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  • Das Fachmagazin von veb.ch kurz ∙ praxisorientiert ∙ aktuell 3 I 2016

    In meinem letzten Editorial zu diesem Thema 2009 schrieb ich «Frauen: Wo seid ihr geblieben?». Anlass war seinerzeit eine Salärstudie, die aufzeigte, dass Frauen an die 20 % weniger verdienen als Männer. Die Ursache lag für mich – 2009 wie heute – darin begründet, dass Frauen erstens viel mehr Teilzeitarbeit leisten und zweitens – als Folge – viel we- niger an höher entlöhnten Kaderstellen (in der GL oder als Fachspezialistinnen) sind. Ich wagte zu vermuten, dass die Schweizer Frau noch viel stärker in der klassischen Lebens- und Arbeitsteilung stecke als ihre Kolleginnen im Ausland, die berufliche Karriere somit nicht im Vordergrund stehe.

    Eine Weiterbildungspyramide diente mir als Beweis: Betrug der Frauenanteil auf Stufe Sachbearbeiterinnen 79 %, redu- zierte er sich beim Fachausweis bereits schon auf 58 %, um dann auf Diplomstufe mit 27 % regelrecht einzubrechen. Mein Editorial endete mit dem Wunsch, in zwei Jahren schreiben zu können: «Frauen: Wir haben euch gefunden!»

    Frau muss wollen.

    Controlling Planung als Controllinginstrument für eine effiziente Strategieumsetzung Rechnungslegung Swiss GAAP FER Update: Fachkommissionssitzung und Geldflussrechnung Steuern Sozialversicherungen international – EFTA-Abkommen KMU Harmonisierung des Schweizer Zahlungsverkehrs Persönlich Interview mit Daniela Salkim, diplomierte Betriebsökonomin und Wirtschaftsprüferin

    rechnungswesen &controlling

    »»» Fortsetzung Seite 4

  • Editorial2 I rechnungswesen & controlling 3 I 2016

    Wir heissen 125 Kolleginnen und Kollegen willkommen. Sie sind dem veb.ch beigetreten.

    8000 Mitglieder in der ganzen Schweiz können sich nicht täuschen: Es macht sich jeden Tag bezahlt, beim veb.ch dabei zu sein! Der veb.ch ist der grösste Schweizer Fachverband für Rechnungslegung, Control- ling und Rechnungswesen. Der veb.ch ist erfolgreicher Seminaranbieter. Der veb.ch fördert Bekanntheit, Aner- kennung und Entwicklung von Fachausweis und Diplom und der dualen Ausbildung in Wirtschaft, Öffentlichkeit und Politik; er ist vom Bund beauftragter Mitträger der eidgenössisch anerkannten Fachausweis- und Diplom- prüfung. Der veb.ch bringt seine Mitglieder an den Puls der Wirtschaft und näher zum Erfolg. www.veb.ch

    Karin Achermann Daniel Ammann Slavica Antic Raffaelina Avantaggiato René Baldauf Denise Banz Sandra Bärtschi Tamara Baschung Claudio Battaglia Jeannette Baumann Deborah Bernardi Sabrina Bianchi Alex Bisig Boglarka Bless Sylvia Böhringer Mauro Bonzanigo Patrick Bossart Hessel Brouwer Richard Bruder Monika Bründler Andrea Bühler Birgit Cano-Hütte Antonietta Cocozza Sebastian Derungs Celestino Di Marco Antonio Di Marco Fay Dittli Tanja Elsa Karin Engeler Judith Eugster Simona Ferrario Iris Ferri

    Daniela Feusi-Vetsch Ursula Frei David Freiburghaus Sandra Freitag Dominic Fuhrimann Leila Gasser Jan Gilgen Michelle Graf Ralf Grubwinkler Kyle Haeny Matthias Haller Andrea Hässig Matthias Hausmann Sandra Heidelberger Veronika Henkels Christian Herrmann Petra Hess Marc Höhener Fabienne Hostettler Vigliotti Jeannine Hotz Jin Huang-Strasser Claudia Hug Monika Inderbitzin-Brumann Peter Job Sebastian Jonaitis Peter Kaderli Hâle Karaüç Michaela Kellner Sven Kistler Matthias Knechtli Monika Kohler Florian Krobath

    Erna Läubli Sandra Leemann Oliver Lutz Yvonne Marty Thomas Melliger Gaby Merkofer David Meyer Sarah Michalk Olivier Minger Claudia Moser Beatrice Müller Andreas Naef Cornelia Naef Patricia Nigg Sascha Nöthinger Pascal Perrig Marlies Peter Christian Pfäffli Sarah Pfammatter-Götte Tanja Pfyl Aicha Polat Carmen Portmann Daniel Rast Stefan Risi Marina Sargsyan Eveline Schaad Jarkko Schäublin Rolf Schäublin Claudia Scheidegger Kerr Lars Schwager Marlen Seiz Stefan Siegenthaler

    Reto Siegrist René Sigrist Céline Soland Fabienne Staubli Marion Steger Janeta Steiger Andrea Steimann Daniel Studer Daniela Sutter Rolf Tanner Alain Tanner Nicole Thoma Sajika Thurairajah Sonam Tsering Melanie Ulrich Marina Vescovo Sarina Villiger Iwan Vizzardi Helen Vollmann Andreas von Arx Tchodouraa Wettstein Michael Widmer Brigit Wiesmann Andrew Wigram Christian Willi Monika Willi Keith D. Wyss Yolanda Yavsan Kathrin Zehnder

    veb.ch Talacker 34 I 8001 Zürich 043 336 50 30

  • 3 I 2016 rechnungswesen & controlling I 3 Inhaltsverzeichnis

    Editorial

    Frau muss wollen 1

    Controlling

    Planung als Controllinginstrument

    für eine effiziente Strategieumsetzung 5

    Auslagerungswelle: Ein Ausblick für die Schweiz 9

    Rechnungslegung

    Grössenabhängiger Verzicht auf die Konzernrechnung 11

    IFRS Update: Performance Reporting – Quo vadis? 13

    Swiss GAAP FER Update: Fachkommissionssitzung

    und Geldflussrechnung 17

    Rechnungslegung der Stilllegungs- und

    Entsorgungskosten bei Kernkraftwerken 19

    Revision

    Unternehmensfortführung vs. Eingeschränkte Revision –

    Umsetzung in der Praxis 21

    Schweizer Kontenrahmen

    veb.ch-Bestseller zur Rechnungslegung 22

    Neues zu Schweizer Kontenrahmen KMU

    und Rechnungslegung nach OR 23

    Steuern

    Unternehmer und Vorsorge – einige Aspekte 25

    Sozialversicherungen international – EFTA-Abkommen 28

    Richtige Vorsteuerrückforderung 31

    Frontaliers et assurances sociales: attention danger! 32

    Recht

    Aktuelle Rechtsprechung, die auch Sie betreffen könnte 34

    KMU

    Harmonisierung des Schweizer Zahlungsverkehrs 36

    Inhaltsverzeichnis

    Bildung

    Portrait Melanie Pfranger,

    Fachfrau Finanz- und Rechnungswesen 38

    «House of Accounting»:

    Kompaktes Wissen in Kürze 40

    Die Neuerungen im Geldwäschereigesetz 41

    Interview mit Corinne Christen zum Thema

    «Frauen und Karriere» 42

    veb.ch-Empfehlungen für Weiterbildung

    zum Thema Rechnungslegung 44

    Aus der Controller-Akademie 45

    Praxisorientierte Anwendung von HRM2 47

    Ein Einblick in die Prüfungsvorbereitungen 2017 49

    Professionelles Forderungsmanagement 51

    Persönlich

    Interview mit Daniela Salkim,

    Wirtschafsprüferin und diplomierte Betriebsökonomin 52

    getAbstract

    Selbst ist die Frau – auch auf dem Weg nach oben 55

    Aus dem veb.ch

    Rückblick Generalversammlung 2016 56

    Regionalgruppen 59

    Aktuelle Veranstaltungen 60

  • Editorial4 I rechnungswesen & controlling 3 I 2016

    Und heute, nach sieben Jahren? Ich habe nur vereinzelte Frauen gefunden, obwohl ihr Anteil in der Weiterbildung sich erhöht hat. Beim Fachausweis liegt er bei 63 %, beim Diplom bei 36 %. Übrigens schneiden Frauen bei diesen Prüfungen besonders gut ab, so zum Beispiel die St. Gallerin Melanie Pfranger dieses Jahr mit einer 5,9 beim Fachausweis! Aber das ist alles noch zu wenig.

    Woran liegt es also, dass nicht mehr Frauen Karriere machen, sei es führungsmässig oder als hochqualifizierte Spezialistin- nen? Bewusst haben wir in der letzten und in dieser Ausgabe starke und erfolgreiche Berufskolleginnen porträtiert und be- fragt. Eines fällt dabei auf: Alle haben sich weitergebildet, hat- ten zum Ziel einen interessanten Beruf und Karriere. Und alle haben auf unterschiedliche Weise Lösungen für die Weiter- arbeit gefunden – auch als Mütter. Es geht also.

    Doch, und zu diesem Schluss komme ich wiederum und bin davon überzeugt: Frau muss auch wollen! Nach wie vor finde ich Frauen im beruflichen Kontext im Ausland oftmals ehr- geiziger. Es könnte daher kommen, dass wir in der Schweiz halt in einer Wohlstandsgesellschaft leben, in anderen Län- dern heisst es: «Friss oder stirb.» Es ist ja nicht so, dass die Rahmenbedingungen in allen ausländischen Ländern para- diesischer sind als bei uns. Kürzlich las ich in der NZZ am Sonntag: «Wie wäre es mit Ehrgeiz statt mit Quoten? Es ist erschreckend zuzuschauen, wie gering die Ambitionen vieler Frauen in ihrem Job sind.» Ein signifikanter Teil der Schweizer Frauen scheint Karriereüberlegungen anderen Zielsetzungen bewusst unterzuordnen.

    Was tun? Eine Quotenlösung haben wir bei der kürzlichen Vernehmlassung zur Änderung des Bundesgesetzes über die Gleichstellung von Frau und Mann als Verband abge- lehnt, auch deshalb, weil sie noch mit der Pflicht, alle vier Jahre eine Lohnanalyse durchzuführen und sogar noch ex- tern prüfen zu lassen, verbunden gewesen wäre. Dagegen spreche ich mich seit langem für verbesserte Rahmenbe- dingen für Teilzeitarbeit aus (für Frauen wie für Männer!) sowie für genügend zahlbare Krippen oder steuerliche Er- leichterungen.

    Verunsichert werde ich dann allerdings, wenn ich – so kürzlich geschehen – in einer Studie der Fachhochschule Nordwest- schweiz folgendes lesen muss: «Finanzielle Anreize bewegen Mütter kaum zu Mehrarbeit». So spielten günstigere Kitas und Steuervorteile kaum eine Rolle, und Geld und Karriere seien nicht besonders wichtig. Die Aussage «Die Präsenz der Mutter für die Kinder scheint tendenziell wichtiger als die der Väter», möchte ich nicht weiter kommentieren.

    Fazit: Frau muss wollen. Sie darf keine Angst haben, an- spruchsvolle Funktionen zu übernehmen – und auch zu scheitern. Sie muss sich besser «verkaufen», insbesondere auch in finanziellen Belangen. Sie muss sich auch mehr zu-

    trauen, vielleicht weniger selbstkritisch und perfektionistisch sein: Mängel, die ich oft von Frauen selbst höre.

    Lesen Sie das Interview m