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  • MusterbetriebsvereinbarungBetriebliches Eingliederungsmanagement

    VorstandRessort Arbeitsgestaltung und Gesundheitsschutz

    Instrumente

  • Musterbetriebsvereinbarung Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

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    Impressum

    Herausgeber Industriegewerkschaft Metall

    Ressort Arbeitsgestaltung und Gesundheitsschutz

    Wilhelm-Leuschner-Strasse 79

    60519 Frankfurt am Main

    wwwigmetallde

    Autor Werner Feldes

    Redaktion Werner Feldes, Hans Szymanski, Max Feldes,

    Andrea Lange, Frank Walensky-Schweppe

    Grafik LingoVision Hamburg

    Copyright 2011 by IG Metall, August 2011

    Hinweis Diese Muster-Betriebsvereinbarung und die weiteren Instrumente sind

    Bestandteil der IG Metall-Handlungshilfe Musterbetriebsvereinbarung

    Betriebliches Eingliederungsmanagement, erschienen im August 2011 Bestellung:

    http://extranetigmetallde > Shop > Suchbegriff(e): > 22426-35789 eingeben

  • Musterbetriebsvereinbarung Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

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    Inhalt

    IMusterbetriebsvereinbarung Betriebliches Eingliederungsmanagement 2

    Erhebungsbogen Ressourcen- und Potenzialanalyse Betriebliches Eingliederungsmanagement 12

    Mustergeschftsordnung Integrationsteam 15

    Musteranschreiben zur Teilnahme am BEM 19

  • Musterbetriebsvereinbarung Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

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    Musterbetriebsvereinbarung Betriebliches Eingliederungsmanagement

    Inhalt1 Prambel

    2 Geltungsbereich

    3 Ziele und Grundstze

    4 Unterrichtung und Information

    der Belegschaft

    5 Integrationsteam

    6 Einleitung des Betrieblichen Eingliederungsmanagements

    7 Informationsgesprch

    8 Situationsanalyse

    9 Manahmenplanung

    10 Manahmenumsetzung

    11 Abschluss

    12 Datenschutz und Schweigepflicht

    13 Qualittssicherung und Evaluation

    14 Berichterstattung

    15 Konfliktregelung

    16 Schlussbestimmungen

    1 PrambelMit dem Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) vereinbaren die Betriebsparteien eine Verfahrensregelung zur

    betrieblichen Umsetzung des 84 Abs 2 SGB IX, damit fr Beschftigte mit Langzeit- oder wiederholter Erkrankung eine

    gesundheitsbedingte Gefhrdung des Arbeitsverhltnisses frhzeitig abgewendet wird

    Auf der Basis dieser Zielsetzung definieren Arbeitgeber und Betriebsrat gemeinsam Organisationsstrukturen und Verfah-

    rensablufe des BEM und vereinbaren Verantwortlichkeiten fr Manahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben

    Neben dem gesetzlichen Auftrag des BEM verfolgen die Betriebsparteien das Ziel, die Gesundheit und die Beschftigungsf-

    higkeit der Beschftigten dauerhaft zu erhalten und zu frdern Sie orientieren sich am Mastab der Weltgesundheitsorgani-

    sation (WHO): Gesundheit ist der Zustand des vollstndigen krperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht

    nur des Freiseins von Krankheiten und Gebrechen

  • Musterbetriebsvereinbarung Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

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    Grundlage fr ein erfolgreiches BEM ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit der Betriebsparteien mit auerbetriebli-

    chen Fachkrften, Trgern und Anbietern von Eingliederungsmanahmen und den innerbetrieblichen Akteuren/-innen der

    Gesundheitsdienste, der Sozialdienste und der Arbeitssicherheit sowie den verantwortlichen Fhrungskrften

    Alle Akteure gewhrleisten durch eine systematische Koordination von Manahmen der Rehabilitation und der Gesundheitsfrde-

    rung, dass die Arbeits- und Beschftigungsfhigkeit der betroffenen Beschftigten gesichert wird

    Das BEM ist Bestandteil einer beschftigungssichernden Gesundheits- und Unternehmenspolitik Andere gesundheitsscht-

    zende und -frdernde Betriebsvereinbarungen und Richtlinien wirken dabei zusammen

    2 GeltungsbereichDiese Betriebsvereinbarung gilt fr alle Beschftigten, die innerhalb der vorausgegangenen 12 Monate lnger als 42 Wochen-

    tage ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfhig waren und deren Arbeitsunfhigkeit andauert

    Beschftigte, die diese Voraussetzungen nicht erfllen, erhalten auf Wunsch ebenfalls ein BEM-Angebot Insbesondere fin-

    den diese Regelungen auch Anwendung auf Beschftigte mit Einsatzeinschrnkung Einsatzeingeschrnkte sind Beschftigte

    mit nicht nur vorbergehenden gesundheitlichen Einsatzeinschrnkungen bezogen auf ihre aktuellen Arbeitsbedingungen

    Beschftigte mit Einsatzeinschrnkungen erhalten auf Wunsch ein Untersttzungsangebot durch BEM, damit die Leis-

    tungsanforderung und ihre Leistungsfhigkeit mit Hilfe eines entsprechend gestalteten Arbeitsplatzes in bereinstimmung

    gebracht werden kann

    3 Ziele und GrundstzeDas Betriebliche Eingliederungsmanagement ist ein beschftigungserhaltender und gesundheitsfrdernder Suchprozess

    Mit den dabei realisierten Manahmen werden folgende Ziele erreicht:

    XX berwinden der Arbeitsunfhigkeit

    XX Erhalten des Arbeitsplatzes

    XX Vorbeugen einer erneuten Arbeitsunfhigkeit

    XX Vermeiden von gesundheitlichen Beeintrchtigungen

    einschlielich chronischer Erkrankungen und Behinderungen

    Diesen Zielen dienen Manahmen des fhigkeitsgerechten Arbeitseinsatzes, des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, der

    gesundheitsfrderlichen Gestaltung der Arbeit, der Gesundheitsfrderung, der Rehabilitation und der beruflichen Bildung

    Die Teilnahme von beschftigten Arbeitnehmern/-innen am Betrieblichen Eingliederungsmanagement ist freiwillig Aus der

    Teilnahme oder Nichtteilnahme am Betrieblichen Eingliederungsmanagement drfen Beschftigten keinerlei Nachteile ent-

    stehen

  • Musterbetriebsvereinbarung Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

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    Insbesondere der Beginn, der Verlauf, die Unterbrechung, die Aussetzung und Beendigung des Verfahrens, die Art der Ma-

    nahmen, die Person des/der Fallmanagers/-in aus dem Integrationsteam, die Hinzuziehung von Personen des Vertrauens

    erfolgen nur mit ausdrcklicher Zustimmung der Betroffenen

    Fr die Zeitdauer des BEM und fr den Zeitraum von einem Jahr nach Abschluss des BEM ist eine krankheitsbedingte Kndi-

    gung ausgeschlossen

    4 Unterrichtung und Information der BelegschaftHaben sich die Betriebsparteien ber ihre gemeinsame Absicht zur Einfhrung des BEM verstndigt, erfolgt eine Erstinfor-

    mation der Belegschaft ber Inhalte und Zweck des Betrieblichen Eingliederungsmanagements in der nchsten Betriebs- und

    Schwerbehindertenversammlung

    Nach Abschluss der Betriebsvereinbarung wird die Belegschaft ber die Inhalte und Ziele der Betriebsvereinbarung unter-

    richtet Dies erfolgt durch ein persnliches Anschreiben an alle Beschftigten, durch ein Informationsschreiben an die Fh-

    rungskrfte, whrend einer Belegschaftsversammlung, durch Informationen an den vorhandenen Schwarzen Brettern, im

    Intranet sowie durch eine Unterweisung nach 12 ArbSchG

    5 IntegrationsteamZusammensetzung des IntegrationsteamsZur Bearbeitung der Eingliederungsaufgaben aus der Betriebsvereinbarung wird ein Integrationsteam aus Vertretern/-innen

    des Arbeitgebers, der Schwerbehindertenvertretung und des Betriebsrates gebildet Fallbezogen knnen zur Beratung des

    Integrationsteams folgende weitere interne und externe Experten/-innen hinzugezogen werden: der Werks- oder Betriebs-

    arzt, die Fachkraft fr Arbeitssicherheit, externe Stellen wie Fachkrfte des Integrationsamts, der Rehabilitationstrger

    (Krankenkasse, Rentenversicherung, Unfallversicherung, Agentur fr Arbeit), Experten/-innen von Einrichtungen der medizi-

    nischen oder beruflichen Rehabilitation oder des Integrationsfachdienstes

    Aufgaben des IntegrationsteamsDas Integrationsteam hat die Aufgabe mit Zustimmung und Beteiligung der betroffenen Person, geeignete Manahmen,

    Leistungen und Hilfen umzusetzen, damit die Arbeitsunfhigkeit berwunden, erneuter Arbeitsunfhigkeit vorgebeugt und

    der Arbeitsplatz erhalten werden Dazu stellt das betriebliche Integrationsteam zunchst den Kontakt zu den betroffenen

    Beschftigten her und unterrichtet ber das Betriebliche Eingliederungsmanagement und die Hilfsangebote

    Das Integrationsteam beurteilt unter Beteiligung der Betroffenen und mit Untersttzung interner und externer Fachkrfte die

    gesundheitsbedingte Gefhrdung der Beschftigungsfhigkeit, bert ber Rechtsansprche und Integrationsmanahmen

    und stellt den konkreten Handlungsbedarf fest

    Auf der Basis eines Manahmenplans sorgt das Integrationsteam in enger Abstimmung mit den Betroffenen und mit allen

    relevanten Leistungstrgern fr die Erbringung der im Einzelfall erforderlichen Leistungen zur Teilhabe

  • Musterbetriebsvereinbarung Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

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    Das Integrationsteam stellt die Begleitung und Betreuung der Betroffenen whrend inner- und auerbetrieblicher Manah-

    men sicher

    Das Integrationsteam arbeitet eng mit Leistungstrgern und Leistungsanbietern zusammen und sorgt fr die Einbindung

    des Unternehmens in die vorhandene psychosoziale und rehabilitative Versorgung am Ort bzw in der Region Das Integra-

    tionsteam wirkt auf den Abschluss von Kooperationsvereinbarungen mit Leistungstrgern und Leistungserbringern hin, um

    eine frhestmgliche Durchfhrung und koordinierte Steuerung von Eingliederungsmanahmen zu erreichen

    Vertreter des Integrationsteams berichten in regelmigen Abstnden im Betriebsausschuss, den Betriebsratssitzungen, der

    Schwerbehindertenversammlung, der Betriebsversammlung, im Arbeitsschutzausschuss sowie in der betrieblichen ffent-

    lichkeit ber die erreichten Ziele und Fortschritte aus der Vereinbarung

    Das Integrationsteam fhrt regelmig Qualifizierungsmanahmen fr Fhrungs- und F