Fit für den demografischen Wandel - bgf- · PDF file1 Fit für den demografischen...

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    Fit für den demografischen Wandel

    Betriebliches Gesundheitsmanagement und regionale Unterstützungsmöglichkeiten in der Region Mülheim,

    Essen und Oberhausen

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    Impressum

    Herausgeber

    Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung BGF GmbH Neumarkt 35-37 50667 Köln Dr. Birgit Schauerte Telefon: (0221) 27180-113 Telefax: (0221) 27180-201 E-Mail: birgit.schauerte@bgf-institut.de www.bgf-institut.de

    PCG - Project Consult GmbH Friedrich-List-Str. 2 45128 Essen Reinhard Röhrig Telefon (0201) 105 92 14 Telefax (0201) 105 92 79 E-Mail: reinhard.roehrig@pcg-projectconsult.de www.pcg-projectconsult.de

    Ausgabe Oktober, 2015

    Layout K2 I agentur für kommunikation, Bonn

    Bildnachweis Christian Nielinger (S. 4, 8, 10), Kurhan/fotolia.com (Titel), sepy/fotolia.com (S. 11), Zerbor/fotolia.com (S. 13), alphaspirit/fotolia.com (S. 14), Cara-Foto/fotolia.com (S. 15), Coloures-pic/fotolia.com (S. 17), cirquedesprit/fotolia.com (S. 19), Photographee.eu/fotolia.comKadmy/fotolia.com (S.32)

    Weitere Informationen Projekthomepage: www.go-meo.de Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW: www.mais.nrw.de Europäischer Sozial Fonds: www.esf.de

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    1 Machen Sie Ihr Unternehmen fit! 4

    2 So geht’s: Ihr Weg zu einem gesunden Unternehmen 6

    2.1 Mit einer gesunden Mannschaft fit in die Zukunft – gute Gründe für ein BGM 6

    2.2 Schritt für Schritt – BGM im Betrieb umsetzen 8

    3 Das sollten Sie wissen: Rechtliche Grundlagen 15

    3.1 Gesetzliche Regelungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz 16

    3.2 Betriebsvereinbarungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz 18

    4 Hier finden Sie Unterstützung 19

    4.1 Krankenkassen und Berufsgenossenschaften 20

    4.2 Unterstützungsstrukturen in der Region Mülheim, Essen, Oberhausen 21

    4.3 Finanzielle Unterstützung für Unternehmen 30

    4.4 Weitere Unterstützungsangebote 31

    4.5 Weiterführende Informationen 34

    INHALT

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    1 Machen Sie Ihr Unternehmen fit!

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    In vielen Unternehmen liegen die Herausforderungen des demografischen Wandels in älter werdenden Belegschaften und einem Mangel an qualifizierten Fachkräften. Aufgrund der soziodemografischen Situation gehören in der Region Mülheim an der Ruhr, Essen und Oberhausen (MEO-Region) insbe- sondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der Pflegebranche sowie der Metall- und Elektroin- dustrie zu den gefährdeten Engpassbranchen. Vor diesem Hintergrund wurde die Gesundheitsoffen- sive Mülheim-Essen-Oberhausen gegründet, kurz: GOMEO. Im Rahmen des Projektes wurden die oben genannten Herausforderungen über den Aufbau eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) in 18 Pilotbetrieben angegangen und regionale Unterstützungsstrukturen in der MEO-Region gezielt eingebunden.

    Das Projekt wurde vom Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung BGF GmbH der AOK Rheinland/ Hamburg und PCG - Project Consult GmbH durchgeführt. Gefördert vom Ministerium für Arbeit, Integ- ration und Soziales mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds, fügt es sich in die Fachkräfteinitiative des Landes NRW ein.

    Die Broschüre bietet Ihnen als Unternehmen einen ersten Einstieg in das Thema BGM, verdeutlicht die wichtigsten betrieblichen Handlungsfelder und gibt Ihnen konkrete Hilfestellungen und Tipps für den Aufbau und die Implementierung eines BGM. Im Kapitel 4 erhalten Sie Hinweise zu regionalen und finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten, auf die Sie bei Fragen rund um das Thema demografischer Wandel und Fachkräftesicherung zurückgreifen können.

    Diese Broschüre richtet sich vor allem an Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer sowie Führungs- kräfte kleiner und mittlerer Unternehmen der MEO-Region: Sie als Führungskraft nehmen mit Ihrem Verhalten maßgeblich Einfluss auf die Gesundheit, die Motivation und Leistungsfähigkeit Ihrer Beschäf- tigten. In gesunde Arbeit zu investieren ist damit nicht nur eine Frage sozialer Verantwortung, sondern eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit. Damit profitieren Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen von Investitionen im Rahmen eines Betrieblichen Ge- sundheitsmanagements.

    Beginnen Sie heute mit den ersten Schritten. Wir begleiten Sie gerne und wünschen Ihnen viel Erfolg auf dem Weg zu Ihrem eigenen Betrieblichen Gesundheitsmanagement.

    Ihr GOMEO-Team

    Dinslaken Bottrop/ Gladbeck

    Hattingen/ SprockhövelVelbert

    Bochum

    Gelsen- kirchen

    Essen Mülheim a. d. Ruhr

    Ober- hausen

    Ratingen/ Heiligenhaus

    Duisburg

    Machen Sie Ihr Unternehmen fit!

    www.go-meo.de

    >> Seit wir begonnen haben, uns um das Thema Gesundheit zu kümmern, ist unsere Belegschaft offener und weniger zurück- haltend im Umgang mit für sie belastenden Situationen. So können wir auf konkrete Belastungen schneller reagieren.

    (Geschäftsführer eines Elektrobetriebes)

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    2 So geht’s: Ihr Weg zu einem gesunden Unternehmen

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    2.1 Mit einer gesunden Mannschaft fit in die Zukunft – gute Gründe für ein BGM

    Die demografische Entwicklung zeigt: Beschäftigte werden älter und arbeiten länger – Gesundheit wird zum erfolgsbestimmenden Faktor. Denn Unternehmen, die ein ganzheitliches Betriebliches Gesund- heitsmanagement (BGM) eingeführt haben, sind für Beschäftigte und potenzielle Bewerberinnen und Bewerber attraktive Arbeitgeber. Wenn Sie sich um die Gesundheit Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbei- ter kümmern, schaffen Sie die Grundlage für die Leistungsfähigkeit Ihrer Beschäftigten und den Erfolg Ihres Unternehmens. Für den wirtschaftlichen Erfolg Ihres Unternehmens sind qualifizierte, gesunde und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das A und O.

    BGM umfasst die Umsetzung gesetzlich vorgeschriebener Aspekte des Arbeits- und Gesundheitschut- zes (zum Beispiel Gefährdungsbeurteilung), des Betriebliches Eingliederungsmanagement und der Be- trieblichen Gesundheitsförderung: Es ist der Aufbau und die Stärkung gesundheitsförderlicher Struktu- ren und Prozesse mit dem Ziel, die Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten zu erhalten und zu fördern. Neben der Gestaltung gesundheitsförderlicher ergonomischer und organisatorischer Arbeitsbedingungen geht es auch um den Aufbau einer mitarbeiterorientierten Führungskultur sowie die Förderung eines gesunden Miteinanders und die Sensibilisierung der Beschäftigen für einen gesunden Lebens- und Ar- beitsstil.

    Anders als Großunternehmen haben kleine und mittelständische Unternehmen häufig weniger finanzi- elle und personelle Ressourcen für die Umsetzung eines BGM. Fachkräftemangel, alternde Belegschaf- ten und Arbeitsverdichtung – den Wandel spüren diese Unternehmen oftmals besonders deutlich. Mit einfachen, beteiligungsorientierten und zielorientierte Methoden und Maßnahmen kann jeder Betrieb sein eigenes BGM umsetzen.

    So geht’s: Ihr Weg zu einem gesunden Unternehmen

    Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ist mehr als ein Gesundheitsaktionstag für die Be- schäftigten oder der Apfel für alle. Richtig umgesetzt, betrifft es alle Unternehmensbereiche bis hin zur Unternehmensstrategie und der Unternehmenskultur. Um erfolgreich zu sein, ist ein systema- tisches Vorgehen notwendig. Im ersten Teil möchten wir Ihnen zeigen, wie es gelingt, ein BGM in Ihrem Betrieb einzuführen und dauerhaft zu etablieren.

    Gute Gründe für ein BGM

    ■ Wettbewerbsfähigkeit und Unternehmensimage verbessern

    ■ Produktivität und Qualität der Arbeit erhöhen

    ■ Mitarbeiterzufriedenheit und Motivation verbessern

    ■ Krankenstände und Fluktuationsraten reduzieren

    ■ Betriebsklima verbessern

    !

    BGM ist der Aufbau und die Stärkung gesundheits- förderlicher Strukturen und Prozesse mit dem Ziel, die Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten zu erhalten und zu fördern.

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    2.2 Schritt für Schritt – BGM im Betrieb umsetzen

    Wie viele praktische Erfahrungen zeigen, lässt sich Betriebliches Gesundheitsmanagement mit syste- matischem und planvollem Vorgehen am besten in fünf Schritten aufbauen und umsetzen:

    1. Sensibilisieren und strukturieren

    2. Analysieren

    3. Maßnahmen planen

    4. Maßnahmen umsetzen

    5. Evaluieren

    Schritt 1: Sensibilisieren und strukturieren

    Nehmen Sie alle mit ins Boot

    Am Anfang des Prozesses legen Sie fest, warum Sie ein BGM einführen und was Sie damit erreichen möchten. Mit dem Selbstbewertungsinstrument INQA-Check „Gesundheit“ können Sie im ersten Schritt systematisch die unternehmensspezifischen Potenziale im Themenfeld Gesundheit ermitteln. Mit dem Check erhalten Sie darüber hinaus Anregungen, Ihre Strukturen und Prozesse gesundheitsorientiert zu optimieren, damit ein gesünderes Arbeiten zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit Ihrer Beschäftigten möglich wird. Der INQA-Check „Gesundheit“ wurde von der „Offensive Mittelstand – Gut für Deutschland“, unter dem Dach der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA), entwickelt und herausgegeben.

    Wenn Sie den Check durchgeführt haben, sollten Sie mit einem Kick-Off-Workshop – in der Regel mode- riert durch einen externen Berater der Krankenkasse oder Berufsgenossenschaft – alle Entscheider- und Führungsebenen umfassend einbinden und am Prozess der Zielfindung beteiligen.

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    Zusätzliche Inf