Laurence Heller Aline LaPierre Entwicklungstrauma heilen · PDF fileLaurence Heller | Aline...

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  • Laurence Heller | Aline LaPierreEntwicklungstrauma heilen

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  • Laurence Heller | Aline LaPierre

    Entwicklungstrauma heilen

    Alte berlebensstrategien lsen

    Selbstregulierung und Beziehungsfhigkeit strken

    Das Neuroaffektive Beziehungsmodell zur Traumaheilung NARM

    Aus dem Amerikanischen von Silvia Autenrieth

    Ksel

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  • Titel der Originalausgabe: Healing Developmental Trauma: How Early Trauma Affects Self-Regulation, Self-Image, and the Capacity for Relationship,

    erschienen bei North Atlantic Press, Berkeley, California

    Das von Laurence Heller entwickelte Neuroaffektive Beziehungsmodell NARM (NeuroAffective Relational Model) ebenso wie die von Aline LaPierre entwickelte Methode NeuroAffective Touch sind eingetragene Schutzmarken.

    Der besseren Lesbarkeit halber wurde im Text auf das Trademark- Zeichen verzichtet.

    Verlagsgruppe Random House FSC-DEU-0100Das fr dieses Buch verwendete FSC-zertifi zierte Papier

    Munken Premium Cream liefert Arctic Paper Munkedals AB, Schweden.

    Copyright 2012 Laurence Heller, Ph.D.Copyright fr die deutsche Ausgabe 2013 Ksel-Verlag, Mnchen,

    in der Verlagsgruppe Random House GmbHUmschlag: Monika Neuser, Mnchen

    Umschlagmotiv: fotolia, KundraDruck und Bindung: GGP Media GmbH, Pneck

    Printed in GermanyISBN 978-3-466-30922-1

    www.koesel.de

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  • Inhalt

    Abbildungs- und Tabellenverzeichnis 6Einfhrung in das Neuroaffektive Beziehungsmodell NARM 9

    Teil IDie fnf adaptiven berlebensstrukturen 49

    1. berblick 50 2. Kontakt Das erste Organisationsprinzip 58 3. Einstimmung Das zweite Organisationsprinzip 70 4. Vertrauen Das dritte Organisationsprinzip 84 5. Autonomie Das vierte Organisationsprinzip 101 6. Liebe und Sexualitt Das fnfte Organisationsprinzip 115

    Teil IIDie Kontakt-berlebensstruktur 131

    7. Physiologie und Trauma Die Auswirkung von Traumen auf die Entwicklung 132

    8. Die Anfnge unserer Identitt Die Kontakt-berlebens-struktur verstehen 176

    9. Mitschrift einer NARM-Therapiesitzung mit Kommentar 225 10. Der Weg zur Aufl sung von Traumen Kontakt mit

    sich selbst und anderen 251 11. Heilung der Beziehungsmatrix NARM und NeuroAffective

    Touch in der Langzeittherapie frher Entwicklungs-/ Beziehungstraumen 330

    12. Heilung verzerrter Ausdrucksformen der Lebenskraft Ein systemischer Ansatz 383

    Danksagungen 407Literaturhinweise 409Register 411

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  • Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

    0.1 Die fnf Kernbedrfnisse nach dem NARM-Modell und die dazugehrigen Kernfhigkeiten 12

    0.2 Die fnf adaptiven berlebensstrukturen und ihre jeweilige Kernproblematik 14

    0.3 Die Entwicklung der Kernfhigkeiten sowie die Entstehung adaptiver berlebensstrukturen 14

    0.4 Verzerrte Ausdrucksformen der Lebenskraft 22 0.5 Auf Scham basierende Identifi zierungen und auf Stolz

    basierendeGegenidentifi zierungen fr die jeweiligen adapti-ven berlebensstrukturen 28

    0.6 Informationsfl uss top-down und bottom-up 31 0.7 Der Teufelskreis innerer Not 32 0.8 Der NARM-Heilungskreislauf 34 1.1 Aufgabe von Aspekten des eigenen Ichs zur Bewahrung

    der elterlichen Liebe 53 2.1 Zentrale Merkmale der Kontakt-berlebensstruktur 62 2.2 Therapeutische Strategien fr die Kontakt-berlebens-

    struktur 68 3.1 Vergleich der beiden Untertypen der Einstimmungs-

    berlebensstruktur 77 3.2 Zentrale Merkmale der Einstimmungs-berlebensstruktur 79 3.3 Therapeutische Strategien fr die Einstimmungs-

    berlebensstruktur 82 4.1 Zentrale Merkmale der Vertrauens-berlebensstruktur 97 4.2 Therapeutische Strategien fr die Vertrauens-berlebens-

    struktur 100 5.1 Zentrale Merkmale der Autonomie-berlebensstruktur 108 5.2 Therapeutische Strategien fr die Autonomie-berlebens-

    struktur 114 6.1 Zentrale Merkmale der Liebe-Sexualitts-berlebens-

    struktur 122

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  • 6.2 Therapeutische Strategien fr die Liebe-Sexualitts- berlebensstruktur 127

    6.3 Verzerrte Ausdrucksformen der Lebenskraft bei den fnf adaptiven berlebensstrukturen 130

    7.1 Schematische Darstellung des Nervensystems 136 7.2 Sympathisch und parasympathisch bedingte Vernderungen

    imKrper als Reaktion auf Stress oder Gefahr 139 7.3 Einige physiologische Kennzeichen der Unterschiede

    zwischenKohrenz und Aktivierung 173 8.1 Symptome frher Traumen erkennen 178 8.2 Ursprnge frher Traumen 180 8.3 Verzerrte Ausdrucksformen gesunder Aggression 213 8.4 Auswirkungen frher Traumen auf die Gesundheit 217 8.5 Kennzeichen gesunder und beeintrchtigter energetischer

    Grenzen 220 10.1 Primre Prinzipien, Werkzeuge und Techniken des

    NARM-Ansatzes 256 10.2 berblick ber die grundlegenden Schritte zur Wieder-

    herstellungdes Kontakts 264 10.3 Die Wirkung von Traumen auf die Augen 279 10.4 Ntzliche Techniken fr die therapeutische Untersttzung

    desinneren Kontakts 288 10.5 Therapeutische Themen in Verbindung mit der Kontakt-

    berlebensstruktur 298 10.6 Auf Scham basierende Identifi zierungen und auf Stolz

    basierendeGegenidentifi zierungen 300 10.7 Prinzipien und Techniken fr die therapeutische Arbeit mit

    derKontakt- berlebensstruktur 329 12.1 Verzerrte Ausdrucksformen der Lebenskraft 384

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    Einfhrung in das Neuroaffektive Beziehungsmodell NARM

    Der Preis der Freiheit ist ewige Achtsamkeit.

    In diesem Buch geht es um die Wiederherstellung eines verloren gegangenen Kontakts. Die Erfahrung, in Kontakt mit uns selbst und anderen zu sein, stillt die Sehnsucht, uns durch und durch le-bendig zu fhlen. Ist die Fhigkeit in Kontakt zu sein eingeschrnkt, mindert es unsere Lebendigkeit, und genau auf dieser nicht gleich offensichtlichen Dimension basieren die meisten psychischen und viele physische Probleme. Leider ist uns oft gar nicht bewusst, wel-che inneren Barrieren verhindern, dass wir das ersehnte Ma an Kontakt und Lebendigkeit spren. Barrieren dieser Art entstehen als Reaktion auf zutiefst schmerzhafte Erfahrungen in Verbindung mit Schock- und Entwicklungstraumen. Hier setzt das Neuroaffek-tive Beziehungsmodell an: Mit seiner Hilfe lassen sich einerseits die Barrieren ermitteln, die dieses In-Verbindung-Sein verhindern, und andererseits gesunde Ausdrucksformen von Lebendigkeit unterstt-zen. In diesem Buch befassen wir uns mit Konfl ikten rund um un-sere Fhigkeit zum In-Kontakt-Sein mit uns selbst und anderen und ergrnden Wege, diesen Kontakt zu vertiefen und grere Leben-digkeit zu entwickeln und zu frdern.

    Ursprnglich hatte ich vor, ein Buch fr die klinische Praxis zu schreiben. Bald jedoch zeigte sich, dass der hier eingenommene Blickwinkel auch in Sachen Selbsterfahrung hilfreich sein knnte fr alle, die sich in irgendeiner Form aufgemacht haben, mehr bersich herauszufi nden, und die neue Impulse suchen, um ihre Selbsterkenntnis, ihr persnliches Wachstum und ihre Heilung vor-anzutreiben. Von ihm profi tieren werden also einerseits Fachleute

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  • 10

    aus der klinischen Praxis, deren Arbeit es um eine zustzliche Dimen sion bereichern wird, aber es bietet andererseits auch Orien-tierung fr Menschen, denen es darum geht, mehr mit sich und anderen in Kontakt zu sein und sich generell wohler in ihrer Haut zu fhlen.

    Viele psychotherapeutische Systeme basieren auf einem medizi-nischen Krankheitsmodell. Im Mittelpunkt stehen fr sie von daher die Krankheitsbilder der Psyche: In der Regel ergrndet die Psycho-therapie die Vergangenheit eines Menschen und sucht die dysfunk-tionalen kognitiven und emotionalen Muster zu ermitteln, die sei-nen psychischen Problemen zugrunde liegen. Neuere Erkenntnisse zur Funktionsweise von Gehirn und Nervensystem haben mittler-weile allerdings dazu gefhrt, dass altgediente psychologische Me-thoden auf den Prfstand gekommen sind. Es zeigt sich immer kla-rer, dass wir neue klinische Anstze brauchen. Aus heutiger Warte scheint es eine fragwrdige Hypothese, dass wir nur wissen mssten, was im Leben eines Menschen falsch gelaufen ist, dann wssten wir auch, wie wir ihm bei der Lsung seiner Probleme helfen knnen. Wir wissen heute zum Beispiel: Wenn wir uns auf dysfunktionale Aspekte konzentrieren, laufen wir Gefahr, diese Dysfunktionalitt noch zu verstrken. Stellen wir Defi zite und Schmerz in den Mittel-punkt, so werden wir (oder unsere Klienten) wahrscheinlich immer besser im Erleben von Defi ziten und Schmerz. So hnlich verhlt es sich, wenn in erster Linie die Vergangenheit im Fokus steht: Es schult das Refl exionsvermgen ber die Vergangenheit, kann aber dazu fhren, dass die Vorgeschichte der Person wichtiger scheint als das, was sie gegenwrtig erlebt.

    In Entwicklungstrauma heilen wird ein somatisch orientiertes psychotherapeutisches Verfahren vorgestellt, bei dem die Frderung der menschlichen Fhigkeit zu In-Kontakt-Sein und Lebendigkeit im Mittelpunkt steht: das