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    06-Feb-2018
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  • Leitfaden: Betriebliches Gesundheitsmanagement

    D I E V E R B N D E D E R M E T A L L- U N D E L E K T R O I N D U S T R I E B A D E N - W R T T E M B E R G

  • 2 3

    LeitfadenBetriebliches Gesundheitsmanagement

    Inhalt

    Gesunde Arbeit 4

    Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) 5

    Betriebliche Interessenvertretung 6

    Schritt fr Schritt 7

    1. Rahmenbedingungen schaffen 8

    1.1 Ziele festlegen 8

    1.2 Entscheider einbeziehen 8

    1.3 Leitlinien erstellen 8

    1.4 Steuerkreis bilden 9

    1.5 Beschftigte informieren 9

    2. IST-Situation analysieren 10

    3. Manahmen ableiten und priorisieren, Ziele und Erfolgsmessgren festlegen 11

    4. Manahmen umsetzen 12

    5. Erfolge kontrollieren 13

    6. Anpassungen und Verbesserungen vornehmen 13

    Ansprechpartner 13

  • 4 5

    LeitfadenBetriebliches Gesundheitsmanagement

    Das Betriebliche Gesundheitsmanagement umfasst den Auf-

    bau betrieblicher Strukturen sowie die systematische, ziel-

    orientierte und kontinuierliche Steuerung aller betrieblichen

    Prozesse mit dem Ziel, gesundheitsgerechte Arbeitsbedin-

    gungen zu gestalten und die Beschftigten zu einem gesund-

    heitsfrdernden Verhalten zu befhigen.

    Das BGM bildet somit ein verbindendes Dach ber alle Su-

    len, die sich im Unternehmen mit dem Thema Gesundheit

    befassen. Hierzu gehren im Wesentlichen die drei Sulen:

    Arbeits- und Gesundheitsschutz gem den

    Arbeitssicherheits- und Arbeitsschutzvorschriften Betriebliches Eingliederungsmanagement

    nach 84 Abs. 2 SGB IX Betriebliche Gesundheitsfrderung, die gesetzlich

    nicht vorgeschrieben ist

    Arbeitsschutz und Betriebliches Eingliederungsmanagement

    sind verpflichtend, Manahmen der Betrieblichen Gesund-

    heitsfrderung sind freiwillig (Pflicht und Kr).

    Die verschiedenen Aktivitten zum Thema Gesundheit wer-

    den also unter dem Dach des BGM zusammengefasst und

    kontinuierlich zu einem Managementsystem ausgebaut. Da-

    durch werden betriebliche Rahmenbedingungen, Strukturen

    und Prozesse geschaffen, um die einzelnen Sulen miteinan-

    der zu verbinden und so das gemeinsame Ziel eines gesun-

    den Betriebes zu erreichen.

    Je nach betrieblichen Gegebenheiten kann das Dach des BGM

    auch von weiteren Sulen getragen werden, wie der Personal-

    entwicklung, dem Arbeitsmedizinischen Dienst, der Betriebs-

    krankenkasse, der betrieblichen Sozialberatung etc.

    Um die Gesundheit und Leistungsfhigkeit der Beschftigten

    in einem sich wandelnden Arbeitsumfeld zu sichern, ist die

    Gestaltung gesunder und sicherer Arbeitsbedingungen eine

    wichtige Basis.

    Darber hinaus ist es jedoch zwingend erforderlich, dass sich

    jeder einzelne Beschftigte der eigenen Verantwortung fr

    seine Gesundheit bewusst ist.

    Die Strkung der individuellen Gesundheitskompetenz kann

    im Rahmen eines BGM gefrdert werden. Die Verantwortung

    fr die eigene Gesundheit trgt aber jeder Beschftigte letzten

    Endes fr sich selbst.

    Gesunde, leistungsfhige und motivierte Beschftigte bilden

    die Grundlage fr ein erfolgreiches Unternehmen. Das Be-

    triebliche Gesundheitsmanagement (BGM) beinhaltet die

    bewusste Steuerung und Integration aller betrieblichen Pro-

    zesse mit dem Ziel, die Gesundheit und Leistungsfhigkeit der

    Beschftigten zu erhalten und zu frdern. Schlagworte wie

    Demografischer Wandel oder Fachkrftemangel zeigen

    die Notwendigkeit auf, weshalb Unternehmen sich mit diesem

    Thema beschftigen.

    Dieser Leitfaden gibt Ihnen einen berblick darber, was

    unter Betrieblichem Gesundheitsmanagement zu verstehen

    ist und welche Bedeutung dem Thema zukommt. Wir wollen

    Ihnen eine Hilfestellung bei der Einfhrung eines BGM geben

    und erlutern, welche Schritte zu einem erfolgreichen BGM

    notwendig sind.

    Und schlielich mchten wir auch aufzeigen, wie wir Sie dabei

    untersttzen knnen.

    Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)

    Betriebliches

    EingliederungsmanagementArbeitsschutz

    Betriebliche

    Gesundheitsfrderung

    ber die Hilfestellung bei der Einfhrung eines BGM

    hinaus, untersttzen Sie unsere Juristen bei rechtlichen

    Fragen.

    Wir helfen Ihnen, Kontakte zu Dritten herzustellen

    wie z. B. zu Rentenversicherungstrgern, Krankenkassen,

    Berufsgenossenschaften, externen Beratern, wissen-

    schaftlichen Instituten oder rzten und klinischen Ein-

    richtungen.

    Wir untersttzen Sie bei der Analyse des IST-Zustandes,

    beim Erkennen von betrieblichen Handlungsfeldern, dem

    Aufzeigen von Manahmen und bei der Ableitung von

    Erfolgsmessgren.

    Durch statistische Erhebungen und Benchmarks knnen

    wir Hinweise auf mglichen Handlungsbedarf geben und

    Vergleichsgren z. B. in Bezug auf Ihre Branche, Be-

    triebsgre oder Region liefern.

    Bei arbeitswissenschaftlichen Fragen stehen unsere Ver-

    bandsingenieure mit ihrem Fachwissen zur Verfgung

    (z. B. bei Fragen zu Arbeitsorganisation, Entgelt- und Ar-

    beitszeitgestaltung, Arbeitsschutz, Ergonomie, etc.).

    Schlielich organisieren wir Netzwerktreffen, Erfahrungs-

    kreise, Info-Veranstaltungen, Schulungen und Seminare

    zum BGM und vertreten die Interessen unserer Mitglieds-

    unternehmen in Fachgremien.

    Unsere Leistungen

    Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)Gesunde Arbeit

  • 6 7

    LeitfadenBetriebliches Gesundheitsmanagement

    Der nachhaltige Erfolg eines BGM hngt wesentlich von den

    jeweiligen Gegebenheiten sowie von den Anforderungen

    und Zielsetzungen des einzelnen Unternehmens ab. Es ist

    deshalb nicht mglich, einen einheitlichen Weg fr alle Unter-

    nehmen vorzugeben. Es gibt aber bewhrte Schritte, die zu

    einem erfolgreichen BGM fhren.

    Wir untersttzen Sie dabei, die einzelnen Schritte zielgerich-

    tet zu gehen. Wir helfen Ihnen bei rechtlichen oder arbeits-

    wissenschaftlichen Fragestellungen, bei der Analyse des

    Ist-Zustandes, der Ableitung von Zielen, Manahmen und

    Erfolgsmessgren. Wenn Sie es wnschen, knnen wir Kon-

    takte zu Dritten herstellen, wie zum Beispiel zu Rentenversi-

    cherungstrgern, Krankenkassen, Berufsgenossenschaften,

    externen Beratern, wissenschaftlichen Instituten oder rzten

    und klinischen Einrichtungen.

    Fr weitergehende Informationen oder zum Austausch mit

    anderen Betrieben knnen Sie gerne an einer unserer Veran-

    staltungen zum BGM teilnehmen.

    In den drei Sulen des BGM sind die Mitwirkungs- und Mit-

    bestimmungsrechte der betrieblichen Interessenvertretung

    unterschiedlich ausgeprgt.

    Whrend der gesetzliche Arbeits- und Gesundheitsschutz

    von konkreten Handlungspflichten des Arbeitgebers geprgt

    ist und weitgehende Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats

    beinhaltet, ist die Betriebliche Gesundheitsfrderung von den

    Betrieben weitestgehend frei gestaltbar.

    Die Betriebliche Gesundheitsfrderung hat in erster Linie die

    Gesundheit des Einzelnen sowie individuelle Verhaltenswei-

    sen und Risiken im Blick. Sie ist deshalb fr den Betrieb und

    fr die Beschftigten freiwillig und dem Betriebsrat steht bei

    der Entscheidung, ob Manahmen der Betrieblichen Gesund-

    heitsfrderung angeboten werden, kein Mitbestimmungs-

    recht zu.

    Beim Betrieblichen Eingliederungsmanagement hat der Ar-

    beitgeber einen groen Handlungsspielraum. Er ist nicht ver-

    pflichtet, ein formalisiertes Verfahren einzufhren.

    Das Betriebliche Eingliederungsmanagement ist ein individu-

    elles, fr den jeweils betroffenen Beschftigten durchzufh-

    rendes Verfahren. Es verfolgt das Ziel, frhzeitig zu klren, ob

    und welche Manahmen bei einem Betroffenen zu ergreifen

    sind, um eine lngere Arbeitsunfhigkeit zu berwinden und

    eine mglichst dauerhafte Fortsetzung des Arbeitsverhltnis-

    ses zu frdern.

    Unter Bercksichtigung der betrieblichen Erfordernisse und

    Mglichkeiten kann es jedoch sinnvoll sein, freiwillig ein for-

    malisiertes Verfahren einzufhren. Dann allerdings unter Be-

    rcksichtigung der Mitbestimmungsrechte der betrieblichen

    Interessenvertretung.

    Betriebliche Interessenvertretung Schritt fr Schritt

    Sechs Schritte zum Erfolg

    Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)

    6Anpassungen und

    Verbesserungen vornehmen

    5 Erfolge kontrollieren

    4 Manahmen umsetzen

    3Manahmen ableiten und priorisieren,

    Ziele und Erfolgsmessgren festlegen

    2 IST-Situation analysieren

    1 Rahmenbedingungen schaffen

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    LeitfadenBetriebliches Gesundheitsmanagement

    1.1 Ziele festlegen

    Es gibt viele Grnde, sich mit dem Thema BGM zu befassen.

    Hufig werden folgende Beweggrnde genannt:

    zu hohe Fehlzeiten hohe Fluktuation Verbesserung der Arbeitszufriedenheit/Motivation

    derBeschftigten Imageverbesserung/hhere Attraktivitt als Arbeitgeber

    Mglicherweise gibt es fr Ihr Unternehmen aber auch ganz

    andere oder weitere Grnde, weshalb Sie sich mit dem Thema

    BGM beschftigen?

    Es ist von grundstzlicher Bedeutung, dass Sie sich ber Ihre

    Beweggrnde bewusst werden und Ihre betriebliche Zielset-

    zung vor der Einfhrung eines BGM festlegen. An dieser Ziel-

    setzung mssen sich alle Manahmen messen lassen.

    1. Rahmenbedingungen schaffen

    1.5 Beschftigte informieren

    Eine gute Kommunikation ist von groer Bedeutung fr eine

    erfolgreiche Einfhrung des BGM in Ihrem Unternehmen.