Rezensionen und Konzertkritiken zu Junker-Klaiber Duo ... · PDF fileJunker-Klaiber Duo:...

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  • Rezensionen und Konzertkritiken zu Junker-Klaiber Duo: Eternally Music by Charlie Chaplin

    Akustik Gitarre 04/2008: Schwbische Zeitung 04/2008:

  • Konzertkritik Schorndorf 10.12.2008

  • Widerrede von Alexander Schmitz gegen einen Verriss der CD im Jazzpodium04/2008:

    Manfred Junkers & German Klaibers neues Duo-Album. Ein Pldoyer Eine Widerrede Ungewhnliche Umstnde erfordern - oder rechtfertigen - ungewhnliche Manahmen. ImFall von "eternally" [factoryoutlet records for 801], dem neuen Duo-Album von ManfredJunker und German Klaiber, besteht der ungewhnliche Umstand in der Tatsache, dassder Rezensent des "Jazz Podium", der sich im April-Heft zu neuen Duo- Alben uert, imFall von "eternally" irgend etwas falsch oder womglich gar nicht gehrt hat. Dieungewhnliche Manahme besteht darin, dass man sich als Journalist fr gewhnlichjeglicher Kollegenschelte enthlt, mehr noch aber darin, dass yours truly sich an dieserStelle zu einem Album uert, fr das er die Ehre hatte, die Liner Notes schreiben zudrfen. Das tut man also normalerweise nicht, weil mit grter Sicherheit anzunehmen ist,dass man nicht mehr das "objektive" Ohr hat, unter Umstnden eine Platte in Grund undBoden schreiben zu knnen, fr die in den Liners Lobesworte fand.Ich begehe diesen Versto gegen die guten Sitten vorstzlich, und zwar nicht, weil ich dieLiners zu "eternally" schrieb, sondern weil besagter Rezensent just das schrieb, was manunten nachlesen kann. Ich hoffe zwar, dass das "Jazz Podium" mich nun wegen dieserZeilen hier nicht von der Liste seiner Rezensenten streicht. Aber auch, wenn solch eineMglichkeit noch weiter im Bereich des Mglichen lge, wrde ich meiner Verwunderungber die JP-Besprechung Ausdruck verleihen, auch coram publico.Vor genau drei Jahren, im April 2005, stellte agas die Platte "Meeting Mr Rodgers" [hier]vor. Das war Manfred Junkers und German Klaibers erster grerer Vorsto in dieRichtung, in der sie sich nun der Musik des groen Chaplin zugewandt haben. Die Plattewar wirklich Lobeshymnen wert, eine wunderbar zarte, wunderbar musikalische und, lastnot least, gitarristisch uerst wohlgeratenen Hommage an einen Groen des GreatAmerican Songbook, von der, denke ich, niemand behauptet htte, sie sei ihrem Objektder Wrdigung nicht gewachsen gewesen.Es ist seltsam, dass der JP-Rezensent von "eternally" nicht erkennen konnte, von wie vielKultiviertheit, von wie viel feinem Stil, wie viel Wrme und Sensibilitt und, jawohl,Hochachtung vor der Gre dieser amerikanischen Tonsetzer auch diese neue Duo-Plattegetragen ist.Mir kommt die JP-Besprechung, so kurz sie ist, vor wie von jemandem geschrieben, dersie berhaupt nicht gehrt hat oder dessen Verstndnis fr Musik generell einergrndlichen Prfung bedrfte. "Ein wenig monoton" und "blass" sei das, was Manfred undGerman da machen, ach, und German kme als "Nebendarsteller" nur selten ber dieRolle des "klassischen Begleiters" hinaus. Was hat er erwartet? Was erwartet er voneinem Gitarre/Bass-Duo, das im Great American Songbook blttert? Und hat er Germanden Bass nicht gleich zu Anfang streichen gehrt? Ist ihm Germans solo schon im drittenTitel, "Sing a Song" entgangen? Hat er nicht wahrgenommen, wie amsant Manfred die"Mandolin Serenade" spielt? Hat er nicht gehrt, wie er "Without You" fingerstyle spielt(und brigens in dropped D)? Oder wie er in "You are the Song" sein jazzgitarristischesFormat ausspielt? Hat er berhrt, dass es nicht nur Stcke mit der Archtop, sondern auchmit der Flattop gibt, wie schon in "Mr Rodgers"?Vielleicht hat der Rezensent auch die offen gespielten Saiten als "monoton" rezipiert,obwohl sie gerade das nicht sind? "Bei vielen Passagen", schrieb mir Manfred als Antwortauf eine von mehreren Fragen, "habe ich es so eingerichtet, dass eine Leersaite mitklingt,was zum Teil das Greifen sehr unorthodox, aber dafr den Klang fr mich interessantermacht."

  • Ein Gitarre/Bass-Duo ist von Natur aus eine zarte Angelegenheit. Da geht es um Nuancen,um Kunstgriffe, die so heien, weil sie was mit Kunst zu haben. Es geht um ein Hren,das, idealerweise, an Sensibilitt genau so viel aufbringen kann wie die Musiker. EineRezension der Rodgers-CD aus der Rottweiler Zeitung vom 11. Mrz 2005 zeigt, wie esauch gehen kann [unten].Und wenn dem JP-Rezensenten das "Anrhrende", das er in den Kompositionen Chaplinsaufgesprt hat, in den Hommagen von Junker und Klaiber entgangen ist, dann ist dasnicht Junkers und auch nicht Klaibers Problem. Das wird es erst durch eine solche, sagenwir, unfaire ffentliche "Einschtzung.Aus jahrzehntelanger Arbeit als Kritiker ist mir das Ur-Problem bei alledem natrlich nichtentgangen; es ist mir niemals entgangen: dass man ber Kunst eigentlich wirklich nichtstreiten kann. Ich habe mich oft, sehr oft gefragt, welche ethische Berechtigung icheigentlich habe, meine Meinung ber irgendeine Platte zu verffentlichen. Woraus ich mirdas Recht ableite, urteilen zu drfen. Eine Antwort darauf zu finden, ist schwierig. Heuteleiste ich mir die Unverschmtheit, zu sagen: aus meiner Erfahrung.Und genau die gibt mir auch, behaupte ich, das Recht, zwei Musiker und deren neuePlatte zu verteidigen, obwohl mir das nach den Regeln von Sitte und Anstand - vulgo:aufgrund von Befangenheiten - eigentlich untersagt wre.

    (Die "eternally"-Besprechung im "Jazz Podium" [April '08]

    Die Hosen an im Junker-Klaiber-Duo hat ganz klar Gitarrist Manfred Junker. "Eternally"(nur erhltlich ber Internet www.manfredjunker.com) ist eine ein wenig monoton wirkendeund letztlich blass bleibende Hommage an die Musik Charlie Chaplins. Bassit GermanKlaiber ist Nebendarsteller, gelangt nur selten ber die Rolle des klassischen Begleitershinaus und darf wie zur Entschdigung einmal ein Stck solo spielen. Dass damit dieanrhrenden Kompositionen de erfolgreichsten Tramps aller Zeiten, die immer im Schattenseiner Filme geblieben sind, populrer werden, wie die beiden es wnschen, ist nicht rechtvorstellbar.)

    Andreas Polte auf www.archtop-germany.de

    Manfred Junker-g, German Klaiber-b. Nach der Umsetzung musikalischen Materials vonRichards Rodgers, fr das das Duo den Titel CD des Jahres 2005 bekam, widmen sichJunker und Klaiber nunmehr dem musikalischen Vermchtnis Charlie Chaplins. Die Erwartungshaltungen sind hoch und werden nicht enttuscht. In kammermusikalischerManier nhert sich das Duo den Stcken und schafft es dabei intuitiv, die verschiedenenStimmungen der Filme von komisch bis melancholisch zu treffen. Bei manchen Passagensieht man frmlich das traurig-schlitzohrige Gesicht Chaplins vor sich. Musikalisch wiegewohnt auf hohem Niveau, fhrt Junker den roten Faden durch das Programm,hervorragend ergnzt durch seinen kongenialen Partner.

  • Konzertkritik Buchs (CH) 20.09.2008:

  • Konzertkritik Sigmaringen 05.02.2009