Aus- und Weiterbildung Umstellung auf das Rechnungswesen 2.0 bestehen. So sind unter anderem die...

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  • Aus- und Weiterbildung

    Ausgabe 9.2019

    WirtschAftsrAum H A n A u - K i n z i g t A l

  • 2 | WIRTSCHAFTSRAUM Hanau-Kinzigtal | September 2019

    Digital-schafft-Perspektive.de

    Egal, was Sie geschäftlich planen: Die dafür notwendigen Freiräume

    verschaffen Sie sich mit durchgängig digitalen DATEV-Lösungen. Für

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  • September 2019 | WIRTSCHAFTSRAUM Hanau-Kinzigtal | 3

    Was hat im Zeitalter der Minus- und Nullzinsen noch Wertzuwachs? Wo sind hohe Renditen auf lange Sicht zu holen? André Kostolany, der vor fast 20 Jahren verstorbene Schriftsteller, Spekulant und Börsen- und Finanz experte, gab hierzu stets einen guten Rat. Vereinfacht zusammengefasst lautet er: „Investieren Sie in die Bildung Ihrer Kinder. Das ergibt die besten Renditen.“ Auch heute noch sind unsere Kinder das Wertvollste, was wir haben. Und wenn junge Menschen über die Be- rufsausbildung das verantwortungs- volle Arbeiten schon in jungen Jahren lernen, dann ist diese Investition noch immer sehr viel wert. Die theoretische Ausbildung in den Berufsschulen und die praktische in den Unternehmen machen unser duales System zu ei- nem echten Renditeträger. Die aktuel- len Ausbildungszahlen, aber auch die Umfrage der deutschen IHKs unter den Ausbildungsbetrieben, belegen, dass unsere Berufsausbildung ganz viel Zu- kunft hat. Das Lernen darf übrigens nach der Ausbildung ruhig weitergehen. Weiter- bildungen, ob mit oder ohne die IHK, lohnen sich. Dazu finden Sie interes- sante Kennzahlen auf Seite 13. Gut zu wissen: Unser Bildungssystem ist mitt- lerweile so durchlässig, dass selbst al- lerhöchste Abschlüsse erreichbar sind. Eine duale Ausbildung ist schon lange keine Einbahnstraße mehr.

    In der Rubrik „Aus den Unternehmen“ dokumentieren wir darüber hinaus drei uns in letzter Zeit aufgefallene Unter- nehmen, die ihrerseits in Sachen Be- rufsausbildung neue, vorbildliche Wege gehen. Mein Prädikat: Lesenswert und unbedingt nachmachen. Waren Sie auf dem Jahresempfang der IHK am 13. August? Wenn ja, dann wis- sen Sie, dass unsere IHK sich zur von der Stadt Hanau angestrebten Auskrei- sung aus dem Landkreis positionieren will. Darüber hat die Vollversamm- lung der IHK jüngst beraten und erste Pflöcke eingeschlagen. Es geht dem obersten IHK-Gremium nicht darum, Richter zu spielen. Im Blickpunkt des Parlaments der Unternehmer stehen vielmehr die jetzige und künftige Ser- vicequalität der Städte und Gemeinden sowie Kostenehrlichkeit. Da die Ge- werbesteuern und die Grundsteuer B die maßgeblichen Einnahmen unserer Kommunen sind, von den Schlüssel- zahlungen des Landes einmal abge- sehen, betrifft dieser Sachverhalt die Wirtschaft direkt. Mehr dazu finden Sie auf Seite 34. Kurz vor Redaktionsschluss kam dann doch noch die Freigabe für das Interview mit dem Hessischen Ministerpräsiden- ten Volker Bouffier. Die Einschätzun- gen des Politikers zur Metropolregion FrankfurtRheinMain und zur Zukunft des ländlichen Raums, aber auch zu Ökonomie und Ökologie, muss man nicht unbedingt und uneingeschränkt

    teilen. Zur Kenntnis nehmen sollte man sie aber unbedingt – denn in Zeiten von Fake News wird eines immer wichtiger: sich kritisch und engagiert auf die Mei- nung seines Gegenübers einzulassen!

    Viel Spaß beim Lesen!

    Dr. Gunther Quidde Hauptgeschäftsführer

    Die Zukunft beginnt: jetzt!

    Zu dieser Ausgabe

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  • 4 | WIRTSCHAFTSRAUM Hanau-Kinzigtal | September 2019

    Tipp des Monats

    Eigentümer von Immobilien, die in Ge- werbegebieten im Main-Kinzig-Kreis liegen (außer Hanau und Maintal), können in den kommenden Wochen neben der Eröffnung neuer Markt- chancen auch den Wert ihrer Gebäude ohne Zusatzkosten steigern. Möglich macht dies der Main-Kinzig-Kreis über die kreiseigene Gesellschaft, die Breitband Main-Kinzig GmbH.

    Die kreiseigene Tochterfirma kann voraussichtlich ab Herbst 2019 auf Antrag alle Immobilien in reinen Ge- werbegebieten direkt an das schnelle Glasfaserkabel anschließen, und dies für die Eigentümer kostenfrei, sofern bis Mitte September 2019 durch die Eigentümer ein Gestattungsvertrag bei der Breitband Main-Kinzig GmbH eingereicht wird und der Online-Fra-

    gebogen auf www.breitband-mkk.de ausgefüllt wird. Mit dem Angebot sind keinerlei weitere vertragliche Ver- pflichtungen verbunden, auch kein Vertrag mit einem Highspeed-Inter- net-Anbieter. Es steht noch nicht fest, welcher Anbieter künftig die Glas- faser-Anschlüsse bedienen wird. Es kann auch problemlos die bisherige Leitung weiter genutzt werden. Die Förderung dient in erster Linie der Zukunftssicherung aller Gewer- bestandorte im Main-Kinzig-Kreis. Die Infrastruktur-Maßnahme eignet sich insbesondere für kleinere und mittlere Unternehmen im ländlichen Raum, die sich und ihre Immobilien zukunftsfähig positionieren wollen. Der Ausbau der vorhandenen Glas- faser-Infrastruktur mit Bandbreiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde reicht bekanntlich immer mehr Unter- nehmen kaum noch. Vor allem, wenn mehrere Mitarbeiter online sind und auch Maschinen digital verbunden sind, wird es mit dem aktuellen Breit- band-Standard eng. Aber über eine direkte Glasfaseran- bindung im Gebäude wären noch hö- here Verbindungsraten problemlos machbar – die aufgerüsteten Immo- bilien wären tauglich für die Indust- rie 4.0 und weitere Chancen der mo- dernen Digitalisierung. Vor diesem Hintergrund fördert auch der Land- kreis diese Infrastrukturmaßnahme massiv. Spezielle Förderprogramme des Bun- des und des Landes sowie Investitio- nen der Breitband Main-Kinzig GmbH sorgen dafür, dass theoretisch alle Gewerbegebiete im Landkreis giga- bitfähig werden können – wenn es denn von den Gebäude-Eigentümern gewollt ist. Formlose Anträge kön- nen nur noch kurzfristig online auf www.breitband-mkk.de gestellt wer- den. Wer seinen Antrag zu spät stellt, hat das Nachsehen.

    Glasfaser ins Gebäude legen lassen In reinen Gewerbegebieten kurzfristig kostenfrei möglich

    Sibylle Hergert, Geschäftsführerin der Breitband Main-Kinzig GmbH, rät allen Im- mobilienbesitzern in Gewerbegebieten, ihren zu einhundert Prozent geförderten Glasfaseranschluss schnell zu beantragen. In wenigen Wochen kann er nicht mehr für Gebäude-Eigentümer kostenfrei verlegt werden.

    Foto: IHK

  • September 2019 | WIRTSCHAFTSRAUM Hanau-Kinzigtal | 5

    Aktuell 6 IHK kennenlernen und netzwerken 7 Webinar zur A1-Bescheinigung

    Schwerpunkt: AuS- unD weIterbIlDunG 8 Stellenwert der Beruflichen Bildung steigt 10 Einzigartig in Deutschland 12 Eine Aufgabe mit Zukunft 14 Warum nicht Dr. werden? 16 Warum nicht in Irland, Italien oder Indien arbeiten

    und lernen?

    AuS Den unternehmen 18 Ernst Pemsel Steuerungsbau GmbH, Bruchköbel 20 asecos GmbH, Gründau 21 Produkt des Monats | Arbeitsjubiläen 22 Jan Eurich Film- und Videoproduktion, Birstein 23 QValère – Mittelpunkt Pflege GmbH

    AuS- unD weIterbIlDunG 24 Vielfältige Ausbildung in der Edelmetallwirtschaft 25 Ausbildungsquote von 18 Prozent: Wie geht das? 26 Fachübergreifende Projektarbeit für Auszubildende

    StAnDort 27 Künstliche Intelligenz-Strategie konkretisieren

    und umsetzen 28 „Aktionismus im Klimaschutz hilft nicht weiter“

    wIrtSchAftSjunIoren 31 Hessische Junioren besuchten JCI Wisconsin

    Ihk Intern 32 Von Hanau, dem MKK und dem künftigen

    Zusammenspiel zwischen Jung und Alt 34 Auskreisung, Ausbildungsgebühren und

    Wasserstoff-Mobilität

    AmtlIche bekAnntmAchunGen 36 Prüfungsordnung für die Durchführung von

    Abschluss- und Umschulungsprüfungen

    ServIce 40 Handelsregister 47 Online-Adressen | Börse 49 Zahl des Monats | Risiken für die Konjunktur

    Preisindex 50 Nationale Weiterbildungsstrategie: Experiment

    mit offenem Ausgang | Impressum 51 Nachgefragt: Prof. Dr. Alexander Krimmel, Maintal

    Wirtschaftskalender

    Inhalt

    Alles auf einen blick

    AuS- unD weIterbIlDunG Die duale Ausbildung bleibt beliebt. Sie ist es bei den Unter- nehmen und auch bei den Schulabgängern. Dafür gibt es viele gute Gründe – von der Fachkräftesicherung der Unter- nehmen bis hin zum optimalen Berufseinstieg für junge Da- men und Herren. Auch mit Blick auf die spätere Karriere über Weiterbildung bietet die duale Ausbildung heute viel mehr Optionen als noch vor wenigen Jahren.

    StAnDort heSSen Wie geht es weiter mit Ökonomie und Ökologie, Metropolregi- on und ländlichem Raum, Infrastruktur und Fläche sowie der Zukunft des Wirtschaftsstandorts Hessen? Volker Bouffier, seit 2010 Ministerpräsident des Landes Hessen und vor fast einem Jahr in diesem Amt von den Wählern bestätigt, bezieht Stellung im Interview.

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    Titelbild: © goodluz – fotolia.com

    Ihk Intern Die von der Stadt Hanau ins Auge gefasste Auskreisung aus dem Main-Kinzig-Kreis beschäftigte die Vollversammlung der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern am 19. August. Aber auch andere für die Wirtschaft wichtige Themen kamen zur Sprache. Die mögliche Kreisfreiheit Hanaus war auch Thema auf dem Jahresempfang der IHK.

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