Finanzen – Ziele und Hebel

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    22-Jan-2016
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Finanzen – Ziele und Hebel. Kreislauf der unternehmerischen Erfolgslogik Input – Prozess – Output (Ergebnis) – Outcome (Wirkung). 36. Kreislauf der unternehmerischen Erfolgslogik Input – Prozess – Output (Ergebnis) – Outcome (Wirkung). 117. Finanzlage per Stichtag (z.B. 31.12.) - PowerPoint PPT Presentation

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Foliensatz Finanzen

Finanzen Ziele und HebelWirtschaft erleben.ERNST SCHMIDHEINY STIFTUNGSCHWEIZER GYMNASIENSCHWEIZER INDUSTRIE- UND HANDELSKAMMERNUNTERNEHMEN DER SCHWEIZER WIRTSCHAFTDie Bilder stammen aus dem Vorlagenpool der Ernst Schmidheiny Stiftung. Es war nicht in allen Fallen moglich, den Bildnachweis zu erbringen. Berechtige Anspruche werden im Rahmen ublicher Vereinbarungen abgegolten.

Lernziele:Die TN verstehen die zentralen Inhalte und Aussagen von wichtigen Abschlussrechnungen (Bilanz, Erfolgsrechnung und Geldflussrechnung) und knnen die gegenseitigen Abhngigkeiten erlutern.Die TN knnen zentrale Finanzen-Messgrssen erklren und im Nachhaltigkeits- und Managementcockpit WIWAG interpretieren.Die TN verstehen die wesentlichen Zusammenhnge zwischen den Geschftsleitungsentscheidungen und ihren finanziellen Auswirkungen, insbesondere die Anstze zur Erhhung des ROI.

Problemorientierung WIWAG :Eine erfolgreiche Unternehmung ist eine, die auch mittel- und langfristig ihren zahlreichen Verpflichtungen nachkommen kann. So wollen gute Mitarbeitende nicht nur einen tollen Arbeitsplatz, sondern auch regelmssig ihren Lohn erhalten. Eine verantwortungsvolle Geschftsleitung kann deshalb beurteilen, wie die finanzielle Situation des eigenen Unternehmens aussieht. Sie kann aufzeigen, wie sich ihre Entscheide finanziell auswirken und mit welchen Hebeln finanzielle Kennzahlen verbessert werden knnen. Welche Bedeutung hat der Finanzbereich fr die Unternehmung?Wie schtzen wir die Ausgangslage ein?Auf was muss die Geschftsleitung bei ihren Entscheidungen besonders achten?

1Foliensatz_Finanzen_V2.0Kreislauf der unternehmerischen Erfolgslogik Input Prozess Output (Ergebnis) Outcome (Wirkung)

36Entsprechend interaktiver Grafik:Erklren, dass letztlich Kunde fr Finanzergebnis (Wirkung) sorgt und deshalb im Kernfokus unternehmerischen Denkens stehen sollte.Das zentrale unternehmerische Ergebnis (Output) ist Kundenerfolg

Als Bonmot: Henry Ford hat immer betont: Es ist nicht die Firma, welche die Lhne zahlt. Sie bergibt nur das Geld. Das Produkt und dahinter der Kunde zahlt die Lhne.

Wir sind in der WIWO und im WIWAG in einer Management-Umgebung. Uns interessiert deshalb, mit welchen Hebeln man welche kundenorientierten Ziele verfolgen kann. In den folgenden Folien werden Ziele (Indikatoren, vgl. Managementcockpit WIWAG) und Hebel (Lenkbarkeiten, vgl. Managemententscheide WIWAG) im Bereich finanzielle Unternehmensfhrung thematisiert.

2Foliensatz_Finanzen_V2.0

Kreislauf der unternehmerischen Erfolgslogik Input Prozess Output (Ergebnis) Outcome (Wirkung)1173Foliensatz_Finanzen_V2.0Bilanz und ErfolgsrechnungFinanzlageper Stichtag(z.B. 31.12.)

Bilanz

AufwandErtragWertverzehrWertzuwachsAktivenPassivenMittelverwendungMittelherkunftErtragslageber einen Zeitraum(z.B. Geschftsjahr)

Erfolgsrechnung

76Im Geschftsbericht eines Unternehmens gibt es 3 zentrale Teilberichte:

Bilanz: Passiven: zeigt, woher die Mittel kommen und wer sie zur Verfgung gestellt hat (Fremd- und Eigenkapitalgeber)Aktiven: zeigt, wozu die Mittel gebraucht werden, wie sie angelegt werdenLetztlich wird in der Bilanz die Grsse des Eigenkapitals ausgewiesen, als Differenz zwischen Vermgen (Aktiven) und Schulden (FK)Bilanz zeigt die Finanzlage per Stichtag (quasi ein Foto zur Lage an einem bestimmten Tag)

Erfolgsrechnung (ER):Ein Unternehmen als zweckgerichtetes soziales System ist dazu da, den Kapitalgebern Rendite zu generieren. Dafr braucht es eine Geschftsttigkeit. Ist diese erfolgreich, stellt sich eine positive Rendite (Gewinn) ein, andernfalls ein Verlust.Die ER zeigt die Vernderung der Ertragslage ber eine Zeitperiode auf, d.h. welche Aktivitten mit Wertzuwachs (z.B. Verkauf) oder Wertverzehr (z.B. Lohnzahlungen) verbunden sind. Dies entspricht quasi dem Film ber die Geschftsttigkeit.In der Summe wird mit der ER die Vernderung des Eigenkapitals der Bilanz erklrt (Zunahme EK durch Gewinn, Abnahme =durch Verlust)

Die dritte Rechnung (Geldflussrechnung) wird in einer der kommenden Folien erklrt.4Foliensatz_Finanzen_V2.0Grundstruktur der BilanzAktivenPassivenUmlaufvermgenFremdkapitalAnlagevermgenEigenkapitalBilanzsummeBilanzsummeMittelverwendungMittelherkunftInvestitionFinanzierungGliederung nach FlligkeitGliederung nach Flssigkeit775Foliensatz_Finanzen_V2.0Inhaltsbereiche der BilanzAktivenPassivenUmlaufvermgenVermgen, das innert bestimmter Zeit umluft und in eine andere Form gewandelt wird (wie Bargeld, Bank, Post, Debitoren, Warenvorrte)FremdkapitalFinanzmittel, die von Dritten (Lieferanten, Bank etc.) ausgeliehen werden. Kurz oder langfristiges FKAnlagevermgenSteht dem Unternehmen whrend lngerer Zeit oder dauernd zur Verfgung (wie Maschinen, Immobilien etc.)EigenkapitalFinanzmittel, die von den Eigen-tmern (Aktionre etc.) dauerhaft zur Verfgung gestellt werden.EK = Aktiven FremdkapitalBilanzsummeBilanzsummeMittelverwendungMittelherkunftInvestitionFinanzierungGliederung nach FlligkeitGliederung nach Flssigkeit77Zeitbudget gem. Lektionsskizze bis zu dieser Folie: 15

6Foliensatz_Finanzen_V2.0bung: Bilanz und ErfolgsrechnungBearbeiten Sie die Aufgabe:Bestimmen Sie mgliche BilanzpostenErarbeiten Sie die Erfolgsrechnung

Am Beispiel der Familie KellerDie bung ist auf dem Arbeitsblatt beschrieben. Eine mgliche Lsung ist angehngt.

Zeitbudget fr diese bung: 20 7Foliensatz_Finanzen_V2.0Struktur Bilanz WIWAGAktivenPassivenLiquide Mittel: Kasse, Bank, FestgeldTeilweise liquide Mittel: Debitoren, LagerWenig liquide Mittel: AnlagevermgenKurzfr. FK: Kreditoren, berbrckungskred.Eigenkapital: AktienkapitalEigenkapital: Reserven, ReingewinnLangfr. FK: langfristige BankkrediteDas sind die Zahlen aus Geschftsjahr 10.8Foliensatz_Finanzen_V2.0Mehrstufige ErfolgsrechnungVerkaufsertrag (Umsatz)- Material- bzw. Warenaufwand = Bruttogewinn -Andere betriebliche Aufwnde (Personal, Werbung, Abschreibungen etc.) =EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) = Betriebsgewinn+/-Finanzerfolg (Zinsertrge und -aufwand)+/-Ausserbetrieblicher und ausserordentlicher Ertrag/Aufwand=EBT (Ergebnis vor Steuern)-Steuern=Unternehmenserfolg (= Reingewinn)78Der KMU-Kontenrahmen und nationale/internationale Rechnungslegungsvorschriften empfehlen meist eine mehrstufige Gliederung der ER anstelle der Kontendarstellung (hier am Beispiel eines Produktionsbetriebs).

Wichtig ist hier die Erkenntnis, dass bis und mit Stufe EBIT betriebliche Aufwnde und Ertrge verglichen werden. Gerade in Vergleichen zwischen Unternehmen (v.a. auch international) wird der EBIT genommen (und nicht der Reingewinn), weil die nationalen Ausprgungen bezglich Zins- und Steuerniveau unterschiedlich sind und man mglichst die echte betriebliche Leistung der Unternehmen vergleichen mchte. Deshalb wird oft der EBIT genommen.

Klrung des Unterschieds zwischen ausserbetrieblich (z.B. Immobilienerfolg oder Wertschriftenerfolg bei Industriebetrieb) und ausserordentlich (z.B. einmaliger Unwetterschaden, Prozessgewinn)

9Foliensatz_Finanzen_V2.0Struktur Erfolgsrechnung WIWAG (Aufwand)Materialaufwandbriger PersonalaufwandWerbeaufwandProduktionsaufwandDistributionsaufwandAufwand fr F&EAusbildungsaufwandLageraufwandVerwaltung & diverser AufwandZeitbudget gem. Lektionsskizze bis zu dieser Folie: 55

10Foliensatz_Finanzen_V2.0Cash flow - EinfhrungsaufgabeAufgabeDie ltere Schwester hat einen neuen Freund. Am 1. Januar hat dieser CHF 10000.00 auf seinem Konto. Ende Jahr, am 31. Dezember, betrgt der Kontostand CHF 130000.00.Ist dieser Freund finanziell gesehen eine gute Partie?AntwortDas kommt darauf an, wie der Zuwachs entstanden ist:Finanzierungsbereich: Hat er einen Kredit aufgenommen (Fremd-finanzierung)? Hat er geerbt (Eigenfinanzierung)? Das Geld kommt dann aus Finanzierung.Investitionsbereich:Hat er etwas verkauft (eine Sammlung, ein Schmuckstck) und sein Vermgen reduziert? Das Geld kommt dann aus einer Desinvestition.Geschftsbereich: Hat er es durch Arbeit selber erworben? Das Geld kommt dann aus eigener Geschftsttigkeit. Dies drfte der nachhaltigste Geldzufluss sein.11Foliensatz_Finanzen_V2.0konomischer NachhaltigkeitsindexEin DialogHren Sie diesem Dialog zu und versuchen Sie, die folgenden Fragen zu beantworten:Welche Zahl aus dem konomischen Nachhaltigkeitsindex ist aus Ihrer Sicht die wichtigste? Und warum?

Frage an den CFO:Es ist viel von Gewinn die Rede, sei es von Betriebsgewinn oder von Reingewinn. Kann man auch zu viel Gewinn machen oder wie hoch ist idealerweise der Gewinn?

12Foliensatz_Finanzen_V2.0GeldflussrechnungBereicheBerechnungBetrge(CHF)Vernderung(CHF)Geschfts-bereich+ Operativer Geldzufluss- Operativer Geldabfluss + 34935- 33098+ 1822Investitions-bereich- Investitionen+ Desinvestitionen (Maschinen, Rume, Anlagen fr kologische Produktion, brige)- 2500

- 250Finanzierungs-bereich+/- Vernd. berbrckungskredite +/- Vernd. langfristig BankkrediteDividendenausschttung- 765

- 600- 1365Vernderung flssige Mittel+ 207Endbestand flssige MittelAnfangsbestand +/- Vernderung+ 125+ 207+ 33269Die dritte grosse Rechnung in einem Geschftsbericht ist die Geldflussrechnung. Sie ist wie die ER eine Periodenrechnung.Whrend die ER den Wertgewinn zeigt (Gewinn oder Verlust als Vernderung des Bilanzkontos Eigenkapital), zeigt die Geldflussrechnung die Vernderung der flssigen Mittel. Dies ist deshalb wichtig, weil bekanntlich Liquiditt eine permanente Voraussetzung fr erfolgreiches Wirtschaften ist.

Die Vernderung der flssigen Mittel passiert auf drei Arten:Geschftsbereich: Alle Ertrge in Geld (Cashzuflsse) alle Aufwnde in Geld (Cashabflsse) (also z.B. ohne Abschreibungen, Rckstellungen usw.) => operativer Cash flowInvestitionsbereich: Investitionen (=Cashabflsse) Desinvestitionen (=Cashzuflsse) => investiver Cash flowFinanzierungsbereich: Finanzierungen (=Cashzuflsse) Definanzierungen (Cashabflsse) => finanzieller Ca