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  • Folie 1
  • Dr. John Hess1 Aufgaben des Rechnungswesens I Betriebswirtschaftliches Rechnungswesen: Wirtschaftlich relevante Informationen ber angefallene oder geplante Geschftsvorflle werden erfasst, gespeichert und verarbeitet und an die Adressaten weitergegeben. Aufgaben des betriebswirtschaftichen Rechnungswesens allgemein und speziell der Kostenrechnung: a) Planungsaufgaben: Bereitstellung von Unterlagen
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  • Dr. John Hess2 Aufgaben des Rechnungswesens II b) Kontrollaufgaben: - Unterrichtung der Geschftsleitung - Wirtschaftlichkeitskontrolle und Kontrolle unternehmerischer Erfolge c) Dokumentationsaufgaben: - Des Rechnungswesens: Rechenschaftslegung ber Erfolgslage des Betriebes gegenber ausserhalb des Betriebes stehenden Adressaten. - Der Kostenrechnung: Selbstkostenermittlung und die Ermittlung der bilanziellen Herstellungskosten.
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  • Dr. John Hess3 Teilgebiete des Rechnungswesens I Bilanzrechnung : Stellt die Vermgenslage des Betriebes dar, durch - Aufstellung des Vermgens und der Schulden - Gegenberstellung von Aufwendungen und Ertrgen h
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  • Dr. John Hess4 Teilgebiete des Rechnungswesens II Kosten- und Erlsrechnung : Ermittelt den Periodenerfolg und den Stckerfolg der erstellten Gter und Dienstleistungen. Die Kosten- und Erlsrechnung setzt sich aus 2 Rechnungen zusammen: - Kostenrechnung: Ermittelt den bewerteten Gterverbrauch - Erlsrechnung: Ermittelt die bewerteten erbrachten Leistungen
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  • Dr. John Hess5 Teilgebiete des Rechnungswesens III Investitionsrechnung : Hier werden mehrperiodige Erfolgsgrssen ermittelt, die der Geschftsleitung Aufschluss ber die Vorteilhaftigkeit einer Investition liefern, z.B. Kapitalwert, interner Zinsfuss, Annuitt. Finanzrechnung : Soll die Liquiditt einer Unternehmung jederzeit gewhrleisten. Hierfr werden Ein- und Auszahlungen bzw. Einnahmen oder Ausgaben einer Periode gegenbergestellt.
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  • Dr. John Hess6 Grundbegriffe des Rechnungswesens I Stromgrssen - Auszahlung : Abgang liquider Mittel - Einzahlung : Zugang liquider Mittel - Ausgabe : Wert aller zugegangenen Gter und Dienstleistungen - Einnahme : Wert aller verusserten Leistungen - Aufwand : Wert aller verbrauchten Gter und Dienstleistungen - Ertrag : Wert aller erbrachten Leistungen - Kosten : Wert aller verbrauchten Gter und Dienstleistungen fr die Erstellung der betrieb- lichen Leistungen
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  • Dr. John Hess7 Grundbegriffe des Rechnungswesens II Bestandsgrssen - Kasse : Bestand an liquiden Mitteln - Geldvermgen : Kasse + Forderungen Verbindlichkeiten - Gesamtvermgen : Geldvermgen + Sachvermgen - Betriebsnotwendige Vermgen: Gesamtvermgen nicht-betriebsnotwendiges (neutrales) Vermgen
  • Folie 8
  • Dr. John Hess8 Kostenbegriffe I Wertmssiger Kostenbegriff : Kosten sind der bewertete Verzehr von Produktionsfaktoren und Dienstleistungen, die zur Erstellung und zum Absatz der betrieblichen Leistungen erforderlich sind. 3 Merkmale: 1) Es muss ein Gterverzehr vorliegen. 2) Der Verzehr muss eine Leistungsbezogenheit aufweisen. 3) Der Gterverzehr muss einer Bewertung unterliegen.
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  • Dr. John Hess9 Kostenbegriffe II Pagatorischer Kostenbegriff : Die mit Herstellung und Absatz verbundenen Ausgaben einer Periode, die nicht erfolgswirksam kompensiert wurden.
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  • Dr. John Hess10 Produktions- und Kostentheorie I Kostenfunktionen: Diese zeigen auf, welche Faktoren die Kosten in einer Periode verursachen und welche funktionalen Zusammenhnge dabei wirksam werden. Produktionsfunktionen: Zeigen die funktionalen Zusammenhnge der Produktionsfaktor-, Einsatzmengen und den Ausbringungsmengen auf.
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  • Dr. John Hess11 Produktions- und Kostentheorie II Proportionaler (linearer) Verlauf : Jede Beschftigungsnderung (in %) fhrt zur gleichen nderung der Kostenhhe (in %). Degressiver Verlauf : Eine relative Beschftigungs- nderung fhrt zu einer geringeren relativen Kostennderung. Progressiver Verlauf: Die Kosten steigen schneller als die Ausbringungsmenge.
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  • Dr. John Hess12 Produktions- und Kostentheorie III Regressiver Verlauf : Jede relative Beschftigungs- nderung fhrt zu einer relativen Kostennderung mit umgekehrten Vorzeichen. Fixer Verlauf: Jede Beschftigungsnderung hat keinen Einfluss auf die Kostenhhe. Intervallfixer Verlauf : Innerhalb bestimmter Beschftigungsbereichen verhalten sich die Kosten fix. Beim berschreiten der jeweiligen Bereiche steigen die Kosten sprunghaft an.
  • Folie 13
  • Dr. John Hess13 Produktions- und Kostentheorie IV Durchschnittskosten (k) : Kosten je Produkt- einheit (Einheitskosten oder durchschnittliche Stckkosten) K=K/x Grenzkosten (K`) : Gesamtkostenzuwachs, wenn eine Produkteinheit mehr produziert wird. (Steigungsmass der Gesamtkostenkurve; werden durch Ableiten dieser Funktion errechnet) K`=dK/dx
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  • Dr. John Hess14 Produktions- und Kostentheorie V Substitutionale Produktionsfaktoren : Bei Erstellung der Ausbringungsmenge knnen sie mehr oder weniger beliebig gegeneinander ausgetauscht (substituiert) werden. Limitationale Produktionsfaktoren : Diese knnen nur in einem bestimmten Verhltnis miteinander kombiniert werden.
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  • Dr. John Hess15 Produktions- und Kostentheorie VI Aus der Unterscheidung von limitationalen und substitutionalen Produktionsfaktoren resultieren grundstzlich zwei Produktionsfunktionen (Produktionsfunktion vom Typ A und B) und daraus wiederum zwei Kostenfunktionen: 1. s-frmige Gesamtkostenfunktion 2. lineare Gesamtkostenfunktion
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  • Dr. John Hess16 Produktions- und Kostentheorie VII ad 1. s-frmige Gesamtkostenfunktion : Gesetz vom abnehmenden Ertragszuwachs (Ertragsgesetz): Dieses geht von substitutionalen Produktionsfaktoren aus und besagt, dass bei zunehmenden Einsatz eines Produktionsfaktors und Konstanz aller brigen Produktionsfaktoren Ertrge erzielt werden, die zunchst progressiv, dann degressiv ansteigen und schliesslich absolut abnehmen. Die ertragsgesetzliche Gesamt kosten kurve hat einen s-frmigen Verlauf.
  • Folie 17
  • Dr. John Hess17 Produktions- und Kostentheorie VIII ad 2. lineare Gesamtkostenfunktion : basiert auf limitationalen Produktionsfaktoren (Produktionsfunktion vom Typ B (wurde wesentlich von GUTENBERG entwickelt) Bei diesen Produktionsfunktionen sind die Verbrauchsmengen der Produktionsfaktoren abhngig von der Ausbringungsmenge. Die Gesamtkostenkurve hat einen linearen Verlauf, wenn die technische Leistungen der Betriebsmittel konstant ist.
  • Folie 18
  • Dr. John Hess18 Prinzipien der Kostenverrechnung I Verursachungsprinzip : Einen Bezugsobjekt drfen nur jene Kosten zugerechnet werden, die es tatschlich verursacht hat. Identittsprinzip : Kosten sind einem Bezugsobjekt nur dann eindeutig und zwingend zurechenbar, wenn es sich um Einzelkosten handelt.
  • Folie 19
  • Dr. John Hess19 Prinzipien der Kostenverrechnung II Hilfsprinzipien: Durchschnittsprinzip : Es werden die Kosten bestimmt, die im Durchschnitt auf den Bezugs- objekten anfallen. Tragfhigkeitsprinzip : Die Kosten werden im proportionalen Verhltnis zu den Absatzpreisen oder Deckungsbeitrgen auf die jeweiligen Kostentrger verrechnet.
  • Folie 20
  • Dr. John Hess20 Teilbereiche der Kostenrechnung I Kostenartenrechnung : Erfassung und Gliederung aller im Laufe der Abrechnungsperiode angefallenen Kostenarten. Fragestellung : Welche Kosten sind in welcher Hhe angefallen? Kostenstellenrechnung : Die Kosten werden auf die Kostenstellen verteilt, in denen sie angefallen sind. Die Verteilung erfolgt mit Hilfe des Betriebs- abrechnungsbogens (BAB). Fragestellung: Wo sind welche Kosten in welcher Hhe angefallen?
  • Folie 21
  • Dr. John Hess21 Teilbereiche der Kostenrechnung II Kostentrgerrechnung (a) Kostentrgerstckrechnung : Fr alle erstellten Gter und Dienstleistungen werden die Stckkosten ermittelt. Fragestellung : Wofr sind welche Kosten in welcher Hhe angefallen? (b) Kostentrgerzeitrechnung : Es werden die Kosten bestimmt, die whrend einer Abrechnungsperiode angefallen sind. Fragestellung : Welche Kosten sind in der betrachteten Periode fr welche Kostentrger angefallen?
  • Folie 22
  • Dr. John Hess22 Teilbereiche der Kostenrechnung III
  • Folie 23
  • Dr. John Hess23 Aufgaben der Kostenartenrechnung Klren, was Kosten sind (hngt vom verwendeten Kostenbegriff ab (wertmssiger oder pagatorischer Kostenbegriff)). Eine Grundlage fr eine eindeutige Zuordnung der Kosten auf Kostenstellen und Kostentrger schaffen. Eine kostenartenorientierte Planung und Kontrolle ermglichen. Eine Informationsbasis fr Entscheidungszwecke bereitstellen.
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  • Dr. John Hess24 Einteilungsmglichkeiten der Kosten I Gliederungskriterium: Art der verbrauchten Produktionsfaktoren (separate Folie) Gliederungskriterium: betriebliche Funktionen - Beschaffungskosten - Fertigungskosten - Vertriebskosten - Verwaltungskosten Gliederungskriterium: Art der Verrechnung - Einzelkosten (direkte Kosten) - Gemeinkosten (indirekte Kosten)
  • Folie 25
  • Dr. John Hess25 Einteilungsmglichkeiten der Kosten II zu Einzelkosten: lassen sich direkt den Kosten- trgern zurechnen, d.h. sie werden unmittelbar aus der Kostenartenrechnung ohne Verrechnung ber die Kostenstellen auf die Kostentrger verrechnet. zu Gemeinkosten: sind nur indirekt dem Kosten- trger zuzurechnen und werden deshalb abrechn