GZW- BAD NAUHEIM/ FRIEDBERG/ chronische Bronchitis und chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)

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    09-Feb-2020
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  • GZW- JOURNAL

    Nachrichten aus dem Gesundheitszentrum Wetterau

    www.gz-wetterau.de Ausgabe 4/2018

    BAD NAUHEIM/ FRIEDBERG/ SCHOTTEN/GEDERN

    Schwerpunktthema:

    Schl af-Atem-Zentrum

  • Atmen muss man nicht ler- nen. Es klappt von Anfang an quasi automatisch, sogar im Schlaf. Darauf verlassen wir uns. Dass simples Ein- und Ausatmen so anstren- gend sein kann wie Knie- beugen oder Klimmzüge, wird uns erst dann bewusst, wenn wir die dafür nötige

    Muskulatur an ihrer Belastungsgrenze erleben.

    Unabhängig von den vielfältigen medizinischen Ursa- chen für eine solche Situation: So etwas ist ein Alb- traum. Es kommt bei einer gesunden Lunge nie vor – zum Glück, denn nichts macht uns Menschen mehr Angst als das Gefühl einer schwächelnden Atemmus- kulatur. Wenn die Ursache der drohenden Überlas- tung nicht sofort behoben werden kann, muss der Patient in einen angstfreien Schlaf versetzt und künst- lich beatmet werden. Diese lebensrettende Methode ist eine große apparative und fachliche Herausforde- rung. Sie ist das Gebiet von Pneumologen des GZW, die auf Beatmungstechniken spezialisiert sind.

    Nach erfolgreicher Behandlung des Grundproblems muss der Patient das selbstständige Atmen oft erst wieder lernen („Weaning“). Ein aufwändiger Pro- zess, der viel Zuwendung und dauerhafte Überwa- chung auf der Intensivstation erfordert. Manchmal braucht der Patient weiterhin auch zuhause Unterstüt- zung beim Atmen, zumindest im Schlaf. Sonst kann es passieren, dass die Atmung einfach stehenbleibt. Für die dann nötige Heimbeatmung gibt es beson- dere Geräte und spezielle Versorgungsteams.

    Für den in Ungnade gefallenen Mann der germani- schen Nymphe Undine kommt diese segensreiche medizinische Entwicklung zu spät. Einer uralten Legende zufolge starb er, weil er im Schlaf das Atmen vergaß: Undine hatte die nächtliche Automatik ein- fach außer Kraft gesetzt – mit einem Fluch! Für die alten Germanen blieb nur die Konsequenz: Brav sein und sich nicht mit Zaubernymphen anlegen!!!! Für die moderne Medizin dagegen ist das nach der Nymphe benannte Phänomen längst klinische Routine. Vor so etwas muss in der Wetterau keiner mehr Angst haben!

    Friedrich Grimminger Ärztlicher Direktor der GZW gGmbH

    Editorial

    Impressum Herausgeber: Gesundheitszentrum Wetterau gGmbH Chaumontplatz 1, 61231 Bad Nauheim Tel.: 06032 702-1106, Fax: 06032 702-1151 info@gz-wetterau.de, www.gz-wetterau.de

    Konzeption/Redaktion: Hedwig Rohde, Verbalegium, Bad Nauheim

    Layout/Gestaltung: Schaper Kommunikation, Bad Nauheim www.schaperkommunikation.de

    Druck: Brühlsche Universitätsdruckerei, Gießen www.bruehlgiessen.de

    Gesamtauflage: Ca. 215.000 Exemplare

    2 GZW-Journal

    Inhalt Editorial ............................................................... 2

    Spezialisiert auf Erkrankungen der Lunge .................. 3

    Allgemeines medizinisches Spektrum der Lungenheilkunde am GZW ...................................... 3

    Schlafstörungen diagnostizieren und therapieren ....... 4

    Messwerte im Schlaflabor ....................................... 5

    Therapieangebote .................................................. 5

    Hilfe bei erschöpfter Atemmuskulatur ........................ 6

    Pneumologische Frührehabilitation ........................... 6

    Weaning – Schonende Entwöhnung von maschineller Beatmung ........................................... 7

    Unser Behandlungskonzept ..................................... 7

  • Die internistischen Abteilungen der GZW-Krankenhäuser in Bad Nauheim Friedberg und Schotten bieten alle mo- dernen Möglichkeiten zur Diagnostik und Therapie bei Erkrankungen der Atemwegsorgane und der Lunge. Das Bürgerhospital Friedberg ist darüber hinaus mit seinem Schwerpunkt für Lun- genheilkunde (Pneumologie) speziali- siert auf die Diagnostik und Therapie von akuten und chronischen Lungen- erkrankungen.

    2017 und 2018 wurde dieser Schwerpunkt weiter ausgebaut. So bieten wir für langzeitbeatmete Patien- ten die Pneumologische Frührehabilita- tion an (eine Direktverlegung aus an- deren Krankenhäusern ist möglich). Unser Weaningzentrum ist darauf spe- zialisiert, langzeitbeatmete Patienten

    von der maschinellen Beatmung zur Atmung aus eigener Kraft zu überfüh- ren. Im Schlafl abor unseres Schlaf-Atem-Zentrums diagnostizieren und therapieren wir Patienten mit den unterschiedlichsten Schlafstörungen.

    Geleitet wird der Schwerpunkt Lungen- heilkunde von Prof. Dr. med. Robert Voswinckel. Der gebürtige Hamburger absolvierte seine breite internistische Ausbildung sowie die Ausbildung zum Lungenfacharzt an der Medizinischen Klinik 2 der Universitätsklinik Gießen. Er ist ein Spezialist für die Spiegelung der Atemwege, die Diagnostik und Therapie akuter und chronischer Lun- generkrankungen sowie für die Be- handlung von Krebserkrankungen des Brustkorbes. Als Experte für Lungen- hochdruck ist er national und interna-

    tional bekannt. Seit Herbst 2013 ist Prof. Voswinckel Chefarzt der Klinik für Innere Medizin des Bürgerhospitals Friedberg, seit Frühjahr 2018 auch Chefarzt der Klinik für Innere Medizin des Hochwaldkrankenhauses Bad Nauheim.

    Ausgabe 4/2018 3

    Spezialisiert auf Erkrankungen der Lunge

    Prof. Dr. med. Robert Voswinckel

    Allgemeines medizinisches Spektrum der Lungenheilkunde am GZW Insbesondere können Sie mit folgenden Beschwerden gerne zu uns kommen:

    Husten: Reizhusten, produktiver Husten, Bluthusten

    Luftnot und Atemnot bei Belastung

    Engegefühl im Brustkorb, Schmerzen im Brustkorb

    chronische Bronchitis und chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)

    Lungenemphysem

    Bronchiektasen

    allergisches und nicht-allergisches Asthma bronchiale

    Lungenentzündung

    Verdacht auf Tuberkulose und tuberkuloseähnliche Erkrankungen (Mycobakteriosen)

    Lungengerüsterkrankungen, z.B. Sarkoidose, exogen-allergische Alveolitis, Lungenfi brose

    Lungenhochdruck

    Lungenembolie (akut oder chronisch)

    Rippenfellerkrankungen (z.B. Pleuraerguss, Pleuritis)

    Diagnostik und Nachsorge des Bronchialkarzinoms und anderer Tumorerkrankungen des Brustkorbs

    unklare Lungenrundherde und Verschattungen

    Tumorverdacht

  • Im neuen Schlafl abor des GZW werden modernste Messmethoden eingesetzt

    Viele Menschen leiden unter Schlaf- störungen. Einige sind durch schlafhy- gienische Maßnahmen zu verbessern, andere sind eine Gefahr für die Ge- sundheit der Betroffenen und bedür- fen umgehender Behandlung. Eine Vielzahl von Schlafstörungen können zu einer Veränderung des normalen gesunden Schlafes führen, z.B. Ein- schlafstörungen, Durchschlafstörun-

    gen, Restless-legs-Syndrom, Insomnien (Schlafl osigkeit), Parasomnien (Bewe- gungen im Traumschlaf) und am häu- fi gsten die obstruktive und zentrale Schlafapnoe.

    Die obstruktive Schlafapnoe geht oft mit Schnarchen einher und wird da- durch auch von den Betroffenen, de- ren Partnerinnen oder Partnern vermu- tet. Im stationären Schlafl abor des GZW diagnostizieren wir mit mo- dernsten Messmethoden Ihre Schlaf- störung und bieten Ihnen individuelle

    Therapievorschläge an. Typisch ist ein zweitägiger Aufenthalt im Schlafl abor mit einer Nacht zur Diagnostik und einer Nacht zur Therapieanpassung.

    4 GZW-Journal

    Schlafstörungen diagnostizieren und therapieren

    Typische Symptome einer Schlafapnoe sind…

    ··· lautes Schnarchen mit Atemstill- ständen im Schlaf

    ··· Tagesschläfrigkeit bis hin zum spontanen Einnicken am Tag

    ··· Konzentrationsschwäche und Gedächtnisstörungen

    ··· eingeschränkte Leistungsfähigkeit ··· fehlende Frische beim Erwachen

    und Kopfschmerzen ··· Nachtschweiß ··· häufi ges nächtliches Wasserlassen ··· erektile Dysfunktion (Impotenz) ··· Reizbarkeit ··· unruhiger Schlaf (zerwühltes Bett

    am Morgen) Diese Symptome können einzeln oder in Kombination auftreten.

    Typische Symptome eines Restless-Legs-Syndroms sind…

    ··· Missempfi ndungen in den Beinen ··· oft verbunden mit einem starken

    Bewegungsdrang und Besserung bei Bewegung

    ··· Auftreten der Beschwerden haupt- sächlich abends und nachts, selten auch tagsüber

    ··· Einschlaf- bzw. Durchschlafstörungen

    Mit der Schlafl abordiagnostik können folgende Erkrankungen erkannt und behandelt werden:

    Schlafstörungen bei Herz-, Lungen-, Muskelerkrankungen, psychiatrischen und neurologischen Erkrankungen Störungen des zirkadianen Schlaf- Wach-Rhythmus Obstruktives oder zentrales Schlaf- apnoe Syndrom Schnarchatmung

    Insomnie (Ein- und Durchschlaf- störungen)

    Hypersomnie (Erhöhtes Schlafbedürfnis) Verhaltensauffälligkeiten im Schlaf („Schlafwandeln“, Parasomnien)

    Ruhelose und schmerzende Beine (Restless-Legs-Syndrom)

    Plötzliche Schlafanfälle am Tag (Narkolepsie)

    Nasenmaskenanpassung für die Therapienacht, die Sensoren messen den unmittelbaren Erfolg der Behandlung.

    Die Ergebnisse der Schlaflaboruntersuchung werden erklärt.

  • Ausgabe 4/2018 5

    Menschen die unter den folgenden Symptomen oder den genannten Erkrankungen leiden und trotz wiederholter Versu- che keinen erholsamen Schlaf fi nden, sollten sich im Schlafl abor untersu- chen lassen:

    anhaltende Ein- oder Durchschlaf- störungen Müdigkeit oder Einschlafneigung