03 Grundlegende Stammdaten in ERP (03/15)

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    09-Feb-2016
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Vorlesung "ERP" von Prof. Dr. Ketterer, Hochschule Fulda

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  • Stammdaten vs.

    Bewegungsdaten

    Daten in ERP & SAP

  • Stammdaten vs. Bewegungsdaten

    Stammdaten sind Daten, die ber einen lngeren Zeitraum unverndert

    bleiben

    Bewegungsdaten ergeben sich aus einem Geschftsprozess

    Stammdaten sind (meistens) notwendig, um einen Geschftsprozess im

    ERP-System abwickeln zu knnen, oder stellen zumindest die Vorlage fr Daten dar - damit man die Daten nicht immer wieder eingeben muss

    Stammdaten referenzieren immer Organisationsstrukturen!

    Beispiel (Erfassung eines Kundenauftrags im Verkauf):

    Kunde muss im System als Stammdatum gepflegt sein

    Das zu verkaufende Produkt (Material) muss im System als Stammdatum gepflegt

    sein

    Der Preis sollte im System als Stammdatum gepflegt sein

    Der Auftrag selbst wird ein Bewegungsdatum werden weitere Bewegungsdaten sind der Bestand des Produkts (Materials), die Lieferung, der Transport

    Prof. Dr. Norbert Ketterer HS Fulda 2

  • Exkursion: Der Auftragsbearbeitungsprozess

    Folie aus Methoden (Grundlagen) der WI

    Prof. Dr. Norbert Ketterer HS Fulda 3

    Bestellung

    als Auftrag

    eingeben

    [Laud]

  • Exkursion: Architektur eines integrierten Systems

    Folie aus Methoden (Grundlagen) der WI

    Prof. Dr. Norbert Ketterer HS Fulda 4 [Laud]

  • Stammdaten vs. Bewegungsdaten (2)

    Prof. Dr. Norbert Ketterer HS Fulda 5 Datenbank des ERP-Systems

    Beispiel: Abbildung auf Auftragsabwicklungsprozess

    Tabellen fr

    Bewegungsdaten

    Tabellen fr Stammdaten Applikation

    fr Vertrieb

    Vertriebs-

    prozess

    nutzt

    Select

    Update/ Insert

  • Identifikation von Stammdaten

    Identifikation von Stammdaten

    Stammdaten knnen sprechend sein, oder nicht-sprechend kodiert vorliegen

    sprechende Stammdaten sind fr den Nutzer oftmals intuitiver zu verstehen, aber systemseitig/ prozessseitig nicht immer optimal sie enthalten Information ber die Semantik des Objekts direkt in der entsprechenden Kodierung

    Beispiel: Materialnummern nach gewissem Schema etwa ein Rohmaterial hat immer eine 0 an einer gewissen Stelle - Beispiel: TTTT0NN

    Kodierung der Stammdaten

    Durch interne Nummer Nummer wird durch System generiert

    Anwender findet ein bestimmtes Stammdatum ber Referenzen, wie Texte,

    Klassifikation

    Durch externe Nummer - Nummer wird extern vorgegeben

    Anwender findet ein bestimmtes Stammdatum durch Kenntnis der Nummer etwa da die Nummer sprechend kodiert ist

    Prof. Dr. Norbert Ketterer HS Fulda 6

  • Kunden und Lieferanten

    Stammdaten

  • Kunden & Lieferantenstamm

    Bitte vergleichen Sie auch: Kapitel 4.1 im Buch von Benz!

    Prozesse mit Geschftspartnern eines Unternehmens:

    Beschaffung und Vertrieb von Sach- und Dienstleistungen

    Bentigt: Information ber Lieferanten und Kunden

    Daten werden in SAP in entsprechenden Stammstzen, mit Bezug auf

    die Organisationsstrukturen, gepflegt.

    Was mssen wir ber unsere Kunden/ Lieferanten wissen ?

    Prof. Dr. Norbert Ketterer HS Fulda 8

  • Definition Kunde (Debitor)

    Definition laut Gablers Wirtschaftslexikon:

    Tatschlicher oder potenzieller Nachfrager auf Mrkten. Kunden knnen

    Einzelpersonen oder Institutionen (organisationales Kaufverhalten) mit

    mehreren Entscheidungstrgern sein. Sog. Schlsselkunden sind aus der

    Anbietersicht aufgrund ihres Kaufvolumens oder anderen Merkmalen von bes.

    Bedeutung (Key Account Management).

    Definition laut SAP:

    Geschftspartner, mit dem Geschftsbeziehungen im Hinblick auf die Abgabe

    von Produkten und/oder Dienstleistungen bestehen knnen.

    Prof. Dr. Norbert Ketterer HS Fulda 9

  • Kundenstamm (Debitorenstamm)

    Zentrale Datenhaltung von Kundenstammstzen in einem SAP-ECC-System

    Redundanzen werden vermieden und Pflege findet nur einmalig statt

    Wird von verschiedenen Abteilungen zur Durchfhrung der Businessprozesse genutzt

    Kundenstammstze werden von der Buchhaltung und dem Vertrieb genutzt

    Sichten-Konzept

    Sichten bezogen auf Organisationsstrukturen

    Prof. Dr. Norbert Ketterer HS Fulda 10

    Vertriebsweg,

    Sparte,

    Verkaufsorganisation

    (Benz, 2011)

  • Definition Lieferant (Kreditor)

    Definition laut Gablers Wirtschaftslexikon (nur fr Kreditor):

    1. Begriff:

    a) I.e.S.: Glubiger einer Unternehmung aus den auf Kredit bezogenen Waren

    (Glubiger).

    b) I.w.S.: Glubiger aller Art, z.B. auch Bank- und Darlehensglubiger,

    Maschinenlieferanten.

    2. Buchung: Die Konten der Kreditoren werden in den Bchern des

    Unternehmens beim Warenbezug erkannt (Gutschrift ins Haben) und bei

    Begleichung der Rechnung belastet (Lastschrift ins Soll); hufig in Form des

    Kontokorrents.

    Definition laut SAP:

    Geschftspartner, von dem Materialien oder Dienstleistungen bezogen werden

    knnen.

    Prof. Dr. Norbert Ketterer HS Fulda 11

  • Lieferantenstamm (Kreditorenstamm)

    Prof. Dr. Norbert Ketterer HS Fulda 12

    Zentrale Datenhaltung von Lieferantenstammstzen in einem SAP-ECC-System

    Redundanzen werden vermieden und Pflege findet nur einmalig statt

    Wird von verschiedenen Abteilungen zur Durchfhrung der Businessprozesse genutzt

    Lieferantenstammstze werden von der Buchhaltung und dem Einkauf genutzt

    Sichten-Konzept

    Sichten bezogen auf Organisationsstrukturen

    (Benz, 2011)

  • Frage .

    Warum verlinken wir den Kundenstamm und

    den Lieferantenstamm mit der Buchhaltung ?

    Warum nicht nur mit dem Vertrieb und dem

    Einkauf ??

    Prof. Dr. Norbert Ketterer HS Fulda 13

  • Rolle des Abstimmkontos

    Das externe Rechnungswesen im SAP-System ist in ein Hauptbuch und mehrere

    Nebenbcher untergliedert.

    Das Hauptbuch ist Grundlage fr die Erstellung von Bilanz sowie GuV und enthlt

    Forderungs- und Verbindlichkeitskonten.

    Lieferanten und Kunden werden aus auf Nebenbchern als Offene-Posten-

    Buchhaltung gefhrt.

    Prof. Dr. Norbert Ketterer HS Fulda 14 (Benz, 2011)

  • Exkursion: Grundlagen Buchfhrung

    Basis: Buch von Wnsche (BWL fr IT-Berufe Kapitel 7)

    Prinzip der doppelten Buchfhrung

    Prof. Dr. Norbert Ketterer HS Fulda 15

    Verbuchung eines

    Geschftsvorfalls

    (Wnsche, 2010)

  • Exkursion: Grundlagen Buchfhrung (2)

    Prof. Dr. Norbert Ketterer HS Fulda 16 Industriekontenrahmen

    (Wnsche, 2010)

  • Beispiel einer Bilanz

    Aktivseite:

    Wie werden meine Mittel verwendet ?

    Welche Arten von Vermgen ?

    Wo ist es investiert ?

    Passivseite:

    Quellen des Kapitals ?

    Wie bin ich finanziert ?

    Basiert auf buchhalterischen Transaktionen

    Existiert pro Buchungskreis ebenso die zugeordneten Konten (wie etwa Sachkonten)

    Details zu Bilanzen: Gabler Wirtschaftlexikon

    http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/bilanz

    .html

    Prof. Dr. Norbert Ketterer HS Fulda 17 (Wikipedia)

    Bilanzgliederung nach 266 HGB

  • Exkursion: Grundlagen Buchfhrung (3)

    Bestandskonten

    Bankkonten

    Erfolgskonten

    Prof. Dr. Norbert Ketterer HS Fulda 18

    (alle Bilder aus Wnsche, 2010)

    Bemerkung: Komplette Geschftsvorflle sehen in unserem ERP-

    System in Detail etwas anders aus als im Buch von Wnsche

  • Datenbereiche Kundenstamm

    Pflege der Allgemeinen Daten pro Kunde

    Pflege der Buchungskreisdaten pro Kunde & Buchungskreis

    Prof. Dr. Norbert Ketterer HS Fulda 19

    (Benz, 2011)

    (Benz, 2011)

  • Datenbereiche Kundenstamm (2)

    Pflege der Daten pro Vertriebsbereich

    Prof. Dr. Norbert Ketterer HS Fulda 20

    (Benz, 2011)

  • Datenbereiche Lieferantenstamm

    Pflege der Allgemeinen Daten pro Lieferant

    Pflege der Buchungskreisdaten pro Lieferant & Buchungskreis

    Prof. Dr. Norbert Ketterer HS Fulda 21

    (Benz, 2011)

    (Benz, 2011)

  • Datenbereiche Lieferantenstamm (2)

    Pflege der Daten pro Einkaufsorganisation

    Prof. Dr. Norbert Ketterer HS Fulda 22

    (Benz, 2011)

  • Materialien

    Stammdaten

  • Materialstamm

    Bitte vergleichen Sie auch: Kapitel 4.2 im Buch von Benz!

    Geschftsprozesse eines Industrieunternehmens verwenden oft

    Materialien:

    Die beschafften und vertriebenen Sach- und Dienstleistungen

    Bentigt: Information ber Material

    Art des Material (Rohstoff, Betriebsstoff, ..)

    Art der Beschaffung (einzeln, auf Palleten, in Fssern)

    Wert im Lager

    Art der Lagerung (zusammen mit )

    Prof. Dr. Norbert Ketterer HS Fulda 24

  • Definition Material/ Materialstamm

    Definition laut Gablers Wirtschaftslexikon (nur Material):

    Stoffe; Rohstoffe, Hilfsstoffe und Betriebsstoffe der Fertigung sowie

    Kleinmaterial, bezogene Normteile, einbaufertige Aggregate, wiederverwertbare

    Reststoffe etc., d.h. vorwiegend Ausgangsstoffe der Produktion. Halb- und

    Fertigerzeugnisse und selbst gefertigte Bestandteile gehren nicht zum

    Material.

    Definition laut SAP (Material):

    Gut, das Gegenstand der Geschftsttigkeit ist.

    Mit einem Material wird gehandelt, es wird bei der Fertigung eingesetzt,

    verbraucht oder erzeugt.

    Definition laut SAP (Materialstamm):

    I