OPUS.I - Zürcher Kammerorchester

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OPUS.I - Sept. / Okt. 2009 - Zürcher Kammerorchester

Transcript of OPUS.I - Zürcher Kammerorchester

  • Daniel Mller-Schott: Ein Cellist mit brillanter Technik Saisonerffnung mit David GarrettJrg Widmann: Der neue Composer in Residence

    OPUS.IDAS MAGAZIN ZUM ZRCHER KAMMERORCHESTER

    Sept Okt 2009OPUS.I

    DAS MAGAZIN ZUM ZRCHER KAMMERORCHESTER

    Sept Okt 2009

  • www.vinothek-brancaia.ch

    10 % Rabattbei Ihrem nchsten Einkauf in der Vinothek brancaia sparen Sie mit diesem Coupon 10 %. abtrennen und bis sptestens am 31. Dezember 2009 einlsen. Vinothek brancaia, Seefeldstrasse 299, 8008 Zrich, telefon 044 422 45 22, ffnungszeiten Mo Fr 9h 18.30h, Sa 9h 16h.

    Der Rabatt ist nicht kumulierbar und gilt nicht auf Produkte mit bereits einem Aktionspreis sowie Nettoartikel (N).

    H a n d m a d e i n i t a l y .

  • ZKO OPUS.I 3

    Willkommen beim ZKO Sept / Okt 2009

    Seite 4 David Garrett Mendelssohn Bartholdy / Beethoven / Sarasate

    Seite 6 Stephan Mai & Naoki Kitaya Haydn / J.S. Bach / Graun / C.P.E. Bach

    Seite 7 Maurice Steger Hndel / Purcell / Albinoni / Geminiani

    Seite 8 Daniel Mller-Schott Pleyel / Tschaikowsky / Bloch / Haydn

    Seite 10 Composer in Residence Jrg Widmann

    Seite 12 ZKO inside: Natalie Chee

    Seite 13 ZKO im Museum Rietberg: Buddhas Paradies Schtze aus dem antiken Gandhara, Pakistan

    Seite 13 Kammermusik@ZKO: Fa majeur, f-Moll

    Seite 14 Kalender

    Sehr geehrte Damen und HerrenLiebes Konzertpublikum

    Ich begrsse Sie ganz herz-lich zur Saison 2009/10 und freue mich, dass Sie gemein-sam mit dem Zrcher Kam-merorchester in eine neue

    Konzertsaison aufbrechen, die ein abwechs-lungsreiches und vielseitiges Programm beinhaltet denn vielsaitig heisst auch das Motto dieser Saison. Lassen Sie mich Ihnen schon jetzt eini-ge besondere Perlen unseres Programms ans Herz legen: Lernen Sie unseren diesjhrigen Composer in Residence persnlich kennen. Mit dem vielsaitigen Ausnahmeknstler Jrg Widmann konnten wir nicht nur einen aufstrebenden Komponisten, sondern auch gleich einen vielversprechenden Klarinet-tisten fr Sie gewinnen seine Klangwelten werden bestimmt auch Sie faszinieren. Und wieder vereinen wir im Museum Rietberg Klang & Kunst zu einem ganz spe-ziellen Erlebnis: Lassen Sie sich im Septem-ber zunchst in das buddhistische Erbe Pa-kistans entfhren. Dem musikalischen Weltbrger des Ba-rockzeitalters, Georg Friedrich Hndel, des-sen 250. Todestag gerade begangen wurde, widmen wir eine besondere Hommage und beleuchten nicht nur sein Werk, sondern zeigen auch den Einfl uss seines Schaffens bis in die Neuzeit auf die sinnliche Musik des Barockzeitalters wird bestimmt auch Sie verzaubern. Mit Musik Felix Mendelssohns, der vor 200 Jahren das Licht der Welt erblickte, klangen die diesjhrigen Zrcher Festspiele aus und mit eben seiner Musik gestalten wir, zusammen mit dem Stargeiger David Gar-rett, den fulminanten Auftakt zu unserer Konzertsaison dieses Konzerterlebnis dr-fen Sie sich nicht entgehen lassen. Das Zrcher Kammerorchester und ich freuen uns, Sie bei einem unserer nchsten Konzerte begrssen zu drfen und wnschen Ihnen eine erlebnisreiche Konzertsaison.

    Ihr Michael Bhler, Direktor

    Herausgeber: Zrcher KammerorchesterSeefeldstrasse 305; Postfach 1284; 8034 Zrich Tel. +41 44 388 36 00; Fax +41 44 388 36 10 Billettkasse 0848 84 88 44; www.zko.ch

    Jeder Mensch ist per se musikalisch. Wer Musik macht, ist lediglich Teil einer hochbegabten Minderheit.Peter Weber

  • 4 ZKO OPUS.I

    Muhai Tang David Garrett SAISONERFFNUNGF. Mendelssohn Bartholdy: Die Hebr iden op. 26; Violinkonzert e-Moll op. 64L. van Beethoven: Sinfonie Nr. 1 C-D ur op. 21P. de Sarasate: Zigeunerweisen op. 20 fr Violine solo & Orchester

    Dieses Konzert fhrt zwei Musiker zusam-men, die beide als Wunderkinder begonnen haben. Beide erlernten ein Instrument fast bevor sie lesen und schreiben konnten, wur-den von ihren Familien sorgfltig gefrdert und von besten Privatlehrern zu Hause un-terrichtet, traten mit zehn Jahren bereits f-fentlich auf, machten innert krzester Zeit eine ungeheure internationale Karriere und prgten als eigenwillige Persnlichkeiten, je-der auf seine Weise, das Musikleben ihrer Zeit. Fluch und Segen eines Wunderkindes im 20. Jahrhundert beschreibt David Gar-rett so: Es war sicher eine anstrengende Kindheit. Wenn ich gewusst htte, dass meine Freunde Fussball spielten, whrend ich bte, wre mir das vielleicht unange-nehm gewesen. Aber ich kannte es ja nicht

    anders. Ich hab nur Privatunterricht gehabt, ich hatte keinen sozialen Kontakt. Es war ein Leben im goldenen Kfi g. Du bist als Knstler fr alle verantwortlich, die Eltern, das Publikum, Manager, Plattenfi rma und dafr, dass der Dirigent zufrieden ist. Als kleines Kind ist dir das egal, aber wenn du 14, 15 bist, ist es vorbei mit der kindlichen Leichtigkeit. Da muss man dagegenhalten, das ist ein sehr schwieriger Prozess. Diesen Prozess brachte er in Gang, indem er die Vio-line nach einer Krise in der Pubertt noch einmal neu fr sich entdeckte und, als er lngst ein weltweit berhmter Geiger war und mit Zubin Mehta, Yehudi Menuhin und Claudio Abbado gearbeitet hatte, gegen den Willen aller, die ihn bis dahin gefr-dert hatten, nochmals studieren ging, an die weltberhmte Juilliard School in New York. Der in brgerlichem Wohlstand in einer mit der knstlerischen und wissen-schaftlichen Welt verbundenen Familie auf-gewachsene Felix Mendelssohn stand bis zu seinem 20. Lebensjahr unter den Fittichen seines Vaters, der grossen Wert auf eine brei-te humanistische Ausbildung seiner Kinder legte. Das Zeichnen nahm eine der Musik ebenbrtige Stellung ein, und erst als der Komponist Cherubini ber den 14-Jhrigen sein begeistertes Urteil abgegeben hatte, war der Vater restlos berzeugt, dass Felix Musi-ker werden sollte. Als Musiker war und ist es sowohl Mendelssohn wie auch David Garrett wichtig, das Publikum fr die Mu-sik zu begeistern und seine Hrgewohn-heiten zu erweitern: Mendelssohn engagierte sich als Dirigent mit Konzertzyklen, zu de-nen er internationale Spitzeninterpreten verpfl ichtete und in denen er das Publikum sowohl mit neuer Musik wie auch mit Wie-derentdeckungen vergessener Werke kon-frontierte. Garrett begeistert als Geiger mit innovativen Projekten, bei denen er die ver-schiedensten Musikstile aus Vergangenheit und Gegenwart mischt. nd

    Der Stargeiger David Garrett begeistert mit seinen genrebergreifenden Projekten ein immer grsseres Publikum. Dafr wird er oft kritisiert. Dabei lsst sich eines mit Si-cherheit nicht leugnen: David Garrett be-sitzt Talent, sehr viel Talent. Im Jahr 1980 in Aachen geboren begann David Garrett bereits im Alter von vier Jahren mit dem Geigenspiel und wurde aufgrund seiner Begabung als Wunderkind gefeiert. Spter zog er nach New York, um in der Meister-klasse von Itzhak Perlman an der Juilliard School zu studieren. David Garrett ist seit Ende Mai 2008 im Guinness-Buch der Re-korde als schnel l ster Geiger der Welt einge-tragen. Er spielte Rimski-Korsakows Hum-melfl ug in nur sechs und sechzig Sekunden, dies entspricht dreizehn Noten pro Sekun-de. David Garrett ist ein Ausnahmetalent, das polarisieren mag, aber zweifellos faszi-niert. tw

    David Garrett

    Garrett und Mendelssohn Bartholdy

    ZKO

    IN DER TONHALLE

    SA 03. OKT19.30 H

  • ZKO OPUS.I 5

    Das Konzert zur Saisonerffnung steht ganz im Zeichen des Mendelssohn-Jubilums und prsentiert mit Mendelssohns Hebri-den-Ouvertre und seinem legendren Vio- linkonzert in e-Moll op. 64 zwei Klassiker des Konzertrepertoires. Mit seinem Violin-konzert markiert Mendelssohn den ber-gang vom klassischen Konzertieren zwi-schen Soloinstrument und Orchester zum grossen romantischen Virtuosenkonzert. Mendelssohn, der sechs Jahre lang an dem Konzert gearbeitet hatte, verzichtet auf eine Orchesterintroduktion. Stattdessen setzt das Soloinstrument gleich zu Beginn des ersten Satzes mit dem Hauptthema ein. Einer der grossen Interpreten von Mendelssohns Violinkonzert war der spanische Geigenvir-tuose Pablo de Sarasate. Namhafte Kompo-nisten widmeten ihm Stcke, in denen er sein virtuoses Knnen zur Schau stellen konnte. Aus der Improvisation auf der Geige heraus entstanden aber auch immer wieder eigene Kompositionen, in denen sich Pablo de Sarasate als ein musikalischer Botschafter seiner Heimat erweist. Das spanische Kolo-rit in Georges Bizets populrer Oper Car-men inspirierte ihn zu seiner berhmten Carmen-Fantasie. Sein Stck Zigeuner-weisen aus dem Jahre 1878 wiederum basiert auf einem Csardas, einem unga-rischen Volkstanz, der insbesondere in der zweiten Hlfte des 19. Jahrhunderts in Mode gekommen war. In dem charakteris-tischen Wechsel von langsamen und schnel-len Teilen und den regelmssig synkopierten Rhythmen des Csardas trifft das Tempera-ment, das klischeehaft den Zigeunern zuge-schrieben wird, auf Sarasates eigenes Lebens- gefhl, das eines nomadisch durch die Welt ziehenden, impulsiv-leidenschaftlichen Bo-hemiens. cg

    Felix Mendelssohn Bartholdy

    Muhai Tang David Garrett SAISONERFFNUNGF. Mendelssohn Bartholdy: Die Hebr iden op. 26; Violinkonzert e-Moll op. 64L. van Beethoven: Sinfonie Nr. 1 C-D ur op. 21P. de Sarasate: Zigeunerweisen op. 20 fr Violine solo & Orchester

    2009 Mendelssoh

    n

    Jubilum

  • 6 ZKO OPUS.I

    ... unverwechselbare Barockmusik erleben.

    Stephan Mai Naoki KitayaJ. Haydn: Sinfonie Nr. 21 A-Dur Hob. I: 21J. S. Bach: Orchestersuite Nr. 1 C-Dur BWV 1066 C. H. Graun: Ouvertre zur Oper Lucio Papirio +++ C. P. E. Bach: Konzert fr Cembalo und Streicher a-Moll Wq 26Maurice Steger

    ber Barock-musik in ZrichBarock in Zrich ist eine absolute Not-wendigkeit. Anders als die grossen Stdte in Frankreich, Deutschland und auch Italien hat Zrich keine Tradition in diesem Bereich. Als man im Opernhaus vor eini gen Jahren begann, Barockopern