Betriebswirtschaftliche Software Enterprise Resource Planning

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    08-Jan-2017
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  • Betriebswirtschaftliche Software Enterprise Resource Planning11 Lsungen im berblick

    Bildnachweis: KrulUA/iStock/ThinkstockMaRktStudiE

  • Impressum

    VerlegereBusiness-Lotse MainfrankenProjekttrger: Industrie- und Handelskammer Wrzburg-Schweinfurt K.d..R.Konsortialfhrer: Dipl.-Ing. (FH) Oliver Freitag Mainaustrae 33-35, 97082 Wrzburg Tel.: 0931 4194-0, Fax: 0931 4194-100 E-Mail: info@wuerzburg.ihk.de

    Rechtsform: Krperschaft des ffentlichen RechtsVertretungsberechtigte: Prsident der IHK Wrzburg-Schweinfurt: Dieter Pfister Hauptgeschftsfhrer der IHK Wrzburg-Schweinfurt: Prof. Dr. Ralf Jahn Zustndige Aufsichtsbehrde: Bayerisches Staatsministerium fr Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

    Verantwortlicher Redakteur / HerausgeberProf. Dr. Rainer Thome, Universitt WrzburgParadeplatz 4, 97070 WrzburgTel.: 0931 3501-0E-Mail: thome@wiinf.uni-wuerzburg.de

    Gestaltung und ProduktionFRANKFURTER FUENF Bro fr Kommunikation und GestaltungAlexander De, Jochen TratzFrankfurter Strae 5, 97082 Wrzburg

    Foto- und Bildmaterial in dieser BroschreDas verwendete Bildmaterial auf der Titelseite stammt von Thinkstock und ist fr diese Publikation lizensiert. Der Bildnachweis ist direkt am Bild angegeben.Alle weiteren Bilder sowie Abbildungen wurden entweder von den teilnehmenden Dienstleistern fr diese Publikation zur Verfgung gestellt oder selbst erstellt.

    Nachdruck oder Vervielfltigung, Einspeisung in Datennetze oder sonstige Nutzung auf Papier oder elektronisch auch auszugsweise nur nach schrift - licher Genehmigung des Herausgebers. Alle Rechte vorbehalten.

    Inhaltsverzeichnis

    impressum Seite 2

    Warum ein ERP-System sinnvoll ist Seite 3

    die auswahl eines ERP-Systems Seite 3

    Zweck der anbieterbersicht Seite 5

    Fragebogen fr die ERP-anbieter Seite 6

    aPplus 6.1 asseco Solutions aG Seite 8

    Emis.ERP karg EdV-dienstleistungen GmbH Seite 18

    ERPframe GSd GmbH Seite 28

    Mitan4t Mitan Wirtschaftssoftware aG Seite 38

    NetSuite SPL Business Solution GmbH Seite 48

    NOS-CEuS Warner Media GmbH Seite 58

    Octoflex ERP Octoflex Software GmbH Seite 68

    ProBatch / Navision Yaveon aG Seite 78

    SaP Business Bydesign iBiS Prof. thome aG Seite 88

    SelectLine nasdo aG Seite 98

    WinLine mesonic software Gmbh Seite 108

    Glossar Seite 120

    die eBusiness-Lotsen geben Hilfestellung Seite 122

    teilnehmende institutionen und kontaktdaten Seite 123

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    Betriebswirtschaftliche Software / Enterprise Resource Planning

  • Enterprise Resource Planning (kurz: ERP) steht fr die Planung aller unternehmensressourcen. Ein ERP-System ist eine betriebswirtschaftliche anwendungs-software, die Geschftsprozesse u. a. aus den Be-reichen Lagerhaltung, Vertrieb, Produktion, Einkauf, Finanzbuchhaltung, Personalwirtschaft und kosten-rechnung eines unternehmens koordiniert und abtei-lungsbergreifend untersttzt. die betriebswirtschaftli-chen Funktionen werden im System entsprechend den unternehmensbereichen in Bausteinen so genannten Modulen abgebildet.

    So kann das System bei Bedarf durch Einbindung zu-stzlicher Software (z. B. externer Systeme) erweitert werden. Ein ERP-System hilft also bei Planung, Steue-rung und kontrolle der aufgaben eines unternehmens. alle daten, die fr ein unternehmen relevant sind wie angaben ber Finanzen, Maschinen, Material und Mitarbeiter werden in einer zentralen datenbank re-dundanzfrei (also ohne dopplungen, einmalig) gespei-chert. der datenaustausch im unternehmen wird somit vereinheitlicht und die informationsverarbeitung erfolgt in Echtzeit (Just-in-time). dies ermglicht eine einfa-che Bedienung und eine hohe Benutzerfreundlichkeit. Operative und strategische Entscheidungen knnen gezielt getroffen werden, analysen lassen sich besser durchfhren. Wird ein geeignetes ERP-System einge-setzt, ermglicht es eine Senkung der Betriebskosten und/oder die Verwirklichung hherer Produktivitt und Qualitt.

    Zustzlich bietet ein ERP-System entsprechende Po-tenziale zur zwischenbetrieblichen kooperation. dies bedeutet, dass Lieferanten und kunden an das unter-nehmenseigene System angebunden werden knnen. dies erleichtert wiederum die kommunikation und ver-bessert die Zusammenarbeit, Bedarfe und Lagerhal-tung knnen besser geplant und Ressourcen effekti-ver verteilt werden. auerdem kann man auf anfragen bzw. spezielle kundenwnsche schneller reagieren. denn durch die im System unmittelbar verfgbaren in-formationen kann das Unternehmen flexibler auf ver-schiedene Situationen wie bspw. auftragsnderungen reagieren.

    Warum ein ERP-System sinnvoll ist

    die auswahl eines ERP-Systemsder auswahlprozess eines passenden ERP-Systems ist schwierig. der anbietermarkt ist gro und unber-sichtlich. Zurzeit gibt es ca. 600 verschiedene anbieter von ERP-Systemen. daher ist es sinnvoll, den aus-wahlprozess systematisch und strukturiert zu gestal-ten. Zudem reduziert ein geordnetes Vorgehen das Risiko eines Misserfolgs kurzfristig bei der auswahl und ganz entscheidend auch langfristig beim Einsatz der Software.

    Projektmanagement

    Bei der auswahl eines ERP-Systems ist eine grndli-che Projektvorbereitung notwendig. Zunchst muss fr die strategisch wichtige aufgabenstellung Einfhrung eines ERP-Systems ein Projektteam bestimmt wer-den, das die Entscheidungen und arbeiten vom ersten tag an bis zur erfolgreichen Einfhrung begleitet. Es

    legt die Schritte und Bedingungen fr den zeitlichen Rahmen, das Budget und die Projektziele fest. diese Phase ist enorm wichtig, denn je genauer an dieser Stelle vorgegangen wird, desto unwahrscheinlicher sind sptere Verzgerungen oder sogar ein Scheitern des Projekts. Weiterhin muss das Projektteam die or-ganisatorischen und methodischen Vorbereitungen treffen und festlegen, wer fr welche aufgabe zustn-dig ist und wie vorgegangen werden soll.

    Ist-Analyse

    im Rahmen einer so genannten ist-analyse werden Geschftsprozesse hufig zunchst dokumentiert, um sich klarheit ber die praktizierten ablufe zu verschaf-fen und sie fr weitere Schritte und Entscheidungen nachvollziehbar beschrieben zu haben. die eigenen Geschftsprozesse zu erfassen, um Verbesserungs-

    ERPVertrieb

    Personal-wirtschaft

    Produktion

    Einkauf

    Finanz- buchhaltung

    etc.

    3

    Betriebswirtschaftliche Software / Enterprise Resource Planning

  • potenziale und anforderungen an das System zu er-kennen, ist sinnvoll. Was aber unbedingt vermieden werden sollte, ist die Fixierung der aktuell praktizier-ten Prozessschritte fr eine sptere 1:1-umsetzung in das ERP-System. denn die meisten Besonderheiten im eigenen Betriebsablauf sind im Lauf der Zeit eher zufllig als spontane Lsungen entstanden und nicht als Resultat grndlicher organisatorischer berlegun-gen. individuelle anpassungen der ERP-Software an solche speziellen Gepflogenheiten sind zeit- und kos-tenintensiv und sollten nur in ganz wenigen ausnah-mefllen zugelassen werden. auch die spteren aktu-alisierungen und ausweitungen des Systems werden durch individualprogrammierung viel aufwndiger und teurer. Grundstzlich ist davon abzuraten, die Software aufgrund von unternehmensanforderungen zu vern-dern. Vielmehr mssen die Mglichkeiten des Systems genutzt werden die eigenen ablufe (Gewohnheiten) sollten also an die wohlberlegten und aufeinander abgestimmten Geschftsprozesse der Software ange-passt werden.

    Soll-Konzeption

    die Soll-konzeption dient der Formulierung und doku-mentation der Rahmenanforderungen und Restriktio-nen in einem unternehmensspezifischen Lastenheft. Hierzu gehren einerseits technische aspekte wie Be-triebssysteme, Server-anforderungen und Bedingun-gen fr den datenaustausch (Schnittstellen bspw. zu datEV) sowie andererseits organisatorische anforde-rungen wie die anzahl der arbeitspltze und die Ein-bindung von tochtergesellschaften. die anforderungen sollten phasenweise immer detaillierter definiert wer-den, angefangen bei einem groben berblick (Grob-konzept) der kernanforderungen ber eine detaillierte-re Planung (detailkonzept) bis hin zu Einzelkriterien.dabei ist es empfehlenswert, die anforderungen ent-sprechend ihrer Bedeutung (Muss-, Soll-, kann-an-forderungen) zu gewichten, damit die Muss-anforde-rungen auf jeden Fall im Standard der Systemlsung abgedeckt werden.

    Systemevaluation

    da die anzahl an ERP-anbietern auf dem Markt sehr gro ist, kann nicht jedes System im detail analysiert werden. Einen ersten Marktberblick des breiten an-gebots an ERP-anbietern und deren Systeme ver-schaffen spezielle dienstleister, Fachzeitschriften, das internet, Marktbersichten oder Fachmessen. diese so genannte Grobbewertung fhrt zu einer berschauba-ren anzahl von Systemen, die nun im detail mit den dokumentierten anforderungen aus dem Lastenheft verglichen werden knnen. Bei dieser Feinbewertung muss darauf geachtet werden, dass die ausgewhlten Systeme die erforderlichen Rahmenanforderungen be-reits in der Standardversion mglichst gut abdecken. im nchsten Schritt folgt dann die auswahlentschei-

    dung. Nun sollten nur noch Systeme (ca. drei anbie-ter) zur auswahl stehen, deren Standardlsungen die anforderungen bereits in hohem Mae erfllen, eine entsprechende Brancheneignung besitzen und hin-sichtlich der kosten im gesetzten Rahmen liegen. Fr eine Endauswahl ist es empfehlenswert, sich einen persnlichen Eindruck von der Funktionalitt und Be-dienung des Systems, anhand von Systemtests sowie des dienstleisters zu verschaffen. Zustzlich kann ber Referenzkunden der Hersteller u. a. die Brancheneig-nung analysiert werden. alle informationen sollten in einer Gesamtbewertung zusammengetragen werden.

    So knnen die Systeme untereinander verglichen und eine Entscheidung gefllt werden. Entsprechend dem weisen Ratschlag drum prfe, wer sich ewig bindet... sollte immer bewusst sein, dass eine sptere trennung von einem ERP-Sy