NEWSLETTER 18 · PDF fileKonversion in Rheinland-Pfalz "Rock am Ring 2015" auf dem...

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  • Konversion in Hessen

    NEWSLETTER 18 Februar 2015

    Konversion Husarenkaserne SontraAbschluss der Erschlieungsarbeiten im interkommunalen Gewerbegebiet Zweckverband startet mit der Vermarktung

    Konversion in BdingenNeue Entwicklungsperspektiven fr die Armstrong Barracks

    Konversion in GieenSanierungsmanahmen im neuen Gewerbegebiet Am alten Flughafen (ehemaliges US-Depot)

    Konversion in Rheinland-Pfalz"Rock am Ring 2015" auf dem ehemaligem Flugplatz Mendig (Eifel)

    Konversionsbeispiele aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz- Komplexe Stadtentwicklungsprojekte in Paderborn, Osnabrck und Mnster- Gewerbe und regenerative Energien in Bitburg, Werl und Eschweiler Veranstaltung6. Mrz 2015 in Darmstadt: Konferenz "Gesellschaftlicher Wandel und Quartiersentwicklung"

    VerffentlichungenArbeitshilfe Militrkonversion der Stdtebaufrderung in Bayern"Architektursommer Rhein-Main" Projektaufruf

  • Konversion in Hessen

    Konversion in Hessen - Newsletter 18 - Februar 2015 - Seite 2

    Konversion Husarenkaserne SontraAbschluss der Erschlieungsarbeiten im interkommunalen GewerbegebietZweckverband startet mit der Vermarktung

    Zu Beginn des neuen Jahres startet in Sontra die Vermarktung von Gewerbeflchen auf dem ehemaligen Gelnde der Husarenkaserne. Die Husarenkaserne wurde 2007 von der Bundeswehr gerumt, 2012 hatte die Stadt Sontra das Gelnde erworben, um dort gemein-sam mit den Kommunen Herleshausen und Nentershausen (InKomZ) ein interkommunales Gewerbegebiet zu entwickeln. Das Kasernenareal umfasst rund 24 Hektar, von denen etwa drei Viertel als Gewerbegebiet nutzbar sind. Der Rest sind Wald oder Grnflchen bzw. Straen. Ende Dezember 2014 wurden die Erschlieungsarbeiten, d.h. die Herstellung des Wasser- und Abwassernetzes und der Verkehrsflchen einschlielich Straenbeleuchtung, abgeschlossen.

    Diese Manahmen waren erforderlich, weil beispielsweise das bestehende Leitungswas-sersystem auf die Anforderungen einer voll belegten Kaserne ausgelegt war und somit fr den knftigen Gewerbepark vllig berdimensioniert. Im Zuge der Sanierung und des Um-baus wurden ein voneinander getrenntes Trinkwasser- und Lschwassersystem realisiert. Fr die Breitbandversorgung als Voraussetzung fr schnelles Internet im neuen Gewer-begebiet wurde ein Leerrohr verlegt. In den nchsten fnf Jahren soll in der Region eine leistungsfhige digitale Infrastruktur geschaffen werden, um Wettbewerbsvorteile weiter ausbauen zu knnen. Gegenwrtig ist die Husarenkaserne noch ber das DSL-Netz der Telekom erschlossen. Die verkehrstechnische Anbindung des Gewerbegebietes wird ber die Kreisstrae 28 sichergestellt, fr die wiederum eine direkte Anbindung an die im Bau befindliche A 44 vorgesehen ist.

    Luftbild HusarenkaserneQuelle: wfg-werra-meissner.de

  • Konversion in Hessen

    Konversion in Hessen - Newsletter 18 - Februar 2015 - Seite 3

    Bereits jetzt besteht von Seiten regionaler Unternehmen groes Interesse an den techni-schen Hallen auf dem Gebiet der Husarenkaserne. Aber nicht nur groe Unternehmen sind angesprochen, sich in der ehemaligen Husarenkaserne anzusiedeln, sondern gleicherma-en auch kleinere Betriebe.

    Wichtigstes Ziel des Zweckverbands ist es, die Wirtschaftskraft der Region nachhaltig zu stabilisieren bzw. zu verbessern und zustzliche qualifizierte Arbeitspltze zu schaffen.

    Ansprechpartner:Brgermeister Thomas Eckhardt (Sontra), Verbandsvorsitzender des Zweckverbandes InKomZ, T: 05653 9777-11Sigrid.ermisch-huj@sontra.deGeschftsfhrerin des Zweckverbandes InKomZ Stadt Sontra, Bauamt, T: 05653 9777-20,

    Bebauung in der ehemaligen Husarenkaserne Fotos: Stadt Sontra

    Konversion Sontra in Zahlen:

    Gesamtkosten: 1,85 Millionen Eurodavon Frdermittel EU-Strukturfonds und GRW: 922.500 Euro

    Bestand: 8.500 Meter Kanal300 Schchte 1.500 Meter Wasserleitung1 Hochbehlter

    Durchgefhrte Manahmen:Sanierung von rd. 1.700 Meter Kanal, Stilllegung von 1.000 Meter Kanal, Neubau eines Regenrckhaltebecken fr Oberfl-chenwasser, Umbau und Sanierung der Wasserleitungen, Sanierung der Straeno-berflche, neue Anbindung an die Kreis-strae 28 am ehemaligen Panzertor und Neubau bzw. Neuinstallation der Straen-beleuchtung. Bebauungsplan Husarenkaserne

    Quelle: wfg-werra-meissner.de

  • Konversion in Hessen

    Konversion in Hessen - Newsletter 18 - Februar 2015 - Seite 4

    Konversion in BdingenNeue Entwicklungsperspektiven fr die Armstrong Barracks

    Ende 2014 hat das Bdinger Parlament zugestimmt, dass die Bundesanstalt fr Immobi-lienaufgaben (BImA) als Eigentmer der Liegenschaft die Vermarktung des ehemaligen Gelndes der Armstrong Barracks auf der Grundlage eines neuen Nutzungskonzepts ausschreibt. Bereits 2007 zogen die amerikanischen Streitkrfte aus Bdingen ab, seit-her steht die Armstrong-Kaserne in der Orleshuser und Lorbacher Strae leer. Lediglich vier Unterkunftsgebude auf der gegenberliegenden Straenseite, eine Flche von sechs Hektar, waren 2011 von einem badischen Investor erworben, hergerichtet und in Eigen-tumswohnungen umgewandelt worden (siehe Newsletter 8).

    Aus einer vorliegenden Machbarkeitsstudie ergaben sich fr das verbleibende 18 Hektar groe Kasernenareal verschiedene Nutzungsmglichkeiten, die nun konkretisiert wurden. In den ehemaligen Armstrong-Barracks sollen Flchen fr Wohnen, Arbeiten, Gewerbe und Einzelhandel, mglichst aus einer Hand, entwickelt werden. Grundstzlich ist die Stadt der Auffassung, dass es in Bdingen ausreichend Mehrfamilienhuser gebe.

    Insofern besteht von Seiten der Stadt kein Interesse, dass z.B. die gemeinntzige Woh-nungsbaugenossenschaft, an der die Stadt beteiligt ist, zustzliche Wohnungen in den sanierungsbedrftigen Zeilenbauten auf dem Kasernen-areal herrichtet. Auch Flchen fr Gewerbe sind in Bdingen vorhanden, u.a. im 17 Hektar groen Gewerbegebiet Reich-ardsweide. Das Gebiet ist erschlossen und befindet sich derzeit in der Vermarktung. Auch andere frhere Ideen fr die Konversion des Kasernengelndes, z.B. ein Kompetenzzen-trum fr Erneuerbare Energien zu schaffen oder groflchigen Einzelhandel anzusiedeln, wurden wieder verworfen.

    Bedarf sieht die Stadt Bdingen jedoch bei Einfamilienhusern bzw. Baugrundstcken, die in Bdingen nach wie vor gesucht sind. Im Neubaugebiet in Eckartshausen wurden bereits acht von 23 Baupltzen veruert, einige Grundstcke sind reserviert. Bdingen versteht sich als ausgezeichneter Wohnstandort und wirbt mit seiner guten Anbindung in die Rhein-Main-Region und in den Raum Gieen.

    Armstrong Barracks Bdingen Fotos: HA Hessen Agentur GmbH

  • Konversion in Hessen

    Konversion in Hessen - Newsletter 18 - Februar 2015 - Seite 5

    Um neue Baugrundstcke fr Einfamilienhuser zu schaffen, wre jedoch ein Abriss groer Teile jener Bebauung auf dem Kasernengelnde notwendig, deren Bausubstanz unzrei-chend ist. Auch Wasser- und Abwasserleitungen drften sanierungsbedrftig sein bzw. als System nicht brauchbar, da der berwiegende Teil der Gebude frher zentral und nicht pro Gebude beheizt wurde. Etwa ein Viertel der Flche der ehemaligen Armst-rong Barracks kann als weite-re Erstaufnahmeeinrichtung in Hessen genutzt werden und fr rund 500 Menschen eine Unterkunft bieten.

    Weitere Informationen:Stadt Bdingen, Brgermeister Erich Spamer, T: 06042 884-101, espamer@stadt-buedingen.de

    Bundesanstalt fr Immobilien-aufgaben (BImA), Verkaufsteam Frankfurt II, Sabine Schleich, T: 069 95937-245

    Kombinations-Modell

    In Bdingen will man hnlich wie im ehemaligen US-Depot in Gieen ein Modell der Kombination von Konversion und Unterbringung von Flchtlin-gen erproben:

    Die BImA wird ein Ausschreibungsverfahren zur Veruerung der Armst-rong Barracks durchfhren, an dem sich vermutlich auch ein Unternehmen aus Mittelhessen beteiligen wird. Das Unternehmen beabsichtigt Presse-meldungen zufolge, die komplette Kaserne von der BImA zu erwerben, um anschlieend zgig die Infrastruktur und ausgewhlte Gebude auf dem Areal herzurichten. Die hergerichteten Gebude wrden dann vom Land zur Unterbringung von Flchtlingen gemietet.

    Vorteil fr Bdingen: Die komplette Infrastruktur wrde hergerichtet, also nicht nur die Gebude, die zur Unterbringung von Flchtlingen bentigt werden. Die sanierten Gebude knnten spter dem allgemeinen Woh-nungsmarkt zur Verfgung stehen.

    Vorteil fr die BImA: Durch die Kombination der Vorhaben und Interessen knnte die vollstndige Vermarktung der Arm-strong-Kaserne gelingen. Ohne Kombination gestaltete sich die Konversion der brigen 14 Hektar vermutlich schwieriger.

    Vorteil fr den potenziellen Kufer: Er kann mit gesicherten Mieteinnah-men fr einige Jahre fr einen Teil der hergerichteten Kaserne kalkulieren.

    Armstrong Barracks Bdingen Fotos: HA Hessen Agentur GmbH

    Zwei neue Erstaufnahmeeinrichtungen auf Konversionsflchen

    Bereits 2014 wurde im Rahmen des Manahmenkatalogs Asyl u.a. zu-gesagt, weitere Erstaufnahmeeinrichtungen in Hessen zu schaffen. Die bisher einzige Hessische Erstaufnahmeeinrichtung (HEAE) in Gieen soll dadurch entlastet werden. Verschiedene Liegenschaften wurden mit dem Hessischen Immobilien-management (HI) und der Bundesanstalt fr Immobilienaufgaben (BImA) berprft. Geeignete Standorte sind die beiden ehemaligen Kasernenge-lnde in Neustadt und Bdingen. Die Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne in Neu-stadt wurde 2013 von der Bundeswehr frei gegeben, die Armstrong Kaser-ne in Bdingen wurde bereits 2007 von den US-Streitkrften gerumt. Dort sollen nun Erstaufnahmeeinrichtungen entstehen, in denen nach Herrichtung von Gebuden und Infrastruktur insgesamt 1.600 Menschen Zuflucht finden knnen. Das Land wird damit weitere 54 Mio. Euro in die Erstaufnahmeeinrichtungen in Hessen investieren. Das Bundesamt fr Migration und Flchtlinge wird in Neustadt wie auch in Bdingen eigene Verwaltungseinheiten einrichten. Vgl. FAZ, Rhein-Main-Zeitung 28.1.2015, Pressemeldung de