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    11-Aug-2020
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  • BWL III – Rechnungswesen Finanzbuchhaltung

    Ak. OR Dr. Ursel Müller

  • 2

    Übersicht

    I. Grundlagen zur Finanzbuchhaltung 1. Was wird gebucht? 2. Wie wird gebucht? 3. Wie wird der Abschluss erstellt? 4. Wer ist zur doppelten Buchführung verpflichtet?

    II. Besonderheiten 1. Die Umsatzsteuer 2. Personalkosten 3. Skonto 4. Planmäßige Jahresabschlussbuchungen 5. Außerplanmäßige Jahresabschlussbuchungen 6. Jahresabschluss - Analyse

  • 3

    Übersicht

    Bilanzstichtag 31.12.01

    t

    Bilanz GuV- Rechnung

    01.01.01

  • 4

    1. Was wird gebucht?

    Geschäftsvorfälle = Sachverhalte der FiBu Laufendes betriebliches Geschehen Planmäßige Jahresabschluss- Rechnungen Außerplanmäßige Jahresabschluss-Rechnungen

  • 5

    1. Was wird gebucht?

    Beschaffungs- markt

    Die Unternehmung

    Der Betrieb Absatzmarkt

  • 6

    1. Was wird gebucht?

    Beschaffungsvorgänge Leistungserstellung Absatzvorgänge

    Die Unternehmung erhält eine Leistung (Gut / DL) + gegen das vereinbarte Entgelt -

    Nutzung / Gebrauch / Verbrauch von Leistungen – und es entstehen wie geplant die Betriebsleistungen +

    Die Unternehmung gibt die Absatzleistung an Marktabnehmer ab – gegen das vereinbarte Entgelt +

    Finanzierung mit Eigen- und Fremdkapital

  • 7

    2. Wie wird gebucht?

    Das Konto!

    Bestandskonten für Rechenbestände des Vermögens und der Schulden

    S H

  • 8

    2. Wie wird gebucht?

    Anfangsbestand Zugänge

    Abgänge Endbestand

    Aktivisches Bestandskonto für Rechenbestände des Vermögens:

    S Handelswaren H

  • 9

    2. Wie wird gebucht?

    Abgänge Endbestand

    Anfangsbestand Zugänge

    Passivisches Bestandskonto für Rechen- bestände der Schulden:

    S Lieferantenverbindlichkeiten H

  • 10

    2. Wie wird gebucht?

    .

    . Handelswaren

    .

    .

    . Verbindlichkeiten

    .

    .

    . Gewinn

    Die Endbestände aller aktivischen und passivischen Bestandskonten werden über das Schlussbilanz – Konto in der Bilanz ausgewiesen.

    S Bilanz per 31.12.01 H

  • 11

    2. Wie wird gebucht?

    S Rohstoff–Verbrauch H

    Saldo

    Erfolgskonten für die Rechenelemente Aufwand und Ertrag

    Hier den

    Betrag

    S Umsatz - Ertrag H Hier den

    Betrag

    Saldo

  • 12

    2. Wie wird gebucht?

    Die Ergebnisse werden in der Gewinn- und Verlust- Rechnung 01.01. – 31.12. gezeigt.

    A GuV – Rechnung E

    Aufwandarten

    Gewinn

    Erträge

  • 13

    2. Wie wird gebucht?

    Der Buchungssatz:

    Gibt die Anweisungen, auf welche zwei Konten links und rechts gebucht wird.

    Folgt aus der Bildung des Geschäftsvorfalles, der ein Konstrukt von Merkmalen aus der Lebenswirklichkeit ist.

  • 14

    2. Wie wird gebucht?

    Beispiel 1:

    Der Einzelunternehmer A schließt per 01.04.08 einen Vertrag ab über die Lieferung von Handelswaren; 1000 Stück à 6 €. Die Lieferung erfolgt vereinbarungsgemäß am 15.04.08. A bezahlt die Rechnung per Banküberweisung am 30.05.08.

  • 15

    2. Wie wird gebucht?

    Beispiel 2:

    Der Einzelunternehmer A hat ein Darlehen bei der Bank aufgenommen. Die Bank berechnet dafür Zinsen in Höhe von 1.500 €. A überweist die Zinsen vom betrieblichen Bankkonto.

  • 16

    2. Wie wird gebucht? die Kapitaleinzahlung die Stundung gegen Entgelt die Kapitalauszahlung

    begründet die Kapitalposition (Eigen- oder Fremdkapital)

    das „innere Leistungsverhältnis“

    Erhaltene Stundungen gegen Entgeltzahlungen pro Jahr (Gewinnausschüttungen

    bzw. Zinsen)

    reduziert die Kapitalposition bzw. beendet das Rechtsverhältnis

    Das „äußere Kapitalverhältnis“

    der passivische Kapitalzustand

    = die Kapitalverpflichtung als Eigen- oder Fremdkapital

  • 17

    2. Wie wird gebucht?

    Beispiel 3:

    Der Einzelunternehmer A verkauft Handelswaren für 300 € gegen Rechnung. Die Bezahlung erfolgt 15 Tage später auf dem betrieblichen Bankkonto.

  • 18

    2. Wie wird gebucht?

    (1)

    (2)

    (3)

    (4)

    Realisationsprinzip: § 252 Nr. 4 HGB

    V Bil.Sti. L B

    V L B

    V B L

    V L B

  • 19

    2. Wie wird gebucht?

    Warum ist das Realisationsprinzip wichtig, welche Folgen ergeben sich?

    §§ 446, 447 BGB

    Die Folgen: Ertrag in diesem Rechnungsabschnitt (USt) Aufwand aus dem Abgang (der Buchwert) Positiver Saldo = Gewinn Steuerbemessungsgrundlage ESt / USt Bemessungsgrundlage für Ausschüttungen, Entnahmen, Gewinnbeteiligungen der Anteilseigner / stiller Gesellschafter

  • 20

    2. Wie wird gebucht?

    Beispiel:

    Kauf von Aktien, Siemens: AK 60 € am 02.01.01 Kurs 70 € am 31.12.01 (Bilanzstichtag)

    Darf man / muss man den Marktpreis ausweisen?

  • 21

    Zusammenfassung (I)

    Gebucht werden Geschäftsvorfälle im Bereich Beschaffung; Leistungserstellung; Absatz; Finanzierung mit Eigen- und Fremdkapital

  • 22

    Zusammenfassung (II)

    Es wird auf 4 verschiedene Konten gebucht:

    2 Bestandskonten

    Änderungen bei Positionen des Vermögens, der Schulden, des Eigenkapitals der Unternehmung

    passivistisch

    aktivistisch

  • 23

    Zusammenfassung (II)

    2 Erfolgskonten

    Auswirkungen der 3 leistungswirtschaftlichen Vorgänge: 1) Der Verbrauch / Gebrauch / die Inanspruchnahme

    von Produktionsfaktoren 2) Der Verkauf der Betriebsleistungen 3) Die Leistungsentstehung

    Ertrag - Konto

    Aufwand - Konto

  • 24

    2. Wie wird gebucht?

    S Maschine H

    Was ist das „doppelte“ an der doppelten Buchführung?

    Zugang:

    100.000

    S Umsatz - Ertrag H

    Abgang:

    100.000

    Bestand:

    200.000

    Die zweifache Verbuchung der Ausgabe für die Anschaffung der Maschine

  • 25

    2. Wie wird gebucht?

    Regeln: Jeder zu buchende Geschäftsvorfall doppelter Buchungssatz

    Anweisungen im Soll und im Haben jeweils eine Eintragung vorzunehmen

    Stets gleiche Beträge im Soll und im Haben auf einem Aktivkonto und einem Passivkonto oder auf zwei Aktivkonten oder auf einem Bestandskonto und einem Erfolgskonto

  • 26

    2. Wie wird gebucht?

    Organisation der Buchführung: Belegprinzip Grund- Haupt- und Nebenbücher Industriekontenrahmen (IKR) = SKR 04 Gemeinschaftskontenrahmen der Industrie (GKR) = SKR 03

  • 27

    2. Wie wird gebucht?

    Aufbewahrungspflicht für die Unterlagen 10 Jahre:

    § 238 Abs.1 Satz 2 und 3 HGB: „Die Buchführung muss so beschaffen sein, dass sie einem sachverständigen Dritten innerhalb angemessener Zeit einen Überblick über die Geschäftsvorfälle und über die Lage des Unternehmens vermitteln kann. Die Geschäftsvorfälle müssen sich ihrer Entstehung und Abwicklung verfolgen lassen.“

  • 28

    2. Wie wird gebucht?

    Klasse 0 AV und langfristiges Kapital; Gebäude, Maschinen... FK, EK, RA aktivische und passivische Bestandskonten

    Klasse 1 Finanz- / Umlaufvermögen, kurzfristige Verbindlichkeiten, Kasse, Bank, Forderungen, Verbindlichkeiten aus L+L aktivische und passivische Bestandskonten

    Klasse 2 Neutrale Aufwendungen und Erträge, sonstiger Aufwand / Ertrag, Zinsaufwand... Aufwand- und Ertragkonten

    Klasse 3 Stoffe – Bestände; Rohstoffe, Handelswaren... Nur aktivische Bestandskonten

    Klasse 4 Alle Aufwandarten aus dem planmäßigen Wirtschaften, Rohstoff- / Personal- / Mietaufwand, Abschreibungen Nur Aufwandkonten

    Klasse 5+6 Frei für Betriebsabrechnung (Leistungserstellung)

    Klasse 7 Bestände Halb- und Fertigerzeugnisse Nur aktivische Bestandskonten

    Klasse 8 Umsatzertrag, Produktionsertrag (Bestandsveränderungen) Nur Ertragkonten

    Klasse 9 Abschlusskonten

    Der Kontenrahmen (nach dem Produktionsablauf) GKR, SKR 03

  • 29

    Klasse 0 Klasse 1 Klasse 2 Klasse 4 Klasse 5 und 6 Klasse 8

    Anlagevermögen und langfristiges Kapital

    Finanz - Umlaufvermögen

    kurzfr. Verbindlichkeiten

    Neutrale Aufwendungen und Erträge

    Kostenarten Frei für Kostenstellen der Betriebsabrechnung

    Erträge

    00 Grundstücke und Gebäude

    000 Unbebaute Grundstücke 001 Bebaute Grundstücke 003 Gebäude

    01/ 02 Maschinen und Anlagen

    010 Maschinen 029 Anzahlungen auf

    Anlagen 03 Fahrzeuge, Werkzeuge,

    Betriebs- und Geschäftsausstattung 030 Fahrzeuge 034 Werkzeuge 037 Betriebs- und Geschäfts-

    ausstattung 038 Geringwertige WG

    05 Sonstiges Anlagevermögen 054 Beteiligungen 055 Wertpapiere des Anlage-

    vermögens 056 Andere langfristige

    Forderungen 06 Langfristiges Fremdkapital 07 Eigenkapital

    0