BetrieBliches GesundheitsmanaGement 5doc. BetrieBliches GesundheitsmanaGement Wirtschaftlichkeit...

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  • Foto: ZVG

    BetrieBliches GesundheitsmanaGement

    Wirtschaftlichkeit Messbarkeit von BGM in Zahlen

    Prävention Arbeitsklima spielt entscheidende Rolle

    Sicherheit Darstellung der Gefahren am Arbeitsplatz

    Stress Reduktion alltäglicher Belastungen

    5 Tipps

    für ihre persönliche

    Work-life-Balance

    prof. Dr. meD. Dr.rer.naT. marTin e. keck, emBa UZh Ärztlicher Direktor und chefarzt privatstationen, clienia privatklinik schlössli aG

    StrategiSche KriSenbewältigung

    rudolf Wötzel reflektiert über die fehlenden Strukturen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

    nr. 1/Juni 2012 Ein Ratgeber für präventive Massnahmen und nachhaltige Gesundheit

    anzeiGe

    EinE ThEMEnZEiTunG von MEDiAPlAnET

    Einladung zum Praxis-Forum

    Mehr Leistung dank gesunden Mitarbeitenden Erfahrungsaustausch zum Schweizer Qualitätssiegel und anderen Tools im Betrieblichen Gesundheitsmanagement. 12. September 2012, 16.00 – 17.30 Uhr in Zürich

    Infos zur kostenlosen Teilnahme: www.gesundheitsfoerderung.ch/label

  • 2 · Juni 2012 EinE ThEMEnZEiTunG von MEDiAPlAnET

    B etriebliche Gesund- heitsförderung BGF wird definiert als Un- ternehmenspolitik, die sich auf gemeinsame Aktivitäten der Arbeit- geber, Arbeitnehmer

    und Gesellschaft bezieht, um die Ge- sundheit, Arbeitsfähigkeit und -moti- vation aller Erwerbstätigen in jeder Phase ihrer Berufskarriere zu unter- stützen und zu fördern. BGF wird zur Verbesserung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiten- den eingesetzt durch die Schaffung gesunder Arbeitsverhältnisse sowie durch die Förderung des eigenverant- wortlichen Umgangs mit der indivi- duellen Gesundheit.

    BGF ist für Unternehmen aus ethi- schen Überlegungen wie aus wirt- schaftlichen Gründen erstrebenswert. Gesunde Mitarbeitende sind produk- tive Mitarbeitende (pro investierten Franken fliessen durch geringe Fehl- zeiten und Versicherungsprämien,

    verbesserte Leistungsfähigkeit wäh- rend der Anwesenheit etc. Fr. 1.50 bis Fr. 5 zurück). Sie packen die Herausfor- derungen engagierter und erfolgrei- cher an, machen weniger Fehler, ver- ursachen weniger Unfälle und sind psychisch stabiler. Gesunde und zu- friedene Mitarbeitende wechseln auch weniger oft ihre Stelle. Sinkende Ausfallzahlen sind neben geringerem Leid der Nutzen.

    BGf als Unternehmensprozess Immer mehr Firmen setzen sich ver- mehrt in diesem Sinn für ihre Mitarbei- tenden ein. Internen Verantwortliche werden von externen Beratungsfirmen gezielt unterstützt. So entsteht ein ge- meinsamer grosser Erfahrungsschatz an guter Praxis. Dabei bewährt sich zuneh- mend der Ansatz, BGF im Rahmen eines betrieblichen Gesundheitsmanage- ments BGM umzusetzen. Dies ist ein in- tegrativer Prozess, in dem der Bedarf er- mittelt, die einzelnen Massnahmen

    challenGe

    GesUnDheiT Das Wohlbefinden jedes mitarbeiters ist eine individuelle, gesellschaftliche und unternehmerische notwendigkeit. Foto: ShutterStock

    Beschwingte Mitarbeitende stecken mit ihrer Fröhlichkeit an und motivieren das Team zu Höchstleistungen. körperlich und psychisch ausgeglichene menschen sind leistungsfähiger und weniger krank. Das Betriebliche Gesundheitsmanagement setzt sich für gesund erhaltende Arbeitsplätze ein, was Arbeitnehmenden und Arbeitgebern hilft.

    Betriebliche Gesundheitsförderung: wichtiger denn je

    verknüpft und in einen Managementzy- klus integriert werden. Insbesondere werden dabei die Massnahmen zur Ver- haltensschulung jeweils mit Massnah- men der Arbeitsgestaltung verbunden. Weiter zählt dazu die Unterstützung von Mitarbeitenden mit Gesundheits- problemen (zum Beispiel mittels Case Management).

    Erfolgsfaktoren sind die Förderung einer aktiven Mitarbeiterbeteiligung, eine systematische Integration der Gesundheit in die Entscheidungs- und Qualitätssicherungsprozesse so- wie eine kontinuierliche Verbesse- rung der Arbeitsorganisation und Arbeitsbedingungen.

    In der Sommersession hat sich nun der Ständerat doch noch dafür ausgespro- chen, dass sich der Bund stärker für die Gesundheitsprävention engagieren soll. Die politische Diskussion zeigt, dass ein gestiegenes Bewusstsein über die Wich- tigkeit des Themas in der Gesellschaft vor- handen ist. Dadurch steigt auch der Hand- lungsdruck auf Unternehmen an.

    «Gesunde Mitarbeiter sind produktive Mitarbeiter.»

    EffEktivität

    «Die drei Pro bleme Mobbing, Stress und Burnout scheinen in der modernen Arbeitswelt allgegenwärtig.»

    Dr. peter meier Präsident interkan­ tonaler verband für Arbeitnehmerschutz ivA und Bereichs­ leiter Arbeitsbedin­ gungen im Amt für Wirtschaft und Arbeit Zürich

    Wir EmPfEhlEn

    Unternehmenskultur s. 11 Was BGm in der Praxis bedeutet

    Work-life-Balance s. 13 Was gibt Energie für das Gleichgewicht zwischen Arbeitsalltag und Privatleben

    s. 7

    We make our readers succeed!

    Das Ziel von mediaplanet ist, unseren lesern qualitativ hochstehende redaktionelle inhalte zu bieten und sie zum handeln zu motivieren. So schaffen wir für unsere inserenten eine Plattform, um kunden zu pflegen und neue zu gewinnen.

    BEtriEBlichES GESunDhEitS­ mAnAGEmEnt, ErStE AuSGABE, Juni 2012

    managing Director: fredrik colfach editorial manager: corinne meier layout und Bildbearbeitung: Daniel Stauffer

    project manager: marta Blizniak Tel.: +41 (0)43 540 7305 e-mail: marta.blizniak@mediaplanet.com

    Distribution: tages­Anzeiger

    Druck: tamedia

    kontakt bei mediaplanet: Philipp Oehler Tel.: +41 (0)43 540 73 04 e-mail: philipp.oehler@mediaplanet.com

    folgen sie uns auf facebook und Twitter:

    www.facebook.com/mediaplanetSwitzerland www.twitter.com/mediaplanetch

    hansjörg huwiler Präsident Schweize- rischer verband für Betriebliche Gesundheitsförderung (SvBGF)

    Jürg studer leiter Geschäftsstelle Schweizerischer ver- band für Betriebliche Gesundheitsförde- rung (SvBGF)

    mit freundlicher unterstützunG von:

    interkantonaler verband für arbeitnehmerschutz iva www.iva-ch.ch

    sabine Deringer, Dr. phil. psychologin fsp, dipl. physiotherapeutin fernfachhochschule Schweiz

    SEiTE 14

  • Bewegung bedeutet Leben – und Leistung. Gerade im Büro!

    Dass Büroarbeit krank machen kann, hat sich inzwischen herum gesprochen. Vor dem Hintergrund von Fachkräftemangel und demographischem Wandel gewinnt die Gesunderhaltung der Mitarbeiter noch mehr Bedeutung. Der Bü- romöbelhersteller Wilkhahn hat deshalb mit Prof. Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit an der Deutschen Sporthochschule Köln ein neues Sitzkonzept für die Arbeit am Schreibtisch entwickelt. Jetzt wurde in einer wissenschaftli- chen Feldstudie untersucht, ob und wie sich vielfältigere und häufigere Bewe- gungen am Schreibtisch auf Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit auswirken.

    Es scheint paradox: Da werden seit 100 Jahren die körperlichen Belastungen im Büro

    reduziert. Alles ist in Griffnähe angeordnet, der Körper wird von korsettähnlichen

    Bürostühlen gestützt und der Arbeitsplatz ist auf Bildschirmgröße reduziert. Akten

    wälzen, Ordner schleppen und Botengänge – all das ist Vergangenheit. Lediglich die

    Finger müssen sich noch bewegen, um die Büroarbeit zu bewältigen. Und das Ergeb-

    nis? Die Menschen im Büro werden immer kränker! Prof. Ingo Froböse, renommierter

    Spezialist für Prävention und Rehabilitation an der Deutschen Sporthochschule Köln,

    erklärt, warum das so ist: „Ein lebendiger Organismus basiert auf dem Prinzip von Reiz

    und Reaktion. Millionen Rezeptoren im Körper registrieren die jeweiligen Bewegungs-

    reize und kommunizieren den Versorgungsbedarf. Gibt es keine Reizsetzungen mehr,

    werden Körperkompetenzen nicht mehr versorgt und schalten sich ab.“ Die Folgen

    sind vielfältige Degenerationssymptome von Rückenschmerzen und Stoffwechselstö-

    rungen bis zu Herz-Kreislaufbeschwerden.

    Ein bewegendes Konzept Neuere Studien aus Australien und aus Schweden zeigen, dass selbst regelmäßiger

    Ausgleichssport nicht mehr hilft, wenn im Beruf der dauerhafte Bewegungsmangel

    dominiert. Denn um den Zellstoffwechsel zu stimulieren und den Körper fit zu

    halten, braucht es vor allem kleine, vielfältige und häufig ausgeführte Bewegungen.

    Andere Studien zum Lernverhalten von Kindern und von Senioren hatten zudem

    nachgewiesen, dass es bei Bewegungsfragen nicht nur um körperliche Gesundheit,

    sondern auch um mentale Fitness geht. Deshalb hat der Büromöbelspezialist Wilkhahn

    in Kooperation mit dem Zentrum für Gesundheit ein neuartiges Bewegungskonzept

    für Bürostühle entwickelt, die sogenannte Trimension®. Erstmalig im Bürostuhl ON

    eingesetzt fördert sie das natürliche, dreidimensionale Bewegungssitzen bei gleichzeitig

    sicherer Abstützung, um den Körper zu aktivieren ohne ihn zu ermüden.

    Klare Verbesserung Eine erste Laborstudie hatte bereits bestätigt, dass ON den Körperkompetenzen ent-

    spricht und gesunde Bewegungsreize setzt. Jetzt hat das Zentrum für Gesundheit die

    Auswirkungen auf Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit im Büroalltag untersucht.

    Die Studie wurde mit 80 Probanden im Bürokomplex einer Versicherung über zwölf

    Wochen durchgeführt. Die Versuchsgruppe arbeitete nach Studienbeginn auf Büros-

    tühlen der Modellreihe ON, die Kontrollgruppe auf ihren ge