der regionalen Flugplätze e.V. IDRF Newsletter · PDF fileIn der neu eingeführten...

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    04-May-2019
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Transcript of der regionalen Flugplätze e.V. IDRF Newsletter · PDF fileIn der neu eingeführten...

Interessengemeinschaft der regionalen Flugpltze e.V.

Erhalt und Ausbau einer bedarfsgerechten Infrastruktur an regionalen Verkehrsfl ug-hfen und Verkehrslandepltzen.

1. Perspektive der Grofl ughfen dominiert politische Diskussion.

2. Bedarfsgerechte Luftverkehrsinfrastruktur in der Flche ist keine Fehlallokation von Ressourcen.

3. Regionalfl ughfen als bedeutsame Gewerbestandorte.

4. Regionale Verkehrsfl ughfen und Verkehrslandepltze als Infrastruktur fr Business Aviation.

5. Regionalfl ughfen als Wirtschafts- und Standortfaktoren fr das Umland.

6. Positive externe Eff ekte der fl chendeckenden Luft-verkehrsinfrastruktur.

7. Regionalfl ughfen erzeugen ein Steueraufkommen fr die ff entliche Hand.

8. Bedienung der Luftverkehrsnachfrage durch Regional-fl ughfen am Ort ihres Entstehens ist kologisch und konomisch sinnvoll.

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I D R F N e w s l e t t e rSommer 2018

Unsere dezentralen Flugpltze sichern 63.000 Arbeitspltze und leisten eine Bruttowertschpfung von 4,64 Milliarden EURO!Htten Sie das gewusst? Oder, dass sage und schreibe 1.100 Welt-marktfhrer aus der mittelstndischen Wirtschaft auerhalb der Bal-lungszentren sitzen und nicht sonderlich gut an das vom Bundes-verkehrsministerium als Primrstruktur benannte Flughafennetz mit Linienverkehr angeschlossen sind? Teile der Studien wurden uns whrend der vergangenen IDRF-Tagung prsentiert. Bis zur Herbst-tagung drften die als Mobilittsstudie bekannten wissenschaft-lichen Untersuchungen zu den zuknftigen Anforderungen an die dezentrale Flugplatzinfrastruktur in Deutschland zur Sicherstellung des wachsenden Mobilittsbedrfnisses zusammengefasst und ver-ffentlicht sein. Die vom DLR, der IUBH und dem HOLM ausgefhr-ten Studien werden als unser Werkzeug in politischen Diskussionen dienen und Basis fundierter Forderungen auf Bundes-, Landes und Europischer Ebene werden.

Damit die Studie die erwnschte Durchschlagskraft erhlt, benti-gen wir bei der Kommunikation mit Politikern, Wirtschaftsverbnden und Behrden die Untersttzung der Mitglieder. Das reicht von der Nennung von Ansprechpartnern ber die Vorlage der Studie bei Ent-scheidern, bis hin zu Vorort-Diskussionen ber die Kernthesen der Studie.

Inhalt

Mobilittsstudie Ein IDRF-Flugplatz stellt sich vor 5 Fragen an einen Flugplatz- geschftsfhrer

Ein Perspektivwechsel ist erforderlich AFIS Save the Date IDRF-Tagung Gastbeitrag von Manfred Kuhne Aktuelle Lehrgnge der IDRF

Gustav - Heinemann - Ufer 88 50968 KlnTelefon: +49 221 97 30 02-0

Telefax: +49 221 97 30 02-22www.lenz-johlen.de

Dr. Christian Giesecke, LL.M. (McGill)Fachanwalt fr VerwaltungsrechtTelefon: 0221 - 97 30 [email protected]

Ihr Ansprechpartner im Luftverkehrsrecht:

In der neu eingefhrten Rubrik Ein Flugplatz stellt sich vor werden wir nun regelmig ein IDRF- Mitglied vorstellen. Die Serie beginnt mit dem IDRF-Grndungsmitglied Flugplatz Mannheim.

City Airport MannheimBereits seit dem Jahr 1926 besteht der City Airport in Mannheim. Durch seine zentrale Lage inmitten des Rhein-Neckar Dreiecks und damit die gute Mglichkeit zur kurzen Anbindung an alle wichti-gen Stdte Europas per Flugzeug, wurde Anfang der 1990er Jahre auf Vorschlag von Manfred Dam-bach, damals Geschftsfhrer und heute Ehren-vorsitzender der IDRF, entschieden, dass der be-stehende Standort beibehalten und modernisiert werden soll. Seitdem wurde in neue Flugplatzanla-gen, ein neues Terminalgebude und neue Hallen investiert sowie in den 1990er Jahren die Start- und Landebahn verlngert. Seit dem Jahr 1998 verfgt der City Airport Mannheim ber eine Kontrollzone, eigene Fluglotsen und Instrumentenanflugverfah-ren; er ist dadurch der einzige Flugplatz in der Me-tropolregion Rhein-Neckar, der diese Mglichkei-ten bietet. Mehrere Luftfahrtunternehmen bieten eine Vielzahl von Reisemglichkeiten an, die vom kleinen Propeller-Reiseflugzeug ber Helikopter, bis hin zum hochmodernen Jet reichen. Darber hinaus sind viele Businessjets der regionalen Wirt-schaft in Mannheim stationiert und auch mehrere Ausbildungsbetriebe sind hier beheimatet. Im Jahr 2007 erhielt der City Airport Mannheim die EU-Zer-tifizierung als Anbieter von Flugsicherungsdienst-

leistungen und 2014 wurde der planmige Lini-enflugverkehr durch die Rhein-Neckar Air wieder aufgenommen. Diese bietet seit Mrz 2014 mehr-mals tglich Linienflge nach Berlin und Hamburg sowie zweimal wchentlich nach Sylt an. Bis heute wurden durch den City Airport Mannheim und die hier ansssigen Firmen und Betriebe mehr als 400 Arbeitspltze in verschiedenen Bereichen geschaf-fen; er spielt insbesondere fr die Wirtschaft, aber auch fr den privaten Luftverkehr eine zentrale Rolle in der Metropolregion Rhein-Neckar.

Ein IDRF-Flugplatz stellt sich vor

ICAO / IATA CODEEDFM / MHG

Start- und Landebahn(09/27) Asphalt 1066 x 25 m(09/27) Gras 700 x 30 m

AnflughilfenLLZ-DME GPS Anflug Piste 27PAPI

Dienste ATC, MET, Zoll, BuPol, Pilot LoungeJet A1, AVGAS

ffnungszeitenWochentags: 06.0021.00 UhrSa/So und Feiertage: 08.0020.00 Uhr24h PPR

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Interessengemeinschaft der regionalen Flugpltze e.V.

Erhalt und Ausbau einer bedarfsgerechten Infrastruktur an regionalen Verkehrsfl ug-hfen und Verkehrslandepltzen.

1. Perspektive der Grofl ughfen dominiert politische Diskussion.

2. Bedarfsgerechte Luftverkehrsinfrastruktur in der Flche ist keine Fehlallokation von Ressourcen.

3. Regionalfl ughfen als bedeutsame Gewerbestandorte.

4. Regionale Verkehrsfl ughfen und Verkehrslandepltze als Infrastruktur fr Business Aviation.

5. Regionalfl ughfen als Wirtschafts- und Standortfaktoren fr das Umland.

6. Positive externe Eff ekte der fl chendeckenden Luft-verkehrsinfrastruktur.

7. Regionalfl ughfen erzeugen ein Steueraufkommen fr die ff entliche Hand.

8. Bedienung der Luftverkehrsnachfrage durch Regional-fl ughfen am Ort ihres Entstehens ist kologisch und konomisch sinnvoll.

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Fr diese Ausgabe des IDRF-Newsletters interviewte unsere Werkstudentin Lisa-Marie Thnges, Reinhard Becker, Geschftsfhrer des Rhein-Neckar Flugplatzes Mannheim.

Was war beruflich gesehen Ihr persnli-ches Highlight der letzten Jahre?Zum einen gehrt die EU-Zulassung als Anbieter von Flugsicherungsleistungen, die wir 2007 er-langt haben auf alle Flle zu meinen persnlichen Highlights, da wir damit der einzige kleine Flug-platz in Deutschland mit dieser Zulassung sind. Zum anderen bin ich auch erfreut ber unsere EASA-Zertifizierung, die wir seit Ende 2017 besit-zen. Die Zertifizierung war ein sehr aufwendiger und arbeitsintensiver Prozess, den wir gemeinsam mit der fr uns zustndigen Genehmigungsbehr-de, dem Regierungsprsidium Stuttgart, bewltigt haben.

Welche Herausforderungen stellen Sie sich fr die Zukunft?Auf jeden Fall die Notwendigkeit, den Flugverkehr in der Metropolregion Rhein-Neckar auf Dauer so leistungsgerecht wie mglich anbieten zu kn-nen. Dies stellt aufgrund der stndig neuen Rege-lungen, Vorschriften und Bedingungen langfristig

eine groe Herausforderung dar. Die Metropolre-gion Rhein-Neckar ist wirtschaftlich sehr leistungs-fhig und weltbekannte Firmen wie SAP, Bauhaus, BASF etc. sind dringend auf das Arbeitsmittel Flug-zeug angewiesen. Es wre auf Dauer verheerend, wenn unsere Region keinen Flugverkehr anbieten knnte.

Welche konkreten Projekte sind in den nchsten Jahren geplant? Werden Sie Bereiche ausbauen? Wir befinden uns derzeit in Kooperationsgespr-chen mit dem Flugplatz Speyer und loten mit dem Wissen unserer Gesellschafter aus, wie weit das inhaltlich und organisatorisch gehen kann. Obers-tes Ziel dabei ist, auf Dauer eine bedarfsgerechte Infrastruktur fr die Metropolregion Rhein-Neckar vorzuhalten. Einen neuen Flugplatz oder Regio-nalflughafen wird es nicht geben.Auerdem wollen wir unsere Schulungs- und Ma-nagementttigkeiten weiter ausbauen und das sehr gute Potential unserer Mitarbeiter, vor allem im Fluglotsenbereich, noch strker nutzen. Bei-spielsweise als Anbieter von Flugsicherungsleis-tungen nicht nur in Mannheim, sondern auch an anderen Flugpltzen (wie z. B. die Kooperation mit dem Flugplatz Zweibrcken vor einigen Jahren) oder die Durchfhrung von AFIS-Lehrgngen zu-sammen mit der IDRF.

5 Fragen an den Geschftsfhrer des City Airport Mannheim, Herrn Reinhard Becker

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Interessengemeinschaft der regionalen Flugpltze e.V.

Erhalt und Ausbau einer bedarfsgerechten Infrastruktur an regionalen Verkehrsfl ug-hfen und Verkehrslandepltzen.

1. Perspektive der Grofl ughfen dominiert politische Diskussion.

2. Bedarfsgerechte Luftverkehrsinfrastruktur in der Flche ist keine Fehlallokation von Ressourcen.

3. Regionalfl ughfen als bedeutsame Gewerbestandorte.

4. Regionale Verkehrsfl ughfen und Verkehrslandepltze als Infrastruktur fr Business Aviation.

5. Regionalfl ughfen als Wirtschafts- und Standortfaktoren fr das Umland.

6. Positive externe Eff ekte der fl chendeckenden Luft-verkehrsinfrastruktur.

7. Regionalfl ughfen erzeugen ein Steueraufkommen fr die ff entliche Hand.

8. Bedienung der Luftverkehrsnachfrage durch Regional-fl ughfen am Ort ihres Entstehens ist kologisch und konomisch sinnvoll.

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Welche Entwicklungen wurden in den letzten Jahren verzeichnet? (Passagier-zahlen und Flugbewegungen)Die Gesamtzahl der Ein- und Aussteiger ist im vergangenen Jahr von 112.160 auf 113.150 leicht gestiegen. Die Passagierzahlen im Linienflugver-kehr betrugen im Geschftsjahr 2017 insgesamt 52.740. Ich bin sehr glcklich, dass seit Mrz 2014 die Rhein-Neckar Air (RNA)