Missio Jahresbericht 2010

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Jahresbericht von Missio

Transcript of Missio Jahresbericht 2010

  • Jahresbericht 2010

    Menschen dienen, Gott geben www.missio.at

  • Missio ist ...

    ... eine ppstliche Einrichtung, die unter dem Namen Ppstliche Missionswerke in mehr als 150 Lndern und in allen sterreichischen Dizesen vertreten ist. Missio Ppstliche Missionswerke in sterreich will Menschen im christlichen Geist bilden und hilft in den rmsten Lndern der Welt mit Nahrung, Zugang zu Bildung und mit Gottes Wort.

    Missio lebt und arbeitet mit den katholischen Ortskirchen in Afrika, Lateinamerika und Asien.

    Missio untersttzt die Kirche bei der Verkndigung der Frohen Botschaft und bei ihrem Einsatz fr Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schpfung.

    Missio ldt ein zu einem Leben des Gebetes, des Teilens und der Solidaritt.Zahlreiche Veranstaltungen und Publi

    kationen wecken das Interesse am Leben unserer Schwestern und Brder in aller Welt und das Bewusstsein unserer gegenseitigen Verantwortung: Wir leben in einer Welt und aus einer gemeinsamen Hoffnung.

    Der Kirche vor Ort fehlt es vor allem an finanziellen Mitteln fr pastorale und soziale Dienste. Mit der Kirchensammlung am WeltmissionsSonntag im Oktober werden die 1.100 rmsten Dizesen der Welt untersttzt. Mit der Kollekte am 6.Jnner ermglicht Missio die Ausbildung von Priesterseminaristen. In internationaler Absprache wird eine gerechte Verteilung der Mittel gewhrleistet.

    Die Ppstlichen Missionswerke sind eine Krperschaft ffentlichen Rechts, nach auen vertreten durch den Nationaldirektor.

    Missio hilft den Menschen in den rmsten Lndern der Welt:

    Seite 2 Jahresbericht 2010 - www.missio.atSeite 2 Jahresbericht 2010 www.missio.at

  • Kirchliche Gemeinschaft

    entsteht aus der Begegnung mit dem Sohn Gottes, Jesus Christus, der durch die Verkndigung der Kirche die Menschen erreicht und dadurch Gemeinschaft mit ihm selbst und folglich mit dem Vater und dem Heiligen Geist schafft. Christus schafft die neue Beziehung zwischen dem Menschen und Gott. Er offenbart uns, ,dass Gott die Liebe ist, und belehrt uns zugleich, dass das Grundgesetz der menschlichen Vervollkommnung und deshalb auch der Umwandlung der Welt das neue Gebot der Liebe ist. Denen also, die der gttlichen Liebe glauben, gibt er die Sicherheit, dass allen Menschen der Weg der Liebe offensteht und dass der Versuch, eine allumfassende Brderlichkeit herzu stellen, nicht vergeblich ist.

    Entnommen aus der ppstlichen Botschaft zumWeltmissionsSonntag 2010

    Inhaltsverzeichnis

    Ein Dank den Untersttzern ........................................................................ 4WeltmissionsSonntag 2010 ......................................................................... 6 Jugendaktion ....................................................................................... 7 Kinderaktion ......................................................................................... 7EpiphanieKollekte 2010 ............................................................................. 8 Priesterpatenschaften ............................................................................ 9 MessStipendien ................................................................................... 9Bildungsarbeit in sterreich ......................................................................... 10 Die Gste zum WeltmissionsSonntag ...................................................... 11 Bildungsveranstaltungen ........................................................................ 11 alle welt ............................................................................................ 12 ON MISSION Magazin ......................................................................... 13 Werkmappe wird Missiothek ................................................................... 13Missio(n) hilft ............................................................................................ 14 Babys hinter Gittern ............................................................................... 15 Zuflucht fr Frauen in Not ...................................................................... 15 AusstzigenHilfswerk ........................................................................... 16 Katastrophenhilfe ................................................................................. 17 ProEuropa ............................................................................................ 17Projekte in aller Welt .................................................................................. 18Finanzbericht ............................................................................................. 20Kontakt ................................................................................................. 22

    Jahresbericht 2010 - www.missio.at Seite 3

    Liebe Untersttzerinnen und Untersttzer!

    Menschen dienen, Gott geben. So lautet der neue Claim der Ppstlichen Missionswerke in sterreich. Er bringt klar und deutlich das Charisma unserer Hilfsorganisation fr den Aufbau der Kirche in Afrika, Asien und Lateinamerika zum Ausdruck. Christus lehrte uns, einander zu dienen. Der Dienst an den Menschen ist der zentrale Auftrag fr jeden Christen und insbesondere fr Missio. Dienende Menschen sind gleichsam die Sulen, die uns tragen: Unsere Spender, Multiplikatoren, Mitarbeiter und Partner vor Ort.

    Den Dienst an den Menschen erfllen wir, indem wir Gott geben: Wir vermitteln Seine grenzenlose Liebe und ermglichen durch Tat und Wort die Verbreitung Seines Evangeliums der Hoffnung in aller Welt. Gleichzeitig geben wir auch etwas, das Christus einforderte: durch Geld, Zeit und Sachspenden, durch das Gebet fr die Weltkirche befhigen wir unsere Partner in den Lndern des Sdens aktiv den Aufbau der Kirche und die damit verbundene Zukunft fr die Menschen

    vor Ort voranzutreiben. Gerade die selige Mutter Teresa ist ein leuchtendes Beispiel dafr, in allem den Menschen zu dienen und Gott zu geben.

    Im Jahr 2010 war der Engel der Armen, wie sie oft genannt wurde, ein wichtiger Teil der Arbeit der Ppstlichen Missionswerke. Wir nahmen ihren 100. Geburtstag am 26. August zum Anlass, um anhand ihrer Person die christliche Mission und den Auftrag der Nchstenliebe vor Augen zu fhren. Ich selbst durfte sie eine Zeit lang begleiten und erleben, wie stark Christus in uns wirkt und unser

    Leben formt, wenn wir ihn nur lassen. Mutter Teresa war ein auergewhnlicher Mensch. Aber ich bin berzeugt, dass Gott jeden von uns zu genau dieser Auergewhnlichkeit beruft. Dafr mssen wir natrlich immer wieder mit unseren lieb gewonnen Gewohnheiten brechen und uns neu auf das Abenteuer Liebe einlassen: Menschen zu dienen und Gott zu geben das knnte ein guter Beginn dafr werden. Danke fr Ihre Untersttzung,

    Ihr Monsignore Dr. LeoM. Maasburg.

    Nationaldirektor der Ppstlichen Missionswerke

    Mit Nahrung, medizinischer Versorgung, Zugang zu Bildung und mit Gottes Wort!

    Jahresbericht 2010 www.missio.at Seite 3

  • Das Vermchtnis der Knigin: Ein Missio-Jahr im Zeichen Mutter Teresas

    Zum 100. Geburtstag von Mutter Teresa legten die Ppstlichen Missionswerke einen Schwerpunkt auf das Wirken der Seligen.

    Mutter Teresa Missionarin der Nchstenliebe so lautet der Titel der OriginalAusstellung, die Missio in ganz sterreich whrend des gesamten Jubilumsjahres zeigt. Der Orden selbst konzipierte die groe Ausstellung ber das Leben und Wirken des Engels von Kalkutta. Die Stationen der Friedensnobelpreistrgerin erschlieen Jahr um Jahr den Werdegang und Auftrag Mutter Teresas: In ihrem Wirken fr die rmsten der Armen verkndete sie die missionarische Grundbotschaft der Kirche Gott ist die Liebe!Anhand eines Lebensbandes dokumentieren eindrucksvolle Bilder und persnliche Zitate Mutter Teresas Werdegang von ihrer Kindheit in Skopje ber die Anfnge ihres

    missionarischen Wirkens in Kalkutta bis hin zur Ausbreitung der von ihr gegrndeten Missionaries of Charity, die auch in Wien ttig sind.

    Groer ErfolgMehr als 15.000 Menschen besuchten die Ausstellung und lieen sich von Mutter Teresa inspirieren: Viele Besucher blieben nicht nur kurz vor den Schautafeln stehen, um die Texte zu lesen oder die vielen schnen Bilder zu betrachten: Ich hatte den Eindruck, dass sie von Mutter Teresa ergriffen waren und dass sie die Botschaft ihres Wirkens ver innerlichten, so MissioZivildiener David Windisch, der die Ausstellung in Graz betreute. Auch fr die Erarbeitung im Schulunterricht ist die Ausstellung

    uerst geeignet. Allein in Linz besuchten sie mehr als 60Schulklassen. In St. Plten waren Schler so berwltigt, dass sie eine eigene Ausstellung mit bunten Plakaten zusammenstellten und ber die Selige eigens ein Lied komponierten.

    Im MedienfokusIm Vorfeld zum Geburtstag am26. August organisierte Missio eine Pressereise nach Kalkutta, um sterreichischen Journalisten das Wirken dieser Missionarin der Nchstenliebe vor Augen zu fhren. Somit wurden Mutter Teresas berzeugungen auch in sterreich zum Thema in der ffentlichkeit: Wie zeigt sich Gottes Liebe in der Welt? Nur durch uns, wir mssen Gottes Liebe in der Welt sein.

    Lasset die Kinder zu mir kommen: Der Orden von Mutter Teresa nimmt sich seit jeher obdachloser Waisenkinder an.

    Msgr. Leo-M. Maasburg bei einem Interview mit dem Engel der Armen (Mitte). Er begleitete sie sieben Jahre lang als Dolmetsch und Sekretr.

    Seite 4 Jahresbericht 2010 www.missio.at

  • Ikone des guten Samariters

    Rund 300.000 Glubige aus aller Welt versammelten sich am 19. Oktober 2003 bei strahlendem Sonnenschein auf dem Petersplatz in Rom, um die feierliche Zeremonie mitzuerleben: Papst Johannes Paul II. sprach Mutter Teresa nur sechs Jahre nach Ihrem Tod selig der krzeste Seligsprechungsprozess der Neuzeit. In seiner sehr persnlich gehaltenen Predigt bezeichnete der Papst sie als Ikone des guten