Dorfgemeinschaft Jeringhave, Rotenhahn, Tange

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Dorfgemeinschaft Jeringhave, Rotenhahn, Tange

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  • -r-nuwIK VON JERINCHAVE,HAHN UND TANCE

    1ll'-lKI

    CHRONROTEN

    ilt

  • Inhaltsverzeichnis

    Kcprtn I - UNSER DoRF JERTNGHAvE

    Rundbl ick von Jednghave G9o7) . . . . . . . . . . . . .ceogranscle Gegebenleiten - tndschaftsrypenFunde aus der SteinzeitDer Jedutenhgel in archologisches Denkmal . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Eine Kapel le in ler inghavel . . . . . . . . . . . . . _. . _.Erste Erw:ihnungDie Dorf$enzen

    fuprrrr II - Drr Zntr sts zuy ENor ors Ensrr Wrrrrnrrcrs

    LebensverhLtnrsse zur Zett der RmerTwictels ein ntergegangener Ort . . . . . . . . . . . .lednghavekam 1446 z1i Oldenburg. . . . . . . . . . .Der erste DeichbalrDie leringhaver Meuierei . . . . . . . . . . . . . . . ..Steer last und Heeresfolg" . . . . . . . . . . . . . . . . . .Not izenaus dem 17. ]ahrhundert . . . . . . . . . . . . .Ziegeleien in f eringhaveLippischewanderarbei ter .

    - . . . . . . . . . . . . . .

    Die Peiinl ichkeit des H.C. Behrens.... . -.

    Die >Franzosenzeitlch bin einer';on Euchl< Er wollte keine verschchterten, ngstlichen Knder, sondern frei sich bewe-eende KinderElfriede Rengstorfnd Helga Eilers erinnern sich:

    'Wenn Lehrer Prelle durchs Dodging,liefen wir Kinder vor Freude zu ihm - das war ftir unsere Eltem vollkommen ungewhn-Lichl" Prelle wurde von der Staatsregienrng mit einem umlangreichen Schulversuch be-trat. Af seine E ahrungen gingen viele positive Anderungen im OldenburgischenSchulwesen zurck.

    IOJ

  • N eue Tech ni k fi) r Bah n berg n geSeit dem Bau der Bahnlinie im Jahre 1867 von und nach Wilhelmshaven haben Schran.kenwrter die Sicherheit des Bahnverkehrs bei den jeweiligen cleisber-euerungensichergestellt. An den Bahnbergngen wohnten die sog. )Bahnwrteriamillen, in endaftir eigens errichteten Bahnwrterhusem. Als Vorlufei der Schranlen dienten anfangsHolztore, die mit Weidetoren vergieichbar waren. Nacl fast einlllrndert Jahren Bahnverkeirzog in den r96oer Jahren schdttweise eine nelre Technik bei den Bahnbergngen ein.Die jeweils ortsgebundene Bettigung der Schranken wurde durch die Fembeieriung ab-gelst und dabei durch sog. ;Anrufschranken mit Wechsel,sprechanlaee< elsetzt._

    So vollrog sich diesc \euerung im luli .967 beid"n Bahn..toergang i'm T,.uclelser Weg.Die Fernbedienung efolgte nunmehr vom Ellenserdammer Stellwerk aus. Vom Bahi-wrterhaus am Meedenweg bediente Ema Osterioh die Schranken am Deichweg und andem ehemaligen Weg nach Dangastemoor Die Bahnwrterhuser wuralen sch-ritmeiseabgerissen. Mit dem Autobahnneuball endete sptet auch die Aufgabe von Ema Osterlohais Schrankenwrterin. Der Meedenweg und der Crodenweg erhielten jeweils eine Brckezm Uberfhrung der Bahngleise und der Autobahn. Der Twicl

  • Ein Mord inJeringhaveHanna Michelmann hat dazu Folgendes alrfgeschrieben:

    "lm lahre r92r fand im HauseIrps (hete Rehlinger Strae l7) ein Mord statt. Ich war damals zwei Jahre alr und habealles mit erlebt, aber leider keine Erinnerung dran. Meine Mutier erzhlte mir von dergreusamen Tat. Sie sprach nicht gerne dadber, so schrecklich war es damals ftir sie.

    Nur einige Monaievor dem Ereignis warenmein Vaier August Bruns und meinc kleineSchwester Ema verstorben. Das war fr meine Mutier eine schwere Zeit alle Hoffnungenund P]ne dahin. Zm clck hatten wir nette Nachbarn, die ihr Trost und Hille anboren.So lram es, dass wir oft die Familie Irps b."slrchten. HeIr Irys wohnie dort mit seinerr5jhigen Nichte und mit der Hausdame Frau Wilms zusammen.

    Sie freuten sich immer aufjeden Besuch; so auch auf ihren Bcker T., der jede Wochemitdem Bckelwagen vorbeikam. Erkonnte so nett Neuigkeiten vom Dofund Umgebungerzh1en. Bei einer Tasse Tee verging die Zeit el zu schnell. le fter er vorbeikam, destomehr Vertrauen schenkten sie ihm. Er wurde sogar ein Freund des Hauses. Eines Tageserzhlten sie ihm auch, dass si furchibarc Angst vor Ernbrechern htten und jede Nachtim Schlalzimmer eine Kerzebrenne, neil Schmucknd Wertsachen vorhanden seien. Dashite Frau Wilms iieber nichi rzhlen sollenr

    Was er ila hite, haite cr nicht erwadet. Von diesem Agenblick an war er nicht mehrder nette Hauslieund, schreckliche Gedanken beschliieten ihn. Er dachte an einen Ein-bruch. Weil er sich im Haus gut alrskannte, wardie Versuchung noch grel So stand beiihm der mit einem Revolver geplante Einbrrch mit seinem Freund J. fest.

    Am 25. Januar r92r verbte11sie den Einbruch. Maskiert versuchten sie, bei Irps einarbrechen. Sie waren wohl nicht leise genug. Hen Irps hfte Gerusche und dachte gleichan einen Einbruch. Er gdffnach seinem ungeladenen cewehr neben dem Schrank undvr'ollte sie damit erschrecken. Auf so etwas waren sie allerdings nicht gefasst. Vor Angstund Schreckwurden sie nens und wussten nicht, was sie tten. So schoss der BckerTund traf Frau Wilms tdlich. Hen hps \rurde derart geschlagen, dass er sich nicht mehrbewegen konnte. Dies musste Emilie mit ansehen. Sie selbst wurde aufeinem Siuhl miteiner Wscheleine festgebunden. Danach besaen die beiden Ejnbrecher noch die ungehrige Frechheit, gemtlich zu frhstcken.

    Die Einbrecher holten alles aus dem Kellcr, was nach ihrem Geschmackwar - sogarden

    guien Wein. Sie hatten ja nichts unmittelbar zu befrchten, denn die Nachbam konnten ianichts hlen. Inzwischen lersltchte Emilie verzweifelt die Wscheleine durhzubeien. End-lich hatte sie es geschafft, sprang aus dem Fensterund schleppte sich mitihrer letzten Kraftz1rm Nachbar Weidschat. Die waren erschrocken es war unlassbar fr sie. Die Nachbarnbewunderien den Mut von Emllie. Die Einbrecher hiten ia auch noch i Haus seinknnnlHera Weidschat trommelte a1le Nachbarn aus ihrem tielen Schlafzusammen. Polizei undAt wurden verctndigt. Emilie x'ollte es nicht glauben, aber sie irte sich nicht, die eineSiimmevon den Einbrechem war ihr bekannt. Es war die vom BckerTl Somitkonnte einegenaue Pelsonenbeschreibung verffendicht werden. Die Nachdcht ging wie ein Lautleuer

    I

    197

  • em interessierten Leser wird ein lebendiger Einblick in das ver-gangene und gegenwrtige gesellschaftliche, wirtschaftliche und

    kulturelle Leben von drei Dorfgemeinschaften ber |ahrhunderte hinauch mit Bezgen zur europischen Geschichte gegeben. Insbeson-dere werden viele persnliche Lebenssituationen der jngeren Ver-gangenheit beschrieben und mit zahlreichen Zitaten aus demErinnerungsschatz der ltesten Dorfbewohner und -bewohnerinnenunterlegt. Dadurch ermglicht der Autor eine sehr unmittelbare undanschauliche Darstellung der historischen Ablufe. Vor allem dieSchilderung der Kriegs- und Nachkriegszeit der beiden Weltkriege deszo. fahrhunderts enthlt ebenso aufschlussreiche wie anrhrende Be-gebenheiten, die insbesondere der jungen Genention zeigen, wie ihreVorfahren die unterschiedlichsten kriegsbedingten Lebensumstndein den Dorfgemeinschaften zu bewltigen hatten. Gerade dieser Teilder Chronik mag wegweisend fr nachfolgende Generationen sein,auch wenn der unmittelbaie Lebensmittelpunkt vieler hier Geborenernicht mehr in ihren Heimatdrfern lieg.