Deutsches Rotes Deutsches Kreuz Rotes Dr. Thomas Scheffler...

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    27-Feb-2021
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    1/17 drk hagen I

    Hagen

    1/17

    das Deutsche Rote Kreuz hilft Men- schen - unabhängig von Herkunft, Ge- schlecht, Religion, Einstellung oder an- deren Merkmalen. Dabei sind die Wur- zeln unserer Organisation mit ihrer über 150-jährigen Geschichte ehren- amtlich. Und auch heute ist ein Groß- teil unserer gemeinnützigen Arbeit nur durch das ehrenamtliche Engagement vieler hundert Menschen möglich, die andere Menschen in Hagen und Um- gebung unterstützen. Das gilt für die

    Rettungs- und Sanitätsdienste sowie den Katastrophenschutz ebenso wie für die unentgeltlich tätigen Helferinnen und Helfer in der Seniorenarbeit oder zum Beispiel in der Flüchtlingsarbeit. Die Kombination aus gut ausgebilde- ten hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem in unserem Verband ausgeprägten Ehrenamt be- stimmt unsere Identität und trägt ihren Teil zum sozialen Wohl und zum gesell- schaftlichen Miteinander in Hagen bei.

    Wir wollen Ihnen künftig einige der eh- renamtlich engagierten Menschen nä- her vorstellen und Ihnen einen Ein- druck vermitteln, warum sie ihre Zeit und Kompetenzen unentgeltlich zur Verfügung stellen. Und wenn Sie selbst Interesse haben, in unserem Kreisver- band mitzuwirken, heißen wir Sie auch dazu herzlich willkommen. Ihre

    Jürgen Hecht und Udo Stroh Vorstand des DRK Hagen

    Liebe Freunde und Förderer des DRK Hagen, sehr geehrte Damen und Herren,

    EDITORIAL

    Deutsches Rotes Kreuz

    Deutsches Rotes Kreuz

    Die Ausbildung von Nachwuchskräf- ten genießt in Deutschland branchen- übergreifend einen hohen Stellenwert. Doch gerade in der Altenhilfe ist sie be- sonders wichtig. Denn für viele Ein- richtungen sind sie die wirksamste Antwort auf den Fachkräftemangel in der Pflege.

    Die beiden Seniorenheime des DRK- Kreisverbandes, das Karl-Jellinghaus- Zentrum und das Seniorenheim Wehring- hausen, bilden über 20 Frauen und Män- ner zu Altenpflegerinnen und Altenpfle- gern aus. Das Alter der Pflegeschülerinnen und -Schüler in den Hagener DRK-Häusern

    reicht von 17 bis zu 48 Jahren. Die Le- benslage und die biographischen Statio- nen unterscheiden sich dabei so stark wie in kaum einer anderen Branche. Was sie alle vereint, ist der Herzenswunsch, Al- tenpflege zu erlernen.

    Denn hier finden die Auszubildenden nach eigener Aussage Sinnhaftigkeit, Teamgeist und tägliches Feedback. Für Gabriela Zabel, Leiterin des Karl-Jelling- haus-Zentrums und Uta Droste, Leiterin des Seniorenheims Wehringhausen, sind die Auszubildenden Grundlage für die Zukunft ihrer Arbeit: „Wir haben hohe Qualitätsansprüche und finden nicht ge- nügend Fachkräfte auf diesem Niveau. Mit der Ausbildung bekommen wir genau die Pflegerinnen und Pfleger, die wir künftig so dringend benötigen.“

    Altenpflege: Ausbildung wichtiger denn je

    Dr. Thomas Scheffler und Dr. Ahmet Yilmaz:

    Generationenwechsel im Präsidium (S. 2 u. 3)

  • II drk hagen 1/17

    rotkreuz regional | HAGEN

    Ein DRK ohne Ehrenamt gibt es nicht. Das gilt für die vielen unentgeltlich en- gagierten Mitarbeiterinnen und Mitar- beiter in den Sanitäts-, Rettungs- und anderen Hilfsdiensten ebenso wie für die Menschen, die diese Arbeit koordi- nieren und organisieren. Naturgemäß eher weniger öffentliche Sichtbarkeit erleben die Mitglieder des Präsidiums, die die strategische Entwicklung und Zukunft des Verbandes sowie die Auf- sicht über den hauptamtlichen Vor- stand verantworten. Auch sie investie- ren ihre Fähigkeiten, Zeit und Leiden- schaft ehrenamtlich. Mit zwei von ih- nen starten wir unsere neue Reihe unter dem Titel „Wir bewegen was“, in der wir beispielhaft die ehrenamtlich beim DRK Hagen tätigen Menschen vorstellen.

    Der Eine steht noch am Anfang seines Wirkens, der Andere blickt auf fast 18 er-

    eignis- und arbeitsreiche Jahre im Präsi- dium des Kreisverbandes zurück. Die Re- de ist von Dr. Ahmet Yilmaz und Dr. Tho- mas Scheffler. Dem Altersunterschied von 32 Jahren zum Trotz eint beide das tiefe Verantwortungsgefühl für die Geschicke des Hagener Verbandes. Bis vor Kurzem bildeten Dr. Yilmaz und Dr. Scheffler ein Tandem, das mit der Staffelstabübergabe an den jungen Dr. Yilmaz endete.

    rotkreuzmagazin: Herr Dr. Scheffler, Herr Dr. Yilmaz, Sie sind beide beruflich hochqualifiziert. Was benötigt man aus Ihrer Sicht, um im Präsidium des Hagener Kreisverbandes erfolgreich mitzuwirken?

    Dr. Thomas Scheffler: Natürlich ist Sachverstand für Leitungs- und Aufsichts- aufgaben gut - sei er wirtschaftlicher oder juristischer Natur. Noch wichtiger aber sind eine gründliche Einarbeitung und Lernbereitschaft. Als ich 1999 anfing,

    habe ich mir zunächst alle Bereiche ange- schaut und vor allem Fragen gestellt. Dr. Ahmet Yilmaz: Ich stecke gerade mitten in dieser Lernphase und möchte die für mich noch unbekannte Struktur und die Menschen dahinter möglichst gut kennenlernen. Deshalb besuche ich unter anderem alle Ortsvereine. Hier bin ich der Neue. Wenn später meine ökonomische Kompetenz oder andere Fähigkeiten ge- fragt sind, bringe ich sie gerne ein.

    rotkreuzmagazin: Wie sind Sie zum Deutschen Roten Kreuz in Hagen gekom- men? Gab es schon vor dem Engagement im Präsidium Berührungspunkte?

    Dr. Thomas Scheffler: Ich bin mit dem amtierenden Präsidenten Werner Rolf schon lange befreundet. Er sprach mich 1999 an, weil er juristische Kompetenz für das Präsidium suchte. Da wurde ich neu- gierig und habe mir genau angeschaut, was diese Aufgabe eigentlich mit sich bringen würde.

    Dr. Ahmet Yilmaz: Mein Vater ist seit über 30 Jahren Jahren DRK-Mitglied, weil er miterlebt hat, was das Rote Kreuz für Menschen in Not weltweit leistet. Per- sönlich hatte ich keine Berührungspunk- te, bis Herr Scheffler auf mich zukam und fragte, ob ich Interesse hätte, im Präsidi- um mitzuwirken und damit einen Gene- rationswechsel zu ermöglichen.

    rotkreuzmagazin: Was möchten Sie ei- gentlich mit Ihrer Arbeit für das Rote Kreuz erreichen?

    Dr. Thomas Scheffler und Dr. Ahmet Yilmaz

    Generationenwechsel im Präsidium

  • 1/17 drk hagen III

    HAGEN | rotkreuz regional

    Dr. Thomas Scheffler: In meine aktive Zeit fiel der große Umbruch im Verband. Wir haben die Altenhilfe ausgebaut und mit dem Gebäude an der Feithstraße ein DRK-Zentrum geschaffen, das moderne professionelle Angebote und die Grund- werte des Roten Kreuzes unter einem Dach vereint. Zudem funktioniert bei uns das Zusammenspiel aus Haupt- und Eh- renamt besonders gut. Wir brauchten die- se Strukturen, um die für viele Menschen in Hagen so wichtige Arbeit auf lange Sicht zu sichern. Nun geht es darum, das Erreichte zu konsolidieren und den Ver- band behutsam weiterzuführen.

    Dr. Ahmet Yilmaz: Genau darin sehe ich meine Aufgabe: Ich möchte - gerade auch mit meinen betriebswirtschaftlichen Kenntnissen - helfen, den Verband sta- bil zu halten und die erreichten moder- nen Strukturen zu verstetigen. Mich be- eindruckt das außerordentliche Enga- gement der vielen hundert Menschen beim DRK Hagen, und ich nutze die kommenden Monate, um von ihnen zu lernen und schließlich selbst meinen Beitrag erfolgreich leisten zu können.

    rotkreuzmagazin: Warum setzen Sie sich so sehr für den Verband ein, ohne da- für eine Entlohnung zu bekommen?

    Dr. Thomas Scheffler: Mich machte und macht die Aufgabe stolz. Dieses Ehren- amt ist tatsächlich eine Ehre. Schließlich leistet das DRK eine Arbeit, ohne die vie- le Menschen schlechter dran wären.

    Dr. Ahmet Yilmaz: Ich habe in Deutsch- land viele Chancen bekommen, und mir geht es sehr gut. Deshalb gebe ich gerne zurück, und ich finde es großartig und bin sehr stolz darauf, das für einen so beein- druckend engagierten und organisierten Verband tun zu dürfen.

    rotkreuzmagazin: Herr Yilmaz, welche Rolle könnte Ihr familiärer Migrations- hintergrund für die Arbeit beim DRK Ha- gen spielen?

    Dr. Ahmet Yilmaz: Mein biographischer und familiärer Hintergrund kann in vie- lerlei Hinsicht wichtig sein. Ich würde mich etwa sehr freuen, wenn sich mehr Migranten für das DRK interessieren - sei es bei der Blutspende oder im ehrenamt- lichen Einsatz. Mit meinen sprachlichen und kulturellen Kenntnissen kann ich vielleicht den Verband noch mehr für Mi- granten öffnen und dabei helfen, Brücken zu bauen. Eine solche Entwicklung wäre sehr gut für unsere Gesellschaft.

    rotkreuzmagazin: Herr Dr. Scheffler, was geben Sie Herrn Dr. Yilmaz mit auf den Weg?

    Dr. Thomas Scheffler: So aufmerksam, diszipliniert, aufgeschlossen und zielstre- big zu bleiben, wie er ist - dann kann nichts schiefgehen!

    Dr. Ahmet Yilmaz im Portrait Ahmet Yilmaz wurde 1980 in Letmathe geboren und ist in Hohenlimburg aufge- wachsen. Seine Familie lebt in dritter Ge- neration in Deutschland und stammt ur- sprünglich aus der türkischen Provinz Ha- tay, einer Grenzregion zu Syrien. Yilmaz hat in Bochum Wirtschaftswissenschaf-

    ten studiert, in Dortmund zum Dr. rer. pol. promoviert und arbeitet - seit 2014 im Partnerstatus - für die angesehene Hage- ner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Wehberg und Partner GbR. Der 36-Jähri- ge beherrscht Deutsch, Türkisch und Ara- bisch gleichermaßen auf Muttersprachen- niveau. Er sehe Deutschland als seine Heimat und seinen Migrationshintergrund als Bereicherung, betont Dr. Yilmaz. Des- halb hat der Wirtschaftsprüfer und Steu- erberater, der sich der Region besonders verbunden fühlt, inzwischen auch die deutsche Staatsbürgerscha