Fach Rechnungswesen

download Fach Rechnungswesen

of 21

  • date post

    14-Feb-2017
  • Category

    Documents

  • view

    222
  • download

    1

Embed Size (px)

Transcript of Fach Rechnungswesen

  • Berufliche Schulen

    des Landes Hessen

    Lehrplan Berufliches Gymnasium Fachrichtung Wirtschaft Fach Rechnungswesen

  • Berufliches Gymnasium, Fachrichtung Wirtschaft Fach Rechnungswesen

    Inhaltsverzeichnis

    Teil A Grundlegung fr das Fach Rechnungswesen 2 1 Aufgaben und Ziele des Faches 2 2 Didaktisch methodische Grundlagen 2 3 Umgang mit dem Lehrplan 2

    Teil B Unterrichtspraktischer Teil 4 1 bersicht der Kursthemen und Stundenanstze 4 2 Einfhrungsphase (Jahrgangsstufe 11) 5

    11.1 Grundlagen der Industriebuchfhrung 5 11.2 Buchung wesentlicher industrieller Wertschpfungsprozesse 7

    3 Qualifikationsphase (Jahrgangsstufe 12) 9 GK 12.1 Jahresabschluss und Bewertung 9 GK 12.2 Kostenrechnung I 11

    3 Qualifikationsphase (Jahrgangsstufe 13) 14 GK 13.1 Auswertung des Jahresabschlusses 14 GK 13.2 Kostenrechung II 17

    Abschlussprofil am Ende der Qualifikationsphase 19

    (2005) http://berufliche.bildung.hessen.de 1 von 21

  • Berufliches Gymnasium, Fachrichtung Wirtschaft Fach Rechnungswesen

    Teil A Grundlegung fr das Fach Rechnungswesen 1 Aufgaben und Ziele des Faches Mit dem Wandel der Arbeits-, Organisations- und Produktionsprozesse im Bereich der Wirt-schaft haben sich die Anforderungen an das Beschftigungssystem gendert. Die traditionel-len Vorstellungen von Betriebs- und Arbeitsorganisationen werden in den Unternehmen zu-nehmend durch neue Konzepte der Arbeitsorganisation und Mitarbeiterfhrung abgelst. Un-ternehmensphilosophien haben neue Orientierungen erfahren: permanente Optimierung, Pro-zessdenken, dynamische Weiterentwicklung der Organisationsformen u.a. Eine entwickelte Sozialkompetenz der Beschftigten, insbesondere ihre Fhigkeit und Bereitschaft zur Kom-munikation und zielgerichteten Zusammenarbeit mit anderen ist Voraussetzung dafr, die Handlungsspielrume und Verantwortungsbereiche der neuen Organisationsformen auszu-schpfen sowie die Unternehmensphilosophien umsetzen zu knnen. Solche Vernderungen im Unternehmensbereich strahlen auf staatliche Verwaltung, behrdliche Strukturen und Ar-beitsprozesse aus und prgen soziale sowie gesellschaftlich - politische Entwicklungen. Gleichzeitig werden die konomischen, kologischen, technologischen und gesellschaftlichen Zusammenhnge und Entwicklungen komplexer und unbersichtlicher. In der Gesellschaft von morgen entscheidet die Qualitt des Wissens und der erworbenen Handlungskompetenz ber die Chancen des Einzelnen und unserer Gesellschaft. Auf Mglichkeiten der Umsetzung der Besonderen Bildungs- und Erziehungsaufgaben in den einzelnen Aufgabengebieten gem 6, Abs. 4 HSchG wird in einem eigenen Abschnitt ge-sondert hingewiesen. Der Unterricht im Fach Rechnungswesen des beruflichen Gymnasiums muss dazu fhren, dass die im entsprechenden Abschlussprofil formulierten Anforderungen von den Schlerinnen und Schlern erreicht werden knnen.

    2 Didaktisch methodische Grundlagen Auf der Basis der Aufgaben und Zieldefinitionen werden im Unterricht Lernprozesse initiiert, bei denen die aktive Arbeit der Lerngruppe im Vordergrund steht und der Erwerb von Fach-wissen eng gekoppelt ist an die Erprobung verschiedener Lern- und Arbeitsformen. Nicht das Wissen allein ist Unterrichtsziel, sondern auch wie es handlungs- und problembezogen er-worben werden kann. Somit ist ein Wechsel zwischen handlungs- und problembezogenem Lernen sowie zwischen begrifflich sachlicher Systematisierung und kritisch konstruktiver Reflexion der Inhalte in den jeweiligen Lernangeboten sicherzustellen. Unterrichtsvorhaben werden dabei zunehmend komplexer mit offenen Fragestellungen kon-zipiert, um die Mglichkeiten der Schlerinnen und Schler zu frdern, kreativ Probleme zu lsen, selbststndig zu arbeiten, vielfltige Informationsquellen zu erschlieen und zu nutzen sowie Selbstvertrauen in die eigenen Fhigkeiten zu entwickeln. Die Schlerinnen und Schler sollen fcherbergreifend authentische Erfahrungen im Rah-men von Projekten, Erkundungen, Planspielen und Fallstudien sammeln. Der Computer wird zunehmend zur Gewinnung von Informationen und als Abrechnungs- und Entscheidungsinstrument eingesetzt (vgl. 1 Aufgaben und Ziele des Faches). Die Anwendung des Computers mit Programmen des Rechnungswesens ermglicht dabei in besonderem Mae selbststndiges und selbstgesteuertes Arbeiten der Schlerinnen und Schler.

    3 Umgang mit dem Lehrplan Fr jede Jahrgangsstufe sind verbindliche Kursthemen vorgegeben, die durch ergnzende Stichworte konkretisiert werden. Diese Unterrichtsinhalte stellen das Kerncurriculum des je-weiligen Faches dar und beanspruchen ca. zwei Drittel der insgesamt zur Verfgung stehen-

    (2005) http://berufliche.bildung.hessen.de 2 von 21

  • Berufliches Gymnasium, Fachrichtung Wirtschaft Fach Rechnungswesen

    den Unterrichtszeit. Die restliche Zeit wird durch Schulcurricula ergnzt, wobei die ausgewie-senen fakultativen Unterrichtsinhalte als Anregung dienen. Die Aufgaben fr die schriftliche Abiturprfung beziehen sich auf die hier ausgewiesenen Un-terrichtsinhalte aus den Grundkursen der ersten drei Halbjahre der Qualifikationsphase. Die Aufgaben der mndlichen Abiturprfung knnen sich zustzlich auf die Unterrichtsinhalte des Prfungshalbjahres (13.2) beziehen.

    (2005) http://berufliche.bildung.hessen.de 3 von 21

  • Berufliches Gymnasium, Fachrichtung Wirtschaft Fach Rechnungswesen

    Teil B Unterrichtspraktischer Teil

    1 bersicht der Kursthemen und Stundenanstze

    Kursthemen Stundenansatz

    11.1 Grundlagen der Industriebuchfhrung 401)

    11.2 Buchung wesentlicher industrieller Wertschpfungsprozesse 401)

    GK 12.1 Jahresabschluss und Bewertung 60

    GK 12.2 Kostenrechnung I 60

    GK 13.1 Auswertung des Jahresabschlusses 60

    GK 13.2 Kostenrechnung II 60

    1) Bei Kompensationsunterricht 60 Stunden

    (2005) http://berufliche.bildung.hessen.de 4 von 21

  • Berufliches Gymnasium, Fachrichtung Wirtschaft Fach Rechnungswesen

    2 Einfhrungsphase (Jahrgangsstufe 11)

    11.1 Grundlagen der Industriebuchfhrung

    Begrndung In der Einfhrungsphase (Jahrgangsstufe 11.1) wird das grundlegende Verstndnis fr die Buchfhrung vermittelt. Dabei wird die Buchfhrung als ein System dargestellt, das die Wer-testrme eines Betriebes erfasst, transparent macht und so Entscheidungsgrundlagen zur Verfgung stellt. Zunchst wird mit Hilfe von Inventur und Inventar ein Erfolgsvergleich auf Grundlage eines Eigenkapitalvergleichs durchgefhrt. Anschlieend wird die Bilanz eingefhrt und in die ent-sprechenden Konten aufgelst, um Geschftsflle zeitnah zu erfassen. Die Buchungen erfol-gen im Grund- und im Hauptbuch, um das System der doppelten Buchfhrung zu verdeutli-chen. Zentraler Bestandteil der Geschftsbuchfhrung ist die Darstellung und Buchung der Erfolgs-vorgnge. Vertiefend werden in diesem Zusammenhang die Lagerbestandsvernderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie die Abschreibung des abnutzbaren Anlage-vermgens behandelt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der betriebswirtschaftlichen und buchhalterischen Darstellung der Umsatzsteuer, ohne die die meisten Geschftsflle nur un-vollstndig erfasst werden knnen. Am Ende des Halbjahres werden die Privatvorgnge er-fasst, bevor ein einfacher Geschftsfall komplett gebucht wird. In diesem Zusammenhang bietet sich die Mglichkeit zum Einsatz eines Finanzbuchhaltungsprogramms an.

    Verbindliche Unterrichtsinhalte Stichworte und Hinweise

    Aufgaben des betrieblichen Rechnungswesens Dokumentation, Rechenschaftslegung und Infor-mation, Kontrolle, Disposition

    Unterscheidung der Teilgebiete des betrieblichen Rechnungswesens

    Finanzbuchhaltung, Kosten- und Leistungsrech-nung, Statistik, Planungsrechnung

    Begrndung der Notwendigkeit der Inventur Mengen- und / oder wertmige Bestandsauf-nahme zu einem bestimmten Stichtag, Inventur-vereinfachungsverfahren

    Gliederung des Inventars und Ermittlung des Reinvermgens

    Vermgen, Schulden, Eigenkapital (Reinvermgen als Differenz zwischen Vermgen und Schulden)

    Erfolgsermittlung durch Eigenkapitalvergleich

    Zusammenhang zwischen Inventar und Bilanz Bilanz als Zusammenfassung des Inventars dar-stellen, Gliederung und Struktur der Bilanz, Bi-lanzgleichung (Vermgen = Kapital)

    Beschreibung der nderungen als Folge von Ge-schftsfllen

    Bilanzvernderungen (Aktivtausch, Passivtausch, Bilanzverlngerung, Bilanzverkrzung)

    Auflsung der Bilanz in Bestandskonten Aktivkonten, Passivkonten

    Buchung von Geschftsfllen und Fhren der Be-standskonten anhand von Grund- und Hauptbuch

    Aufstellung einer (eines) Erffnungsbilanz (Kon-tos), Buchung der Anfangsbestnde, Buchung der Geschftsflle aufgrund von Belegen im Grund-buch (Buchungsstze) und im Hauptbuch (Bu-

    (2005) http://berufliche.bildung.hessen.de 5 von 21

  • Berufliches Gymnasium, Fachrichtung Wirtschaft Fach Rechnungswesen

    chung auf Konten), Abschluss der Bestandskon-ten, Aufstellung eines Schlussbilanzkontos

    Buchung von Aufwendungen und Ertrgen auf den Erfolgskonten

    Eigenkapitalvernderungen durch Aufwendungen und Ertrge, Erfolgskonten als Unterkonten des Eigenkapitalkontos, Abschluss der Erfolgskonten ber das Gewinn- und Verlustkonto

    Gewinn- und Verlustrechnung unter Bercksichti-gung der Bestandsvernderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen

    Darstellung der Bestandsmehrung als Ertrag und der Bestandsminderung als Aufwand, Buchen der Bestandsvernderungen

    Begrndung der Notwendigkeit der Abschreibung von Vermgensgegenstnden des abnutzbaren Anlagevermgens und Berechnung des Wertever-zehrs nach verschiedenen Abschreibungsmetho-den

    Wertminderung durch Nutzung, technischen Fort-schritt, natrlichen Verschlei, auergewhnliche Ereignisse, lineare und degressive Abschrei-bungsmethoden (Abschreibungssatz, Abschrei-bungsbetrag, Nutzungsdauer)

    Buchung d