsleiter Henning Butt und sein Bruder Hans Jörg Butt, der Tor-hüter des FC Bayern München.

    Bei der Auslieferung und Übergabeder mobilen Verladerampe an einenSchweißgranulat-Hersteller wurdeButt-Vertriebsleiter Henning Buttdurch seinen Bruder, den Bayern-München-Keeper Hans Jörg Butt,unterstützt.

    Alternative Antriebstechnik

    prozesse so um-weltschonend wie möglich zu gestalten und un-

    wie es heißt. Zum Vergleich: Ein Lkw mit Dieselmotor hat bei einer

    durchschnittlichen Laufleistungeinen CO

    knapp 10 t CO

    Hybrid-Technologie, zusam-Lekkerland will ab 2011zu Testzwecken unteranderem einen Hybrid-Lkw von Mercedes-Benzfür seine Auslieferungeneinsetzen.

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    6 MM Logistik · 4/2010

    AKTUELLES AUS DER BRANCHE

  • DB Schenker

    Modernstes DB-Schenker-Terminalnimmt Betrieb aufBergheim/Österreich (bm) –In Bergheim bei Salzburg hatdasmodernste Speditionsterminal im europäischen Landverkehrsnetz von DB Schenker kürzlich den Betriebaufgenommen. Mit einemInvestitionsvolumen von26 Mio. Euro ist eine Anlageentstanden, die als Drehscheibe für die Güterströmein Europa dienen und Verkehrsträger wirkungsvollverbinden soll. Auf einemGesamtareal von rund80000 m2 wurden eine10000 m2 große Umschlaghalle, eine 4250 m2 große Logistikhallesowie ein fast 5000m2 großes Bürogebäu

    de errichtet. Über den eigenen Anschluss an das Schienennetz werden Bahnverkehre nahtlos in Logistiklösungen integriert.

    „Salzburg wird in unseremeuropäischen Standortnetzeine besondere Rolle alsDrehscheibe einnehmen.Diese Investition trägt schonjetzt dazu bei, Kunden inganz Europa neue, wirtschaftlich interessante Lösungen bieten zu können“,betont Karl Nutzinger, CEOEurope der Schenker AG.„Undmit den Kapazitäten in

    Salzburg sind wir auch für die Zeit nachder Krise hervorragend aufgestellt.“

    hörmann

    Brandschutztüren für den deutschenExpo-Pavillon in ShanghaiSteinhagen (co) – Als Sponsor hat Hör-mann alle Brandschutztüren für den deut-schen Pavillon auf der Expo in Shanghaigeliefert. Zur Montage der im Land selbstproduzierten und nach chinesischen Nor-men geprüften Türen hatte das ostwestfä-lische Unternehmen mit eigener Vertriebs-niederlassung in Shanghai einen kurzenWeg. Hörmann ist seit mehr als zwölf Jah-ren auf dem chinesischen Markt aktiv undverfügt dort inzwischen über sechs Nie-derlassungen und zahlreiche Vertretungen. Die beiden Werke im Land produzierenmit 250 Mitarbeitern Türen, Industrie-Sektionaltore, Schnelllauftore, Rolltore sowieAnpassrampen und Torabdichtungen ausschließlich für den chinesischen Markt.

    Der deutsche Pavillon Balancity befasst sich mit dem Thema Stadt der Zukunft.Sie muss nach Meinung der Pavillon-Macher gegensätzliche Ansprüche ausgleichen:„Erneuerung und Bewahren, zwischen Innovation und Tradition, zwischen Urbanitätund Natur, zwischen Gemeinschaft und Individuum, zwischen Arbeit und Freizeit,zwischen Globalisierung und nationaler Identität“. Diesen Grundgedanken nimmt dieArchitektur auf. Der 5700 m² große Bau ist in vier Ausstellungskörper gegliedert, dieallein instabil wirken, sich aber durch ihre Anordnung aneinander anzulehnen und sogegenseitig zu stützen scheinen. Verantwortlich für den deutschen Pavillon sind dasKreativteam von Milla und Partner, die Architekten von Schmidhuber + Kaindl sowiedie Bauingenieure der Nüssli (Deutschland) GmbH.

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    Aufwärtstendenz in derAuto-ID setzt sich fort

    Lampertheim (vu) – Der Aufwärtstrend imAuto-ID-Markt setzt sich auch im Frühjahr2010 fort. Dem aktuellen AIM-Trendbaro-meter zufolge sehen 94,6% der AIM-Mit-gliedsunternehmen nach den ersten dreiMonaten dieses Jahres eine bessere odergleichbleibende Entwicklung des Auto-ID-Marktes im Vergleich zum Vorjahr. Mehrals die Hälfte berichtet von einem posi-tiven Trend.

    Laut AIM-Bericht blicken die AIM-Mit-glieder auch für ihre eigenen Unterneh-men optimistisch in die Zukunft. Danach

    sind die Auto-ID-Unternehmen insgesamtderzeit deutlich besser gestellt als im ver-gangenen Jahr: 60,7% schätzen die eige-ne wirtschaftliche Lage im Augenblick po-sitiver ein. Fast drei Viertel (73,2%) derBefragten rechnen mit einem erfolg-reicheren Jahresverlauf als 2009. Das aktu-elle AIM-Trendbarometer für das Frühjahr2010 bestätigt einen Trend, der auch aufden ersten Fachmessen dieses Jahres spür-bar war. Bereits nach ihren Unterneh-menspräsentationen auf der Cebit, Logi-mat und Eurocis konnten die Auto-ID-Unternehmen laut AIM ein überwiegendpositives Fazit ziehen.

    Das große Besucherinteresse und vielegeschäftsrelevante Kontakte hätten einenwachsenden Bedarf an Techniken derautomatischen Identifikation und einendeutlichen Nachholbedarf für dasschwache Jahr 2009 gezeigt.

    Im modernen DB-Schen-ker-Terminal in Bergheimbei Salzburg ermöglichtein System von 190 Innen-und 50 außenkameras,Barcode-Informationenmit Videodateien zu ver-knüpfen.

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    erFür den deutschen Pavillon Balancity aufder expo Shanghai hat hörmann imrahmen eines Sponsoring die Brandschutz-türen geliefert.

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    Das große Besucherinteresse und vielegeschäftsrelevante kontakte zeigen einenwachsenden Bedarf an Techniken derautomatischen Identifikation und einendeutlichen nachholbedarf für dasschwache Jahr 2009.

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    MM Logistik · 4/2010 �

    AKTUELLESauS Der Branche

  • Roland-BeRgeR-studie

    Lieferengpässe gefährdenden AufschwungMünchen (vu) – Lieferengpässe im produ-zierenden Gewerbe gefährden zuneh-mend den wirtschaftlichen Aufschwungin Deutschland. In den vergangenen Wo-chen hat sich die Versorgungssituation invielen Unternehmen drastisch verschlech-tert, sodass der normale Ablauf der Pro-duktion bedroht ist. Die Gründe dafürliegen sowohl im Zusammenspiel vonAngebot und Nachfrage als auch im ver-zögerten Zusammenspiel der Wertschöp-fungsketten. Den Vulkanausbruch aufIsland und die damit verbundenen Stö-rungen im Flugverkehr sehen die meistenUnternehmen dagegen nicht als verschär-fenden Faktor. Das ist das Ergebnis einerBlitzumfrage, die Roland Berger StrategyConsultants unter Einkaufsleitern im pro-duzierenden Gewerbe durchgeführt hat.

    Auch wenn die Umfrage nur eine Mo-mentaufnahme sei und sich nicht 1:1 aufdie Gesamtwirtschaft übertragen lasse,

    zeigt sie laut Thomas Rinn, Partner imKompetenzzentrum Operations Strategybei Roland Berger, dass viele Unterneh-men zwar eine deutlich anziehende Nach-frage spürten, dass aber gleichzeitig dieLieferengpässe in den vergangenen Wo-chen dramatisch zugenommen hätten.Rinn zufolge bezeichnen etwa drei Viertel(74%) der Unternehmen die Situation be-reits als kritisch. Hinzu komme, dass sichdie Situation durch Verzögerungseffekte inder Wertschöpfungskette eher noch ver-schärfen werde. Und damit würden Pro-duktionseinschränkungen immer wahr-scheinlicher, was wiederum insgesamtden Aufschwung verlangsamen dürfte.

    HeRmes logistik gRuppe

    Logistikdienstleister Hermes bleibt imGeschäftsjahr 2009/10 auf ErfolgskursHamburg (vu) – Die Hermes LogistikGruppe Deutschland GmbH hat ihre er-folgreiche Entwicklung imGeschäftsjahr2009/2010 fortgesetzt und präsentiertzum sechstenMal in Folge einen verbes-serten Jahresabschluss. Die Gruppe er-reichte in ihrem Kerngeschäft mit demPaket-, Brief- und Info- sowie Möbel-und Großstückservice einen Netto-Um-satz von 840 Mio. Euro, was eine Steige-rung von 6,6% gegenüber dem Vorjahr(788 Mio.) bedeutet. Nicht enthalten inden Ergebnissen sind die Umsätze dereigenständigen Auslandsgesellschaftensowie der selbstständig am Marktagierenden Gesellschaften Hermes Ful-filment GmbH, Hermes Europe GmbHundHermes Transport Logistics GmbH.Mit insgesamt 266Mio. Sendungen wur-den 4,6% mehr als im Geschäftsjahr2008/2009 (254Mio. Sendungen, das Ge-schäftsjahr der Hermes Logistik GruppeDeutschland GmbH beginnt jeweils am1. März) bewegt. Somit erzielte der Lo-gistikdienstleister wiederum ein über denPrognosen für den Markt der Kurier-,Express- und Paket-(KEP-)Dienste lie-gendes Ergebnis.

    Hermes Logistik profitierte insbeson-dere vom anhaltenden Wachstum imBereich E-Commerce, über den die Ver-sand- und Distanzhändler 2009 inDeutschland erstmals mehr als 50% ihres

    Hermes logistik profitierte besonders vom anhaltendenWachstum im Bereich e-Commerce,über den die Versandhändler 2009 in deutschland erstmals mehr als 50% ihres umsatzeserwirtschafteten.

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    ermes

    Logistik

    Umsatzes erwirtschafteten, heißt es.WieHartmut Ilek, Vorsitzender der Ge-schäftsführung der Hermes LogistikGruppe Deutschland (HLGD), erläutert,habe Hermes die Trends in der Branchewie E-Commerce, Digitalisierung undumweltschonende Logistik frühzeitigerkannt und effektiv genutzt. So habeman selbst im schwierigen Wirtschafts-jahr 2009 den Umsatz im Vergleich zumVorjahr nochmals steigern und das Sen-dungsvolumen deutlich ausbauen kön-nen, so Ilek weiter. Die Strategie vonHermes beruhe auf nachhaltigemWachs-tum, in die Zukunft gerichteten Investi-tionen und ökologischer Verantwortung.Daran halte man auch in den kommen-den zwölf Monaten fest.

    Entsprechend passt Hermes die Unter-nehmensorganisation den stetig wach-senden Sendungsmengen kontinuierlichan. Bereits in den vergangenen drei Jah-ren habe das Unternehmen über 100Mio.Euro investiert, zumBeispiel in die neuenHauptumschlagbasen (HUB) in Hückel-hoven und Friedewald sowie neue, kun-denorientierte Services. In der neuenHauptumschlagbasis in Langenhagen beiHannover, die Anfang 2011 den Betriebaufnehmen soll, verbaut Hermes derzeitüber 35 Mio. Euro. Für die Erweiterungder Unternehmenszentrale in Hamburgliegen 18 Mio. Euro bereit.

    der jüngste Vulkanausbruch und das da-durch ausgelöste Chaos bei der luftfrachthaben laut der Roland-Berger-umfrage dielieferengpässe nur am Rande beeinflusst.

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    � MM Logistik · 4/2010

    AKTUELLES aus deR BRanCHe

  • Garbe LoGistic

    Caterpillar nimmt neuesLogistikzentrum in BetriebHamburg (bm) – Nach achtmonatiger Bau-phase nimmt der Diesel- und Gasmotoren-Hersteller Caterpillar Motoren GmbH & Co.KG ein 16500 m2 großes Logistikzentrumin Henstedt-Ulzburg an der A7 zwischenHamburg und Neumünster in Betrieb. AmProjekt beteiligt waren außer Caterpillar derImmobilien- und Infrastruktur-DienstleisterGarbe Logistic AG sowie die Unterneh-mensgruppe Goldbeck. Von dem Logistik-zentrum aus wird Caterpillar die weltweiteErsatzteildistribution sowie Teile der Produk-tionslogistik abwickeln. Dadurch sollen dieDurchlaufzeiten verkürzt werden, Freiräumefür Geschäftserweiterungen entstehen unddie Produktionswerke entlastet werden.

    Der erste Spatenstich für das Logistik-zentrum erfolgte am 7. September 2009.Der Hallenbau konnte trotz des hartenWinters durch die zuverlässige Zusam-menarbeit zwischen den beteiligten Part-nern im Wesentlichen termingerecht ab-geschlossen werden, wie es heißt. Vominsgesamt 33000 m2 umfassenden Arealwerden vorerst 16500 m2 durch dasLogistikzentrum genutzt. Das Areal liegtdirekt an der Autobahn-AnschlussstelleHenstedt-Ulzburg in einem Gewerbe-gebiet, etwa 30 km nördlich von Ham-burg und 18 km vom Flughafen Ham-burg-Fuhlsbüttel entfernt. Ausgestattetist die Immobilie mit acht Toren und einerKranbahn mit zwei Kränen von jeweils30 t Hakenlast. Spezielle Schwerlastbe-reiche für die Lagerung von Motorenteilenund ein Raum für die Materialprüfung ste-hen ebenfalls zur Verfügung.

    Duisport

    Containerumschlag legt weiter zuDuisburg (vu) –Wie die Duisburger Ha-fen AG in einer Mitteilung bekannt ge-geben hat, setzt sich die positive Entwick-lung zumEnde 2009 auch in diesem Jahrfort. Mit 530000 TEU (Twenty-foot Equi-valent Units) im 1. Quartal dieses Jahreskonnte der Containerumschlag bei denVerkehrsträgern Schiff, Bahn und LkwimVergleich zumVorjahreszeitraum um26% gesteigert werden.

    Die Gesamttonnage imContainerseg-ment stieg in diesem Zeitraum sogar um31%. Außer den Zuwächsen, die sich glei-chermaßen auf alle Terminals imHafen-gebiet erstrecken, sind auch die erstenUmschlagzahlen des Anfang dieses Jahresin Betrieb genommenenDuisburg-Kom-bi-Terminals in das Ergebnis eingeflos-sen. Diese Entwicklung, so Erich Staake,Vorstandsvorsitzender der Duisburger

    Hafen AG, bestärke den größten Binnen-hafen der Welt in seiner Strategie, denAusbau der Kapazitäten im Bereich derContainerterminals voranzutreiben.

    Das neue, 16500 m2 umfassende Logistik-zentrum von caterpillar an der a7 wurdevom Hamburger Logistikimmobilien-ent-wickler Garbe Logistic aG errichtet.

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    arbe

    Logistic

    angesichts der positiven entwicklung imersten Quartal des Jahres 2010 will dieDuisburger Hafen aG den ausbau der con-tainerterminal-Kapazitäten vorantreiben.

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    uisport/Kö

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    ermaFilderstadt (bm) – Einen nur leicht

    um 2,4% gesunkenen Umsatz von197,8 Mio. Euro meldet der Selbst-klebe-Spezialist Herma für das abge-laufene Geschäftsjahr 2009 (Vorjahr202,8 Mio. Euro). Gleichzeitig blicktdas Unternehmen optimistisch nachvorne: 5% Wachstum will man imJahr 2010 dank aussichtsreicher Innovationen in allen Geschäftsbereichen erzielen.Herma hat eigenen Angaben zufolge auch im Krisenjahr 2009 schwarze Zahlen ge-schrieben. Dank Optimierungen in Fertigung, Organisation und Logistik sei das Ergeb-nis der operativen Geschäftstätigkeit auf Vorjahresniveau geblieben. Gleichzeitig sei esHerma trotz der weltweiten Rezession gelungen, bei Haftmaterial und bei A4-Etikettenfür PC-Drucker Marktanteile zu gewinnen.

    „Diese stabilen Zahlen verbergen allerdings einen äußerst turbulenten Jahresver-lauf“, sagt Herma-Geschäftsführer Sven Schneller. „Hinter uns liegen zwei Halbjahre,die unterschiedlicher kaum sein konnten.“ So steigerte Herma seinen Worten zufolgeden Umsatz im zweiten Halbjahr 2009 zwar um 5,1% gegenüber dem Vergleichszeit-raum des Vorjahres. „Doch durch die massiven, marktbedingten Umsatzeinbrüche inden Monaten Januar und Februar 2009 lagen wir zum Ende des ersten Halbjahrs umfast 10% hinter dem Vorjahr zurück. Das war trotz größter Anstrengungen im wei-teren Jahresverlauf nicht mehr aufzuholen.“

    2010 will Herma beim Umsatz um 5% zulegen. „Unser guter Start in den erstenbeiden Monaten dieses Jahres und der Ausblick auf eine weitere allgemeine konjunk-turelle Erholung stimmen uns aus heutiger Sicht zuversichtlich, dass wir dieses Zielauch erreichen“, so die beiden Geschäftsführer. Deutliches Wachstum plane man ein-mal mehr im Geschäftsbereich Haftmaterial.

    Herma hat auch 2009 schwarze Zahlen geschrie-ben. Für 2010 rechnen die beiden Geschäfts-führer Sven Schneller (links) und Dr. ThomasBaumgärtner mit 5% mehr umsatz.

    Herma

    Schwarze Zahlentrotz Rezession

    10 MM Logistik · 4/2010

    AKTUELLES aus Der brancHe

  • Thollembeek

    Zusätzlichen Raum für Ausstellung undLager schnell und unkompliziert errichtenHildrizhausen (bm) – „Schnell stel-len statt lange bauen“ ist die Deviseder Thollembeek GmbH. Die prak-tischen Schnellbauhallen des Unter-nehmens können in jedem Betriebvon Nutzen sein. Im Preis inbegrif-fen seien die erforderlichen Bauan-tragsunterlagen für die Vorlage beiden Baubehörden. Wenn schnellzusätzlicher Lager- und Ausstel-lungsraum, eine Ersatzgarage,Werkstatt oder Raum für Technikoder Maschineneinhausungen be-nötigt wird, hat Thollembeek dierichtige Lösung parat. Das Unter-nehmen im südwestlich von Stutt-gart gelegenen Hildrizhausen kanneigenen Angaben zufolge innerhalbkurzer Zeit leichte, verzinkte

    Schnellbauhallen von 12 bis 140m2Grundfläche im Bausatz liefern undmontieren.

    Das durchdachte System sei je-derzeit umsetz- und erweiterbar,also auch für nur vorübergehendeAufgaben an einem Standort geeig-

    net. Die Hallen werden, je nachvorhandenem Grund, mit Dübelnauf Fundamenten oder kostengüns-tig mit Erdnägeln auf verdichtetemSchotterboden befestigt. Mit sinn-vollem Zubehör lassen sich die Hal-len auf den spezifischen Bedarfzuschneiden, wie es heißt. Im Re-pertoire sind beispielsweise Dach-Lichtfelder, Antikondensbeschich-tung, Roll- oder Schiebetore undfertige Innenbodenpaneele aus star-kenOSB-Holzplatten, um gleich dietrockene Fundamentplatte mitzu-stellen.

    Der Montagebereich von Thol-lembeek stellt aufWunsch zurMon-tage der Halle einen aktiven Richt-meister zur Verfügung oder bieteteine Komplettmontage an. Auchnach demKauf einer Halle steht derService des Montagebereichs denKunden von Thollembeek zur Ver-fügung.

    Innerhalb kürzesterZeit sind die leichten,verzinkten Schnell-bauhallen von Thol-lembeek im bausatzgeliefert und mon-tiert.

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    MM Logistik · 4/2010 11

    AKTUELLESauS der branche

  • IWL

    Ulmer Logistikberatungfeiert 25-jähriges BestehenUlm (co) – 1985 startete die IWLAGmit der Beratung der Auto-mobilkonzerne Audi undDaim-ler, heute ist der LogistikberaterundWerksplaner für zahlreicheinternationale Konzerne undmittelständische Unternehmentätig. Sein 25. Jubiläum feiertdas Unternehmen im Rahmender IWL-Logistiktage 2010 am

    9. und 10. Juni in Ulm. „DieAufgabenstellungen sind kom-plexer geworden. Unsere Kun-den erwarten heute viel umfas-sendere Lösungen als früher.Dadurch wird auch die Verant-wortung des Beraters und Pla-ners immer größer“, sagt derVorstandsvorsitzende Ralph Eh-mann.

    Ein weiterer Meilenstein derFirmengeschichte war die Grün-dung der internationalen Bera-tergruppe SCG The SupplyChain Group AG auf Initiativeder IWLAG im Jahr 2005. FünfLogistikberatungenmit weltweitmehr als 100 Beratern schlossensich darin zusammen, um inter-nationale Großprojekte umzu-setzen. Abgesehen von der Lo-gistikberatung ist die IWL AGheute im Projektmanagement,Baumanagement, in der Pro-zessoptimierung und derHealth-Care-Logistik tätig. Zuden Kunden zählen unter ande-rem so bekannte Unternehmenwie BMW, Dänisches Bettenla-ger und Drogeriemarkt Müller.„Aufgrund der langjährigen Zu-sammenarbeit mit unserenKunden haben wir in 25 Jahrennur für etwa 100 Unternehmengearbeitet, für diese aber in denmeisten Fällenmehrere Projektedurchgeführt“, berichtet derVorstandsvorsitzende.

    referenzprojekte wie das Logistikzentrum des Dänischen Bettenlagersin Homberg gehören zu den typischen Aufgaben des Ulmer Logistikberaters IWL AG.

    Bild:IWL

    Der Logistikberater begleite-te diese Entwicklung eigenenAngaben zufolgemit einer kon-tinuierlichen Verbesserung derArbeitsmethodik, sodass ver-gleichbare Leistungen heuteschneller realisiert werden.Auch für die kommenden Jahreerwartet IWL steigende Anfor-derungen an die Logistik. Dieaktuelle Wirtschaftskrise habegezeigt, dass logistische ProzesseundAnlagenmit immer stärke-ren Schwankungen zurecht-kommen müssen. „Flexibilitätund Skalierbarkeit“, betont Eh-mann, „werden wichtige Anfor-derungen der Zukunft sein.“

    Ehmann gründete die IWLAG im Jahr 1985. Zunächst ar-beitete das Unternehmen über-wiegend im Bereich Automo-tive, im Jahr 1989 erfolgte mitder Übernahme eines Auftragsvon Roche Diagnostics die Er-weiterung des Tätigkeitsspekt-rums. Zahlreiche Projekte ausanderen Branchen folgten.

    Hoyer

    Erfolgreiches Ad-Blue-Auditfür LogistikdienstleisterHamburg (bm) – Als erstes Un-ternehmen weltweit hat derHamburger LogistikdienstleisterHoyer erfolgreich das Ad-Blue-Audit-Programm für Distribu-toren des Verbands der Auto-mobilindustrie (VDA) absol-viert. Das Zertifikat bestätigtHoyer, dass alle logistischenDienstleistungen für Ad-Blueeinschließlich des dazu erfor-derlichen Managementsystemsder relevanten ISO-Norm 22241entsprechen. Obwohl in vielenIndustrieländern der Treibstoff-verbrauch vonFahrzeugen sinkt,steigt nach Angaben von Hoyergleichzeitig der Verbrauch vonAd-Blue an – allein in Deutsch-land im vergangenen Jahr umrund 10%. Ad-Blue ist eine32,5%ige Harnstofflösung, die

    in speziellen SCR-Katalysatorengiftige Stickoxide reduziert, dieimAbgas vonDieselfahrzeugenentstehen.

    Mit dieser Abgastechnik kön-nen Nutzfahrzeuge die Euro-5-Norm erfüllen, heißt es. Ad-Bluekann zunehmend an Tankstel-lenmit speziellen Tanksäulen inZusatztanks von Nutzfahrzeu-

    und dokumentiert alle audi-tierten Unternehmensbereiche,alle Vorgaben sowie Geschäfts-partner. Die bereits hohen An-forderungen der Norm würdenvonHoyer sogar noch übertrof-fen, wie es heißt: Um eine abso-lute Reinheit der Transportbe-hälter zu gewährleisten, sindalle Einheiten „Dedicated Ad-Blue only“ – das heißt, sie wer-den ausschließlich für diesesProdukt benutzt. Die hohe Rein-heit und eine gleichbleibendeQualität sind elementare Vor-aussetzungen für den einwand-freien Betrieb des SCR-Kataly-sators. Nur wenn die Qualitätvon Kraftstoffen und Zusätzenweltweit einheitlich vorgeschrie-ben und abgesichert sei, könntenmoderne Abgastechnologienländerübergreifend Fuß fassen.Entsprechend hoch seien dieAnsprüche an die Logistik-dienstleister für die Distributionvon Ad-Blue.

    Schon seit Beginn der einführung von AdBlue 2005 ist Hoyer in diesemGeschäft aktiv. Das JahresTransportvolumen liegt heute bei über 100000 t.

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    gen gezapft werden. Hoyer hatin den erstenWochen des Jahres2010 als erstes Unternehmendieses Audit für Distributorenerfolgreich absolviert.

    Unabhängige Auditoren ha-ben bei Hoyer die gesamte Ad-Blue-Distributionskette inklusi-ve Transportbehälter und Ana-lyse der Produktproben geprüft– von der Herstellung bis zurAbgabe an der Tankstelle oderAbfüllung in kleinere Gebindefür den Endgebrauch. Das aus-gestellte Zertifikat gilt drei Jahre

    12 MM Logistik · 4/2010

    AKTUELLES AUS Der BrAncHe

  • Stöcklin logiStik

    Kompetenzzentrum für Projektierungund Angebotsbearbeitung eingerichtetDornach/Schweiz (co) –Die Stöcklin-Gruppehat ihre Ressourcen optimiert, was Auswir-kungen auf die Tochtergesellschaft StöcklinLogistik GmbH hat. Laut Unternehmensmit-teilung wurden unter anderem die beidenBereiche Angebotsbearbeitung und Projektie-rung imMutterhaus in Dornach erweitert undin einem Kompetenzzentrum konzentriert.

    Der dadurch verbesserte Ressourcenaus-gleich verspreche eine schnellere und durch-gängige Reaktion auf Kundenanfragen in demfür Stöcklin wichtigen Markt Deutschland.Der Informationsaustausch im Bezug auf

    Technologien und Innovationen konnte eben-falls verbessert werden, wie es heißt. Der Be-reich Kundendienst und Service am Standortin Netphen wurde neu strukturiert und aus-geweitet, um den Kunden in Deutschland,eine bessere Betreuung zu bieten.

    Im Zuge der Umstrukturierung haben sichStöcklin und sein ehemaligerMitgeschäftsfüh-rer Jürgen Kalkenbrenner getrennt. Die Ge-schäftsführung werde weiterhin vonUrs Grüt-ter, CEO Stöcklin-Gruppe, undMarkus Brun,Bereichsleiter Projekte und Realisierung,wahrgenommen.

    SWF krantechnik

    80-t-Portalkranwird zum FilmstarMannheim (vu) – Die A. Hene-feld Metal Works Ltd., israeli-scher Kranbaupartner der SWFKrantechnik GmbH, hat vor eini-gen Wochen einen 80-t-Portal-kran installiert. Ein Jungfilmerhat die Kranspezialisten mit sei-ner Videokamera begleitet undeinen Kurzfilm über den Trans-port und den Aufbau der Kran-

    FraunhoFer-Scai

    Bauteile optimiert in Behälter füllenSt. Augustin (co) – Der Pack-Assistant desFraunhofer-Instituts für Algorithmen undWissenschaftliches Rechnen (Scai) in SanktAugustin spart laut Anbieter Zeit und Geld.Dies gelinge, indem die Software für dichtereBehälterfüllungen, höhere Anlagenauslastun-gen und geringere Lagerkapazitäten sorge. DieSoftware berechnet, wie sich Behälter best-möglich befüllen lassen, und erzielt den An-gaben zufolge um bis zu 20% höhere Pa-ckungsdichten. Aufwendige PackversuchemitMusterstücken sind somit nicht mehr nötig.Stattdessen kann die Behälterkonzeptionschon erfolgen, bevor das erste Werkstückproduziert ist, weil die Softwaremit den Com-puterentwürfen der Bauteile arbeitet.

    Der Pack-Assistant könne darüber hinausdie Ergebnisse als CAD-Datensatz ausgebenund Schüttgutfüllungen abschätzen. Durch

    eine weitere Neuerung biete das ProgrammdieMöglichkeit, komplexeModelle mit groß-er Datenfülle zu berechnen. Dazu reduziertdie Software die Datenmenge so, dass der An-wender Bauteile schnell, Speicher sparend undexakt bestimmen kann.

    Der Pack-assistant berechnet die optimale Ver-packung von Bauteilen in Standardbehälter undvisualisiert das ergebnis aus verschiedenen Pers-pektiven.

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    ein junger Filmer hat die installa-tion des 80-t-Portalkran aufge-nommen. Das ergebnis kann aufYou-tube angesehen werden.

    anlage gedreht. Dieser kann aufdem Internetportal You-Tubeunter dem Titel „A. Henefeld –40+40+8 ton Gantry cranetransport and assembly“ an-geschaut werden.

    Einer der größten Betonfer-tigteile-Hersteller Israels hat denPortalkran bei Henefeld in Auf-trag gegeben. Die während desVerarbeitungsprozesses zutransportierenden Betonteilewiegen bis zu 78 t. Für die ent-sprechende Tragkraft sorgenzwei Elektroseilzüge Nova NF,jeweils für 40 t ausgelegt. BeideHubwerke wurden ohne Haken-wanderung während des He-bens oder Senkens der Lastenkonzipiert. Als Hilfshub kommtein 8-t-Elektroseilzug Nova NDzum Einsatz. Die Hubhöhe desPortalkrans beträgt 17 m, dieSpannweite bis zu den Stützen26 m. Die seitlichen Auslegerragen 4,5 und 7 m darüberhinaus.

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    MM Logistik · 4/2010 13

    AKTUELLESauS Der Branche

  • PTV

    Transportroutenplanermit EmissionsberechnungKarlsruhe (bm) – Zum ersten Mal hat derTÜV Süd sein Prüfzeichen für eine softwarebasierte qualifizierte Emissionsberechnung vergeben. Der Routenplaner Map &Guide Professional 2010 enthält die ersteEmissionsberechnung, die von unabhängiger Seite offiziell zertifiziert wurde. Mehrund mehr Unternehmen haben sich grüneLogistik und Nachhaltigkeit zum Ziel gesetzt. Das zeugt nach Aussage der PTVPlanung Transport Verkehr AG, Karlsruhe,von umweltpolitischer Verantwortung unddem Willen, sie auch zu tragen.

    Dank des Prüfsiegels für die Emissionsberechnung in der Planungssoftware können sich Logistikunternehmen erstmalsauf Größen verlassen, die von einemunabhängigen Institut geprüft und abgenommen wurden. Als Pionier in Sachen

    Emissionsberechnung hat die Herstellerfirma PTV ihren Transportroutenplanerbereits 2009 mit der routenbezogenenSchadstoffkalkulation ausgestattet. Mitdem integrierten EmissionsReportingkann der Anwender Schadstoffemissionenroutenbezogen für jeden einzelnen Transport nachweisen. Seit März 2010 basierendie Daten auf der aktuellen Version HBEFA3.1 (Handbook Emission Factors for RoadTransport), dem Standardwerk des Umweltbundesamtes. Die Daten stehen fürdie Planung in ganz Europa zur Verfügungund basieren auf den Detaildaten nationaler Umweltbehörden. Anschließendkann der Nutzer direkt aus der Planungdie Emissionen der Transporte über Klimazertifikate kompensieren.

    DHL FreigHT

    Erweiterte Transportsicherheitfür Stückgut auf Europas StraßenBonn (co) –Ab sofort bietet DHL FreightVersendern hochwertiger Hightech-Pro-dukte oder anderer wertvoller Gütermehr Sicherheit für den europaweitenWarentransport auf der Straße. Der neueService „DHL High Value“ deckt lautDHL künftig auch für Stückgut und Teil-ladungen die erforderlichen Sicherheits-standards ab. Nach Angaben der Europä-ischen Union beläuft sich der Schaden,der Unternehmen durch den Diebstahlihrer Fracht entsteht, auf rund 8 Mrd.Euro pro Jahr.Mit dem erweitertenDHL-Service haben sowohl kleine undmittlereUnternehmenwie auchGroßkunden nundieMöglichkeit, hochwertige Sendungenbis zu einem Gewicht von 2500 kg dieb-stahlsicher per Landtransport zu ver-senden.

    In Deutschland, den Niederlandenund Ungarn ist DHL High Value bereitsseit einiger Zeit verfügbar, umfasste bis-her aber häufig nur kundenspezifischeKomplett- oder Teilladungen. In denkommenden Monaten wird dies nunauch als Standardservice für Teilladungenund Stückgüter angeboten und stufen-weise auf ganz Europa ausgedehnt. Ineinem ersten Schritt werden insgesamtzehn Länder bedient: außer Deutschland,den Niederlanden und Ungarn auchGroßbritannien, Österreich, Belgien, dieSchweiz, Tschechien, Polen und die Slo-wakei. Bis 2012 sollen dann alle europä-ischen Länder abgedeckt sein. Fest defi-nierte Sicherheitsmaßnahmen bei der

    Ausstattung der Fahrzeuge, wie etwaMobilfunkgeräte für eine permanenteKommunikation oder der Einsatz vonWechselbrücken und Boxtrailern, zählenlaut DHL dabei ebenso zum Sicherheits-standard wie die Registrierung derSendungen beim Warenumschlag, dieÜberwachung der Terminals durch Ka-meras sowie die Lagerung in Sicherheits-verschlägen. Die Wechselbrücken undTrailer werden vor der Abfahrt zudemverplombt und können für eine perma-nente Verfolgung optional sogarmit GPSausgestattet werden, wie es heißt.

    Speziell geschultes Personal in denTerminals, entsprechend ausgebildeteFahrer sowie ein eigens eingerichteterService stehen den Kunden beim High-Value-Service zur Verfügung. Ein proak-tives Informationsmanagement währenddes gesamten Prozesses steht dabei imMittelpunkt – so erhält der Versenderumgehend eine Rückmeldung bei Unre-gelmäßigkeiten oder bei erfolgter Zustel-lung der Waren beim Empfänger. DerSendungsstatus sei außerdem jederzeitonline abrufbar. Für Ruhezeiten währenddes Transports stehen den Fahrern dar-über hinaus gesicherte und genau festge-legte Parkplätze zur Verfügung. Als Mit-glied der Tapa (Transported Asset Pro-tection Association) ist DHL Freight ei-genen Angaben zufolge zudem weltweitim ständigen Dialog mit Sicherheits-experten und entwickelt die eigenenSicherheitsstandards permanent weiter.

    TÜV-zertifiziert ist jetzt die CO2-emissions-berechnung mit dem Transportrouten-planer Map & guide Professional 2010.

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    DHL Freight bietet jetzt auch standardi-sierte Sicherheitskonzepte für hochwertigeStückgüter und Teilladungen.

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    14 MM Logistik · 4/2010

    AKTUELLES auS Der branCHe

  • Otto Schuster,Global Manager Marketing, sales& services (rechts), Dr. Ewald Wahlmüller, Pro-jektleiter Hylog (Mitte), und Michael Schubert,Business Development Energiezelle, mit dem VDi-innovationspreis Logistik 2010.

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    Fronius

    Gewinner des VDI-Innovationspreisesfür Logistik 2010 steht festPettenbach/Österreich (vu) –Mit dem emissi-onsfreien Logistikkonzept Hylog (HydrogenPowered Logistic System) hat Fronius dendeutschen VDI-Innovationspreis für Logistik2010 gewonnen, der im Rahmen des 19. Ma-terialfluss-Kongresses an der TU Münchenüberreicht wurde. Das mit aus Solarstrom ge-wonnenem Wasserstoff betriebene Logistik-fahrzeug hat die Jury vor allem durch dasvöllig emissionsfreie Gesamtkonzept über-zeugt. Diese Auszeichnung, so die österrei-chische Fronius International GmbH, zeigeeinmalmehr, dass das ThemaGreen Logisticsimmer mehr an Bedeutung gewinne. Im Pro-jekt Hylog sei gewissermaßen das Know-howvon Fronius gebündelt und so eine großartigeInnovation geschaffen worden. Saubere Luftund Transport stünden nicht imWiderspruchund Hylog zeige, wie diese Lösung in einemrealen industriellen Umfeld funktioniert.

    Fronius, als Hersteller von Batterieladesys-temen für Antriebs- und Traktionsbatterienauf Basis der Active Inverter Technology inder Intralogistik bereits tätig, hat mit Hylognun ein emissionsfreies Logistikkonzept fürden innerbetrieblichen Materialtransport aufBasis eines wasserstoffbetriebenen Brennstoff-zellensystems installiert. Bei Fronius führenfünf Schlepperfahrzeuge den internen Mate-rialtransport für die Produktion durch. Beieinem davon, berichtet Fronius, sei die Batte-rie durch die Fronius-Energiezelle ersetzt wor-den. Seitdem ist das Fahrzeug den Angabenzufolge erfolgreich in den Schichtbetrieb desWerkes eingebunden.

    Der zur Wasserstoffherstellung benötigteSolarstrom wird direkt vor Ort durch diewerkseigene 615-kWp-PV-Anlage völlig emis-sionsfrei produziert und durch Elektrolyseumgewandelt. Mittels einer ebenfalls amMarkt erhältlichenWasserstofftankstelle wirdderWasserstoff komprimiert und die 350-bar-Kartusche innerhalb weniger Minuten damitvoll aufgetankt. Die Kapazität der Anlagereicht für über 1000 Tankfüllungen pro Jahr.Mit einer Tankfüllung kann das Fahrzeug biszu 6 Schichten lang betrieben werden.

    Die Fronius-Energiezelle wandelt denWas-serstoff am Fahrzeug in elektrische Energieum. Mit diesem Konzept sei die Umsetzungeines geschlossenen Energiekreislaufes gelun-gen – völlig emissionsfrei und ohne jeglicheCO2-Erzeugung. Außer den umweltrelevanten

    Vorzügen wie Emissionsfreiheit ergeben sichdurch die leichte Handhabbarkeit und dieweitestgehend wartungsfreie Brennstoffzelleweitere bedeutendeVorteile, so Fronius: Durchden nur wenige Minuten in Anspruch neh-menden Kartuschenwechsel entfalle die zeit-intensive Batterieladung zur Gänze.

    Martor

    Designexpertenehren SchneidgerätSolingen (bm) – Im Rahmen des RedDot Design Award 2010 punktet dasSchneidgerät Easysafe von Martormit der Auszeichnung „HonourableMention“ in der Kategorie Produkt-design. Die Designexperten würdi-gen mit dem Preis Produkte, die sichdurch besonders gelungene Detailshervortun, wie es heißt. Die Ent-scheidung der aus 30 internationalanerkannten Designexperten beste-henden Jury krönt laut Herstelleran-gaben die Erfolgsserie des Easysafe.„Wir freuen uns sehr über die Aus-zeichnung des Easysafe durch dieinternationale Jury“, sagt Patric Edel,

    Von den 4252 anmeldungen für denred Dot 2010 erhielten gerade einmal198 Produkte die auszeichnung„Honourable Mention“, beispiels-weise der Folien- und PapierschneiderEasysafe von Martor.

    Marketingmanager bei Martor.„Zusammen mit den anderen jüngstverliehenen Preisen zeigt sie uns,dass unsere neue Designsprache denNerv der Zeit getroffen hat.“

    Der 1955 ins Leben gerufene RedDot Design Award ist heute der in-ternational bekannteste Designwett-bewerb und gilt als Siegel für De-signqualität. Dieses Qualitätssiegelwird von einer ausgewählten Exper-tenjury an Produkte vergeben, diesich sowohl durch anspruchsvolleGestaltung als auch durch Kriterien,wie beispielsweise Innovation, Funk-tionalität, formale Qualität, Ergono-mie, symbolischen und emotionalenGehalt und den Selbsterklärungsas-pekt eines Produktes, auszeichnen.Genau hier konnte das Easysafe-Mes-ser aus dem Hause Martor punkten.Der TÜV-geprüfte Folien- und Papier-schneider mit verdeckt liegenderKlinge ermöglicht ein schnelles undverletzungssicheres Schneiden, wiees heißt.

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    rtor

    MM Logistik · 4/2010 15

    AKTUELLESaus DEr BrancHE

  • Symeo

    Containerterminal Burchardkaierhält neues OrtungssystemNeubiberg (co) – Die Container-Transportfahrzeuge des Container-terminals Burchardkai imHambur-ger Hafen werden mit dem LocalPositioning Radar (LPR) der SymeoGmbH ausgestattet. Einen entspre-chenden Liefervertrag hat Symeolaut eigenen Angaben vor Kurzemmit dem Terminalbetreiber abge-schlossen.

    Der Containerterminal der Ham-burger Hafen und Logistik AG(HHLA) ist die größte und ältesteAnlage ihrer Art im HamburgerHafen. 27 Containerbrücken ladenund löschen dort jährlich bis zu5000 Schiffe und innerhalb dernächsten Jahre soll sich die Um-schlagskapazität mithilfe modernerGroßschiffsliegeplätze und einesautomatisierten Blocklagersystemsverdoppeln.

    Zurzeit bewegen circa 110 VanCarrier (Portalhubwagen) und sie-ben Rahmenstapler die Containerauf demTerminalgelände, wobei dieRahmenstapler ausschließlich imLeercontainerbereich arbeiten. Ge-plant ist nun, diese Flotte von 6 bis

    12m hohen Fahrzeugen schrittwei-se komplett mit dem LPR-Systemzur Positionserfassung auszurüsten.Es dient indirekt zur stellplatz-genauen Ortung der Container aufdem Gelände.

    Das Ortungssystem arbeitet nachAngaben des Herstellers wetter-und sichtunabhängig auf Funkbasisund ist unempfindlich gegenVerschmutzungen. Damit sei nunerstmals in allen Bereichen desTerminals, insbesondere auf denÜbergabeflächen zum neuen Auto-matiklager, eine lückenlose Posi-tionserfassung der Fahrzeugemög-lich. Außerdem spielt die Höhe vonFahrzeugen keine Rolle, währenddas Lasersystem nur jeweils Fahr-zeuge einer Höhe erfassen kann.Schließlich waren die Lasergeräte indie Jahre gekommen und produ-zierten zunehmendWartungs- undReparaturkosten. Dagegen habendie LPR-Geräte keine beweglichenTeile und sind praktisch wartungs-frei, wie es heißt.

    27 Containerbrückenladen und löschen imContainerterminalburchardkai der Ham-burger Hafen undlogistik ag (HHla)jährlich 5000 Schiffe.

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    Kübler

    „Job of the Year“ in derSchwertransportklasseSchwäbisch Hall (vu) – Die Spedition Kübler wurde aufder Bauma 2010 mit dem Award of Excellence „Job ofthe Year“ in der schweren Klasse über 120 t ausgezeich-net. Um den Preis, der jedes Jahr vom europäischenDachverband der Schwertransport- und Kranspezialisten(Esta) ausgeschrieben wird, haben sich wie es heißtSchwerguttransporteure aus ganz Europa beworben.Die Spedition Kübler gewann mit dem Transport eines300 t schweren Gussteils, das mit drei Tiefladern neben-einander gekoppelt über die 600 m lange Werratalbrü-cke jongliert wurde. Der Transport mit einem Gesamt-gewicht von rund 500 t musste anschließend von vierZugmaschinen über eine Steigung von 8% geschobenwerden. Heinz Rößler, Geschäftsführer der SpeditionKübler, und Frieder Saam, Fahrer des Transports, nah-men den Preis in München entgegen. Geleitet wurdedas 500-t-Transportprojekt von Thorge Clever. Die Estaverleiht insgesamt neun Preise in verschiedenen Katego-rien an Kran- und Schwertransportunternehmen. Küblerwar das einzige deutsche Unternehmen, dem es gelang,auf den ersten Platz zu kommen.

    Hafen Hamburg/uaSC

    Containerdienst von Hamburgnach Fernost wieder gestartetHamburg (co) – Die Containerreederei United Arab Shipping Company(UASC) mit Sitz in Kuwait hat ihren zweiten Europa-Fernost-Dienst wie-der eingesetzt. Der erste Anlauf des AEC-1 im Hamburger Hafen fandam 27. April 2010 mit dem Containerschiff Abu Dhabi statt, wie derHafen Hamburg Marketing e.V. (HHM) mitgeteilt hat.

    Das Schiff ist 276,5 m lang, 32,2 m breit, hat eine Stellplatzkapazitätvon 3802 TEU und verfügt über 360 Anschlüsse für Kühlcontainer. Ins-gesamt sind elf Einheiten zwischen 2700 und 4300 TEU im AEC-1 be-schäftigt. Die Reise von Hamburg nach Port Kelang, Malaysia, dauert24 Tage und wird nur durch einen Anlauf im Roten Meer unterbrochen.Auf dem Rückweg wird vor allem die Transportnachfrage von Asien inden Arabischen Golf und das Rote Meer und von dort nach Nordeuropa

    bedient. Zum Erstanlauf erhielt derKapitän der Abu Dhabi, SajidMohammad Hussain, das Admirali-tätswappen des Hamburger Hafens.

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    Bengt van Beuningen (links), HafenHamburg marketing e.V., überreichtdem Kapitän der abu Dhabi, SajidMohammad Hussain, das admirali-tätswappen des Hamburger Hafens.

    16 MM Logistik · 4/2010

    AKTUELLES auS Der branCHe

  • MM Logistik · 4/2010 17

    AKTUELLESaus der branche

    WICHTIGE TERMINE

    Veranstaltung Ort/Termin Konditionen Veranstalter

    Webinar (Online-seminar)„Frachtkostenoptimierung“

    Online-Zugang,18. Mai 2010, 15 Uhr

    kostenfrei Vogel Business Media GmbH & Co. KG,Herr Markus Dalke,Tel. (09 31) 4 18-23 67,[email protected]

    Forum „nachhaltigkeitin der Logistik“

    Hamburg,26. Mai 2010

    kostenfrei (Mitgl. derLogistik-Initiative undder Umweltpartner-schaft); sonst 45 Euro

    Logistik-Initiative Hamburg,Herr Gernot Lobenberg,Tel. (0 40) 22 70 19-24,[email protected]

    Praxisseminar„die Welt der rFId – drahtloserleben und leben“

    Hannover,10. Juni 2010

    390 Euro IPH – Institut für Integrierte ProduktionHannover gGmbH, Frau Meike Wiegand,Tel. (05 11) 2 79 76-1 16,[email protected]

    8. hamburgerstaplertagung 2010

    Hamburg,17. Juni 2010

    150 Euro Helmut-Schmidt-Universität Hamburg,Frau Kerstin Semcken,Tel. (0 40) 65 41-22 87,[email protected]

    Viastore-Informationstag„saP in Lager und Logistik“

    Wuppertal,22. Juni 2010

    kostenfrei Viastore Systems GmbH,Herr Dr. Matthias Schweizer,Tel. (07 11) 98 18-1 42,[email protected]

    Inspector-Workshops 2010 –bildverarbeitungssensorik zumanfassen

    Düsseldorf, 26. Mai 2010;Stuttgart, 30. Juni 2010;Hamburg, 7. September 2010;München, 28. Oktober 2010

    kostenfrei Sick AG,Frau Antje Stein,Tel. (0 76 81) 2 02-38 73,[email protected]

  • BUNDESWIRTSCHAFTSMINISTERIUM

    Exportinitiative Energieeffizienzsichert Unternehmen VorsprungBerlin (bm) – In Zeiten knapper wer-dender fossiler Energieträger und stei-gender Energiepreise wächst weltweit derBedarf an Techniken, die den Energiever-brauch senken. Deutschland genießtbeim Thema Energieeffizienz einen her-vorragenden Ruf. Daher hat die Bundes-regierung unter Federführung des Bun-desministeriums für Wirtschaft undTechnologie (BMWi) unter der Dach-marke „Energieeffizienz – made in Ger-many“ die Exportinitiative Energieeffizi-enz eingerichtet. Sie unterstützt deutscheAnbieter von Techniken, Produkten undDienstleistungen in diesem Kontext.

    Die Initiative ist grundsätzlich auf allerelevanten Auslandsmärkte ausgerichtet.Einen Schwerpunkt bilden Aktivitäten inLändern mit hohem Wirtschaftswachs-tum sowie Industriemärkten von strate-gischer Bedeutung für die deutsche Ex-portwirtschaft. Außerdem möchte dieExportinitiative bestehende deutsche In-itiativen in diesem Handlungsfeld bün-deln, konzentrieren und ausbauen sowieKnow-how-Transfer für politische Ent-scheidungsträger, Multiplikatoren undMarktteilnehmer in den Zielmärkten leis-ten. So sollen die Rahmenbedingungenverbessert und ein Beitrag zur Erhöhungdes Klimaschutzes in anderen Regionen

    der Welt geleistet werden. Die Informa-tionsveranstaltungen finden regelmäßigstatt und haben wechselnde Exportmärk-te zum Thema. Dabei werden wichtigeInformationen über interessante Ziel-märkte ausgetauscht. Experten berichtenüber Hintergründe und geben Insider-wissen weiter. Die Teilnahme kann fürzukünftige strategische Entscheidungender Geschäftsentwicklung eine wichtigeOrientierungshilfe sein. Hinzu kommt,dass die Experten bei der Beurteilung derMarktchancen und -risiken helfen. Da-durch spart das Unternehmen Zeit undPersonalkosten. Die Teilnahme an denVeranstaltungen ist kostenfrei, lediglichfür das Catering muss ein geringes Ent-gelt bezahlt werden.

    Bei den Einkäuferreisen werden po-tenzielle Kunden und Interessenten indeutsche Unternehmen gebracht. DasUnternehmen hat dadurch die Möglich-keit, sich selbst und das eigene Leistungs-angebot individuell zu präsentieren.Durch den direkten Kontakt mit den aus-ländischen Einkäufern können wichtigeGeschäftsbeziehungen geknüpft undneue Absatzchancen ermöglicht werden.Bei den Einkäuferreisen entstehenkeinerlei Kosten für das teilnehmendeUnternehmen.

    Multiplikatorenreisen bringen auslän-dische Entscheidungsträger aus Wirt-schaft und Politik zu deutschen An-

    bietern. Die Effizienz deutscherTechnologien kann so greifbar und

    erlebbar gemacht werden. Beiden Multiplikatoren stehenhäufig Entscheidungenüber den Einsatz entspre-

    chender Technologien oderAusschreibungen von Dienstleis-

    tungen unmittelbar bevor. DieseZielgruppe kann so direkt von deutscherQualität überzeugt und für die Verbrei-tung deutschen Know-hows genutztwerden. Die Teilnahme an Multiplika-torenreisen ist ebenfalls kostenlos.

    Das gesamte Angebot der Export-initiative Energieeffizienz ist auf denInternetseiten unter www.efficiency-from-germany.info abrufbar.

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    SISc

    häfer

    Multiplikatorenreisen bringen auslän-dische Entscheidungsträger aus Wirt-schaft und Politik zu deutschen An-

    bietern. Die Effizienz deutscher Technologien kann so greifbar und

    erlebbar gemacht werden. Bei den Multiplikatoren stehen häufig Entscheidungen über den Einsatz entspre-

    chender Technologien oder Ausschreibungen von Dienstleis-

    tungen unmittelbar bevor. Diese Zielgruppe kann so direkt von deutscher Qualität überzeugt und für die Verbrei-tung deutschen Know-hows genutzt werden. Die Teilnahme an Multiplika-

    Die Exportinitiative Energieeffizienz ist einAngebot des Bundesministeriums für Wirt-schaft und Technologie (BMWi) an deutscheUnternehmen, ihnen unterstützend undberatend bei ihren Auslandsgeschäften zurSeite zu stehen.

    Bild:B

    MWi

    SSI SCHÄFER

    SOS gewinnt denIndustriepreis 2010Neunkirchen (bm) – Mit dem SchäferOrbiter System (SOS) hat SSI Schäfer denIndustriepreis 2010 in der Kategorie„Intralogistik & Produktionsmanagement“auf der Hannover-Messe 2010 gewonnen.Den Preis nahm Klaus Tersteegen, Mit-glied der Geschäftsleitung bei SSI Schäfer,entgegen. Die Produktinnovation SOSstellt ein kombiniertes Lager- und Trans-portsystem dar, das die Effizienz, Leis-tungsfähigkeit und Sicherheit eines Kanal-lagers erhöht und mit einem für Lager-lösungen einzigartigen Energiekonzept

    überzeugt. Das Shuttle-System setzte sich,wie es heißt, aufgrund seines hohen Inno-vationsgehalts sowie Industrienutzensgegen hundert qualifizierte Bewerbungendurch und wurde nur wenige Monatenach der Markteinführung am erstenMessetag in Hannover prämiert. Bereitsim März dieses Jahres durfte der SSI Schä-fer den Schweizer IVS-Innovationspreisentgegennehmen.

    „Ein Unternehmen ist dann erfolgreich,wenn es ihm gelingt, im weltweiten Wett-bewerb Erfahrungen, Wissen und Techno-logien derart zu kombinieren, dass hierausneue Ideen entstehen. Aus Ideen werdenInnovationen geboren, die auf den Marktkommen und sich dort etablieren – unddas unabhängig von der wirtschaftlichenLage“, erklärte Tersteegen.

    Klaus Tersteegen, Mitglied der Geschäfts-leitung von SSI Schäfer, Neunkirchen,nahm in Hannover stellvertretend für seinUnternehmen den Industriepreis 2010 inder Kategorie „Intralogistik & Produktions-management“ entgegen.

    18 MM Logistik · 4/2010

    AKTUELLES AUS DER BRANCHE

  • Energiesparen – dasGebot der StundeLaut Aussage des amtierendenBundesministers für Wirtschaftund Technologie (BMWi), RainerBrüderle, ist der rückläufige Ver-brauch Deutschlands an Primär-energieträgern im Jahr 2009vor allem rezessionsbedingt. Beieinem Anspringen der Wirtschaftwürde der Energiebedarf wiederansteigen. Daher sei es wichtig,über mehr Energieeffizienz undEnergiesparmaßnahmen denVerbrauch weiter zu begrenzen.In diesem sicher richtigen Kon-text wurde durch die Bundesre-gierung unter Federführung desBMWi und von Partnern unter derDachmarke „Energieeffizienz –made in Germany“ die Export-initiative Energieeffizienz einge-richtet (siehe auch Beitrag links).Diese Exportinitiative unterstütztdeutsche Anbieter von Pro-dukten, Systemen und Dienstleis-tungen im Bereich Energieeffi-zienz. Unter dieser Dachmarkewerden eine projekt- und ak-teursübergreifende Informations-infrastruktur sowie umfassendeInformationen in wichtigenHandlungsfeldern angeboten.Das „Special Energieeffizienz“will auf den nächsten Seiten ei-nen kleinen Einblick in neuesteTechnologien geben, wie insbe-sondere Entscheider in der Logis-tikbranche an neuen Konzeptenund Technologien teilhaben undsie für ihr Unternehmen nutzenkönnen. Ich wünsche Ihnen eineinteressante Lektüre.

    BERND MAIENSCHEIN, REDAKTEUR

    www.mm-logistik.de

    14. Mai 2010

    Batterieladegeräte · Regalbediengeräte · Antriebe

    Energie gewinnenstatt verschenken

    www.mm-logistik.dewww.mm-logistik.de

    LogistikLogistikSPECIAL

    Energieeffizienz

  • In einem Warenverteilzentrum verbergen sich zahl-reiche Energieeinsparpotenziale. Als einer der weltweitführenden Anbieter von Lager- und Logistiksystemenhat SSI Schäfer dabei eine tragende Rolle. Wir sprachenmit Rudolf Muhlfinger, Projektmanager Vertrieb derSSI Schäfer Automation Group in Giebelstadt.

    MM Logistik: Wo sehen Sie diegrößten Energiesparpotenziale imWarenverteilzentrum?Muhlfinger: Die Einsparmöglich-keiten in einemWarenverteilzent-rum sind vielfältig und beschrän-ken sich nicht auf die Anlagen-technik. Bei geringem Automati-sierungsgrad lassen sich durchWegeoptimierung im internenTransport, Wärmedämmung desGebäudes, sensorgesteuerte Be-leuchtung oder durch Optimierungdes Heizsystems erhebliche Ein-sparungen erreichen. Bei Verteil-zentren mit höherem Automatisie-rungsgrad kann auch die Anlagen-

    technik ihren Beitrag zur Energie-einsparung leisten. Das fängt anmit einer konstruktiven Optimie-rung bei der Layoutgestaltung,beispielsweise Rollenbahnen stattKettenförderern, geht weiter mitdem Einsatz von wirkungsgradopti-mierten Antriebssystemen, demAbschalten der Antriebe nach er-folgtem Transport, EDV-gestützterAnlagensteuerung bis hin zum Ein-satz von Rückspeisesystemen.

    MM Logistik: Welche Möglich-keiten der Energierückgewinnunggibt es und wie groß sind die Ein-sparpotenziale?

    Muhlfinger: Möglichkeiten zurEnergierückgewinnung sehen wirin einemWarenverteilzentrum inder Wiederverwendung der imgeneratorischen Betrieb (Brems-betrieb) eines Antriebes erzeugtenEnergie. Diese kann zum einendurch energieeffiziente Ansteue-rung der Antriebe innerhalb einesGerätes von einem anderen Antriebwiederverwendet werden oderdurch den Einsatz von Netzrück-speisesystemen innerhalb des Ver-teilzentrums verbraucht werden.Die Einsparpotenziale hängenjedoch stark von den Gerätetypenund der Beauftragung ab. Beieinem Palettenregalbediengerät mitNetzrückspeisesystem, mit Seilhub-werk und Laufrädern aus Stahl liegtdie Energierückgewinnung unterZugrundelegung des FEM-Stan-darddoppelspieles bei bis zu 50%.Bei Geräten mit Zahnriemenhub-werken oder Kunststoff-Laufrädernist die Energierückgewinnung untergleichen Bedingungen wesentlichgeringer.

    MM Logistik: Motoren welcherEnergieeffizienzklassen werden fürRegalbediengeräte überhaupt nocheingesetzt?Muhlfinger: Der Trend geht eindeu-tig hin zu Motoren der Klasse IE2,die aufgrund eines verbessertenWirkungsgrades speziell im Dauer-betrieb ihre Vorteile haben. Bei Re-galbediengeräten mit ständigen Be-schleunigungs- und Abbremspha-sen kommt der Vorteil dieser Mo-toren nur teilweise zur Geltung. Beikleinen und hochdynamischen Re-galbediengeräten kommen auchSynchronantriebe zum Einsatz, dieaufgrund ihres permanent erregtenLäufers noch weniger Energie ver-

    Energie gewinnenstatt verschenken

    Rudolf Muhlfinger,Projektmanager Ver-trieb der SSI SchäferAutomation Group:

    „Optimierungs-potenzial liegt nochim Standby-Ener-gieverbrauch vonRegalbediengeräten,zum Beispiel durchdie Netzsynchroni-sierung bei Netz-rückspeisung oderbei der RealisierungunterschiedlicherBeschleunigungs-rampen für Volllast-und Schwachlast-betrieb.“

    SPECIAL ENERGIEEFFIZIENZ

    Energie gewinnen

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    SPECIAL ENERGIEEFFIZIENZFÖRDERTECHNIK

    20 MM Logistik · 4/2010

  • brauchen als die Drehstromasyn-chronmotoren der Klasse IE2.

    MM Logistik: Gibt es bei den Fre-quenzumrichtern noch Spielraum,um den Motor optimal hochlaufenzu lassen?Muhlfinger: Frequenzumrichterheutiger Bauart lassen sich über Pa-rametrierung schon sehr gut aufden jeweiligen Anwendungsfall ein-stellen. Das gilt auch für den Hoch-lauf. Optimierungspotenzial liegtnoch im Bereich des Standby-Ener-gieverbrauches des Regalbedienge-rätes, zum Beispiel durch die Netz-synchronisierung bei Netzrückspei-sung oder bei der Realisierung un-terschiedlicher Beschleunigungs-rampen für Volllast- und Schwach-lastbetrieb.

    MM Logistik:Was könnte man her-stellerseitig noch tun, um dieWege,die das Regalbediengerät zurückle-gen muss, zu optimieren?Wie kanndie Software verbessert werden, umdie Steuerung zu optimieren?Muhlfinger: Die Fahrwege einesRegalbediengerätes werden von derBeauftragung durch das Lagerver-

    waltungssystem und somit vomTagesgeschäft des Verteilzentrumsvorgegeben. Wir als Hersteller ver-suchen selbstverständlich, unsereGeräte in Bezug auf Funktion undEnergieverbrauch zu optimieren,stehen aber immer imWettbewerbmit Mitanbietern und der Kundeschaut auch auf die Wirtschaftlich-keit des angebotenen Systems.Außer den vorher erwähnten Mög-lichkeiten zur Energierückgewin-nung liegt unser Fokus auch auf derReduzierung des Energiever-brauches. Und gerade in diesemFeld können Optimierungen in derSoftware sowohl auf SPS- als auchauf Seiten des übergeordnetenVerwaltungssystems, wie zumBeispiel durch Geschwindigkeits-reduzierung bei Schwachlastbe-trieb, Abschalten der Geräte inschwachlast- und betriebsfreienZeiten, energieeffiziente Ansteue-rung von Fahr- und Hubwerksan-trieb bis hin zur tourengerechtenAuslagerung, zur Energieeinspa-rung beitragen. MM

    Das Regalbediengerät Schäfer Miniload Crane SCM1 für Anwendungen imHöchstleistungsbereich ist ein Beispiel für Energieeffizienz aus dem Hause SSISchäfer.

    fördertechnikSpECIAL EnERgIEEffIzIEnzBilder:S

    SISc

    häferNoe

    llGmbH

    Das Interview führte MM-RedakteurinClaudia Otto

    MM Logistik · 4/2010 21

  • 22 MM Logistik · 4/2010

    Energieeffizienz ist das Gebot der Stunde. Mit immer neuen Antriebs-konzepten wetteifern die Hersteller von Flurförderzeugen um densparsamsten Gabelstapler oder das energieschonendste Lagertechnikgerät.Bei Fahrzeugen mit Elektroantrieb wird jedoch ein ganz wichtiger Faktoroft vernachlässigt: das Batterieladen.

    HARALD SCHERLEITNER

    Das Batterieladegerät stellt beider Anschaffung eines drei-teiligen Systems, bestehendaus Fahrzeug, Batterie und Ladege-rät, den mit Abstand kleinsten Kos-tenfaktor dar. In vielen Kaufverhand-lungen wird deshalb oft sogar nur amRande darüber gesprochen, welchesLadegerät letztlich mit dem gewähl-ten Gabelstapler oder Lagertechnik-gerät zusammen ausgeliefert wird.Dabei sollten Anwender gerade beimThema Batterieladegerät ganz genauhinschauen. Denn das Ladegerätspielt eine große Rolle bei der Opti-

    mierung der laufenden Betriebskos-ten eines Systems.

    Grundsätzlich wird bei Ladegerä-ten zwischen der herkömmlichen50-Hz-Trafotechnik und dermoder-neren Invertertechnologie unter-schieden. In der Vergangenheit wur-den die laufenden Betriebskostenvon Flurförderzeugenmeist vernach-lässigt und die 50-Hz-Trafotechnikpunktete mit dem günstigen An-schaffungspreis. Daher haben solcheLadegeräte auch heute noch einenMarktanteil von über 60%.

    Seit einigen Jahren findet auf-grund der steigenden Rohstoff-,Strom- sowie Batteriekosten und derDiskussion über CO -Emissionenein Umdenken statt. Die laufendenBetriebskosten sind mittlerweile ein

    entscheidendes Kaufkriterium, daherführt inzwischen kaumnoch einWegan Inverter-Ladegeräten vorbei.

    Ladegeräte mit Inverter- oderHochfrequenz-Technik sind zwar inder Anschaffung teurer als die her-kömmlichen Ladegeräte mit einer50-Hz-Trafotechnik, dafür bieten sieallerdings eine Fülle von unüberseh-baren Vorteilen. Zu nennen sind vorallem der deutlich geringere Strom-bedarf, die längere Batterielebens-dauer und der zum Teil erheblichreduzierte Platzbedarf.

    Bei der Inverter-Technik wird derLadevorgang der Batterie vollständigkontrolliert. Die Batterie wird miteinem konstanten Strom bis zu einerbestimmten Spannung geladen, wo-nach das Ladegerät auf spannungs-konstante Ladung umschaltet. Durchpermanente Soll-/Istwert-Vergleicheder Ladespannung werden darüberhinaus auch Schwankungen derNetzspannung ausgepegelt.Wird dieNetzspannung innerhalb eines be-stimmten Toleranzbereiches über-oder unterschritten, schaltet dasGerät automatisch ab. Bei defektenBatteriezellen schützt eine intelli-gente Abschaltfunktion vor Über-ladung.

    Moderne Ladetechnik ist schonein Teil vieler Rental-Verträge

    Da der Ladestrom bei Inverter-Lade-geräten eine sehr geringe Restwellig-keit hat, wird die Batterie währenddes Ladens nur gering erwärmt.Durch diese Form der Energieum-wandlung werden bessereWirkungs-grade und infolgedessen ein geringe-rer Energieverbrauch erzielt. Auf-grund der sogenannten I-Puls-Lade-beschleunigung wird die Batterie mitgenau abgestimmten Stromimpulsenin kürzerer Zeit mit mehr Energieversorgt als bei herkömmlichenLadesystemen.

    Harald Scherleitner ist Prokurist undSpartenleiter Batterieladesysteme bei derFronius International GmbH in A-4600Wels, Tel. (0043-7242) 2410, [email protected]

    Moderne Batterieladegerätesind nicht nur hochgradig ener-gieeffizient, sondern meist auchsehr kompakt in ihrer Bauform.Mit einem Gewicht von 1,9 bis40 kg können Inverter-Gerätesogar platzsparend an der Wandmontiert werden.

    Batterieladegerätesind der Schlüssel zum Stromsparen

    FÖRDERTECHNIK SPECIAL ENERGIEEFFIZIENZSPECIAL ENERGIEEFFIZIENZSPECIAL ENERGIEEFFIZIENZ

  • fördertechnikspecial energieeffizienz

    MM Logistik · 4/2010 23

    Die Ladezeit wird durch dieseelektronische Form der Elektro-lytumwälzung um rund eine Stundeverkürzt. Wenn es noch schnellergehen soll oder wenn Zwischenla-dungen nötig werden, ist die Varian-te Air-Puls ideal: Mit einer pneuma-tischen Elektrolytumwälzung ver-kürzt sich die Ladezeit im Vergleichmit den Standardgeräten um etwazwei Stunden.Wechselbatterien kön-nen dann in den meisten Fällen ein-gespart werden. Von außen sindsolche Geräte durch die im Durch-schnitt um etwa 20% reduzierteBaugröße und das deutlich geringereGewicht erkennbar.

    die inverter-technik spart überein drittel der Stromkosten ein

    Einige Hersteller und Händler vonFlurförderzeugen sowie in diesemBereich angesiedelte Serviceorgani-sationen nutzen bereits diese Vorteileund setzen die entsprechenden La-degeräte in ihren eigenen Produkti-onsstätten ein. Auch bei denmittler-weile gängigen Rental-Verträgen, beidenen komplette Systeme über einenZeitraum von drei bis fünf Jahren füreinenmonatlichen Fixbetrag gemie-tet werden, setzen die Hersteller oderHändler auf diemodernere Inverter-technik.

    Die Fronius International GmbHim österreischichen Wels stellt seitüber 60 Jahren Batterieladegeräte herund setzt seit fast 20 Jahren aus-schließlich auf die Invertertechnik.Die Sparte entwickelt und produziertheute Ladegeräte für Starter- undAntriebsbatterien auf Basis der „Ac-tive Inverter Technology“.

    Fronius-Batterieladegeräte garan-tieren schon mit den Standard-Aus-führungen der auf elektrisch betrie-bene Flurförderzeuge zugeschnitte-nen Selectiva-Serie eine optimierteLadung und verlängern so dieLebensdauer der Batterie um bis zu25%, im Schnitt um etwa zwei Jahre.Im Hinblick auf die steigenden Blei-und damit auch Batteriekosten istdies ein wichtiger Aspekt.

    Darüber hinaus haben sie einenWirkungsgrad von bis zu 96%. Damitlässt sich bei der Inverter-Techniknicht selten über ein Drittel der

    Stromkosten einsparen, denn die alte50-Hz-Trafotechnik erreicht nurWirkungsgrade zwischen 55 und75%. Wegen der genannten Spar-potenziale amortisieren sich dieAnschaffungskosten für die Batterie-ladegeräte innerhalb kurzer Zeit.

    kompakte Ladegerätesparen wertvollen Lagerplatz

    Außerdem erzielt man durch die biszu 70% geringere Größe der Inverter-Geräte im Vergleich zu herkömm-licher Technik, die Stahlschränkeund große Transformatoren braucht,eine enorme Platz- und Gewichtser-sparnis. Sogar die Wandmontage istmöglich, weil die Geräte gerade ein-mal zwischen 1,9 und 40 kg wiegen.Gerade bei Neubauten von Logistik-zentren läßt sich hier wertvolleLagerfläche einsparen, die dann an-derweitig verplant werden kann.

    Ein weiterer Gesichtspunkt darfbei der Active Inverter Technologykeinesfalls übersehen werden: die

    Umwelt. Um ein CO₂-Emissions-Gleichgewicht zwischen der neuenActive Inverter Technology und deralten 50-Hz-Trafotechnik zu erhal-ten, sind beim Einsatz eines altenLadegerätes zwischen 20 und 80 Bäu-me mehr notwendig, die ja bekann-termaßen für eine ausgeglicheneKohlendioxid-Bilanz der Atmosphä-re bedeutsam sind. Eines anschau-licheren Vergleichs bedarf es wohlnicht, um die 50-Hz-Trafotechnik alsAuslaufmodell einzustufen.

    Mit dem Ziel, interessierte Unter-nehmen durch eine gesamtwirt-schaftliche Betrachtung von denVorteilen einer höheren Anfangs-investition zu überzeugen, bietetFronius einen kostenlosen Batterie-Betriebskosten-Check an. In diesemVerfahren werden mit Hilfe einesspeziellen Berechnungstools dasEinsparpotenzial und die Amortisa-tionszeit eines Batterieladesystemsmit der Active-Inverter-Technologyermittelt. MM

    Beim erwerb undeinsatz von elek-trisch betriebenenflurförderzeugenwird oft noch vielzu wenig auf denenergieeffizienz-faktor Batterie-ladung geachtet.Dabei steckt geradedarin noch sehrviel einsparpoten-zial – trotz höhereranschaffungskos-ten.

    ein Batterie-Be-triebskosten-checkmit einer gesamt-wirtschaftlichenBetrachtung zeigt,dass sich die höhereanfangsinvestitionin ein modernesBatterieladesystemwegen des einspar-potenzials und derrelativ schnellenamortisationszeitlohnen kann.

    Bilder:F

    ronius

  • SPECIAL ENERGIEEFFIZIENZSPECIAL ENERGIEEFFIZIENZSPECIAL ENERGIEEFFIZIENZFÖRDERTECHNIK

    24 MM Logistik · 4/2010

    Die Energieeffizienz einer Logistikanlage ist bei einer Projektvergabeschon längst keine weiche Einflussgröße mehr. Der Kunde verlangt nachressourcenschonender Technik. Dabei sollten dem Kunden keine höherenInvestitionskosten als bei der herkömmlichen Technik entstehen.

    ULRICH SCHLOSSER

    Hochdynamische Kommissi-oniersysteme und grüneLogistik sind kein Wider-spruch. Das beweisen die ParksteinerLogistiker von Witron. Die Ener-gieeffizienz einer Logistikanlage istbei einer Projektvergabe schon längstkeine weiche Einflussgröße mehr.Dieses Thema ist für den Kundenheutzutage genauso wichtig wie dieFaktorenWirtschaftlichkeit, Ergono-mie oder die technische Leistungsfä-higkeit einer Anlage. Dabei macht eskeinen Unterschied, ob es sich umein Projekt in Europa oder in denUSA handelt. Der Kunde verlangtnach ressourcenschonenden Lö-sungen und Witron ist gefordert,diese anzubieten. Dabei entstehendem Kunden keine höheren Investi-tionskosten als bei der herkömm-lichen Technik.

    Voraussetzung für durchgängiggrüne Logistikkonzepte ist, dass diegesamte Prozesskette und die ver-schiedenen Systemhierarchien so-wohl vertikal als auch horizontal

    ganzheitlich betrachtet werden (sieheGrafik). Nur so können gesamtheit-liche 3E-Lösungen (Economy, Ergo-nomics und Environment) geschaf-fen werden.

    Dies beginnt schon bei der Logis-tikplanung und beinhaltet alle nach-folgenden Hierarchien von der Soft-wareebene über die Steuerungsebenebis hin zur Komponenten- und Me-chanikebene. Denn auch die vonWitron eingesetzte Fördertechnik,die Behälter-Regalbediengeräte unddie COM-Maschinen werden vomTochterunternehmen FAS selbst ent-wickelt und hergestellt. So könnendie Anforderungen des Marktes un-mittelbar in die speziell für Witronproduziertenmechanischen Kompo-nenten einfließen. Dies ist auch beider Konzeption von umweltfreund-lichen Techniken von Vorteil.

    Schon die Planungsebene sollteauf Sparpotenziale achten

    Bei vielen Witron-Lösungen wirddurch eine kompakte Lagerung undkurze Förderstrecken der Flächenbe-darf im Distributionszentrum imVergleich zu konventionellen Lager-techniken um teilweise 50% redu-

    ziert. Dadurch können vor allem inTiefkühl- und temperaturgeführtenLagerbereichen erhebliche Kosten-einsparungen im Energiesektor ge-neriert werden. Auch die Optimie-rung des Materialflusses in einerLogistikanlage birgt hohes Ener-giesparpotenzial. So sind beispiels-weise in der neusten OPM-Genera-tionmehrere Ladehilfsmittel zu einerTransporteinheit auf der Fördertech-nik zusammengefasst. Die Einschalt-dauer der Förderelemente wird da-durch deutlich reduziert und derEnergieverbrauch der Anlage bis zu30% gesenkt. Insgesamt werdendurch die Maßnahme etwa 40% we-niger Antriebe in einem OPM-Sys-tem benötigt.

    Zudem führen ein exakt geplanterMaterialfluss, die intelligente Kom-bination von verschiedenen Logistik-modulen und das variable Aufstellender Artikel anhand der Auftrags-struktur nicht nur zu optimiertenFahrwegen der Regalbediengeräteund zu kürzeren Durchlaufzeiten.Auch die Generierung weniger Pack-stücke und dicht gepackte Ladungs-träger sind die Folge, was die Lkw-Fahrten reduziert und die Transport-fläche optimal auslastet. Energieeffi-ziente Projektplanung bezieht sichdabei aber nicht nur auf Neuanlagen,

    Ulrich Schlosser ist Vertriebsleiter bei derWitron Logistik + Informatik GmbH in92711 Parkstein, Tel. (09602) 600-0, [email protected]

    Grüne Logistikist wirtschaftlich und ergonomisch

    EnergieeffizienteGesamtkonzepte

    müssen die SupplyChain sowohl

    vertikal als auchhorizontal durch-

    dringen.

  • fördertechnikspecial energieeffizienz

    MM Logistik · 4/2010 25

    sondern ist auch bei der Sanierungvon Altanlagen und der Betreuungder „installierten Basis“ wichtig. MitEnergie-Audits erstellt Witron fürseine Kunden beispielsweise eineEnergiebilanz von bestehenden In-stallationen. Dabei prüfen auf Ener-giethemen spezialisierteWitron-Ex-perten vor Ort beim Kunden dieInfrastruktur des Logistikzentrumsinklusive aller Komponenten undProzesse, um anschließend ein nach-haltiges Optimierungskonzept zuerarbeiten.

    Als Generalunternehmer, der dieSoftware sowie die Mechanik liefert,hat Witron die Möglichkeit, Mecha-nikmit niedrigem Energieverbrauchnicht nur zu bauen, sondern aucheffizient zu steuern. Effektive Soft-ware-Funktionalitäten wie Volumen-kalkulation oder Auftragszusam-menführung merkt der Kunde auchin seiner CO2-Bilanz. Durch denEinsatz effizienter automatisierterLogistiklösungen verringert sich dieAnzahl der Auslieferungsfahrten auf-grund dicht gepackter Ladungsträgerum 10 bis 20%. Die Folge sind deut-liche Einsparungen bei den Energie-kosten und beim CO2-Ausstoß.

    Enormes Energiesparpotenzialwird genutzt, wenn die Anlage imSparmodus läuft. In durchsatz-schwachen Phasen undAnlageberei-chen beschleunigen die Regalbedi-engeräte langsamer und nur auf einegeringere Geschwindigkeit. Gleich-zeitig werden die Fahrwege weiteroptimiert, dadurch veringert sich derEnergieverbrauch sowie der Fahr-zeugverschleiß. EngergieoptimierteHub- und Fahrwerksachsen an denFahrzeugen ermöglichen es, dass dasHubwerk in der Bremsphase desFahrantriebes angehoben wird undsich in der Beschleunigungsphasedes Fahrantriebes senkt. Diese Tech-nik wird seit etwa zehn Jahren ange-wandt und kann den Wirkungsgradder Fahrzeuge um 30% steigern.

    energieeffizienz findet auchauf komponentenebene statt

    In die von FAS hergestellte Behälter-fördertechnik, Heber und Querver-schiebewagen fließen beiWeiter- undNeuentwicklungen viele energiespa-rende Aspekte mit ein. Ein deutlichverbesserter Wirkungsgrad durchgetriebelose Antriebe und ein verbes-sertes Anlaufverhalten durch dieVerwendung von Frequenzumrich-tern bringen messbare Vorteile fürden Betreiber.

    Die von Witron verwendetenHeber und Querverschiebewagensind überwiegend mit Rückspeise-einheiten bestückt. In aktuellen Pro-jekten ist der Einsatz von Synchron-antrieben in der Fördertechnikbereits fester Bestandteil. Synchron-antriebe vermindern den Energiebe-darf durch eineWirkungsgradsteige-rung im Teillastbereich und eineReduzierung derMotorbaugröße umbis zu 40%. Durch den Einsatz vonRegalbediengerätenmit Rückspeise-einheiten konnte deren Energiebe-darf um bis zu 60% reduziert werden.Anlagen mit teilweise mehr als 160Fahrzeugen an einem Standort wer-den seit 1999 erfolgreich mit dieserTechnik betrieben. Die Verwendungvon getriebelosen Antrieben undeine optimale Drehmomentausnut-zung in den COM-Maschinen, För-derern oder Stauplatzantrieben be-wirkte, dass diese bis zu 25%wenigerEnergie benötigen als die vorher ein-gesetzte Technik.

    Durch SPS-gesteuerte, autarkeStauantriebe kann der ständig lau-fendeHauptantrieb eines Staurollen-förderers entfallen. Die einzelnenFörderersegmente laufen im Spar-modus, also nur dann, wenn sichjeweils Fördergut darüber bewegt.Der Energiebedarf hängt damit alleinvon der Anzahl der bewegten Trans-porteinheiten ab, Leerlaufzeiten ent-fallen. Bei energiesparenden Lö-sungen fließen auf Komponenten-Ebene auch die Themen Sensorikund Aktorik mit ein. Im Bereich derAktorik setztWitron schon seit Län-geremkeine pneumatischenAntriebemehr ein. Grund ist der schlechteWirkungsgrad bei der Drucklufter-zeugung und -verteilung.

    Witron bekennt sich zum Einsatzumweltschonender Techniken. Be-züglich des Einsatzes von ressour-censchonenden Lösungen haben dieParksteiner große Ansprüche an sichselbst. Die Weiterentwicklung vonenergieeffizienten Logistiklösungenhat demzufolge hohe Priorität: Inno-vative Logistiklösungenmit minima-lem Energieverbrauch bringenWett-bewerbsvorteile für den Kunden, fürWitron – und ganz besonders für dieUmwelt. MM

    energieeffiziente fördertechnikläuft nur dann, wenn sich förder-gut darüber bewegt.

    Bilder:W

    itron

  • SPECIAL ENERGIEEFFIZIENZSPECIAL ENERGIEEFFIZIENZSPECIAL ENERGIEEFFIZIENZFÖRDERTECHNIK

    Kosten runterDie Energiekosten sind einer der größten Kostenfaktorenin der Intralogistik mit großem Einsparpotenzial. Es gibtviele Möglichkeiten, durch die richtige Zusammensetzungder Produkte sowie die präzise Auslegung und Dimensio-nierung der Antriebe nachhaltig Kosten zu senken.

    MARCO WALZ

    Umdurch effiziente Antriebs-lösungen die Energiekostensignifikant zu senken, sinddrei Grundsätze zu beachten: die in-telligente Bereitstellung von Energie,etwa durch Nutzung geregelter An-triebe, der Einsatz von Komponentenmit hohem Wirkungsgrad und dieNutzung von Bremsenergie (genera-torischer Energie).

    Zunächst einmal geht es darum,nur so wenig Energie einzusetzen wiemöglich. Energie intelligent bereit-zustellen heißt in diesem Zusam-menhang vor allem, Antriebe be-darfsgerecht zu dimensionieren undzu regeln. Entscheidende Vorausset-zung dafür ist es, genau zu wissen,wie viel Energie überhaupt für denProzess benötigt wird und ob dieserBedarf konstant ist oder sich ändert.Zu bedenken ist außerdem, ob dieRegelung des Antriebs über einenUmrichter zu einer Senkung des

    Energieverbrauchs führt. Hinter-grund ist, dass im Teillastbetrieb fastalle Antriebskomponentenmit einemschlechterenWirkungsgrad arbeiten.Für denmechanischen Prozess mussdeshalb verhältnismäßig mehr elek-trische Energie und damit auchmehrVerlustleistung aufgebracht werden.Eine genaue Dimensionierung derAntriebslösung setzt deshalb beimlastabhängigen Leistungsbedarf an.Dieser ergibt sich aus der gefordertenLeistung an der Antriebs- oder Ab-triebswelle. Je genauer die Anforde-rungen an die zu betreibende Ma-schine bekannt sind, desto genauerkönnen die Antriebskomponentenausgewählt werden.

    Lenze bietet ein optimal auf dieseAufgabe zugeschnittenes Antriebs-auslegungswerkzeug an, den „DriveSolution Designer“ (DSD). Dieserverfügt über umfangreiche Biblio-theken vonApplikationen und derenspezifischen Berechnungen. DasDSD-Programm führt den Bedienerdurch die verschiedenen Auswahl-möglichkeiten der Produktebenenund bietet Vergleichsmöglichkeitenzwischen mehreren Antriebslö-sungenmit dem sogenannten „Ener-giepass“ an. Mit diesem Protokolllässt sich der Energiebedarf einesAntriebsstranges und der einzelnenKomponenten berechnen. Zusätzlichkann die rückspeisbare Energie be-rechnet werden, die über den DC-Bus ausgetauscht oder über einRückspeisemodul in das Versor-gungsnetz zurückgeführt werdenkönnte.

    Drehzahl und Drehmomentan Prozessbedarf anpassen

    Fast alle mechanischen Prozesse ha-ben einen Leistungsbedarf, der nichtkonstant ist, sondern von externenParametern, wie zum Beispiel derProduktionsmenge, abhängt. Miteinem Frequenzumrichter könnendie beiden physikalischen Parameter,die die mechanische Leistung be-stimmen – Drehzahl und Drehmo-ment –, an den Prozessbedarf ange-passt werden. Über einen Fre-quenzumrichter geregelte Dreh-strommotoren ermöglichen einsanftes Anlaufen. Z