Museum Kolumba v2 - bgv- Kolumba 20160224. · Peter Zumthor setzte das Prinzip der...

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  • Museum Kolumba mit dem Bergischen Geschichtsverein.

  • Von der Kirche St. Kolumba zum Museum Kolumba.

    Vor dem Krieg Nach dem Krieg (1945)Nach dem Krieg (1945)

    Madonna in den TrMadonna in den Trmmernmmern

    Die auf den Resten des romanischen Turmes erbaute Kapelle der Madonna in den Trmmern(Architekt Gottfried Bhm) unmittelbar nach ihrer Fertigstellung 1950

    Teilweise Restaurierung (1950)Teilweise Restaurierung (1950)

  • St. Kolumba. Kriegszerstrung.

    Heute: OpernplatzHeute: OpernplatzNordNord--SSdd--FahrtFahrt

    DischhausDischhaus

    KapelleKapelle

  • St. Kolumba. Wiederaufbau Marienkapelle (~1950).

  • Neubau Kolumba Museum (Fertigstellung 2007).

  • St. Kolumba. Der groe Umbau zum Museum (2004).

    Kapelle

    N

    BauplanPfeiler

    Auf 14 Sttzpfeilern.

  • Kolumba Museum ab 2007. Architektur.

    1 Foyer2 Hof3 Ausgrabung4 - Ehem. Sakristei

    Ausgrabungen (Epochen)

    Ehem. Sakristei

    Foyer

    Besic

    htigu

    ngss

    teg

  • Museum Kolumba: Museum der Nachdenklichkeit.Kolumba ist das Kunstmuseum des Erzbistums Kln und neben dem Wallraf-Richartz-Museum das ltesteMuseum in Kln. Der neue Name beruht auf dem am 15. September 2007 erffneten Neubau des SchweizerArchitekten und Pritzker-Preistrger des Jahres 2009 Peter Zumthor fr das Museum an der Stelle derkriegszerstrten sptgotischen Kirche St. Kolumba.

    Das Museum wurde 1853 vom Christlichen Kunstverein fr das Erzbistum Kln gegrndet und ging 1989 in dieTrgerschaft des Erzbistums Kln ber. Ausgehend von der traditionellen Sammlungsstruktur des 1853 gegrndeten Dizesanmuseums versteht sich Kolumba als Kunstmuseum in kirchlicher Trgerschaft, das jenseits aller Sparten und Spezialisierungen Fragen knstlerischer Gestaltung umfassend darstellen mchte. Als Museum der Nachdenklichkeit sieht sich Kolumba als ein Angebot zur Auseinandersetzung mit dem zur Kunst gewordenen Leben.Das lebende Museum unterscheidet nicht zwischen stndiger Sammlung und Wechselausstellung. Es zeigt in jhrlich mehrfachem Wechsel Werke der eigenen Sammlung in sich verndernden Kontexten. Charakteristisch fr das fast private Ambiente sind das Fehlen von Objektbeschriftungen sowie das Miteinander der Werke unabhngig von chronologischen, stilgeschichtlichen oder medialen Zusammenhngen.

    Bis zum 9. April 2007 befand sich das Museum in unmittelbarer Nhe zum Klner Dom am Roncalliplatz .Nach den Plnen des Schweizer Architekten Peter Zumthor wurde ein Neubau errichtet (Grundsteinlegung 1. Oktober 2003), den Kardinal Meisner am 15. September 2007 einweihte. Der geschaffene Neubau reprsentiert auch architektonisch das Prsentationskonzept des lebenden Museums. Peter Zumthor setzte das Prinzip derGegenberstellung von Altem und Neuem in der Setzung des Neubaus auf den ursprnglichen Grundriss und die Mauerreste von St. Kolumba um. Der warmgraue Backstein des Neubaus verbindet sich harmonisch mit den Tuffen und Basalten der im Zweiten Weltkrieg zerstrten romanischen Kirche St. Kolumba. Auf diese Weise stellt sich die Architektur des Museums dem baugeschichtlichen Kontinuum und wird selbst Teil davon. Im Innenraum ist der Bau als Museum der geistigen Vertikalitt konzipiert, der zum Verweilen einldt. Die Ausstellungsrume entwickeln ihre Atmosphre durch den vorherrschenden Eindruck des wechselnden Tageslichtes, auf knstliche Lichtquellen wird bewusst verzichtet. Die zahlreichen bodentiefen Glasfronten schaffen den Eindruck einer Verschmelzung von Innen-und Auenraum. Auf diese Weise wird auch hier wieder das lebende Museum verkrpert, die Grenzen verschwimmen und es entsteht eine Atmosphre der Offenheit und Unbegrenztheit.

  • Museum Kolumba. Foyer (1) und Hof (2).

    Mit Tatsachen beginnt die diesjhrige Ausstellung ber das Erzhlen in und mit Kunst. Hier verneint sie ihr Kunstsein, um den Anspruch zu reklamieren, eine Aussage ber unsere Gegenwart zu leisten, Wirklichkeit sichtbar zu machen und zu kommentieren. Zwei offenbar von einer lpest heimgesuchte tote Seevgel liegen aufgebahrt in einer einfachen Vitrine, die von einer Holzscheibe - wie auf einem Flo - getragen wird. Das bei Felix Droese in Anlehnung an die griechische Mythologie formulierte Bild einer Passage ins Totenreich ist an die Anordnung zweier Laborglser gebunden, mit denen die Wissenschaft und damit die menschliche Verantwortung gegenber der Schpfung ins Spiel kommt. Das verbindende Seil - Fessel und Nabelschnur zugleich - endet am Hals eines Rundkolbens, der reines Wasser birgt, als Essenz einer kostbaren Flssigkeit. Felix Droese, der seine Kindheit auf einer Nordseeinsel verbrachte, verbindet historisches Bewusstsein, politische Anklage und kologische Mahnung mit spirituellen Erfahrungen, die in Kunst ihren Ausdruck finden.

    Hans Hans JosephsonJosephson (1920(1920--2012). Gro2012). Groe Liegende.e Liegende.Messing mit Rohgusspatina. Abgeschlossen 2000.Messing mit Rohgusspatina. Abgeschlossen 2000.

    Felix Felix DroeseDroese (* 1950) Keine Kunst aber Tatsachen 1987/199Z.(* 1950) Keine Kunst aber Tatsachen 1987/199Z.

    Zwei Seevogelkadaver, TeerZwei Seevogelkadaver, Teerl, lackierte Holzkiste mit Glasscheibe, l, lackierte Holzkiste mit Glasscheibe,

    Holzscheibe, Glasschale, Glaskolben, Wasser, HanfHolzscheibe, Glasschale, Glaskolben, Wasser, Hanf-- und Nylonseilund Nylonseil

    Das fngt ja interessant an!

    Foyer

    Hof

    Hof

  • 1 Foyer2 Hof3 Ausgrabung4 - Ehem. Sakristei

    Kapelle

    Museum Kolumba. Ausgrabung (3).

    Kapelle

    Kapelle

  • Kolumba Museum ab 2007. Ausgrabungen.

    Ausgrabungen (Epochen)

    Ehem. Sakristei

    Foyer

    Besic

    htigu

    ngss

    teg

  • Museum Kolumba. Ehemalige Sakristei.

    Richard Serra (*1939). Richard Serra (*1939). TheThe DrawndedDrawnded and and thethe SavedSaved..CortenCorten--StahlStahl, massiv, zweiteilig., massiv, zweiteilig.

    Ehem. Sakristei.

    1 Foyer2 Hof3 Ausgrabung4 - Ehem. Sakristei

    Kapelle

  • 15. 09. 2015 22. 08. 2016Der rote FadenDer rote FadenOrdnungen des Erzhlens

    Kolumba widmet sich in diesem Ausstellungsjahr der Narration. Mit welchen Mitteln erzhlt die bildende Kunst und inwieweit unterscheiden sich ihre Strukturen und Inhalte von anderen Erzhlformen, z.B. von denen der Literatur? Im Mittelpunkt der Jahresausstellung steht mit der Vita des Heiligen Severin ein mittelalterlicher Bilderzyklus, der erstmals in musealer Prsentation zu sehen ist und auf groen Leinwnden Haupt- und Nebenwege eines bewegten Lebens berliefert. Dieser Geschichte in gemalten Bildern stehen neben fotografischen Zyklen und umfangreichen Mappenwerken eine nahezu kineastische Videoarbeit gegenber, aber auch Skulpturen und Einzelbilder, in denen sich Erzhltes anhand eines einzigen Motives verdichtet. Die Ausstellung zeigt zahlreiche bislang nicht vorgestellte Werke der eigenen Sammlung, darunter die spektakulre Neuerwerbung eines sptgotischen Christus in der Rast. Mit der Dominanz ihrer Themen, von zerstrter Umwelt, ber Flucht und Vertrei-bung, religis oder ethnisch motivierter Gewalt, bis zur Sinnlosigkeit des Krieges, erfhrt die Ausstel-lung eine bedrckende Aktualitt. Ausgestellte Knstler u.a. Michael Ashkin, Victoria Bell, Kurt Benning, Hubert Berke, Gaston Chaissac, Michael Buthe, Otto Dix, Felix Droese, Bill Fontana, Erasmus Grasser, Keith Haring, Patrick Henkel, Rebecca Horn, Leiko Ikemura, Hans Josephsohn, Leonhard Kern, Ilya Kabakov, Konrad Klapheck, Jannis Kounellis, Heinrich Kpper, Leipziger Buchkinder, Stefan Lochner, Andreas Maus, Marcel Odenbach, Richard Serra, Louis Soutter, Andy Warhol, Andor Weininger.

    Kolumba Museum der Nachdenklichkeit.

  • Kolumba Museum der Nachdenklichkeit.

    Die Ursula Legende (aus St. Severin)

  • Kolumba Museum der Nachdenklichkeit.

    Video Installation. Marcel Odenbach. In tiefen Teichen lauern Krokodile

    Konrad Klappheck. Dmon des Fortschritts

    Sakrales und Modernes.

  • Kolumba Museum der Nachdenklichkeit.

    Jannis Kounellis (*1936) Tragedia civile (Brgerliche Tragdie) 1975, Rauminstallation, Hut und Mantel, Garderobenstnder, blattvergoldete Wand, llmpchenDer Betrachter knnte sich ins Theater versetzt fhlen. Die Bhne ist menschenleer. Nur Hut und Mantel als Hinterlassenschaft einer Person, die die Szene wohl verlassen hat, verweisen auf den Menschen als Protagonisten eines noch nicht begonnenen oder bereits beendeten Stcks. Abwesenheit und Verlust bestimmen das Bild, das nur mehr Spuren menschlicher Existenz aufweist. Das melancholische Ambiente des Kaffeehauses ruft Vorstellungen von Finde-sicle-Pessimismus und Todessehnsucht wach, von vergeblichen Hoffnungen und Verlassenheit, Illusionen und Suche nach Wahrheit, Sinn und Glck. Hier, so scheint es, hat der Mensch alle sichernde humane und metaphysische Gewissheit verloren. Ein Bild der Verlorenheit, wre da nicht die sich stndig wandelnde, leuchtende Prsenz der goldenen Wand, die schemenhaft die Silhouetten derjenigen reflektiert, die die Bhne betreten. Indem die goldene Wand an die Goldmosaiken in den heiligen Rumen vergangener Jahrhunderte anknpft, bindet sie positive Vorstellungen einer nicht nher definierten Utopie, die den Hintergrund und Spiegel menschlichen Handelns bildet.

    Auf steilen Stufen

    hinauf ins Museum.

    Der Wanderer, Michael Buthe 1974Eine menschliche Figur, ein Konstrukt aus Abfall, schlgt eine jener Brcken zwischen damals und heute, zwischen sakral und profan, die Kolumba so einzigartig machen. Krieg und Gewalt, Vertreibung und Flucht sind seit Menschengedenken der Stoff fr Geschichten die erzhlt werden mssen.

    So etwashtte ich hiernicht erwartet!

    ..und Moderne.

  • Kolumba Museum der Nachdenklichkeit.

    Modernes .

  • Kolumba Museum der Nachdenklichkeit.