Die Weihnachtsgans Auguste - ph-karlsruhe.de · Schwanengesang! Sie war einfach nicht...

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Unterrichtsmaterial für Lehrkräfte zur Inszenierung am Badischen Staatstheater Die Weihnachtsgans Auguste nach der Geschichte von Friedrich Wolf (Regie: Catja Baumann) INHALT Charakterisierung der Figuren und ihrer Beziehungen Internet-Recherche: Die Oper in Karlsruhe und anderswo „Lat mi in Ruh! Ick will in min Truh!“ – Reime und Dialekte Tiere mit oder ohne Namen? Weihnachtsessen in Russland und anderswo Die Aufgaben einer Regisseurin: Interview mit Catja Baumann – Steckbrief - Regie: zwei Szenen aus „Die Weihnachtsgans Auguste“ Spiele mit Gustje: Bühnenwippe – ungesehen bleiben – Gänsejagd – Winterschlaf – Wer bin ich? In Kooperation mit der Theaterpädagogik, namentlich Frau Anne Britting, haben folgende Studierende des Instituts für deutsche Sprache und Literatur in einem Seminar unter der Leitung von Dr. Beate Laudenberg die folgenden Arbeitsblätter und Hinweise für Lehrkräfte der Klassenstufen 1-6 erstellt: Johanna Sophie Berning, Anna Cordes, Carina Diehl, Carmen Feldkeller, Joana Gall, Rudolf Görner, Katharina Haag, Linda Hohwieler, Klaudia Holzinger, Olivia Maxine Klamp, Rahel Klopfer, Lisa Knöpfle, Miriam Lipp, Ann-Kathrin Oelschlegel, Anita Reichel, Markus Sator, Maximilian Schindele, Lena Trenz, Jasmin Vogt, Malu Willem. Ein besonderer Dank gilt der Regisseurin und den SchauspielerInnen. Wir wünschen Ihnen, liebe Lehrerinnen und Lehrer, viel Vergnügen beim Theaterbesuch, den Sie mit den Materialien vor- und nachbereiten können. Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn die oben genannten angehenden Lehrerinnen von Ihnen über den angehängten Bewertungsbogen (per Fax oder Post) eine Rückmeldung erhielten.
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    05-Jun-2018
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  • Unterrichtsmaterial fr Lehrkrfte

    zur Inszenierung am Badischen Staatstheater

    Die Weihnachtsgans Auguste

    nach der Geschichte von Friedrich Wolf (Regie: Catja Baumann)

    INHALT

    Charakterisierung der Figuren und ihrer Beziehungen Internet-Recherche: Die Oper in Karlsruhe und anderswo Lat mi in Ruh! Ick will in min Truh! Reime und Dialekte Tiere mit oder ohne Namen? Weihnachtsessen in Russland und anderswo Die Aufgaben einer Regisseurin: Interview mit Catja Baumann Steckbrief - Regie: zwei Szenen aus Die Weihnachtsgans Auguste

    Spiele mit Gustje: Bhnenwippe ungesehen bleiben Gnsejagd Winterschlaf Wer bin ich? In Kooperation mit der Theaterpdagogik, namentlich Frau Anne Britting, haben folgende Studierende

    des Instituts fr deutsche Sprache und Literatur in einem Seminar unter der Leitung von Dr. Beate

    Laudenberg die folgenden Arbeitsbltter und Hinweise fr Lehrkrfte der Klassenstufen 1-6 erstellt:

    Johanna Sophie Berning, Anna Cordes, Carina Diehl, Carmen Feldkeller, Joana Gall, Rudolf Grner,

    Katharina Haag, Linda Hohwieler, Klaudia Holzinger, Olivia Maxine Klamp, Rahel Klopfer, Lisa

    Knpfle, Miriam Lipp, Ann-Kathrin Oelschlegel, Anita Reichel, Markus Sator, Maximilian Schindele,

    Lena Trenz, Jasmin Vogt, Malu Willem.

    Ein besonderer Dank gilt der Regisseurin und den SchauspielerInnen.

    Wir wnschen Ihnen, liebe Lehrerinnen und Lehrer, viel Vergngen beim Theaterbesuch, den Sie mit

    den Materialien vor- und nachbereiten knnen. Wir wren Ihnen sehr dankbar, wenn die oben

    genannten angehenden Lehrerinnen von Ihnen ber den angehngten Bewertungsbogen (per Fax

    oder Post) eine Rckmeldung erhielten.

  • Charakterisierung der Figuren und ihrer Beziehungen Material:

    - DIN A3-Plakate mit der Abbildung jeweils einer Figur (Zeichnungen ohne Sprechblase kopieren und aufkleben oder Fotos des Staatstheaters)

    - Sprechblasen, in denen die Figuren in Anlehnung an die Originalfassung von Friedrich Wolf den Fortgang der Handlung aus ihrer Sicht beschreiben (s.u.)

    - Krtchen mit Adjektiven zur Personenbeschreibung (s.u.)

    A. Vor dem Vorstellungsbesuch:

    (1) Charakterisierung und Spracharbeit

    - Einteilung in fnf Gruppen, die jeweils eine Figur bearbeiten. - Jede Gruppe erhlt ihr Plakat, blanke Krtchen und den zugehrigen Text. - Jede Gruppe schreibt Adjektive, die ihrer Meinung nach die Figur treffend

    beschreiben, auf die Krtchen. Nach mindestens fnf gefundenen Adjektiven drfen

    sie aus der Box mit den vorgegebenen Adjektiven weitere passende Adjektive

    auswhlen.

    - Die Krtchen werden auf die Plakate geklebt. - Jede Gruppe liest ihren Text der Klasse vor und stellt die Ergebnisse dar. - Visualisierung: Die Plakate werden im Klassenzimmer aufgehngt. - Ergebnissicherung: Jedes Kind schreibt die Adjektive auf, dessen Bedeutung es nicht

    kannte. (Beschreibung mit eigenen Worten, gegenteiliges Adjektiv)

    (2) mit Standbildern Beziehungen beschreiben:

    - Neue Gruppen: jedes Familienmitglied ist in jeder Gruppe einmal vertreten - Arbeitsauftrag: Stellt durch Krperhaltung, Gesichtsausdruck und Nhe die

    Beziehungen der verschiedenen Personen dar. Nehmt als Hilfe die Eigenschaften der

    Personen und die Aussagen aus dem Text. Die Gans soll hierbei im Fokus stehen. - Die Beziehungen von den jeweiligen Personen zur Gans sollen dargestellt werden - Jede Gruppe stellt das Standbild der Klasse vor anschlieend Diskussion. - Die Standbilder werden mit Fotos festgehalten und im Klassenzimmer aufgehngt

    B. Nach dem Vorstellungsbesuch

    - Diskussion ber neu gewonnene Eindrcke (Unterschiede etc.) - Arbeitsauftrag: Erarbeitet in den alten Gruppen ein Standbild nach euren neuen

    Eindrcken. Was hat sich verndert?

    - Vergleich zwischen alten Standbildfotos und neuen Standbildern - berarbeitung der Plakate in alten Gruppen (Adjektive berkleben / ergnzen) und

    Prsentation vor der Klasse

    - Weitere Aufgabenstellung: Verfasse einen Text ber deine Beziehung zu einem Haustier, Nutztier oder Wildtier.

  • Texte zur Charakterisierung der Figuren: Auguste

    Diesen Winter hat sich so viel in meinem

    Gnseleben verndert. Vater Lwenhaupt

    kaufte mich als Weihnachtsbraten und

    versuchte mich zu tten. Seinem Sohn Peterle

    erzhlte er, dass ich einen Winterschlaf

    machen wrde. Als ich aufwachte, waren

    meine schnen Federn weg. Damit ich nicht

    fror, bekam ich zum Glck einen neuen

    Pullover gestrickt. - Ach, wie gern ich Peterle

    habe! Ich kann ihm alles erzhlen und er hrt

    mir dabei aufmerksam zu.

  • Texte zur Charakterisierung der Figuren

    Als Vater mit einer Gans nach Hause kam,

    freuten wir uns sehr ber das neue Familien-

    mitglied und gaben der Gans gleich einen

    Namen: Auguste. Peterle nannte sie liebevoll

    Gustje. Da die Gans im Keller schlafen musste,

    hatte ich alle Mhe, meinen kleinen Bruder zu

    trsten. Als unsere Mutti merkte, wie sehr sich

    Peterle um die Gans sorgte, erlaubte sie ihm,

    Gustje mit in unser Zimmer zu nehmen. Wie sich

    das kleine Peterle gefreut hat!

    Oh, wie hatte ich mich auf die Weihnachtsgans

    gefreut! Mit Rotkraut und pfeln! Etwas muss man

    doch frs Herze tun! Es kam aber alles ganz anders.

    Zuerst verpasste Peter, mein Jngster, der schnen,

    fetten Gans, einen Namen. Spter durfte sie sogar in

    seinem Zimmer schlafen. Ich htte das niemals

    zugelassen! Aber auf mich, den weltberhmten

    Opernsnger Luitpold Lwenhaupt, hrt ja sowieso

    nie jemand in diesem Haus. Die Gans und ihr elender

    Schwanengesang! Sie war einfach nicht totzu-

    kriegen.

    Elli Lwenhaupt

    Luitpold Lwenhaupt

  • Texte zur Charakterisierung der Figuren

    Ich muss zugeben: Das war eine richtig

    schne, fette Gans, die mein Mann Luitpold

    mit nach Hause gebracht hatte. Mein Peterle

    gab ihr den Namen Auguste, rief sie sogar

    Gustje und sorgte sich um sie. Die Beiden

    wurden unzertrennlich. Und dennoch wollte

    Luitpold allen Ernstes Auguste weiterhin mit

    Rotkraut und pfeln zu Weihnachten essen!

    Aber ich dachte mir schon, dass er sie nicht

    schlachten knnte. Am Ende musste ich mal

    wieder die Situation retten.

    Hanna Lwenhaupt

    " Vater hat uns eine Gans nach Hause gebracht! Ich habe sie sofort in mein Herz geschlossen und ihr den Namen Auguste gegeben. Ich wollte, dass sie in meinem Zimmer schlft, aber Vater und Mutter haben es zunchst verboten. Vater wollte Gustje sogar schlachten und essen! Zum Glck lie er sie am Leben. Ich frage mich nur, warum Gustje dann einen Winterschlaf gehalten hat. Ob es damit zusammenhngt, dass sie all ihre Federn verlor?

    Peterle Lwenhaupt

  • Liste der Adjektive

    ngstlich brutal chaotisch egoistisch ehrlich

    eigenntzig einfallsreich feige gerecht gewissenhaft

    gewitzt glaubhaft grob hilfsbereit hinterhltig

    hinterlistig kreativ liebenswrdig listig misstrauisch

    mutig nachlssig neidisch ordentlich raffiniert

    rechtschaffen schlagfertig schlampig schlau schroff

    selbstbewusst skrupellos sozial spontan tollpatschig

    unbeholfen unehrlich ungerecht ungeschickt unglaubwrdig

    unordentlich unsicher unterwrfig widersprchlich zielstrebig

  • Was weit du ber den Vater von Elli und Peterle?

    Name

    Vorname

    Alter

    Gre

    Familienstand

    Beruf

    Arbeitszeit

    Hobbys

    Lieblingsgesang

    Lieblingsfernsehsendung

    Lieblingsgericht

    Motto

    Internet-Recherche: Die Oper in Karlsruhe und anderswo Recherchiere im Internet auf der Seite des Badischen Staatstheaters Karlsruhe. 1. Du mchtest eine Oper im Staatstheater besuchen. Nenne drei Opern, die du besuchen knntest. a)_____________________________________________________________ b)_____________________________________________________________ c)______________________________________________________________ 2. Der Opernwurm Hans hat Lcher in folgende Informationen gefressen. Ergnze die fehlenden Angaben. a) WIEDERAUFNAHME 08.12.2013 __________________________________ von Engelbert Humperdinck. Ab 6 Jahren b) PREMIERE 23.02.2014 __________________________________ Kinderoper von Oliver Knussen. Ab 8 Jahren

  • 3. Paula hat in einem Buch verschiedene Bilder von Opernhusern gefunden. Hilf ihr, jede Oper einer Stadt zuzuordnen, indem du im Internet die Stdte aufrufst.

    Paris

    Stockholm

    Sydney

    Karlsruhe

    Wien

    Lsung: 1. Bild: Stockholm, 2. Bild: Sydney, 3. Bild: Wien, 4.Bild: Paris

  • Lat mi in Ruh! Ick will in min Truh!

    1. Auguste reimt. Die beiden Geschwister Elli und Peterle wollen die Gans Auguste aus dem Keller befreien, weil sie befrchten, dass sie erfriert. Doch Auguste protestiert: Lat mi in Ruh! Ick will in min Truh! Versetze dich in Augustes Lage und reime weiter. ___________________________________________________

    ______________________________________________ ______________________________________________ ______________________________________________ 2. Auguste spricht Dialekt. bersetze die folgenden Stze ins Hochdeutsche. a) Ick bin platt. Ick fahr in die Stadt. _____________________________________________________ b) Ick hab Hunger und Durt. _____________________________________________________ c) Lat uns gehn. _____________________________________________________ d) Lat mi in Ruh! Ick will in min Truh! _____________________________________________________ e) Ick frier, als ob ick ken Federn mehr htt. _____________________________________________________

  • Tiere mit oder ohne Namen? Diskutieren

    Szene 1. Warum gibt Peterle der Gans einen Namen und sein Vater nicht?

    Szene 2. Haben Tiere eine Seele?

    1. Peterle will kein Hhnchen essen

    Hanna: So, und jetzt wird gegessen, sonst wird es kalt. Es gibt Hhnchen.

    Luitpold: Mhm Das riecht ja kstlich!

    Peterle: Kam es denn angewatschelt, Oma, als ihr gerufen habt?

    Gertrud: Wer denn?

    Peterle: Das Huhn!

    Luitpold: Schmeckt ja kstlich!

    Peterle: Wer war es denn wirklich, das Huhn?

    Luitpold: Peterle du isst jetzt deine Hhnerhaut.

    Peterle: Wenn ich nicht mal seinen Name wei

    Gertrud: Das Huhn, Peterle. Das Huhn, das hatte keinen Namen. Pferde haben Namen. Ochsen,

    Khe, Schweine auch. Aber Hhner doch nicht.

    Peterle: Und warum nicht?

    Hanna: Weit du Peterle, das ist so: Hhner sterben einfach frher. Und deshalb

    Peterle: Aber ich hab doch auch schon einen Namen! Und Auguste auch!

    2. Vater Luitpold freut sich auf die Weihnachtsgans

    Sprecher: Ja, Peterle liebte seine Gustje und die beiden waren schier unzertrennlich. Doch das

    Weihnachtsfest rckte nher und nher und eines Tages...

    Luitpold: Unsere liebe Gustje wird ja nun bald soweit sein. Und dann so ganz nackig, Haut wie

    Marzipan...hmmm...

    Hanna: Willst du das wirklich, Luitpold?

    Luitpold: Natrlich!

    Hanna: Das wre Mord. Ein seelischer Mord.

    Luitpold: Seelischer Mord Eine Gans hat doch keine Seele!

    Hanna: Aber Peterle!

    Warum essen wir Fleisch?

    1. Male die Familie von Glugglugg bei der Jagd

    oder beschreibe einen Tag in Glugglugs Leben.

    2. Menschen essen Fleisch! Wie kam es dazu?

    3. Zeichne eine Tabelle und schreibe die Merkmale von Haus-, Wild- und Nutztieren auf.

    Schlaue Gans, Expertenfrage: Wo gelten Hunde als Delikatesse und wo sind Khe heilig?

    Debattiert in zwei Gruppen: Vegetarier und Fleischesser

    "Hallo!

    Mein Name ist Glugglug. Ich jage

    wilde Tiere, weil wir nicht viel zu essen

    haben. Und weil ich glaube, dass

    Fleisch stark macht. Bei der Jagd hilft

    uns unser Hund, mit dem meine Kinder

    auch gerne spielen. Aber wir halten

    auch andere Tiere, die uns Milch und

    Eier geben."

  • Klasse 1/2

    Gib dem Tier einen Namen, schreibe ihn auf und male das Tier an.

    Zusatzaufgabe: Male ein Fantasietier auf die Rckseite und gib ihm auch einen Namen.

  • Klasse 3/4

    1. Gib dem Tier einen Namen und schreibe ihn auf. Begrnde deine Wahl. 2. Welche Eigenschaften haben die Tiere? 3. Diskutiert: Warum geben wir manchen Tieren einen Namen und anderen nicht? 4. Zusatzaufgabe: Male auf der Rckseite ein Fantasietier und stelle es der Klasse vor.

  • Weihnachtsessen in Russland und anderswo

    Aufgaben:

    1. Wie stellst du dir Vterchen Frost und Snergorochka (Schneeflckchen) vor?

    2. Stelle ein russisches Weihnachtsmen zusammen.

    3. berlege, was ein Vegetarier essen knnte.

    4. Schreibe den russischen Weihnachtsgru in kyrillischer Schrift ab.

    5. Recherchiert: Welches Weihnachtsmen gibt es in Italien, Schweden, England

    Und was isst die Familie Lwenhaupt, nachdem der Vater eingesehen hat, dass er Auguste

    nicht schlachten kann?

    Luitpold So ein Exemplar gibt es ja auf der ganzen Welt nicht wieder. Auguste ist schner als je zuvor. Das wre doch wirklich schade, wenn man so ein schnes Tier essen...

    Weihnachtsfest am 7. Januar

    Vterchen Frost und Snergorochka (Schneeflckchen) Str (Fisch)

    Mit pfeln gefllte Gans

    Mit pfeln geflltes Spanferkel in

    saurer Sahne mit Weizengrtze

    Heier Tee aus dem Samowar

    Weihnachtsnusstorte mit Herzen

    (Jedes Herz steht fr einen

    Wunsch an Vterchen Frost)

    Gefllte Piroggen (Teigtaschen)

    Kutja (ser Getreidebrei mit Rosinen)

  • Die Aufgaben einer Regisseurin

    Interview mit Catja Baumann (C. B.), der Regisseurin des Stcks Die Weihnachtsgans Auguste

    1. Wollten Sie schon immer Regisseurin werden?

    C.B.: Nein. Ich wollte eigentlich Tierrztin werden. Da ich jedoch nicht zum

    Studium zugelassen wurde, habe ich Schauspiel studiert und mich fr die

    Regie entschieden.

    2. Welche Aufgaben gehren zu Ihrem Berufsfeld?

    C.B.: Ich bearbeite einen Text und bespreche mit den Bhnen- und Kostm-

    bildnern, wie wir den Text auf die Bhne bringen. Dann leite ich die

    Schauspieler entsprechend an.

    3. Wie entsteht ein Theaterstck?

    C.B.: Ich lege den Bhnen- und Kostmbildnern dar, was mich an dem Stck

    interessiert, damit sie das Bhnenbild und die Kostme entwickeln

    knnen. Nach einer Bauprobe, bei der wir uns das Bhnenbild anschauen,

    suchen wir die Schauspieler aus. Auf der ersten Probe, der Konzeptions-

    probe, erklre ich ihnen, was wir vorhaben, und lese mit ihnen den Text

    in der Bhnenfassung.

    4. Wie kamen Sie auf Die Weihnachtsgans Auguste?

    C.B.: Die Dramaturgie hatte die Geschichte schon ausgesucht. Als ich ange-

    fragt wurde, habe ich Die Weihnachtsgans Auguste gelesen und fand

    die Geschichte total s.

    5. Was hat Sie an dem Stck interessiert?

    C.B.: Der Ursprungstext spielt in den 1940er Jahren, einer Kriegszeit, in der es

    praktisch nichts gab. Das war mir zu weit weg, ich wollte die Geschichte

    lieber an unsere Gegenwart heranholen. Die zentrale Frage ist fr mich:

    Wann wird der Braten zum Lebewesen?

    6. War es eine schwierige Entscheidung, wie die Gans Auguste dargestellt werden soll?

    C.B.: Nein. Eine echte Gans kam wegen der vielen Auffhrungen nicht in

    Frage. Wir hatten zunchst vor, es mit einem Puppenspieler zu machen.

    Da ich mir jedoch etwas ganz Lebendiges vorstellte, haben wir uns

    schlielich fr eine Schauspielerin entschieden.

    7. Wie oft haben Sie geprobt?

    C.B.: Ungefhr 50 Mal.

    8. Ist es einfach, eine Stelle als Regisseurin zu bekommen?

    C.B.: Nein, die meisten Regisseure arbeiten freiberuflich, sind also nicht fest

    angestellt. Es ist kein leichtes Leben, weil man nicht wei, wie viele

    Stcke man inszenieren kann.

  • Aufgaben:

    a) Erklrt folgende Wrter mithilfe des Interviews:

    Bhnenbildner, Kostmbildner, Bauprobe, Konzeptionsprobe, Dramaturgie, freiberuflich

    b) Wann wird der Braten zum Lebewesen? Welche Antworten gibt das Stck auf diese

    Frage?

    c) Beschreibt entweder die Arbeit einer Regisseurin mithilfe des Interviews oder beschreibt

    Catja Baumann mithilfe des Steckbriefes.

    d) Mit den zwei Szenen aus dem Theaterstck knnt ihr in Gruppen selbst Regie fhren:

    Besetze die Rollen, leite die Schauspieler an, probt zusammen und fhrt die Szene auf.

    Steckbrief der Regisseurin

    Name: Catja Baumann

    Gre: 1,67 m

    Haarfarbe: altgold/ hellbraun

    Augenfarbe: blau-grn

    Geburtstag : 07.10.1980

    Sternzeichen: Waage

    Lieblingsfcher: Deutsch, Geschichte

    Das mag ich gar nicht: Mathe

    Meine Hobbys: Reiten, schwimmen, lesen, ins Kino gehen, Ski fahren,

    Badminton spielen, Musik hren

    Ich bin ein Fan von: Jonathan Franzen und Ian McEwan (Autoren), Pink Martini

    und Ella Fitzgerald (Musiker)

    Lieblingsgericht: Pizza

    Zukunftswnsche: Gesundheit, Spa am Beruf, Erfolg

  • Regie: zwei Szenen aus Die Weihnachtsgans Auguste

    Elli Was ist denn los? Spinnst du?

    Peterle Sie friert!

    Elli Wer?

    Peterle Unsere Gustje!

    Elli Quatsch, die hat doch Federn!

    Peterle Aber sie ist im Keller!

    Elli Da ist es auch warm.

    Peterle Nein..

    Elli Sieh mal, Peter. Auguste hat viele Federn, die plustert sie auf wie eine Decke

    Peterle Warum plustert sie denn die Federn auf?

    Elli Ich sag dir doch, dass die Federn dann wie eine Decke sind.

    Peterle Warum braucht Gustje eine Decke?

    Elli Weil sie dann nicht friert, du Dummkopf.

    Peterle Es ist also doch kalt im Keller. Gustje soll nicht frieren.

    Elli Wo willst du denn hin, Peterle?

    Peterle Gustje holen.

    -----------------------------------------------------------------------------

    Mutter Hanna Was ist denn hier los? Ins Bett, Peterle. Du wirst dich erklten.

    Peterle Gustje auch. Sie friert im Keller

    Mutter Hanna Aber nein. Gnse haben viele Federn. Die sind warm wie ein Bett.

    Elli Siehste. Hab ich auch schon gesagt.

    Mutter Hanna Und jetzt schlaft ihr schn, genau wie Auguste, die warm und weich in ihrer Kiste liegt. Gute Nacht.

    Kinder Gute Nacht.

    Peterle Und Gustje friert doch! Gustje soll bei mir schlafen.

    Mutter Hanna Das geht doch nicht, Peterle.

    Peterle Warum nicht?

    Mutter Hanna Weil eine Gans nicht im Bett schlafen kann.

    Peterle Warum nicht?

    Mutter Hanna Im Bett schlafen nur Menschen. Nun sei still und mach die Augen zu.

    Peterle Warum schlafen nur Menschen im Bett?

    Mutter Hanna Gute Nacht, Peterle!

  • Spiele mit Gustje

    1. Bhnenwippe: Spiel zum Aufwrmen (vor dem Theaterbesuch)

    Die Schler und Schlerinnen versetzen sich in die Charaktere hinein, indem sie sich in Gruppen

    einige charakteristische Bewegungen zu jeder Figur berlegen (zu den Rollen s.o.

    Figurencharakteristik).

    Um ein besseres Gefhl der Bhnenprsenz zu bekommen, stellen sich die Kinder vor, dass die

    Bhne eine Wippe in der Horizontalen ist. Von einer Wand des Raumes aus betritt ein Kind nach

    dem anderen die "Bhne" und achtet darauf, seinen Platz so auszusuchen, dass auf der Bhne ein

    Gleichgewicht herrscht und die Wippe im Lot ist. Wenn jedes Kind auf der Bhne steht, kann sich

    jeder einmal umschauen, ob "die Wippe" auch gerade ist.

    Als nchstes gehen die Kinder durch den Raum und versuchen, auf "der Wippe" immer das

    Gleichgewicht zu halten (als Hintergrundmusik eignen sich z.B. Stcke von Yiruma, Ludovico Einaudi,

    Michael Nyman).

    Um die Schwierigkeit zu erhhen, kann man die Bewegungen der Figuren ins Spiel bringen. Die

    Lehrperson gibt an, welche Figur dargestellt werden soll. Nach einigen Runden knnen die Schler

    und Schlerinnen gemeinsam berlegen, welche Bewegungsablufe besser gepasst haben und diese

    in der nchsten Runde optimieren. Die Bewegungen sollten immer wieder differenziert betrachtet

    werden.

    2. Gnsejagd

    Es ist Herbst geworden: Sankt Martin und Weihnachten stehen vor der Tr: Vater Luitpold freut sich

    auf einen Gnsebraten und fhrt deshalb auf einen nahe gelegenen Bauernhof. Als er aus seinem

    Wagen steigt, luft ihm beim Anblick der Schweine, die sich im Matsch wlzen und vergngt grunzen,

    das Wasser im Munde zusammen. Da Luitpold keinen Sonntags-, sondern einen Festtagsbraten

    mchte, lsst er sich vom Bauern Horst zum Gehege der Gnse fhren. Wegen des khlen Wetters

    schmiegen die Gnse sich aneinander, um sich warm zu halten. Doch als sie die beiden Mnner

    bemerken, scheinen sie deren Gedanken zu lesen: Vater Lwenhaupt ist hier, um den

    Weihnachtsbraten einzufangen. Das ist jedoch gar nicht so einfach.

    bentigte Personen: Spielleiter (Lehrperson), Vater, Bauer und Gnse

    Die Gnse werden von 1 bis 4 durchgezhlt, jedes Kind bekommt eine Zahl.

    Der Vater steht in einem Kreidekreis, dessen Umfang etwa zehn Meter betrgt, und versucht, eine

    Gans zu fangen. Wenn der Spielleiter eine Zahl von 1 bis 4 nennt, mssen die entsprechende

    Gruppengnse in den Kreis gehen, ohne sich fangen zu lassen. Schafft der Vater es, eine Gans zu

    fangen, so spielt diese den Vater in der nchsten Runde.

    Schwierigkeitserhhung: Der Bauer hilft bei der Gnsejagd es gibt nun zwei Jger.

  • 3. Ungesehen bleiben

    Peterle und Elli wollen nachts heimlich die Gans aus dem Keller in ihr warmes Zimmer holen. Dafr

    mssen sie sich aber unbemerkt an Papa, Mama und Oma vorbeischleichen.

    In diesem Spiel gibt es drei Schwierigkeitsstufen:

    (1) Das Kind, das den Papa spielt, setzt sich an einem Ende des Klassenzimmers auf einen Stuhl.

    Wichtig ist, dass es nur links, rechts und geradeaus schauen kann und der Kopf dabei mitgehen muss

    (es darf nicht nur mit den Augen schauen). Auerdem darf Papa nicht rundherum schauen, sondern

    muss den Kopf langsam bewegen. Die anderen Kinder stehen verteilt im Raum und versuchen, nicht

    vom Papa gesehen zu werden. Wenn dieser doch in die Richtung schaut, mssen sie die Hnde auf

    den Kopf legen. Wer das nicht rechtzeitig schafft und somit vom Papa gesehen wird, muss nun den

    Papa spielen.

    (2) Eine Mama kann dem Spiel hinzugefgt werden, also wird ein Kind ausgewhlt, das die Mama

    spielt. Sie steht in der Mitte des Raumes an einem Tisch und darf nur um den Tisch herum laufen und

    nur in die Richtung schauen, in die ihr Krper zeigt. Wenn die Mutter in die Richtung der Kinder

    schaut, mssen diese sich schnell hinknien: Wer gesehen wird, muss die Mama spielen.

    (3) Auerdem kann noch ein Kind die Oma spielen, die schlafwandelnd durch den Raum geht.

    Wichtig ist hierbei, dass sie nicht rennen darf. Die Oma muss versuchen, Kinder zu berhren, wodurch

    diese auch zu Schlafwandelnden werden.

    4. Winterschlaf

    Dieses Spiel sollte im Klassenzimmer durchgefhrt werden. Peterle wei nicht, warum Auguste einen

    Winterschlaf halten muss und versucht deshalb, die Gans wieder aufzuwecken. Dabei legen sich alle

    Schler und Schlerinnen auf den Boden und schlafen bis auf ein Kind, das Peterle spielt. Peterle

    muss nun versuchen, die vielen Gnse zu wecken, ohne sie zu berhren oder laute Gerusche direkt

    am Ohr zu verursachen. Das Kind sollte auf die Idee kommen, die Gnse mit anderen Gegenstnden

    aufzuwecken. Sobald sich eine Gans bewegt und Peterle dies sieht, ist sie wach und muss nun

    Peterle spielen.

    5. Wer bin ich?

    Die Schler und Schlerinnen werden in Gruppen aufgeteilt und jede/r bekommt einen Zettel mit einer

    Figur auf die Stirn geklebt, so dass sie selbst nicht sehen knnen, wen sie darstellen. Um

    herauszufinden, wer es ist, muss jedes Kind reihum eine Frage stellen, die nur mit Ja oder Nein zu

    beantworten ist. Es darf immer nur eine Frage gestellt werden, dann ist der/die nchste dran.

    Gewonnen hat das Kind, das als erstes herausgefunden hat, wen es darstellt.

  • Bitte per Fax zurck an: 0721 373223 0721 925 4000 Oder per Post an: Badisches Staatstheater Pdagogische Hochschule -Theaterpdagogik- Institut fr deutsche Sprache und Literatur Baumeisterstrae 11 Postfach 11 10 60 76137 Karlsruhe 76060 Karlsruhe Liebe Lehrerinnen und Lehrer, liebe Pdagogen und Pdagoginnen,

    Uns interessieren Ihre Eindrcke und Ihre Bewertung dieser Materialien!

    Wir wren Ihnen daher sehr dankbar, wenn Sie den Rckmeldebogen ausfllen und uns zusenden oder faxen wrden: Dies ist eine wertvolle Hilfe fr die Studierenden!

    Rckmeldebogen zum Unterrichtsmaterial von Studierenden der Pdagogischen Hochschule Karlsruhe

    fr: Die Weihnachtsgans Auguste Einrichtung und Klasse:

    Lehrer/-in:

    Bitte kommentieren oder bewerten Sie von 1 6 (1 = sehr gut; 6 = ungengend)

    Aufbau des Materials

    Gestaltung

    Aufgabenstellungen

    Informationen

    Weitere Anmerkungen

    Besonders gut gefallen hat mir: Verbesserungsvorschlge:

    Datum, Unterschrift