Herzlich willkommen - pbl.ch .Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ... 41 . nur k¶rperlich

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  • Herzlich willkommen zur Tagung vom 26. Oktober 2017 in Basel

  • Hans-Peter Ulmann

    CEO Psychiatrie Baselland

  • Thomas Weber Regierungsrat Vorsteher Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Basel-Landschaft

  • Ignazio Cassis Bundesrat Chef Eidgenssisches Departement fr auswrtige Angelegenheiten (ab 1.11.2017)

  • Psychische Gesundheit als gesellschaftliche Ressource in der fderalistischen Schweiz Tagung der Psychiatrie Baselland 26.10.2017 Ignazio Cassis, MD MPH

  • Psychische Gesundheit ist ein vielschichtiger Prozess, der Aspekte wie Wohlbefinden, Optimismus, Zufriedenheit, Ausgeglichenheit, Beziehungsfhigkeit, Sinnhaftigkeit, Alltagsbewltigung und Arbeitsbewltigung umfasst.

    Keine Gesundheit ohne psychische Gesundheit Keine psychische Gesundheit ohne krperliche Gesundheit

    (mens sana in corpore sano) Eigenschaften und Emotionen mssen nicht immer gleich

    intensiv vorhanden sein.

    Was ist Psychische Gesundheit?

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  • Eine Person fhlt sich psychisch gesund, wenn es ihr mglich ist, ihre geistigen und emotionalen Fhigkeiten zu nutzen, die alltglichen Lebensbelastungen zu bewltigen, produktiv zu arbeiten und in der Gemeinschaft einen Beitrag zu leisten (WHO, 2003).

    Definition: Psychische Gesundheit

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    Auch psychische Gesundheit ist somit mehr als die Abwesenheit von psychischen Erkrankungen.

    Auch hier bleibt die Grenze zwischen Gesundheit und Krankheit unklar.

    Auch psychische Gesundheit ist hauptschlich subjektiv definiert.

  • Gesundheitsdeterminanten Gesundheitsdeterminanten

    http://www.uta.fi/med/tacc-gh/sdh/introduction/what_are_sdh/page2.html

  • Fakten zur psychischen Gesundheit in der Schweiz

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    77 % fhlen sich vital und energiegeladen

    72 % voller Kraft, Energie und Optimismus

    Aber.

    27 % leiden im Verlaufe eines Jahres an einer psychischen Krankheit

    18 % durch psychische Probleme beeintrchtigt

    Quelle: SGB, 2012; Wittchen & Jacobi, 2005

  • Psychische Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter

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    Ca. 20 % aller Kinder und Jugendlichen weisen eine psychische Erkrankung auf

    Stress bei der Altersgruppe von Jungen am hchsten

    Suizide zweithufigste Todesursache bei jungen Mnnern, bei Frauen die dritthufigste Todesursache

    Quelle WHO, 2001; Seco, 2011, Job-Stress-Index, 2015/2016; Bachmann et al. 2015

  • Psychische Erkrankungen im Alter

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    1525% der lteren Menschen leiden an mindestens einer psychischen Erkrankung

    Zu den hufigsten psychischen Erkrankungen im Alter gehren Depressionen, Angsterkrankungen, Delir, Suchterkrankungen und Schlafstrungen.

    Suizide hufen sich mit zunehmendem Alter. Suizidrate bei lteren Mnnern zweimal (65- bis 84-Jhrige) bis viermal (ab 85 Jahren) hher als in der gesamten mnnlichen Bevlkerung.

    Quelle: Weber et al. 2016

  • Folgen Psychischer Erkrankungen

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    Stigmatisierung Verminderte Lebensqualitt

    In der Schweiz 30,4% der verlorenen gesunden Lebensjahre (DALY) durch psychische Krankheit verursacht (Depression am hufigsten)

    Belastete Angehrige Partner/innen, Geschwister, Eltern, Kinder,

    Medizinische Versorgung Medizinische Leistungen, Medikamentenkonsum,

    Prmiensteigerung

    Quelle: Brli et al. 2016

  • Ein ffentliches System, nach dem die medizinische Versorgung der Bevlkerung politisch, sozial und finanziell geregelt ist.

    http://www.duden.de/rechtschreibung/Gesundheitssystem

    A health system, also sometimes referred to as healthcare system, is the organization of

    people, institutions, and resources that deliver health care services to meet the health

    needs of target populations. http://en.wikipedia.org/wiki/Health_system

    Gesundheitssystem

  • Volkswirtschaftliche Kosten

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    7,8 Milliarden Franken pro Jahr

    38,0% direkte Gesundheitskosten 5.7% direkte nicht medizinische Kosten 56,3% indirekte Kosten

    Quelle: Maercker, Perkonigg Preisig, Schaller, Weller, 2013

  • Bund ist der schweizerische Begriff fr den Staat (der andere hufig gebrauchte Ausdruck dafr ist Eidgenossenschaft).

    Quelle: Der Bund kurz erklrt 2015.

    Fderalistische Schweiz

  • Der Bund ist berall dort zustndig, wo ihn die Verfassung dazu ermchtigt.

    Aufgaben, die nicht ausdrcklich Bundessache sind, fallen in die

    Zustndigkeit der nchst unteren Ebene: in diejenige der Kantone.

    Kompetenzaufteilung

  • Art. 117 Kranken- und Unfallversicherung 1 Der Bund erlsst Vorschriften ber die Kranken- und die Unfallversicherung.

    2 Er kann die Kranken- und die Unfallversicherung allgemein oder fr einzelne Bevlkerungsgruppen obligatorisch erklren.

    Bundeskompetenz

  • Art. 118 Schutz der Gesundheit 1 Der Bund trifft im Rahmen seiner Zustndigkeiten Massnahmen zum Schutz der Gesundheit. 2 Er erlsst Vorschriften ber: a. den Umgang mit Lebensmitteln sowie mit Heilmitteln, Betubungsmitteln,

    Organismen, Chemikalien und Gegenstnden, welche die Gesundheit gefhrden knnen;

    b. die Bekmpfung bertragbarer, stark verbreiteter oder bsartiger Krankheiten von Menschen und Tieren;

    c. den Schutz vor ionisierenden Strahlen.

    Bundeskompetenz

  • - Aussenpolitik - Verteidigung - Zoll - Geldpolitik - Eisenbahnen - Autobahnen - landesweit gltigen

    Rechtsetzung

    - Bildung - Gesundheit - Innere Sicherheit - Steuerpolitik

    Kompetenzaufteilung

  • Fderalistische Schweiz

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    Zustndig fr die eigene Gesundheit ist in einem freiheitlichen Staat zuerst Mal jede Brgerin und jeder Brger.

    Zustndig fr die ffentliche Gesundheit sind vor allem Kantone.

    Viele Kantone setzen in Zusammenarbeit mit

    Gesundheitsfrderung Schweiz Kantonale Aktionsprogramme (KAP) zur Frderung der psychischen Gesundheit um.

  • Fderalistische Schweiz

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    Kantonale Aktionsprogramme (KAP) erlauben u.a., die flexible Bercksichtigung von Kantonsspezifischen Eigenheiten (z.B. Stadt vs. Land) Entwicklungstand des Kantons (z.B. Anfang vs. Langjhrige Erfahrung) Kombination von Themen und Zielgruppen (z.B. mit Bewegung und

    Ernhrung ber die Lebensspanne) Bindung von Allianzen der Akteure vor Ort (Koordination)

    Es werden immer mehr Kantone

  • Aufbau eines Kantonalen Aktionsprogramms (KAP)

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  • Bericht im Auftrag des Dialogs Nationale Gesundheitspolitik: Psychische Gesundheit in der Schweiz. Bestandsaufnahme und Handlungsfelder. (Brli et al., 2016)

    Psychische Gesundheit in der Schweiz

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    = Gesundheitsfrderung Schweiz

    Kampagne

    KAP/BGM

  • Psychische Gesundheit in der Schweiz

    Kampagne

    KAP psychische Gesundheit

    Netzwerk Psychische Gesundheit

    Erhhung KVG-Prmienzuschlag Prvention

  • Der Grundlagenbericht Psychische Gesundheit ber die Lebensspanne liefert Evidenz dafr, wie und bei wem die psychische Gesundheit gefrdert werden soll.

    Grundlage fr Kantonale Aktionsprogramme (KAP)

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  • Empfehlungen aus dem Bericht

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    1. Person in ihrer Umwelt betrachten: Ressourcen bei Person und Umwelt mit verschiedenen Lebensbereichen

    2. Interne und externe Ressourcen strken: z.B. Selbstwirksamkeit und soziale Untersttzung

    3. Fokus auf bestimmte Zielgruppen legen: junge/neue Eltern, frhe Adoleszenz, pflegende Angehrige

  • Arbeit und Gesundheit

  • Stress am Arbeitsplatz

    4.9 Millionen Arbeitnehmende in der Schweiz

  • Stressverstndnis

    Stress ist ein subjektiv wahrgenommenes Ungleichgewicht zwischen Belastungen (Stressoren) und Anforderungen an die Person und deren Mglichkeiten (Ressourcen), darauf zu reagieren

    Dieser Ungleichgewichtszustand ist persnlich bedeutsam und wird als unangenehm erlebt und schrnkt das Wohlbefinden ein

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    Stressoren Ressourcen

    Befinden

  • Situation in der Schweiz

    1,3 Mio. Erwerbsttige (25.4%) haben Stress oder sind erschpft.

    konomisches Potenzial: rund 5.7 Mrd. Franken.

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    Quellen: Gesundheitsfrderung Schweiz (2016). Job Stress Index 2016 Seco (2010). Stress bei Schweizer Erwerbsttigen, Zusammenhnge zwischen Arbeitsbedingungen, Personenmerkmalen,

    Befinden und Gesundheit

  • Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ist das systematische Optimieren von gesundheitsrelevanten Faktoren im Betrieb. BGM schafft durch die Gestaltung betrieblicher Strukturen und Prozesse die Voraussetzungen fr die Gesundheit der Mitarbeitenden und trgt so zum Unternehmenserfolg bei. BGM bedingt die Mitwirkung aller Personengruppen im Betrieb, ist integriert in die Unternehmensfhrung und zeigt sich in der gelebten Unternehmenskultur

    Betriebliches Gesundheitsmanagement

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  • Umsetzung BGM in der Schweiz

    Im Durchschnitt setzen 23% der Betriebe in der Schweiz BGM systematisch und vollumfnglich um.

    Je nach Grsse des Unternehmens variiert dieser Durchschnitt:

    Kleinunternehmen: 11%

    Mittelgrosse Unternehmen: 19%

    Grossunternehmen: 32%

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    Quelle: Gesundheitsfrderung Schweiz (2017). Wie verbreitet ist betriebliches Gesundheitsmanagement in Schweizer Betrieben?

  • Psychische Gesundheit und Arbeit

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  • Beispiele fr Stressoren und Ressourcen bei der Arbeit

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  • Politische Herausforderungen

    1. Bessere Definition von Gesundheit und Krankheit

    2. Dezentralisierung wegen unterschiedlicher Kulturen